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Höchst informativer Tag der Offenen Tür des AWO-Hortes an der Eichendorffschule, den 140 Schulkinder in sieben Gruppen besuchen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Der AWO-Ortsverein, der in Veitshöchheim sieben Einrichtungen für Kinder und Jugendliche betreibt und hierfür derzeit 60 Mitarbeiter beschäftigt, kann 2023 sein 50jähriges Bestehen feiern.

Das Jubiläumsjahr begann am Samstag, mit einem Tag der Offenen Tür des seit 1991 bestehenden AWO-Hortes an der Eichendorffschule mit inzwischen sieben Gruppen mit insgesamt 140 Betreuungsplätzen für Schulkinder von 6-14 Jahren. Groß war die Zahl derer, die einen Blick hinter die Kulissen dieses enorm wichtigen, familienergänzenden Bildungsortes warfen, bei dem Inklusion und ein soziales Miteinander an oberster Stelle stehen.

So schauten im Bild oben v.l.n.r. AWO-Vorsitzender Dieter Leimkötter, Hortleiterin Verena Schmidt, Beisitzer Johannes Dauer, AWO-Geschäftsführerin Ingrid Schinagl und AWO-Gründungsmitglied Altbürgermeister Rainer Kinzkofer im Gruppenraum Taka-Tuka-Land kleinen Forschern über die Schulter was sie ausprobieren und experimenrierten, so oben was mit einem Akku-Stromkreislauf leuchtet oder Krach macht, in Bild zwei welche Gegenstände im Wasser schwimmen oder untergehen und wie man in Bild drei durch Mischen neue Farben schaffen kann.

Zum Thema "Unser Hort zum Anfassen/Erleben" gab es viel Spiel, Spaß und Entspannung, fanden die zahlreichen Besucher, vor allem Eltern mit ihren Kindern einen vielseitigen Eindruck der hier vorzüglich geleisteten pädagogischen Arbeit in den auf drei Gebäude verteilten sieben Hortgruppen. Es bedurfte schon eines Wegweisers und entsprechender Beschilderung, um sich zurecht zu finden, vor allem für alle, die nach der langen Coronapandemie erstmals den AWO-Hort an der Eichendorffschule aufsuchten.

Für das Projekt "Wir bauen eine Legorampe - für ein Stück mehr Barrierefreiheit im Hort" hatte Hortleiterin Verena Schmidt gleich im Eingangsbereich des Haupthauses  eine Lego-Sammelsäule aufgestellt. Diese Aktion verdeutlichte sogleich eine Herzensangelegenheit der Einrichtung, nämlich den hohen Stellenwert der Inklusion bei der pädagogischen Arbeit.

In dem von Schmidt und 32 professionellen Fachkräften betreuten Hort an der Eichendorffschule haben ein Fünftel der 140 Schulkinder im Alter von sechs bis 14 Jahren einen Förderbedarf. Im Hort bedeutet Inklusion, dass Kinder  mit und ohne Behinderung gemeinsam lernen, spielen und aufwachsen.

Ziel ist, dass Barrieren im Umgang miteinander gar nicht erst entstehen und das Miteinander besser funktioniert und jeder teilhaben kann.

 

 Räumlichkeiten des Hortes an der Eichendorffschule

Im Bild oben zu sehen unter der Schulturnhalle die nach Umbau des Lehrschwimmbeckens im Jahr 2000 mit 50 Plätzen übergebenen Horträume (Hauptbau), die 2010 auf 73 Plätze erweitert wurden. Hier haben die Gruppen Narnia, Phantasien und TakaTuka ihr Zuhause.

2015 wurde dann der AWO-Schulhort an der Eichendorffschule unterhalb des Hauptgebäudes durch die Nutzung des nördlichen Teils des Erdgeschosses des Hauses 2 der Mittelschule um die Gruppen Atlantis-, Auen- und Wunderland auf insgesamt 110 Plätze erweitert.

Die letzte Erweiterung erfolgte dann 2017/2018 auf 130/140 Plätze durch die Umutzung des an die Aula der Grundschule (Foto links) angrenzenden Mehrzweckraumes, in der nun die Gruppe Grünland untergebracht ist.

Seit 2012 betreibt die AWO daneben noch einen von Jessica Ritter geleiteten Hort an der Vitusschule im Altort mit 20 Plätzen, der schon 2014 auf 40 Plätze erweitert wurde.

Daneben besteht seitens der AWO seit 1996 auch noch eine Mittagsbetreuung an der Grundschule für derzeit 45 Kinder, die aufgeteilt im Rathaus-Mittelbau und im Bilhildishaus an der Kirchstraße untergebracht sind.

Diese Aufteilung der Schulkindbetreuung auf sechs verschiedene Gebäude soll alsbald ein Ende haben. In ihrem 50. Jubiläumsjahr hat nun die AWO vor Augen, dass  die Gemeinde  bis 2025 nördlich der Grundschule ein eigenes Haus der Schulkindbetreuung für 280 Kinder in elf Hortgruppen und drei Räumen für die Mittagsbetreuung von 60 Kindern mit einem Kostenaufwand von 12,8 Mio. Euro errichtet (siehe Auszug aus Jahreschronik am Ende).

Bewirtung

Im Gruppenraum Grünland gab es für die Besucher Waffeln und hier klärte der Hort über das im Hort für alle Kinder von der Hofmann Menü-Manufaktur GmbH in Boxberg bezogene Mittagessen auf. Dieses wird einmal wöchentlich tiefgefroren geliefert und dann täglich zur Einnahme in den Gruppenräumen im Konvektomat erhitzt und durch in der Hortküche selbst gefertigte Beilagen wie Salate oder Desserts ergänzt.

 

Leckere Flammkuchen, Blätterteigschnecken sowie Laugenbrezeln und Getränke konnte man im Bistro in der Hortbücherei des Haupthauses kosten.

Heißbegehrt waren Kaffee, Tee und leckere Kuchen im Café im Atlantis-Gruppenraum.

 Infos, Unterhaltungs- und Spielangebote

Im Gruppenraum Phantasien gab ein Hortkino, bei dem das mit Kindern selbstgedrehte Video "Glückskind" mit Interview des Bürgermeisters vorgeführt wurde. Hier informierte der Hort auch über seine medienpädagogische Arbeit. 

Mit Sponsoring durch die Energieversorgung verfügt er seit Jahresbeginn über Tablets, die seine  digitale Bildungsarbeit mit den Kindern und Jugendlichen unterstützt. "Es ist uns wichtig, dass digitale Medien als Ergänzung zum analogen Handeln, produktiv, sinnhaft und in Gemeinschaft ihren Einsatz finden können. So werden diese z.B. zu Recherchearbeiten für die Hausaufgaben genutzt und natürlich für gezielte pädagogische Freizeitbeschäftigungen, die eine spannende Abwechslung in den Betreuungsalltag der Kinder bringen“, so Hortleiterin Verena Schmidt. 

Ausführlich über die Hausaufgabenbetreuung/-unterstützung wurde im Krea-Raum des Hauptgebäudes

und in der Aula  vor den Gruppen Atlantis-, Auen- und Wunderland informiert.

Entspannung und Mandala malen angesagt war im Gruppenraum Narnia.

In der Gruppe Auenland gab es Spiele aller Art zum Ausprobieren.

Im Gruppenraum Wunderland konnten die Kinder kreativ ein "Giveaway" gestalten, als schöne Erinnerung an diesen Tag.

Auf dem Spaziergang durch die Hort-Welten und Hort-Länder gab es auch außerhalb der Gruppenräume viel zu entdecken. An Ecken, Wänden und Infotischen wurden die Themen Partizipation, Freispiel und Freizeitgestaltung sowie gelebte Inklusion im Hortalltag anschaulich dargestellt, im Gespräch von den Fachkräften Inhalte und Ziele ihrer Pädagogik der Vielfalt, Freizeitgestaltung,  Interessantes zu Feiern und Festen im Hort sowie über erlebnisreiche Angebot der Ferienbetreuung im Hort im Gespräch vermittelt.

Und wenn mal die Regenschauer eine Pause machten, nutzten dies vor allem die Jungs zum Torwandschießen auf dem Roten Platz.

 50 Jahre AWO-Ortsverein
Der AWO Ortsverein ist mit Ehrenamtlichem Vorstand, Geschäftsstelle, DAS STARKE KINDERHAUS, AWO Inklusions-Hort an der Eichendorffschule, AWO Hort in der Vitusschule, AWO Mittagsbetreuung, Offene Ganztagsschule und Jugendsozialarbeit an der Mittelschule ein „kleines Veitshöchheimer Sozialunternehmen“ mit rund 350 betreuten Kindern und bis zu 60 Mitarbeitern. Der jährliche Finanzumlauf beträgt über 2 Millionen Euro.
Im September 2019 wechselte Ingrid Schinagl nach fast 30 Jahren als ehrenamtliche Vorsitzende in die Geschäftsführung. Die notwendige Neuwahl des Vorstands ergab bei der Mitgliederversammlung in den Mainfrankensälen im September 2021: Vorsitzender Dieter Leimkötter, Stellv. Vorsitzender Eric Hadamek, Beisitzer Brigitte Limbeck und Johannes Dauer (beide neu im Vorstand, alle anderen wiedergewählt), Revisoren Hella Albert und Bernhard Schlereth.

 

 Neubau Haus der Schulkindbetreuung

Die Gemeinde Veitshöchheim plant als ersten Bauabschnitt der Generalsanierung der Eichendorffschule, in den Jahren 2023 bis 2025 an der Eichendorffschule ein "Haus der Schulkindbetreuung" mit geschätzten Gesamtkosten von 12,8 Mio. Euro einen viergeschossigen Neubau als Anbau an die Grundschule nur für Hort und Mittagsbetreuung zu errichten, der den kompletten Bedarf an Schulkindbetreuung aus dem 2021 beschlossenen Bedarfsplan befriedigt. Das bisherige Haupt-Hortgebäude soll künftig zum Domizil der Sing- und Musikschule werden.

Auszug aus der Veitshöchheimer Jahreschronik 2022:

 

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A
Leider sind es bei Weitem nicht genügend Betreuungsplätze für das kommende Schuljahr. Auch hier wurde (neben dem Kindergarten-Bedarf) von Gemeindeseite dem Neubaugebiet Sandäcker mit erheblichem Familienzuzug in der Planung nicht Rechnung getragen! Woher soll man denn wissen, dass Familien in ein Neubaugebiet ziehen? Ironie off!
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