Bundeswehr

Wednesday, 29. october 2014 3 29 /10 /Okt. /2014 15:33
veröffentlicht in: Bundeswehr - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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Saturday, 25. october 2014 6 25 /10 /Okt. /2014 23:56

KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Haendedruck General Schuett  KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Haendedruck General-Kopie-1

Divisions-Kommandeur Generalmajor Bernd Schütt (Mitte) verabschiedete bei einem feierlichen Appell in der Balthasar-Neumann-Kaserne seinen Stellvertreter Brigadegeneral Ernst Otto Berk (rechts)  und hieß dessen Nachfolger  Brigadegeneral Andreas Helmut Hannemann (links) herzlich willkommen.

 

MP 29.10.14 BerkAbschiedsAppelljpg Link auf Mainpostartikel vom 29.10.2014 (pdf)

KdoWechselBWVhBerkHannemann 10 Unterstellung 

Integriert in das militärische Zeremoniell war die Unterstellung  des nicht aktiven Pionierbataillons 905 in Ingolstadt (ein gekaderter Reservisten-Verband) unter das von Berk an Hannemann gewechselte Kommando der Divisionstruppen unter Verleihung eines Fahnenbandes.

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Solche erhielten durch den Divisionskommandeur auch das Sicherungsbataillon 12, das Artilleriebataillon 131 und  das Artillerielehrbataillon 345, die alle zusammen mit ihren Abordnungen und denen des Stabes der Division Süd (zukünftige 10. Panzerdivision) und der Stabs- und Fernmeldekompanie der Division die Paradeaufstellung bildeten. 

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Bereits zum dritten Mal innerhalb von vier Monaten waren  in der Balthasar Neumann Kaserne zahlreiche zivile und militärische Ehrengäste auf einer jeweils eigens aufgebauten Tribüne auf dem Exerzierplatz Schauspiel eines militärischen Spektakels (bei der Bundeswehr "Appell" genannt). Sie bekundeten damit erneut ihre Verbundenheit zur Truppe.

Anlass war zuvor im Juni die Auflösung der Division Luftbewegliche Operationen. Dabei wurde der neuen Veitshöchheimer Division Süd die Truppenfahne der 10. Panzerdivision übergeben und die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ und die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ in die Division aufgenommen wurden  (Link auf Bericht auf Veitshöchheim News).

Im August wurde dann Divisionskommandeur Benedikt Zimmer nach nur 20 Monaten Tätigkeit in Veitshöchheim durch  Generalmajor Bernd Schütt ersetzt.  (Link auf Bericht auf Veitshöchheim News).

KdoWechselBWVhBerkHannemann 08 Einmarsch 1 KdoWechselBWVhBerkHannemann 08 Einmarsch 2

Während beim letzten Appell noch die Sonne vom Himmel strahlte, zogen nun  beim Einmarsch der Ehrenformation  Nebelschwaden über den Platz.

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Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim unter der Leitung von Oberstleutnant Burkard Zenglein und dahinter die Fahnen-Abordnungen der angetretenen Verbände waren zunächst nur schemenhaft erkennbar.

KdoWechselBWVhBerkHannemann 09 Befehl Chef des Stabes 1 KdoWechselBWVhBerkHannemann 02 Letzte Meldung an Berk

Die Paradeaufstellung befehligte der Chef des Stabes der Division Süd, Oberst i.G. Robert Sieger. Dieser erstattete dann  Meldung an Ernst-Otto Berk, den Chef der Divisionstruppen und stellvertretenden Divisionskommandeur.


Abschiedsrede General Ernst-Otto Berk

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Der scheidende Brigade-General Ernst-Otto Berk vermittelte in seiner Abschiedsrede seinen Gästen einen Eindruck, was den Soldaten abverlangt werde, wenn sie ihren Auftrag, zum Wohle unseres Landes zu erfüllen haben.

bwwolskiberkhubschrauber

Als Berk im April 2009 in Veitshöchheim das Kommando der Divisionstruppen der damaligen DLO übernahm, standen auf dem Platz die Abordnungen von drei Heeresfliegerverbänden und einem Fernmeldebataillon, überflogen zum Abschluss Hubschrauber aller Typen im Heer zum Gruß diesen Appellplatz. Die nunmehr auf dem Platz im Karree angetretenen Abordnungen der Divisionstruppen bildeten dazu den krassen Gegensatz. Nichts dokumentiere mehr, so Berk, die tiefgreifenden strukturellen Veränderungen in kürzester Zeit im Heer im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr.Alle hier angetretenen Truppenteile seien davon betroffen.  Die Umgliederungsmaßnahmen hätten für Hunderte seiner Soldaten Personalveränderungen mit weitreichenden sozialen und finanziellen Folgen, wie Umzug, Schulwechsel, Arbeitsplatzverlust des Partners, Verlassen des eigenen Hauses, Wochenendbeziehung und vieles mehr bedeutet.  Dies alles sei von der Truppe mit Würde und Loyalität getragen worden.

Wenn sich Berk nun zur Ruhe setzt, kann er auf eine lange Karriere bei der Bundeswehr zurück blicken, vor fast 40 Jahren als Zugführer, als Einheitsführer vor 35 Jahren, als Bataillonskommandeur vor rund 20 Jahren und als Brigadekommandeur vor zehn Jahren. Er bestätigte seinen ihn unterstellten Führern und Unterführern in allen Ebenen sich mit  großen Einsatzwillen und Leistungsbereitschaft dafür einsetzen, das Beste zu erreichen. Berk: "Es war eine Freude mit allen zusammenzuarbeiten. Alle haben unter schwierigen Bedingungen Hervorragendes geleistet."

Berk bedauerte, dass die Soldaten des Heeresmusikkorps Veitshöchheim seit einem Jahr nicht mehr zu seinen Divisionstruppen gehören mit den Worten: "Wir haben eine Allzweckwaffe mit großer Durchschlagskraft verloren."

Für Berk selbst war dieser Tag etwas Besonderes. Er verlässt nach etwas mehr als 43 Jahren die Bundeswehr und das Deutsche Heer. Das waren nach seinen Worten alles in allem sechs lehrreiche Jahre der Ausbildung, acht spannende und besonders aufregende Jahre in Ministeriumsverwendungen, wo er erlebt habe wie Politik wirklich gemacht wird, weiter neun interessante und privilegierte Jahre in der NATO-Verwendung. Die schönste Zeit aber habe er rund 20 Jahre in der Truppe verbracht. Hier habe er erlebt, was ein Ministerium und Truppenstäbe nicht bieten können, nämlich militärische Heimat. Es sei für ihn eine Freude gewesen, Soldaten aller Dienstgrade zu erleben, die sich mit ihren Aufgaben in beispielhafter Weise identifizieren und das Beste wollten. Einheitsführer und Bataillonskommandeure seien zupackende und einfallsreiche Führer und für ihn kritische, aber auch zuverlässige Kameraden. Berks Appell an alle, die weiter Führungsaufgaben in der Bundeswehr wahrnehmen: "Sorgen Sie dafür, dass Sie diese Haltung und Einstellung bewahren und in der schwierigen Zeit des Übergangs und der Umgliederung die Substanz des militärisch-handwerklichen Könnens nicht verloren geht." Es gelte mit größter Aufmerksamkeit und Sorgfalt das Zusammengehörigkeitsgefühl und dem Wissen um das Einstehen füreinander und das vom Mannschaftsdienstgrad bis zum Generalsrang geprägte Band der Kameradschaft.

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Im Anschluss an Berks Rede spielten ihm zu Ehren die Heeresmusiker Alois Wimmers Konzertmarsch "Pro Patria".

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Nach seiner Rede erstattete Berk letztmals Meldung an seinen Chef,

KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Frontabschreiten 4  KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Frontabschreiten 2 KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Frontabschreiten 1

um dann mit diesem unter den Klängen des Bayerischen Präsentiermarsches die Front der Paradeaufstellung abzuschreiten.


Ansprache des Divisions-Kommandeurs Bernd Schütt

KdoWechselBWVhBerkHannemann 02 Rede Schuett 1

Das zurückliegende Jahr war nach den Worten des Divisionskommandeurs im Wesentlichen geprägt mit Auflösung, Umgliederung und Unterstellungswechsel. Seit Ende des Sommers liege nun der Schwerpunkt klar auf dem Auftrag als Leitdivision für alle Auslandseinsätze des Deutschen Heeres im kommenden Jahr. Die Aufstellung und Ausbildung des deutschen Einsatzkontingents für Afghanistan, dem Kosovo, in Somalia, in Mali und in der Ukraine sowie die Aufstellung eines Kampftruppenverbandes für die schnelle Einsatztruppe der NATO bestimmen Rhythmus und Durchschlag in diesem und im nächsten Jahr hier in Veitshöchheim wie auch in den Standorten der Division. Es werden im nächsten Jahr laut Kommandeur dann 4.000 Kameraden der 18.000 Mann zählenden 10. Panzerdivision im Einsatz sein. Darüber hinaus übernimmt die Division die Ausbildung von Soldaten aus Georgien, in der Mongolei und ab nächstem Jahr voraussichtlich auch in Polen. Einen großen Anteil an der Erfüllung dieser Aufträge haben nach Schütts Worten die Divisionstruppen, die durch ihre Abordnungen hier im Karree präsent waren und dem Appell einen würdigen Rahmen gaben.

Nach dem ersten Abschnitt seiner Rede vollzog Schütt den Unterstellungswechsel des seit 2008 gebildeten nichtaktiven Pionierbataillons 905 mit insgesamt 262 Dienstleistenden in Ingolstadt, Holzminden und Gera von der Gebirgsjägerbrigade 23 zum Kommandeur der Divisionstruppen. Gleichzeitig verlieh er den vorstehend beschriebenen Truppenteilen die Fahnenbänder als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur neuen 10. Panzerdivision.

KdoWechselBWVhBerkHannemann 05 Fahenbaender 3 KdoWechselBWVhBerkHannemann 05 Fahenbaender 4

Vor dem Eintreten der Fahnenabordnungen erklang der Divisionsmarsch, der Fridericus-Rex-Grenadiermarsch.

KdoWechselBWVhBerkHannemann 03 Abschied Berk 1

Nach dem zweiten Teil seiner Ansprache entband dann der Divisionskommandeur seinen Stellvertreter vom Kommando der Divisionstruppen und übertrug es auf dessen Nachfolger Brigadegeneral Hannemann.

Schütt würdigte ausführlich die herausgehobenen Führungsaufgaben, die Ernst-Otto Berk wahrzunehmen hatte. Auch auf internationalem Parkett war er zu Hause, mit Verwendungen im NATO-Hauptquartier in Brüssel 1999 wie auch im Allied Command Transformation in Norfolk im US-Staat Virginia bevor er im April 2009 nach Veitshöchheim kam. Hier war der 62jährige  gebürtige Westerwälder  bereits von 1991 bis 1993 als einer der letzten Kommandeure des Fernmeldebataillons der Ende März 1994 aufgelösten 12. Panzerdivison tätig. Der Brigadegeneral hatte im Einsatz 2005 das Kommando über das deutsche Einsatzkontingent der ISAF VII im afghanischen Kabul

Seit mehr als fünf Jahren hat General Berk die traditionsreiche Geschichte hier am Standort mit Sachverstand, reicher Erfahrung, nie nachlassender Einsatzbereitschaft und einem mehr als beispielhaften persönlichem Engagement maßgeblich mitgeprägt und dabei mit Herz, klarem Anspruch und mit Menschlichkeit geführt. Die Soldaten der Divisionstruppen hätten sich stets auf sein präzises Urteil verlassen können und einen ebenso fordernden, wie sachverständigen und menschlichen Kommandeur vor sich zu haben.

Gerade in Zeiten des Umbruchs und der Neufindung sei Berk stets ein Garant für Sicherheit und Kontinuität für seine Männer und Frauen, wie auch für seine Vorgesetzten gewesen. Die Division und er ganz persönlich verlieren einen wertvollen und bewährten Stellvertreter. Sein fachlicher Rat, seine Kenntnis des Standortes und sein sicheres Gespür für die Besonderheiten der Truppe und die des militärischen Berufes, aber auch die feste Einbindung in das politische und das gesellschaftliche Umfeld hätten er und seine Vorgänger stets hoch geschätzt. Er habe die Jahre des Wechsels, der Umgliederung und des Übergangs von der DLO zur heutigen Kampftruppen-Division mit viel Arbeit und Herzblut begleitet und während der einjährigen Abwesenheit von Generalmajor Erhard Drews im Kosovo die Division geführt. Er habe großen Anteil am Erfolg der Division hier in Veitshöchheim, an der erfolgreichen Umgliederung und Neuaufstellung der Division. Darüber hinaus habe er als Standortältester die Bundeswehr vor Ort beispielhaft repräsentiert und sich mit seinem eigenen Engagement auch dieser herausfordernden Aufgabe gewidmet. Er habe dabei stets großen Wert auf Tradition und die Verankerung der Bundeswehr in der Region gelegt.


KdoWechselBWVhBerkHannemann 03 Willkomen Hannemann

Der Divisionskommandeur übergab dann das Kommando der Divisionstruppen an den 52jährigen, in Lüneburg wohnenden Brigadegeneral Andreas Helmut Hannemann.

Seit 1981 bei der Bundeswehr hat er bis 1986 ein Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Bundeswehr-Uni in Hamburg absolviert. Auch er hat reichhaltige Erfahrungen gesammelt bei Verwendungen im Verteidigungsministerium, als Lehrgangsleiter an der Führungsakademie der Bundeswehr sowie bei der ISAF als Verbindungsoffizier in Kabul. Zuletzt war er zweieinhalb Jahre Kommandeur der Luftlandebrigade 26 in Saarlouis.

Nach Meldung der Übernahme der Divisionstruppen durch ihren neuen Kommandeur endete das militärische Schauspiel nach Erklingen von Bayern- und Nationalhymne mit dem Ausmarsch der Ehrenformation.


Abschieds- und Antrittsbesuch im Veitshöchheimer Rathaus

BerkVerabschiedung 1

Einen Tag vor dem Appell hatte der scheidende Brigadegeneral Ernst-Otto Berk  im Rathaus Bürgermeister Jürgen Götz besucht und dabei seinen Nachfolger Brigadegeneral Andreas Helmut Hannemann mitgebracht. Anwesend war auch Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, der während seiner Amtszeit bis Ende April dieses Jahres viele Berührungspunkte mit dem Standortältesten der Bundeswehr hatte.

Berks Nachfolger Hannemann wird die Funktion des Standortältesten bis Ende nächsten Jahres kaum ausüben können. Denn der Brigadegeneral muss bis Ende November noch zu seiner alten Brigade nach Saarlouis und soll dann bis Ende 2015 ein Kommando in Afghanistan übernehmen.

Bürgermeister Götz bedankte sich bei Berk mit einem Geschenkkorb für seinen Einsatz und die problemlose Zusammenarbeit mit ihm als Ansprechpartner der Bundeswehr in den letzten fünfeinhalb Jahren.

Wie Berk verriet, hat es ihm hier offensichtlich sehr gut gefallen. Er habe bereits sein Haus in Berlin verkauft und wolle mit seiner Frau, wie so viele Generäle vor ihm, seinen Ruhestand im Raum Würzburg verbringen und sei dazu derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Immobilienobjekt. Künftig möchte er sich ehrenamtlich in der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft engagieren, Vorträge über Sicherheitspolitik in Zusammenarbeit mit der Uni halten, viel reisen, sich um seine Enkel kümmern sowie seinen Hobbys Golfspielen und Bergsteigen nachgehen. Seine letzte Dienstreise führt Berk nächsten Mittwoch nach Berlin, wo ihn Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach 43 Jahren Dienst bei der Bundeswehr persönlich in den Ruhestand verabschiedet.


 

Rede von Jürgen Götz als örtlicher Garnisonsbürgermeister beim Empfang nach dem Appell

Wenn der Name Veitshöchheim irgendwo fällt, wird er auch immer wieder mit unserer Bundeswehr in Verbindung gebracht. Veitshöchheim und auch die Region steht zu seinen Soldaten/-innen und pflegen seit nunmehr fast 50 Jahren eine Partnerschaft und ein aufgeschlossenes Miteinander.

Seit dem Jahr 1965 ist Veitshöchheim Garnisonsgemeinde. Unsere Mitbürger in Uniform haben seither das gemeindliche Leben mitgeprägt und mitbeeinflusst. Sie sind in Vereinen und Institutionen aktiv eingebunden und bringen sich mit ein. Viele Berufssoldaten, auch etliche ehemalige Kommandeure der 12. Panzerdivision, sind hier sesshaft geworden und haben nach ihrer aktiven Dienstzeit Veitshöchheim als ihre „neue Heimat“ bezeichnet.

Auch General Berk möchte  ja der Region – vielleicht ja auch unserem Ort in seinem Ruhestand treu bleiben.

Seit 2009 hier am Standort, war er insbesondere in seiner Funktion als Standortältester für den direkten Kontakt der Bundeswehr zur politischen Gemeinde verantwortlich. Somit war  er auch immer der erste Ansprechpartner der Gemeinde wenn es darum ging die Bundeswehr für Veranstaltungen oder Hilfestellungen zu gewinnen, umgekehrt fand er bei der Gemeinde Veitshöchheim stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bundeswehr.

Viele Formen der Zusammenarbeit und auch gegenseitiger Hilfestellung wurden unter seinem Kommando praktiziert.

Die Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Gemeinde hat sich in einer Vielzahl von Veranstaltungen gezeigt, bei welchen sie sich der Bevölkerung geöffnet und präsentiert hat.

General Hannemann gratulierte der Bürgermeister zu seinem neuen Kommando als Kommandeur der Divisionstruppen der Division Süd. Für die schwierige Mission seinen Auftrag in Afghanistan zu erfüllen wünschte er ihm und seinen Soldaten viel Erfolg und eine gesunde Rückkehr nach Veitshöchheim. Er freue sich schon heute auf die dann anstehende, mit Sicherheit gute und konstruktive Zusammenarbeit.

 

 

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Thursday, 14. august 2014 4 14 /08 /Aug. /2014 12:37

Dlzbw-Juergen-Goetz-Dagmar-Guenther--Reiner-Goetzinger.jpg

Regierungsoberamtsrätin Dagmar Günther, seit 1. Dezember 2010 Leiterin des in der Balthasar-Neumann-Kaserne untergebrachten Bundeswehrdienstleistungszentrums Veitshöchheim (BwDLZ)  und ihr Stellvertreter Regierungsamtsrat Reiner Götzinger machten dieser Tage ihre Aufwartung bei Veitshöchheims neuem Bürgermeister Jürgen Götz, der just an diesem Tag 100 Tage im Amt war.

Bei diesem Höflichkeitsbesuch ergaben sich für beide Seiten eine Menge Schnittstellen und  interessante Informationen über anstehende Projekte und Veränderungen.

Hatte das BwDLZ bisher neben der hiesigen Kaserne auch die Main-Franken-Kaserne in Volkach, die Hermann-Köhl-Kaserne in Niederstetten sowie die Karriereberatungsbüros in Bamberg, Schweinfurt und Würzburg zu betreuen, so kommen ab 1. Oktober 2014 noch die Niebelungen-Kaserne Walldürn, die Carl-Schurz-Kaserne in Hardheim, das Materiallager in Hardheim und das Munitionslager in Altheim hinzu.

Waren in den bisherigen Standorten 4512 militärische und zivile Bedienstete von  derzeit 596 Mitarbeitern zu betreuen, davon 99 am Standort Veitshöchheim, so erhöht sich die Betreuungsstärke ab Oktober auf 5830 und die Zahl der Mitarbeiter um 199 auf 795. Das BwDLZ ist damit ein bedeutender ziviler Arbeitgeber in der Region Würzburg - Kitzingen - Main-Tauber.

Günther hatte weiter für den Bürgermeister die auch für die regionale Wirtschaft bedeutsame Nachricht in petto, dass in den nächsten Jahren in der Veitshöchheimer  Kaserne gewaltige Investitionen anstehen, mit denen die Wohn- und Arbeitsbedingungen in der 1965 errichteten Kaserne ganz entscheidend verbessert werden sollen. So ist ab 2015 der auf 15 Millionen Euro veranschlagte Neubau eines Unterkunftsgebäudes mit 126 Wohneinheiten geplant.

Ab 2016 stehe dann der Neubau eines Gebäudes für das Heeresmusikkorps Veitshöchheim an. In der Planung vorgesehen sind laut Günther weiter auch die Energetische Sanierung der in die Jahre gekommenen Büro- und Unterkunftsgebäude, die Erneuerung der Stromversorgung, der Umbau der Standortsanitätsbereichs und der  Abriss und Neubau  einer Sporthalle. Den Kostenrahmen für die ab 2016 geplanten Maßnahmen konnte die BwDLZ-Leiterin noch nicht genau beziffern, da sie bisher noch nicht finanziell hinterlegt seien. Schätzungsweise sind dies jedoch an die 70 Millionen Euro, wenn alle sich im Gespräch befindlichen Maßnahmen zum Tragen kommen.

 

Bürgermeister Jürgen Götz nahm diese Informationen aus erster Hand mit großem Interesse entgegen, auch die Erklärung, dass eventuell von der Bundeswehr nicht mehr benötigte technische Hallen-Gebäude im Bereich der Nord-Ost-Ausfahrt zur Disposition stehen. Diese wären laut Götz für die Gemeinde und örtliche Vereine zu Lagerzwecken durchaus von Interesse, ebenso wie bisher schon die Nutzung der Sporthallen.

Ausbau-Oberduerrbacher-Stra-e-Kopie-1.jpg

Aus gemeindlicher Sicht sprach der Bürgermeister dann noch den 2015 geplanten Ausbau der Oberdürrbacher Straße an, der vor allem auch die Kaserne tangiere. Die sich in einem sehr schlechten Zustand befindliche Straße führt nämlich auf einer Länge von 640 Meter direkt am nördlichen Kasernenzaun entlang. Von Seiten der Kaserne bestehe der Wunsch, so Dagmar Günther, dass dann das Linksabbiegen in die stark befahrene Kreisstraße  durch einen Kreisverkehr oder eine Ampelanlage verbessert wird. Davon profitieren würde auch das hier angrenzende stark frequentierte Maincenter.

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Thursday, 7. august 2014 4 07 /08 /Aug. /2014 18:09

BWAppell Haendedruck Schuett Vollmer Zimmer 00

Glück- und Segenswünsche für den neuen  Kommandeur Generalmajor Bernd Schütt (links) und Dankesworte für den scheidenden Befehlshaber Generalmajor Benedikt Zimmer (rechts) überbrachte Generalleutnant Jörg Vollmer (Mitte), der Stellvertreter des Inspekteurs des Heeres.

Nicht einmal zwei Monate ist es her, dass in der Balthasar Neumann Kaserne die Division Luftbewegliche Operationen

aufgelöst, der neuen Veitshöchheimer Division die Truppenfahne der 10. Panzerdivision übergeben und die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ und die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ in die Division aufgenommen wurden  (Link auf Bericht auf Veitshöchheim News).

BWAppell VIPs 3 BWAppell VIPs 2 BWAppell VIPs 1

Heute nachmittag war nun der Exerzierplatz der Kaserne vor 273 eingeladenen zivilen und miltärischen Ehrengästen, darunter auch der bayerische Justizminister Winfried Bausback als Vertreter der Staatsregierung, erneut Schauplatz  eines solch aufwändigen militärischen Spektakels. Anlass war die überraschende Berufung des Divisionskommandeurs Benedikt Zimmer durch Ursula von der Leyen in ihr Verteidigungsministerium als Abteilungsleiter für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung. Für Generalmajor Zimmer hieß es deshalb nach nicht einmal 20 Monaten wieder Abschied aus Veitshöchheim nehmen  (siehe auch gestriger Artikel über Verabschiedung durch Bürgermeister Jürgen Götz).

BWAppell Ehrenformation HMK Koblenz 2 BWAppell Ehrenformation HMK Koblenz 3

Offenbar kam der Zeitpunkt des einstündigen Appells auch dem Heeresmusikkorps Veitshöchheim nicht gelegen, denn die Ehrenformation führte vor den Truppenfahnen und den Fahnenzug das Heeresmusikkorps aus Koblenz an, das die Zeremonie mit Stücken wie den Fridericus-Rex-Grenadiermarsch, den Helenenmarsch und der Bayern- und Nationalhymne musikalisch untermalte.

BWAppell Abordnung Stab Divisionstruppen BWAppell Abordnung Panzergbrigade 12 Amberg 1 BWAppell Abordnung Gebirgsjaegerbrigade 23 a BWAppell Abordnung Panzergrenadierbrigade 37 Frankenberg 1

An den großen Wappen erkennbar waren die Abordnungen der Paradeaufstellung v.l. des Stabes Division Süd und ihren Divisionstruppen, der Panzerbrigade 12 in Amberg, der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall und der Panzergrenadierbrigade 37 im sächsischen Frankenberg.

BWAppell Abschreiten Front Vollmer Zimmer 0 BWAppell Abschreiten Front Vollmer Zimmer 2 BWAppell Abschreiten Front Vollmer Zimmer 3 Berk

Tradition hat bei solchen Appellen stets auch  das Abschreiten der Front, wie hier durch Generalleutnant Jörg Vollmer (grüne Mütze), Generalmajor Benedikt Zimmer (schwarz) und Brigadegeneral Ernst-Otto Berk, zu den Klängen des Bayerischen Präsentiermarsches.

BWAppell Meldung Zimmer an Vollmer hinten Schuett BWAppell Meldung Zimmer an Vollmer vorne Schuett BWAppell Truppenfahne 00 von Zimmer auf Schuett 1 

Die Meldung von Zimmer  (links) an Vollmer, dem Kommandeur Einsatz im Kommando Heer und die Übergabe der Truppenfahne an diesen ist seine letzte Handlung als Divisionskommandeur.

Wie Generalmajor Zimmer sagte, gebe er heute eine Division ab, die drei mechanisierten Brigaden und mehr als der Hälfte aller Artilleriekräfte der Bundeswehr führt. Nach Tagesstärke seien dies etwa 14.000, nach Abschluss des Aufwuchses rund 18.000.  Nur etwa 1.500 der 9.000 Soldaten, die Ende 2012 unter seinem Kommando standen, seien heute noch Angehörige der Veitshöchheirner Division. Es seien dies mit Masse Angehörige des Stabes, des ehemaligen

Fernmeldebataillons und der Artillerie. Hinzu gekommen sind nach seinen Worten in dieser Zeit des nahezu reibungslos über die Bühne gegangenen Umbruchs zwei mechanisierte Brigaden und eineGebirgsjägerbrigade mit Panzertruppen, Panzergrenadieren, Gebirgsjägern, Pionieren, Aufklärungskräften, Versorgungstruppen und Fernmeldeanteilen.

Zimmer dankte vor allem seinem Stab für Fleiß, Einsatzfreude, Bereitschaft zur Veränderung und Flexibilität.

Zimmer: "Ich gehe heute wirklich nur ungern. Aber ich werde an anderer Stelle erwartet."

Auch sein Nachfolger würde noch vor vielen Herausforderungen stehen. So gelte es die Umgliederung abzuschließen, neue Wege in der Planung und Ausgestaltung der Ausbildung zu finden und das Einsatzjahr 2015 zu bestehen.

BWAppell Ansprache Vollmer

Generalleutnant Vollmer ging dann in seiner Ansprache ausführlich auf die  tiefgreifenden Veränderungen ein, welche die Neuausrichtung der Bundeswehr in der Truppe mit sich bringt. Die in der Paradeaufstellung vertretenen Verbände seien Teil einer neuen Heeresdivision, die in Zukunft neben der 1. Panzerdivision den Kern der Kampfkraft des Deutschen Heeres ausmache und im kommenden Jahr das Gros der Einsatzverpflichtungen des Deutschen Heeres sicherzustellen habe.

Nun gilt es laut Vollmer für Generalmajor Schütt, den Staffelstab aufzunehmen und Zimmers erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.

In den letzten zwei Jahren waren laut Vollmer mehr als viereinhalbtausend Soldaten der heute hier angetretenen Verbände im Einsatz. Und auch 2015 werden nach seinen Worte viele von ihnen erneut in Afghanistan, auf dem Balkan oder in Afrika eingesetzt sein. Dies werde in erster Linie die Kameraden der vor ihm stehenden Divisionstruppen, der Panzergrenadierbrigade 12 sowie der Gebirgsjägerbrigade 23 betreffen. Die Soldaten der Panzergrenadierbrigade 37 hätten im Schwerpunkt dagegen den Auftrag, für 12 Monate die Speerspitze der NATO im Fall einer Krise sein, also die Aufgabe der schnellen Eingreiftruppe der NATO, der NATO RESPONSE FORCE übernehmen.

Unverändert — und an diesen Tagen besonders — gilt, so Vollmer, dass die Reaktionsfähigkeit Deutschlands und seiner Partner nach wie vor der Garant für Frieden, Freiheit und Prosperität sind.

BWAppell Truppenfahne 00 Vortreten BWAppell Truppenfahne 00 von Vollmer auf Schuett 01

Nach dem Vortreten der Truppenfahne übergab dann Vollmer diese an Generalmajor Bernd Schütt, der noch vor wenigen Tagen Kommandeur des Regionalkommandos Nord in Afghanistan .Schütt habe hier einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass die Verantwortung für die Sicherheit Afghanistans schrittweise an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben werden konnte und dank seiner Arbeit, die ISAF Mission in Kürze in eine Ausbildungs- und Unterstützungsmission überführt werden kann. Neben seiner herausragenden Bewährung im Einsatz, sei Schütt, der vom Panzersoldaten bis zum Panzergeneral aufgestiegen sei, auch aufgrund seiner umfassenden Erfahrungen auf allen Führungsebenen

und im internationalen Umfeld, sei es im  Ministerium in BONN oder BERLIN oder im NATO-Hauptquartier in BRÜSSEL bestens für die Führung der  Division Süd und bald der  10. PzDiv. geeignet.

BWAppell Haendedruck Schuett Vollmer Zimmer 00a

Abschließend wünschte Vollmer Schütt eine glückliche Hand bei der Führung der Division und Gottes Segen.

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Wednesday, 6. august 2014 3 06 /08 /Aug. /2014 08:10

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Bereits vor dem feierlichen Appell am Donnerstag zur offiziellen Kommandoübergabe der Division Süd in der Veitshöchheimer Balthasar-Neumann-Kaserne hieß Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz (Bildmitte) bei einem Empfang im Rathaus den neuen Generalmajor Bernd Schütt (rechts) als neuen  Divisions-Kommandeur herzlich in seinem neuen Wirkungskreis willkommen. Zugleich verabschiedete er sich von Generalmajor Benedikt Zimmer (links), der von Dezember 2012 bis Anfang August nur ein relativ kurzes Gastspiel in Veitshöchheim hatte.

Zimmer oblag es, die Strukturreform der Bundeswehr in der Veitshöchheimer Kaserne zu vollziehen.

Die hier mit dem Stab ansässige Division Luftbewegliche Operationen wurde im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr am 11. Juni 2014 aufgelöst und bereits ab Oktober 2013 die neue Division Süd aufgestellt, die zum 1. Januar 2015 in 10. Panzerdivision umbenannt wird. Die Veitshöchheimer Garnison knüpft damit an ihre Geschichte an und wird erneut wie bis 1994 Standort des Zweisterne-Kommandos einer Panzerdivision. 

Der 52jährige folgte nun dem Ruf von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach Berlin, die Mitte des Jahres ihr Ressort personell neu ordnete. Mit ihm bekam auch die Abteilung "Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung" ab 1. August 2014 einen neuen Chef. Den bisherigen Abteilungsleiter und Spitzenbeamten Detlef Selhausen hatte von der Leyen im Zuge der Aufarbeitung des Debakels rund um die Aufklärungsdrohne Eurohawk aus dem Ministerium verabschiedet.

Der Bürgermeister bedankte sich  beim scheidenden Kommandeur, dass auch unter seiner Ägide das bekannt gute Miteinander in bewährt konstruktiver und guter Zusammenarbeit zwischen Kaserne und Gemeinde gelaufen sei. So  habe Zimmer beispielsweise mit dem Empfang im Schloss und der Serenade im Hofgarten zur Verabschiedung des Altbürgermeisters Rainer Kinzkofer unter Beweis gestellt, dass die Division lebendig ins Ortsleben eingebunden  und die Soldaten tief in der Bevölkerung verwurzelt sind.  

"Man kann sich hier in Veitshöchheim richtig wohlfühlen", gab Zimmer seinem Nachfolger mit auf den Weg. Schütt kommt direkt aus Mazar-e-Sharif in Afghanistan, wo er seit dem 13. Februar 2014 das  Regional Command North der International Security Assistance Force (ISAF) befehligte.  In Neumünster aufgewachsen, hat der verheiratete Berufssoldat und Vater zweier erwachsener Kinder seit seinem Eintritt in die Bundeswehr nach dem Abitur vom Zugführer, über Kompaniechef, Stabsoffizier, Bataillonskommandeur nun zum Divisionskommandeur alle relevanten Führungspositionen durchlaufen. Seinen Führungsqualitäten zugute kam sein Studium an der Universität der Bundeswehr Hamburg, das er als Diplom-Pädagoge abschloss. Schütt absolvierte  den 37. Nationalen Generalstabslehrgang (LGAN) an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, diente im Heeresführungskommando in Koblenz, in Brüssel als Referent im Stab des Deutschen Militärischen Vertreters der Bundesrepublik beim NATO-Militärausschuss, später auch im Bundesministerium der Verteidigung. Auslandseinsätze hatte er nun schon zum dritten Mal in Afghanistan und zuvor auch in Bosnien und Herzegowina im Rahmen des SFOR. Von Januar 2012 bis  Ende August 2013 war er General der Panzertruppen und Kommandeur des Ausbildungszentrums Munster und  seit 16.08.2013 Abteilungsleiter I Einsatz im Kommando Heer.

Nun übergibt morgen bei einem Appell in der Kaserne General Zimmer offiziell die zukünftige 10. Panzerdivision an seinen Nachfolger,  dem 53jährigen General Schütt. Zum Jahresende wird dann in der Kaserne das Wappen des Löwen der 10. Panzerdivison mit ihren drei Brigaden in Frankenberg, Amberg und Bad Reichenhall tonangebend sein und die neue Division alle Kräfte des deutschen Heeres bei Auslandseinsätzen zu stemmen haben.

Die 10. Panzerdivision mit ihrer Schaltzentrale in Veitshöchheim und einer Größenordnung bis 18.000 Soldaten erstreckt sich dann über 22 Standorte in fünf Bundesländern.

Die Kaserne in Veitshöchheim wird sich hinsichtlich der Belegung der Truppenteile nur geringfügig verändern. Wegfällt Ende 2015 noch das Kraftfahr-Ausbildungszentrum. Die Truppenteile Stab 10. Panzerdivision, 5./Feldjägerregiment 3, Regionale Sanitätsversorgung, Bundeswehrdienstleistungszentrum, Bundeswehrfachschule und Heeresmusikkorps sind in etwa die gleichen wie bisher, nur mit neuer Namensbezeichnung. So führt nun das bisherige Heeresmusikkorps 12 die Bezeichnung "HMK Veitshöchheim", allerdings nunmehr nicht mehr der Division, sondern dem zentralen Militärmusikdienst unterstellt. Die Gesamtstärke der Soldaten wird sich auf etwa 900 einpendeln.

 


 

 

veröffentlicht in: Bundeswehr - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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Thursday, 31. july 2014 4 31 /07 /Juli /2014 08:29

Biwak Geraeteschau 05 Spaehwagen 1 

Dies geht aus einer Pressemitteilung des Presse- und Informationszentrums der Streitkräftebasis in Bonn hervor. Weiter heißt es:

"Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wurden im Jahr 2011 zunächst 24 Kraftfahrausbildungszentren (KfAusbZ) planerisch festgelegt. Schon damals wurde eine Überprüfung des tatsächlichen Ausbildungsbedarfs bis Ende 2013 angesetzt. Diese Bedarfsanalyse hat nun ergeben, dass vier der bisher 24 KfAusbZ zur Deckung des künftigen Bedarfs der Bundeswehr nicht mehr benötigt werden.

Infolgedessen werden die KfAusbZ Mechernich, Zweibrücken und Veitshöchheim zur Abfederung eines in der Übergangszeit zunächst noch erhöhten Bedarfs bis zur vollständigen Einnahme der Zielstruktur noch vor Ende 2015 aufgelöst.

Das KfAusbZ Erfurt wird zeitnah aufgrund der infrastrukturellen Gegebenheiten in Erfurt und zur Vermeidung eines unnötigen Umzugs nach Sondershausen bis zum 31. Dezember 2014 aufgelöst. Davon betroffen sind ca. 45 Soldatinnen und Soldaten.

Vom handelsüblichen Fahrzeug bis hin zum Gefechtsfahrzeug sind die KfAusbZ für die gesamte Kraftfahrausbildung aller Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Arbeitnehmer zuständig und haben allein im vergangenen Jahr ca. 11600 erfolgreiche Fahrschulprüfungen durchgeführt."

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Wednesday, 11. june 2014 3 11 /06 /Juni /2014 23:12

BWDLOApell 03 Gaeste Ansprache Kammerer 1 BWDLOApell 04 Unterstellung Pzbrigade 12 Gebirgsjaegerbriga

Anlässlich der Auflösung der Division Luftbewegliche Operationen (DLO) zum 30. Juni 2014 und des Unterstellungswechsels der Panzerbrigade 12 sowie der Gebirgsjägerbrigade 23 zur Division Süd nach Veitshöchheim ging in der Balthasar-Neumann-Kaserne vor 290 Ehrengästen ein feierlicher Appell mit anschließendem Standortbiwak über die Bühne.

BWDLOApell-Mainpost-13.6.2014.jpgMainpostartikel 13.6.2014 (Link auf Pdf.Datei)

BWDLOApell 01 Einmarsch Ehrenformation 03 b BWDLOApell 01 Einmarsch Ehrenformation 03 c BWDLOApell 01 Einmarsch Ehrenformation 03 d

Daran nahmen Abordnungen aller Verbände der Division mit rund 800 Soldaten teil, insbesondere auch die beim Appell unterstellten Einheiten der Panzerbrigade 12 in Amberg und der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall.

BWDLOApell 01 Einmarsch Ehrenformation HMK 01 BWDLOApell 01 Einmarsch Ehrenformation 02 Fahnenabordnunge BWDLOApell 01 Einmarsch Ehrenformation 02 Fahnena-Kopie-1

Einmarsch des Heeresmusikkorps Veitshöchheim und der Ehrenformation

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Ansprache des bisherigen DLO-Kommandeurs Generalmajor Benedikt Zimmer (siehe Text weiter unten)  und dessen Meldung an Generalleutnant Reinhard Kammerer, dem Stellvertretenden Inspekteur des Heeres.

BWDLOApell 02 Meldung Zimmer an Kammerer Abschreiten Front BWDLOApell 02 Meldung Zimmer an Kammerer Abschreit-Kopie-1  BWDLOApell Abschreiten Gebirgsjaeger BWDLOApell 02 Meldung Zimmer an Kammerer Abschreit-Kopie-2 

Die beiden Generäle schreiten dann zusammen mit Brigadegeneral Johann Langenegger, bis vor kurzem Kommandeur der 10. Panzerdivision in Sigmaringen (und nun Kommandeur der 1. Panzerdivision in Hannover), die Front der angetretenen Soldaten ab.

BWDLOApell 04 Einrollen Fahne DLO 1 BWDLOApell 04 Einrollen Fahne DLO 0 BWDLOApell 02 Meldung Zimmer an Kammerer Ansprache Kammerer BWDLOApell 04 Unterstellung Pzbrigade 12 Gebirgsja-Kopie-3   

Die Auflösung der DLO symbolisiert das Einrollen der Truppenfahne, die Zimmer an den Kommandeur Einsatz übergibt. Es folgen  nach Kammerers Ansprache die militärischen Befehle zur Unterstellung der Panzerbrigade 12 in Amberg und der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall in die Division Süd (ab 1. Januar heißt sie dann 10. Panzerdivision). Mit diesem Tag erreicht die Division Süd ihre volle Personalstärke von rund 17.000 Soldaten, verteilt auf fünf Bundesländer.

Kammerer: "Mit diesem Appell heute stehen wir in mancher Hinsicht ziemlich genau in der Mitte der großen Veränderungen, die die Neuausrichtung der Bundeswehr und damit des Heeres mit sich bringt. Die Kommandoebene ist bereits neu gestaltet, die Brigaden, Bataillone und Kompanien haben die Veränderungen größtenteils noch vor sich und die Divisionen stehen in diesen Tagen im Fokus: Der Inspekteur des Heeres hat die 10. Panzerdivision in Sigmaringen letzte Woche außer Dienst gestellt und morgen wird die Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf in neuer Struktur aufgestellt."

Im nunmehrigen Zeremoniell spiegelte sich nun laut Kammerer die Auflösung der Division Luftbewegliche Operationen nach knapp 12 Jahren ihres Bestehens wieder und zum Anderen erhielt die hier stationierte Division mit dem Arbeitstitel „Division Süd“ zwei Brigaden aus der aufgelösten 10. Panzerdivision und wird damit in ihre künftige Form gebracht.

BWDLOApell Uebergabe neue Division BWDLOApell 05 Fahne neue Division Uebergabe Truppenfahne2 BWDLOApell 05 Fahne neue Division Uebergabe Truppenfahne1 BWDLOApell v.l.Langenaecker Kammerer Zimmerer 1

Wie Kammerer sagte, habe man nach intensiver Beratung entschieden, dass die neue Division in VEITSHÖCHHEIM die Tradition der in der Woche zuvor aufgelösten 10. Panzerdivision in SIGMARINGEN und damit auch deren Namen weiter führen soll. Auch wenn aus technischen Gründen dieser Name erst zum Jahresbeginn 2015 aktiviert wird, enthüllte der Generalleutnant bereits in diesem Appell die Truppenfahne der neuen 10. Panzerdivision und übergab sie an Zimmer, der auch deren Kommandeur sein wird. Dieser heftete daran das Band der 10. Panzerdivision

Ein Händedruck zwischen den beteiligten Generälen und das Spielen der Bayernhymne und der Nationalhymne durch das Heeresmusikkorps Veitshöchheim beendete das imposante militärische Schauspiel.

BWDLOApell 03 Gaeste 01 Stamm BWDLOApell 03 Gaeste 02 BWDLOApell 03 Gaeste Ansprache Kammerer 1a

Dieses verfolgte auch Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz (zusammen mit weiteren 40 Amtskollegen aus Standorten der neuen Division Süd) zusammen mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm, dem Bundestagsabgeordneten Paul Lehrieder und zahlreichen anderen Abgeordneten.

Biwak 00 Biwak 01a Biwak 02 Biwak 00aa

Keine Kosten und Mühen scheute die Divison auch beim anschließenden Standortbiwak, bei dem die Heeresmusiker unterhielten und auch für das leibliche Wohl der 1400 Gäste bestens gesorgt war.

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Seinen Besitzer wechselte auch der Löwe, der seit 52 Jahren das Wappentier der 10. Panzerdivision in Sigmaringen war und nun von Langenegger an Zimmer übergeben wurde.

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Da gab es nicht nur für die Soldaten der Division, sondern auch für die Ehrengäste, darunter auch viele Veitshöchheimer Gemeinderatsmitglieder (Foto rechts), jede Menge Gesprächsstoff.

Biwak Geraeteschau 01 Tiger 03 Biwak Geraeteschau 10 Raketenwerfer 1 Biwak Geraeteschau 03 Leopard Kampfpanzer 2

Zu bestaunen gab es nämlich vor Ort auch die  Exponate der in der Division eingesetzten Fahrzeuge vom Unterstützungshubschrauber TIGER bis zum Raketenwerfer MARS und dem Kampfpanzer Leopard.

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Zur Veitshöchheimer Division gehören nun auch die Mulis, ebenso auch die Mini-Schneepanzer der Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall. Als einsatzerfahrener Großverband ist die Brigade auf den infanteristischen Kampf im alpinen und urbanen Gelände unter extremen Witterungsbedingungen spezialisiert. Dazu gehört der Einsatz im Hochgebirge, in der Wüste und im arktischen Gelände. Eine Besonderheit bildet das Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen, das mit seinen Maultieren und Haflinger-Pferden den Gebirgsjägern wertvolle Dienste leistet.

Biwak Geraeteschau 13 Panzerhaubitze 2000 Brueckenpanzer Biwak Geraeteschau 07 Bergepanzer 3 Biwak Geraeteschau 10 Raketenwerfer 3

Ein gigantisches Brückenverlegefahrzeug zog ebenso die Aufmerksamkeit auf sich wie eine Panzerhaubitze. Offenbar hatten daran auch schon die Allerkleinsten Gefallen und keine Scheu, darin Platz zu nehmen.

Weitere Fotos sind im Fotoalbum zu sehen (Link).

Biwak 07 BellUeberflug 1 Biwak 07 Tigerueberflug 1

Als dann so gegen 20.00 Uhr der Transporthubschrauber Bell und der Kampfhubschrauber Tiger eine letzte Runde über dem Biwakplatz drehten und Richtung Fritzlar entschwebten, war das zwölfjährige Gastspiel der Heeresflieger in Veitshöchheim nun endgültig zu Ende, ist nun hier an stelle dessen eine mechanische Division zu Hause, wie auch schon vor Jahrzehnten.


DLO sagt nach zwölf Jahren ade - Eine Erfolgsstory

DLO.jpgDie Division Luftbewegliche Operationen (DLO) wurde am 1. Juli 2002 in Veitshöchheim als neuer Großverband aufgestellt zur einheitlichen Führung aller Kräfte der Heeresfliegertruppe. Die DLO war damit wesentlicher Träger der Luftbeweglichkeit und Lufttransportfähigkeit im Heer. Mit der späteren Integration von Kampf- und Kampfunterstützungs-truppen (wie Infanterie-, Artillerie-, Heeresflugabwehr- und ABC-Abwehrkräften) wurde das Fähigkeitsspektrum der DLO schrittweise erweitert und reichte schließlich von Einsätzen bei Katastrophenhilfe und humanitärer Hilfe im In- und Ausland bis hin zur Teilnahme an weltweiten Stabilisierungsoperationen im Rahmen internationaler Konfliktverhütung und Krisenbewältigung. Rund 14.800 Soldaten dienten in den 13 Verbänden und Einheiten der DLO: in der Luftbeweglichen Brigade 1, der Heerestruppenbrigade, den drei selbständigen Transporthubschrauberregimentern, dem Fernmeldebataillon sowie dem Heeresmusikkorps 12.

Wie Kommandeur Benedikt Zimmer in seiner Ansprache beim Appell zurück blickte, waren Angehörige seiner Division auf dem Balkan, in Afghanistan und im Kongo eingesetzt und erfüllten ihre Aufträge als Beobachter in Georgien, Sudan, Südsudan und Westsahara. Zimmer: "Unsere Hubschrauberkameraden stellten durchgehend Fliegerkräfte in den großen Einsätzen und unterstützen seit 2013 in Afghanistan mit neuen Fähigkeiten Luftrettung und Kampf, mit den neuen Hubschraubern NH9O und TIGER. Unsere Artilleristen feuerten den ersten Schuss mit der Panzerhaubitze in Afghanistan. Tausende unserer Kameraden waren als Sicherungssoldaten und als Unterstützer kontinuierlich in Auslandseinsätzen gefordert."

Nicht nur die Auslandseinsätze haben laut Kommandeur die Angehörigen der Division stetig gefordert, sondern auch die Hilfseinsätze bei Naturkatastrophen im In- und Ausland. Immer wieder waren DLO-Kräfte vor Ort um zu unterstützen: beim Hochwasser 2002 in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, bei der Erdbebenkatastrophe in Pakistan 2005, bei der Schneekatastrophe in Bayern 2006 und bei den Waldbränden in Griechenland 2007.

Der letzte Hilfseinsatz führte im vergangenen Jahr nach Bayern, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. 27 Hubschrauber und mehr als 1.000 Soldaten der Division — Heeresflieger, Artilleristen und Sicherungssoldaten — kämpften gemeinsam mit Tausenden von offiziellen und freiwilligen Helfern gegen die Fluten.

Mit der Entscheidung zur Neuausrichtung der Bundeswehr wurde nun die DLO nach zwölfjährigem Bestehen zum 30. Juni 2014 aufgelöst. Heerestruppenbrigade und Luftbewegliche Brigade 1 sind aufgelöst, die mittleren Transporthubschrauber sind an die Luftwaffe, die ABC-Abwehr und das Heeresmusikkorps  an die Streitkräftebasis abgegeben.

Zimmer: "Viele strukturelle Veränderungen, viele Aufgaben in zwölf Jahren, viele Teile einer Erfolgsgeschichte der Division. Heute wird das Kapitel geschlossen, eine einmalige Division außer Dienst gestellt."

Als zukünftige Heimat des Divisionskommandos der 10. Panzerdivision bleibt Veitshöchheim auch in Zukunft Divisionsstandort. Schon in den letzten Monaten habe die Division in Veitshöchheim ihr Gesicht deutlich verändert. Sie hat bereits im vergangenen Jahr die Führung der Panzergrenadierbrigade 37 und der Hälfte der deutschen Artillerie übernommen. Nun kamen  die Panzerbrigade 12  und die Gebirgsjägerbrigade 23 hinzu. Damit ist die neue Division zusammengeführt. Sie führt jetzt mechanisierte Kräfte. Die unterschiedlichen Farben und Formen der Kopfbedeckungen in der Formation machten allen Gäste, die Vielzahl unterschiedlicher Fähigkeiten deutlich, die ab jetzt in die gestaltende Hand der Division gelegt sind.

Divisionskommandeur Zimmer: "Ich freue mich auf das heutige Fest zum Auftakt, auf die kommenden Wochen des endgültigen Zusammenwachsens und auf eine glückliche, erfolgreiche Zukunft, die lange währen möge."


Veitshöchheim nun wieder Sitz einer Panzerdivison zwischen Wettersteingebirge, Arber, Kyffhäuser und der Elbe

Standorte10.PzDivDie nach dem berühmten Baumeister des Barock und Rokoko, Balthasar Neumann, benannte Kaserne wurde in Veitshöchheim am 17. Juli 1968 durch die Oberfinanzdirektion Nürnberg an die 12. Panzerdivision übergeben. Nach ihrer Auflösung am 31. März 1994 übernahm die Panzerbrigade 36 die Geschicke in der Kaserne, bis sie am 01. Juli 2002 durch den Stab der Division Luftbewegliche Operationen (DLO) abgelöst wurde.

Beginnend ab dem 01. Oktober 2013 wurde für eine Übergangszeit die Division SÜD aufgestellt, die mit Divisionsstab und Stabs/Fernmeldekompanie sowie der Panzergrenadierbrigade 37 den Kern der ab dem 01. Januar 2015 in Veitshöchheim beheimateten 10. Panzerdivision bildet. Dazu sagte der stellvertretende Generalinspekteur des Heeres: "Mit neuen Aufgaben und neuen Kräften geht es hier weiter in die Zukunft. Im Kern des Feldheeres haben wir künftig zwei Divisionen mit jeweils drei  Brigaden, eine im Norden und eine im Süden unseres Landes. Hier in Veitshöchheim ist das Hauptquartier der Division Süd. Die Panzergrenadierbrigade 37 aus Sachsen und Thüringen wurde ihr schon im vergangenen Jahr unterstellt; die Panzerbrigade 12 aus der Oberpfalz und dem Bayrischen Wald sowie die Gebirgsjägerbrigade 23 aus den Alpen kommen heute hinzu. Damit entsteht hier ein neuer, starker und schlagkräftiger Großverband."

10PzDivDarüber hinaus unterstehen der Division in Veitshöchheim zwei Artilleriebataillone: Artillerielehrbataillon 345 (Idar-Oberstein) und Artilleriebataillon 131 (Weiden) sowie das Sicherungsbataillon 12 in Hardheim (Auflösung 01. Januar 2016).

Die neue Division verfügt über rund 18.000 Soldaten an 22 Standorten in fünf Bundesländern.

Der Einsatz wird laut Kammerer nicht lange auf sich warten lassen. Die Division Süd sei verantwortlich für die Auslandseinsätze im kommenden Jahr; hinzu komme die

Gestellung der Heeresanteile für die NATO Response Force NRF.

Die Mission ISAF in Afghanistan ende zwar mit diesem Jahr, das sei gewiss. Wie es aber in den Einsatzgebieten, insbesondere in AFGHANISTAN, weitergehen wird, ist nach Kammerers Worten aber noch sehr unklar. Ob es die beabsichtigte Anschlussmission „Resolute Support“ geben wird und ob sie so aussehen wird, wie derzeit geplant, könne niemand vorhersagen, ebensowenig, ob andere, neue Herausforderungen zu einem Einsatz führen.

Kammerer: "Deshalb habe ich befohlen, dass wir — und das heißt in diesem Falle im Wesentlichen diese neue Division — zunächst alle Fähigkeiten ausbilden und bereitstellen muss, die in den beiden großen Einsatzgebieten — Afghanistan und

Kosovo — vielleicht gebraucht werden. Und darüber hinaus noch mehr, damit wir unserer politischen Führung ein breites Spektrum an Handlungsoptionen zur Verfügung stellen können. Mit unseren länger dienenden Soldaten, unserem
professioneller werdenden Heer schaffen wir das auch!" 


Kasernenbelegung in Veitshöchheim

Die Balthasar-Neumann-Kaserne bietet rund 1.000 Soldaten Platz für Ausbildung, Verwaltung, Planung und Wohnraum, so derzeit für den Stab der Division SÜD (ab Januar 2015 der 10. Panzerdivision), die Stabs-Fernmeldekompanie der Division SÜD,das Heeresmusikkorps Veitshöchheim, den Materialprüftrupp 42/3 und der 5. Kompanie des Feldjägerbataillons 452. Darüber hinaus befinden sich hier das Standortsanitätszentrum Veitshöchheim, das Kraftfahrausbildungszentrum, eine Bundeswehrfachschule, ein Familienbetreuungszentrum und das Bundeswehrdienstleistungszentrum.

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Friday, 10. january 2014 5 10 /01 /Jan. /2014 15:48

BWNeujahrsempfang-01.jpg BWNeujahrsempfang-02.jpg

Erinnerungsfotos vom Neujahrsempfang der Division Süd/Division Luftbewegliche Operationen

- linkes Foto  v.l. Oberst Jochen Schneider (Stellvertretender Kommandeur Panzerbrigade 12 in Amberg; Brigadegeneral Michael Matz (Kommandeur Gebirgsjägerbrigade 23 in Bad Reichenhall), Oberst Edgar Wagner (Stellvertretender Kommandeur Panzergrenadierbrigade 37 im sächsischen Frankenberg), Staatssekretär a. D. Walter Kolbow, Bürgermeister Rainer Kinzkofer, Oberst Michael Mittelberg (Brigadeführer Luftbewegliche Brigade 1 im hessischen Fritzlar), Generalmajor Benedikt Zimmer (Divisionskommandeur), MdB Bernd Rützel, Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, Oberstleutnant Ingo Kaminsky (Vorsitzender der Standortkameradschaft Würzburg/Veitshöchheim des Deutschen Bundeswehrverbandes), Weinprinzessin Katharina Scheufens, Oberst d. R. Rainer Erdel, Brigadegeneral Ernst-Otto Berk (stellvertretender Divisionskommandeur), Landrat Eberhard Nuß und Armin Grein (stellvertretender Bezirkstagspräsident) 

- rechtes Foto v.l. Regierungspräsident Paul Beinhofer, MdB Paul Lehrieder, Divisionskommandeur Benedikt Zimmer, Würzburgs Oberbürgermeister Adolf Bauer und Veitshöchheims Bürgermeister Rainer Kinzkofer

BWNeujahrsempfang-03-Gaeste.jpg

Mit großem Interesse folgten 320 Gäste, davon 180 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Industrie und dem öffentlichen Leben, den Ausführungen von Generalmajor Benedikt Zimmer beim Neujahrsempfang in der Balthasar-Neumann-Kaserne.

BWNeujahrsempfang 05 ZimmerZimmer sprach von einem Unikat, denn er ist zur Zeit Kommandeur von gleich zwei Divisionen. Da ist zum einen die Division Luftbewegliche Operationen (DLO), die bis zur Jahresmitte vollständig aufgelöst wird. Für die DLO war deshalb ihr gemeinsam mit der Standortkameradschaft Deutscher Bundeswehrverband Veitshöchheim organisierter und vom Blechbläserquintett des Heeresmusikkorps Veitshöchheim musikalisch untermalter zwölfter Neujahrsempfang gleichzeitig auch ihr letzter. Daneben steht Zimmer auch der Übergangs-Division Süd vor, deren neugebildeter  Stab in Veitshöchheim die Aufgabe hat, bis zum Jahresende die 10. Panzerdivision aufzustellen.

2013 war so nach den Worten des Generalmajors ein Jahr des Abschieds, vieler Auflösungen und des Wechsels. So hatte er unter anderem im September am Standort Veitshöchheim das Fernmeldebataillon und im Dezember im hessischen Fritzlar die Luftbewegliche Brigade 1  außer Dienst  zu stellen.

Ein Highlight in der Kaserne war am 1. August  der Besuch von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière, der laut Zimmer eine ausgesprochen gute Stimmung in der Truppe angetroffen habe, weil "der Standort Veitshöchheim einfach Klasse ist". 

Von Bedeutung waren für die DLO weiter im April die Verlegung des NH 90-Mehrzweckhubschraubers nach Afghanistan und die Katastrophenschutzübung "Feuervogel 2013" mit der Regierung von Unterfranken. Gefordert war Zimmers Truppe im Juni beim Hochwassereinsatz im Osten Deutschlands und in Bayern . 

Als sehr wichtigen Tag in diesem Jahr kündigte der Kommandeur den 11. Juni 2014 an. Bei einem Tag der offenen Tür mit Standortbiwak werde die Fahne der DLO zu Grabe getragen und die Fahnen zur Division Süd kommenden Brigaden 12 (Panzer) in Amberg und 23 (Gebirgsjäger)  in Bad Reichenhall aufgezogen. Solche Umgliederungen seien genau so gravierend wie Auflösungen. So wurden beispielsweise durch die Auflösung eines Regimentes in Roth bei Nürnberg 1300 Soldaten zu Pendlern.

Strukturwandel1.1.2014.jpg Strukturwandel1.7.2014.jpg Strukturwandel1.1.2015.jpg

Mit diesen Grafiken verdeutlichte Zimmer die Phasen des Strukturwandels der Division in diesem Jahr am 1.1.2014, 1.7. 2014 und 1.1.2015.

Zum Jahresende wird dann in der Kaserne das Wappen des Löwen der 10. Panzerdivison mit ihren drei Brigaden in Frankenberg, Amberg und Bad Reichenhall tonangebend sein und die neue Division alle Kräfte des deutschen Heeres bei Auslandseinsätzen zu stemmen haben.

Die 10. Panzerdivision mit ihrer Schaltzentrale in Veitshöchheim und einer Größenordnung bis 14.000 Soldaten erstreckt sich dann über 21 Standorte in vier Bundesländern. Erhalten blieb in der hiesigen Kaserne unverändert das Heeresmusikkorps, nun unter der Bezeichnung "HMK Veitshöchheim", allerdings nunmehr nicht mehr der Division, sondern dem zentralen Militärmusikdienst unterstellt.

Die Kaserne in Veitshöchheim wird sich hinsichtlich der Belegung der Truppenteile nur geringfügig verändern. Die Truppenteile Stab 10. Panzerdivision, 5./Feldjägerregiment 3, Regionale Sanitätsversorgung, Bundeswehrdienstleistungszentrum, Kraftfahr-Ausbildungszentrum, Bundeswehrfachschule und Bundeswehrmusikkorps sind in etwa die gleichen wie bisher, nur mit neuer Namensbezeichnung. Die Gesamtstärke der Soldaten wird sich auf etwa 900 einpendeln.


BWNeujahrsempfang-04-Spende.jpg

Generalmajor Zimmer freute sich, beim Neujahrsempfang einen Scheck über 1652 Euro an OTL a.D. Hans-Michael Ketterle, dem neuen Geschäftsführer des Soldatenhilfswerks der Bundeswehr übergeben zu können. Es ist dies Erlös der Sammlung anlässlich des Adventskonzerts des Heeresmusikkorps Veitshöchheim in der hiesigen Christuskirche, der bei Auslandseinsätzen unverschuldet in Not geratene Soldaten und deren Familien unterstützen soll.


Mit den letzten drei Ehrennadeln der ab 1. Juli 2014 nicht mehr bestehenden DLO zeichnete der Divisionskommandeur schließlich den früheren FDP-Bundestagsabgeordneten Rainer Erdel (Oberst der Reserve) , Oberst Michael Mittelberg (Brigadeführer Luftbewegliche Brigade 1 im hessischen Fritzlar und Oberst Michael Grewen (ehemaliger Abteilungsleiter G3 im Stab der DLO).

 


Oberstleutnant Ingo Kaminsky, der Vorsitzende der Standortkameradschaft Würzburg/Veitshöchheim des Deutschen Bundeswehrverbandes betonte als Mitveranstalter des Empfangs in seinem Grußwort, sein Verband unterstütze in der nächsten Zeit vorrangig die Soldaten auf Zeit, die durch den Strukturwandel besonders betroffen sind, bei ihrem Übergang ins zivile Leben.

Der katholische Militärpfarrer Martin Klein stellte die Bedeutung des bayerischen "Grüß Gott" in den Mittelpunkt seines kurzen Beitrages. 

veröffentlicht in: Bundeswehr - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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