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An der Mittelschule Veitshöchheim erklingen nun die Klänge der Ukulele im großen Ensemble - Förderverein und Elternbeirat sponserten 20 Instrumente

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Ihr Können nach nur einem halben Jahr Übung demonstrierten bei einem Pressetermin diese 18 Ukelelen-Spielerinnen und -spieler aus den siebten bis neunten Klassen der Veitshöchheimer Mittelschule mit ihrem Musiklehrer Manfred Müller (hinten links) mit Liedern aus dem Pop-/Rock Bereich wie “What´s up” von 4 Non Blondes oder “Pocahontas” von AnnenMayKantereit, sehr zur Freude von Rektorin Martha Winter (rechts), die als Musikerin Müllers zweites Musikprojekt an ihrer Schule sehr unterstützt, sowie vorne von links von Bruno Winter (Vorsitzender des Vereins der Förderer und Freunde der Mittelschule Veitshöchheim e.V. ) und Marc Bertignoll (Vorsitzender des Elternbeirats).

Förderverein und Elternbeirat hatten den Kauf von 20 Ukelen mit Stimmgeräten zum Preis von 1406 Euro je zur Hälfte gesponsert.

(für das Foto hatten alle ihre Masken kurz abgenommen)

Seit Beginn des laufenden Schuljahres im September 2021 lernen an der Mittelschule Veitshöchheim 30 Schülerinnen und Schüler im regulären Musikunterricht mit der Ukelele voller Begeisterung ein Melodie- und Harmonieinstrument nahezu im Handumdrehen zu spielen. Möglich machte den Ukelele-Unterricht  Manfred Müller. Er ist seit September 2019 an der Schule, hat im Hauptfach Musik studiert, ist derzeit Klassenlehrer der 9 b und unterrichtet im Fach Musik die Klasse 5b und gibt Musikkurse für die Klasse 7 und die Klasse 8-9. Nach dem Müller bereits im Schuljahr 2019/20 eine Schulband wieder aktiviert hat, die seitdem fleißig übt, setzte er nun im Schuljahr 2021/22 als sein neuestes Projekt die Idee der „Ukulelenklasse“ an der Mittelschule Veitshöchheim um.

Das speziell für Kinder entwickelte Ukelelen-Konzept stammt von Michael Fromm, Musiklehrer an der Pestalozzischule in Landau und Dozent an der Popakademie Baden-Württemberg. In einer Fortbildung der Philosophischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg konnte Manfred Müller Fromm und sein ursprünglich für Grund- und Förderschulen gedachtes  Konzept kennenlernen. Er hielt es sogleich auch für Mittelschulen geeignet.

Die preiswerte, leicht tragbare und überraschend vielseitige Ukulele sieht aus wie eine kleine Gitarre, aber anstatt sechs Saiten hat sie nur vier. Das Wort Ukulele kommt aus Hawaii und heißt übersetzt "hüpfender Floh". Sie kann sowohl zur einfachen Liedbegleitung als auch zum Spiel im großen Ensemble eingesetzt werden. Neben Musiktheorie lernen die Schülerinnen und Schüler, wie man mit dem Stimmgerät die Ukulele stimmt und Lieder ganz einfach mit vier Akkorden begleitet. Ausgehend von den Boomwhackers-Farben sind die Saiten der Ukulele hellgrün, rot, gelb und hellblau gefärbt, was den Kindern beim Aufrufen der Farbe ermöglicht, die Akkorde (C-Dur = rot, F-Dur = hellgrün usw.) gut und schnell zu greifen.  So können die Kinder leicht Musik erleben, wie C-Dur klingt, den Unterschied von Dur und Moll hören und "fühlen". Die Ukelele sei so für Kinderhände geradezu prädestiniert, so Musiklehrer Müller, denn sie ermögliche einen schnellen Lernerfolg.

Müllers Unterricht ist so aufgebaut,  dass er keine häuslichen Übezeiten vorsieht, d. h. durch das regelmäßige Spiel in der Schule werden Erfolgserlebnisse und Lernfortschritte erzielt. Außerdem habe das Gruppenmusizieren natürlich auch enorm positive Auswirkungen auf das Sozialverhalten der Kinder.

 Inzwischen kennen die Kinder schon viele Lieder, Akkorde und Melodien, sind wie der Lehrer ganz begeistert vom Ukelele-Spiel im großen Ensemble.

Rektorin Martha Winter hofft, dass heuer wieder ein Schulfest stattfinden und hier auch das neue Ukelele-Ensemble zur musikalischen Gestaltung beitragen kann. Auch bei außerschulischen Veranstaltungen wäre ein Auftritt des Ensembles mit Sicherheit eine große Bereicherung.

Fotos Dieter Gürz

     
     
     
   
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