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Enormer Andrang in der Veitshöchheimer Auffang- und Pflegestation für Greifvögel und Eulen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

In der Veitshöchheimer Auffang- und Pflegestation für verletzte Greifvögel und Eulen im Sendelbachtal hat der Falkner Harald Dellert mit der  Auswilderung der mühevoll aufgepäppelten Jungtiere begonnen. Hier entlässt die Tierpflegerin Anni Scholz gerade einen Turmfalken in die Freiheit.

Fast zwei Monate lang hatte die laut Dellert "gute Seele" der Veitshöchheimer Auffangstation das Jungtier gefüttert.

 

Da der Turmfalke jetzt erwachsen ist und jagen kann, bekam er nun eine zweite Chance. So ganz wollte er offenbar dem Frieden nicht trauen. Denn er flog erst mal den nächsten Baum an, um längere Zeit hier verharrend, einen Blick in die Umgebung zu werfen.

Noch keine drei Wochen alt sind der Turmfalke links und die Schleiereule rechts, die von einem Tierheim in die Auffangstation gebracht wurden und nun von Anni Scholz aufgepäppelt werden, nachdem der Falkner sie behandelt hatte.

Sie können voraussichtlich erst Anfang Oktober ausgewildert werden.

Dieser Europäische Uhu ist seit drei Monaten in der Veitshöchheimer Auffangstation. Er war, als er noch nicht richtig fliegen konnte, aus einem Nest in dem 40 Meter hohen Baywa-Turm in Ochsenfurt gefallen.

Wie der Falkner Dellert berichtet, führt er nun täglich bis zu zehn Auswilderungen durch, denn auf den abgemähten Feldern gibt es nach seinen Worten für die Greifvögel und Eulen nun genügend Mäuse.

Wurden bislang jährlich im Schnitt 130 Vögel von März bis zum Ende der Jungtierzeit Ende Juli abgegeben, so waren es heuer 160, davon allein 70 Turmfalken. Darunter waren auch viele Exoten, so vier Rotmilane und fünf Uhus. Eine Ausnahme bei der Auswilderung ist die Schachtelbrut der Schleiereulen, die noch bis Oktober ihre Eier ausbrüten.

Der im August 2015 von Dellert gegründete, inzwischen über 80 Mitglieder, darunter elf aktive Falkner, zählende Verein "Greifvogel- und Eulenhilfe Würzburg e.V." verfügt seit 2017 in Veitshöchheim über ein Grundstück für eine neue zentrale Auffangstation mit inzwischen zehn Volieren, einer Quarantänestation und einem Behandlungsraum. Daneben besteht in Würzburg-Oberdürrbach eine weitere, bereits 1980 vom Falkner Jürgen Färber gegründete Pflegestation, die Dellert nach dessen  Tod im Februar 2015 übernommen hatte. Dellert kann so allen Tieren eine gute medizinische Versorgung und Pflege zukommen zulassen. Im Veitshöchheimer Harmoniehof kann er außerdem noch über Volieren für große Greifvögel wie Bussarde verfügen.

Falkner Dellert legt viel Wert auf die Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung, insbesondere die Sensibilisierung der nachfolgenden Generation. So besucht Dellert mit seinen Eulen Kindergärten, Schulen, Sommerfeste und Weihnachtsmärkte, was leider durch die Corona-Pandemie bislang seit eineinhalb Jahren nicht mehr möglich war.

Alle Leistungen des Vereins Greifvogel- und Eulenhilfe Würzburg e.V. erfolgen in ehrenamtlicher Tätigkeit. Der Verein freut sich deshalb über Jeden, der ihn zur Bestreitung der notwendigen Sachausgaben beispielsweise zur Tierfütterung unterstützt, ob durch eine Mitgliedschaft, Spende oder Tierpatenschaft.

Spendenkonto für die Auffangstation: IBAN DE46 7001 0080 0825 8368 00

Fotos (c) Dieter Gürz

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