Oswald Bamberger wird Seniorenreferent
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Oswald Bamberger übernimmt Schlüsselrolle für Senioren in Veitshöchheim
Der Gemeinderat schließt eine personelle Lücke und setzt auf Erfahrung in der Seniorenpolitik. Das neu besetzte Amt soll den Austausch mit älteren Bürgern stärken.
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Eine bislang offene Position in der Gemeindepolitik ist nun besetzt: Der Gemeinderat ernannte in seiner Sitzung am 23. Juni Oswald Bamberger (CSU) einstimmig zum neuen Referenten für Senioren.
Bereits in der konstituierenden Sitzung Anfang Mai hatte das Gremium die Referate für die neue Amtsperiode festgelegt. Während die Bereiche Verkehr, Umwelt, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Wirtschaft, Kultur und Bildung, Sport und Vereine, Jugend, Familie und Integration sowie Inklusion unmittelbar besetzt wurden, blieb das Seniorenreferat zunächst vakant.
Nach dem im Gemeinderat angewandten Hare/Niemeyer-Verfahren standen der CSU-Fraktion vier Referate zu. Drei davon waren bereits vergeben. Mit einem Antrag vom 19. Mai schlug die CSU-Fraktion deshalb ihr Gemeinderatsmitglied Oswald Bamberger für die noch offene vierte Position vor.
Fraktionssprecher Marc Zenner hatte in seinem Antrag darauf verwiesen, dass sich Bambergers persönliche Situation inzwischen positiv verändert habe und dieser dadurch wieder mehr Zeit für ehrenamtliches Engagement aufbringen könne. Zudem verfüge er aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in Veitshöchheim, seiner Bekanntheit und seiner Vernetzung über beste Voraussetzungen für das Amt.
Mit Oswald Bamberger übernimmt eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Veitshöchheimer Kommunalpolitik das Seniorenreferat. Der CSU-Politiker gehört dem Gemeinderat seit 1978 ohne Unterbrechung an und prägt damit seit fast 50 Jahren die Entwicklung der Gemeinde mit. Von 1996 bis 2014 war er zudem Zweiter Bürgermeister.
Für sein langjähriges kommunalpolitisches und ehrenamtliches Engagement wurde Bamberger im vergangenen Jahr mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die Ehrung erhielt er am 30. Juni 2025 im Neuen Museum in Nürnberg aus den Händen des Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.
Bamberger bedankte sich nach seiner Wahl für das entgegengebrachte Vertrauen. Zugleich machte er deutlich, dass ihm die Anliegen älterer Menschen seit vielen Jahren vertraut seien.
„Ich weiß, dass es keine leichte Aufgabe ist. Aber ich weiß auch, von was ich rede“, sagte er vor dem Gemeinderat. Seit vielen Jahren beschäftige er sich intensiv mit den Belangen älterer Menschen und komme mit ihnen gut ins Gespräch.
Nach seinen Vorstellungen soll die bisherige Arbeit des Seniorenbeirats fortgeführt und zugleich weiterentwickelt werden. Zwar würden Senioren bereits von zahlreichen Vereinen, Verbänden und Organisationen unterstützt. Dennoch gebe es viele Fragen und Anliegen, die oftmals nicht den Weg zur Gemeindeverwaltung fänden. Hier möchte Bamberger künftig stärker vermitteln und Möglichkeiten für einen regelmäßigen Austausch schaffen. Ziel sei es, Anliegen frühzeitig aufzugreifen und Unterstützung anzubieten.
Bürgermeister Jürgen Götz würdigte die Bereitschaft Bambergers, die Aufgabe zu übernehmen. Der anschließende Beschluss fiel ohne Gegenstimme. Der Gemeinderat ernannte Oswald Bamberger einstimmig zum Referenten für Senioren.
Mit der Besetzung des Seniorenreferats sind nun alle in der Geschäftsordnung vorgesehenen Referentenstellen vergeben.
Im Anschluss wurde auch über die Zukunft des Seniorenbeirats gesprochen. Dieses Gremium hatte die Arbeit der bisherigen Seniorenreferentin Marlene Goßmann bereits in der vergangenen Amtsperiode unterstützt. Aus den Reihen des Gemeinderats wurde die Bedeutung eines solchen Beirats hervorgehoben, da die Belange älterer Menschen auf mehrere Schultern verteilt und zusätzliche Ansprechpartner geschaffen werden könnten.
Grundsätzlich bestand Einigkeit darüber, den Seniorenbeirat wieder einzurichten. Die Fraktionen benannten dann ihre Vertreter:
- 💢 CSU: Oswald Bamberger und Jürgen Arntz
- 💢 Grüne: Christina Feiler und Martin Husch
- 💢 UWG: Bernd Schäfer und Martin Issing
- 💢 SPD: Gertraud Azar und Albert Greiner
Mit der Ernennung Bambergers und der Neuaufstellung des Seniorenbeirats sind die Weichen für die Seniorenarbeit auf gemeindlicher Ebene in Veitshöchheim für die kommenden Jahre gestellt.