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Meschugge verzaubert mit Musik zwischen Balkan, Bamberg und beschwingter Gartenparty in der Oberen Maingasse bei "Veitshöchheim macht Musik und Appetit"

Veröffentlicht am von Dieter Gürz


Ein verstecktes Kleinod wird zur Konzertbühne

Wer den verwunschenen Hinterhofgarten von Martina Edelmann betrat, ließ den Alltag schnell hinter sich. Unter schattigen Bäumen hatte sich ein illustres Publikum eingefunden, das im Rahmen von „Veitshöchheim macht Musik & Appetit“ einen ebenso entspannten wie abwechslungsreichen Konzertnachmittag erlebte. Während vorne musiziert wurde, mischte sich von hinten das leise Plätschern des Wassers unter die Klänge – ein stimmungsvolles Naturkonzert, wie es kaum besser hätte ins sommerliche Veitshöchheim passen können.


Musikalische Reise mit Augenzwinkern

Das Veitshöchheimer Duo Meschugge mit Profimusiker Rainer Schwander und Bruno Waldherr am Kontrabass ist seit Jahren für seine ungewöhnlichen Programme bekannt. Der Name „Meschugge“ stammt aus dem Jiddischen und bedeutet so viel wie „nicht ganz richtig ticken“ – ergänzt um ein zweites „e“, ganz fränkisch wegen des „Mee“. Ebenso unkonventionell wie der Name ist das Repertoire: Instrumentalmusik vom Balkan bis Bamberg, folkloristische Tänze, fränkisches Liedgut und musikalische Überraschungen gehen hier ganz selbstverständlich Hand in Hand.

Mit Akkordeon und Kontrabass eröffneten die beiden Musiker den Nachmittag mit Volkstänzen aus Schweden, Frankreich und Mazedonien. Virtuos, leichtfüßig und mit viel Spielfreude nahmen sie ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise quer durch Europa.

Als Rainer Schwander anschließend zur Autoharp, einem selten zu hörenden Akkordsaiteninstrument, wechselte, wurde es ruhiger und nachdenklicher. Lieder wie Ringsgwandls „Nix mitnehma“ oder „Dieselben Sterne“ von Element of Crime entfalteten in der intimen Gartenatmosphäre ihre besondere Wirkung. Wenig später folgte der humorvolle Kontrast mit „Der letzte Cowboy von Gütersloh“ und „Ham kummst“ von Seiler und Speer – sehr zur Freude der Zuhörer.


Aus dem Duo wird ein Quartett

Nach einer kurzen Pause wuchs Meschugge zunächst zum Trio. Der exzellente Würzburger Posaunist Michael Buttman bereicherte das Ensemble mit seinem warmen, ausdrucksstarken Klang. Die ungewöhnliche Besetzung aus Posaune, Autoharp und Kontrabass erwies sich als ausgesprochen harmonisch und ließ Klassiker wie „Les Champs-Élysées“ oder „Probier's mal mit Gemütlichkeit“ in neuem Gewand erklingen.

Doch damit war der Nachmittag noch nicht zu Ende. Spontan gesellte sich der Münchner JazztromPeter dazu – und aus dem Trio wurde kurzerhand ein Quartett. Ganz nach dem Motto „Veitshöchheim macht spontan Musik“ entwickelte sich eine beschwingte Jam-Session.


Viel Applaus für einen besonderen Konzertnachmittag

Mit Klassikern wie „Sunny Afternoon“ und „Don't Worry, Be Happy“ wurde der idyllische Hinterhofgarten endgültig zur musikalischen Sommeroase. Das Publikum ließ sich von der Spielfreude der Musiker anstecken und spendete reichlich Applaus. So wurde auch dieser Auftritt zu einem jener besonderen Momente, die den Reiz der Veranstaltungsreihe „Veitshöchheim macht Musik & Appetit“ ausmachen: ungezwungen, hochwertig und voller musikalischer Überraschungen.

Fotos Dieter Gürz

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