Wednesday, 29. october 2014 3 29 /10 /Okt. /2014 15:33
veröffentlicht in: Bundeswehr - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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Tuesday, 28. october 2014 2 28 /10 /Okt. /2014 12:48

Hundetoilette Mainsteg

Zunächst an vier Standorten hat der gemeindliche Bauhof damit begonnen, im Ortsbereich ein Hundekot-Entsorgungs-System aufzustellen, so auch am Gehweg nach dem Mainsteg Richtung Kläranlage. Im Bild bedanken sich die Hundeliebhaber Elke Curschmann (links) und das Ehepaar Alfons und Marianne Pfister (rechts) bei Bürgermeister Jürgen Götz (Bildmitte) für diese Neuerung, die Bauhofleiter Rudolf Köhler und sein Vorarbeiter Robert Blass installiert hatten. Weitere der jeweils 240 Euro kostenden Hundetoiletten befinden sich noch an der Mainlände in Höhe des Rollschuhplatzes sowie am Beginn und Ende des Weges der Jahresbäume nördlich der Gartensiedlung.

hundekotMP30-10.jpg Mainpost 30.10.2014

Der Bürgermeister hofft, dass nun auch die anderen Hundebeisitzer auf diesen beiden beliebten Hunde-Ausführ-Promenaden die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge mit den Tüten der Hundetoiletten über den „Belloo-Abfallbehälter“ oder übere die Restmülltonne entsorgen. Er hat auch nichts dagegen, wenn die Tüten aus dem Tütenspender zur Bevorratung mit nach Hause genommen werden. Die Gemeinde würde diese Möglichkeit kostenlos anbieten.

Gleichzeitig bedankte er sich bei der ansteigenden Anzahl von Hundebesitzern, die den Hundekot nicht zu Lasten Dritter entsorgen.

Leider würde man bei einem Spaziergang durch den Ort aber immer wieder auf einen "Haufen" mitten auf dem Gehweg stoßen. Spätestens dann, wenn man aus Versehen hineintrete, würde dies dem Betroffenen gewaltig "stinken". Gehwege durch Tiere verunreinigen zu lassen, sei gemäß der „Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen“ in der Gemeinde Veitshöchheim verboten. Aber auch auf öffentlichen Grünflächen "stinke" es Kindern beim Spielen oder den Mitarbeitern des Bauhofes beim Rasenmähen gewaltig, die mit den Hinterlassenschaften der Hunde in Kontakt kommen.

Insbesondere Kleinkinder seien durch Bakterien, Viren und Würmern aus dem Hundekot gefährdet.

Auch auf Wiesen und Feldern könne der Hundekot in den menschlichen Nahrungskreislauf gelangen und so zu Erkrankungen führen.

Der Bürgermeister appelliert deshalb an alle  Hundebesitzer, dafür zu sorgen, dass Hunde an geeigneten Stellen ihr „Geschäft“ verrichten und besonders von Spielplätzen und öffentlichen Grünanlagen ferngehalten werden.


Vorgeschichte

1999 - Erstmalige Aufstellung von Hunde-WCs

Zu einem angenehmen Hundeleben gehört mit Sicherheit auch das Gassigehen. Wenn "Strolchi" dabei sein Geschäftchen verrichtet, dann ist das ganz normal, aber auch ein großes Problem. Denn überall sieht man seine "Hinterlassenschaften" gar nicht gerne. Diese empfanden auch in Veitshöchheim viele besonders in der für viel Aufwand für Einheimische und Touristen herausgeputzten Mainuferpromenade zu Recht als eklig, störend und schmutzig. „Wir appellieren deshalb zum wiederholten Male an die Hundebesitzer in Veitshöch-heim: Führen Sie Ihren Hund dort „Gassi“, wo seine Hinterlassenschaft niemand stört!“, so mahnte Bürgermeister Rainer Kinzkofer Anfang Februar 1999 ganzseitig in den Veitshöchheimer Mitteilungen.

Das Thema beschäftigte damals aufgrund eines Antrages der CSU-Fraktion auch den Gemeinderat. Es stand hierbei außer Frage, dass die Hund-Mensch-Beziehung von hohem sozialen und gesellschaftlichen Nutzen ist. Um den Hundebesitzern ein Angebot zu machen, der Verschmutzung der Mainuferpromenade durch die natürlichen Hinterlassenschaft ihrer vierbeinigen Freunde effektiv ein Ende zu bereiten, stimmten damals dem Antrag 14 der 17 anwesenden Mandatsträger zu, am Anfang und Ende der Mainlände zwei Hundeklos aufzustellen. "Für alle Fälle" enthielt das ausgewählte Standmodell einen abschließbaren Tütenspender. Nach Aufnehmen der Hinterlassenschaft in die Tüte konnte diese in den im Standmodell integrierten Abfallsammler mit großem Abfallsack entsorgt werden. Kinzkofer sagte damals beim Pressetermin: "Bleibt nur zu hoffen, daß die Hundebesitzer sich auch die Mühe machen, die von ihren Lieblingen verursachten "Tretminen" in den von der Gemeinde angebotenen Hundetoiletten einfach, sauber und hygienisch „entschärfen“ und entsorgen." Der Aufwand hätte sich dann für beide Seiten gelohnt. Die beiden Hundeklos wurden zunächst im Bereich des Mainsteges und südlich des Rollschuhplatzes aufgestellt. Verwirklicht werden sollte auch ein weiterer Vorschlag der CSU-Fraktion, im Mainvorland in Höhe des Zugangs zur Frauenlandwohnanlage für die Notdurft der Hunde ein kleines Karee einzuzäunen und mit Sand aufzuschütten.

 

Die Problematik mit dem Hundekot blieb gleichwohl auch danach in Veitshöchheim ein Dauerthema.

Schon in der Ferienausschuss-Sitzung im August des gleichen Jahres sah sich der Bürgermeister Rainer Kinzkofer zu dem Vorschlag veranlasst, die aufgestellten Hunde-WCs aus Gründen der Hygiene, der Zweckentfremdung der Tüten und der nur geringen Inanspruchnahme wieder abzubauen. Der Vorschlag wurde damals jedoch noch mit 4:5 Stimmen abgelehnt.


2003 - Entfernung der Hunde-WCs

Im März 2003 wurde dann jedoch vom Hauptausschuss aufgrund der unsachgemäßen Nutzung und dem teilweisen verantwortungslosen Umgang einstimmig beschlossen, die beiden Hundetoiletten an der Mainlände wieder zu entfernen.

Wie es damals hieß, war mit der Aufstellung der Hundetoiletten im März 1999 ein Beitrag zur Sauberhaltung der Wege und Grünanlagen beabsichtigt. Klar sei gewesen, dass diese sinnvolle Maßnahme nur dann zum Erfolg führt, wenn auch die Hundebesitzer mitspielen.

Seit der Aufstellung wurden leider die selben Erfahrungen gemacht, wie in einer Vielzahl von anderen Kommunen.

In einem Zeitraum von vier Jahren wurde bedauerlicherweise folgendes festgestellt:

  • Nur rund zehn Prozent der Tüten wurden für den eigentlichen Zweck verwendet.
  • Ein Teil der Tüten wurde von Kindern und Jugendlichen zweckentfremdet.
  • Die Behälter wurden als „Sprengobjekt“ genutzt.
  • Die Standsäule war mit Schmutz und teilweise Hundeexkrementen verunstaltet.
  • Im Umfeld der Standfläche entstanden „Hundetoiletten“.
  • Die hygienischen Probleme bei der Entsorgung – insbesondere in den Sommermonaten – stellte für die Mitarbeiter eine nicht mehr hinnehmbare Belastung dar.

2014 - Erneute Aufstellung von Hunde-WCs - Antrag auf Überwachung

In ihren Haushaltsanträgen für 2015 brachte nun die SPD-Fraktion erneut das Thema aufs Tableau. Wie darin ausgeführt wird, sorge der nicht verantwortungsbewusste Hundekot einer Minderheit der rund 500 Hundebesitzer im Ort ständig für Verärgerung unter den Mitbürgen.  Aufgrund der nun technisch verbesserten und hygienisch zu entleerenden Hundetoiletten wurde beantragt, wieder an der Mainlände und neu auch am Weg der Jahresbäume in der Gartensiedlung eine Anzahl von Hundetoiletten aufzustellen.

Diesem Wunsch kam nun der Bürgermeister mit der Aufstellung der vier eingangs beschriebenen Hundetoiletten bereits nach.

Die SPD-Fraktion geht nun jedoch noch einen Schritt weiter. Sie beantragte weiter, neben der bereits existierenden Verkehrsüberwachung als weiteres Aufgabengebiet auch die Überwachung der Einhaltung der gemeindlichen Satzungen und Verordnungen einzuführen. Es wurde dazu  eine Stunden- bzw. Personalaufstockung beantragt, falls die zusätzlichen  Aufgaben nicht durch das vorhandene Personal abgedeckt werden können. Über diesen Antrag muss jedoch noch vom Gemeinderat entschieden werden.

 

 

 

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Monday, 27. october 2014 1 27 /10 /Okt. /2014 17:40

TheaterBorchert 33 Finale 04  

Das P-Seminar-Theater der Q12 des Gymnasiums Veitshöchheim faszinierte die Zuhörer  in der Schulaula mit der Inszenierung des  Dramas "Draußen vor der Tür" des deutschen Schriftstellers Wolfgang Borchert, das am 21. November 1947 in den Hamburger Kammerspiele uraufgeführt wurde. Borchert starb einen Tag vor der Uraufführung im Alter von 26 Jahren.

Link auf Foto-Album


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Im Zentrum der Handlung steht der deutsche Kriegsheimkehrer Beckmann (überzeugend dargestellt von Abdurrahman Billican) , dem es nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft in Sibirien nicht gelingt, sich  im zerstörten Hamburg wieder ins Zivilleben einzugliedern. Beckmann, der stets nur bei seinem Nachnamen genannt wird, ist körperlich lädiert, besitzt nur noch eine Kniescheibe, humpelt, hat Hunger und friert. Seine äußeren Kennzeichen sind ein alter Soldatenmantel und eine mit Bändern befestigte Gasmaskenbrille, ein Kriegsutensil, mit dem sich der kurzsichtige Beckmann nach dem Verlust seiner Brille behelfen muss. Während er noch durch die Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs geprägt ist, haben seine Mitmenschen die Vergangenheit längst verdrängt. Auf den Stationen seiner Suche nach einem Platz in der Nachkriegsgesellschaft richtet Beckmann Forderungen nach Moral und Verantwortung an verschiedene Personentypen, hadert mit Gott und der Welt und den Tod  (Elisabeth Rudi). Es ging allen Zuhörern schon an die Nieren, denn Beckmann bleibt am Ende von der Gesellschaft ausgeschlossen und erhält auf seine Fragen keine Antwort.


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Im Gegensatz zum todtraurigen Stück brachten die Q12ler im Vorspiel kabarettmäßig die Zuhörer mit der eher unbekannten, fröhlichen Seite Borcherts aus seiner Biografie und seinem Wirken in seiner Heimatstadt Hamburg wie die quakenden Frösche zum Lachen,

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auch mit  Sprüchen wie "Hahnenschrei und Morgenrot, die Nacht ist tot"

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und dem Zitieren seiner Gedichte.


Das Drama

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Mit Sirenengeheul, wie im Krieg, startete dann die Aufführung von "Draußen vor der Tür" mit dem Prolog "Ich bin der Nebel" von Hannes Breunig und "Ein Mann kommt nach Deutschland".

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Beckmann schwimmt in der Elbe. Er ist in den Fluss gesprungen, um sein Leben zu beenden. Die Elbe erscheint ihm in Gestalt einer alten, resoluten Frau (Elfidan Tüptük). Beckmann begründet den Entschluss seines Suizidversuchs: Er hungere, humpele und das Bett seiner Frau sei von einem anderen besetzt. Doch die Elbe weist Beckmann zurück. Sein junges Leben sei ihr zu armselig. Erst wenn er tatsächlich am Ende sei, dürfe er wiederkehren. Stromabwärts wirft sie ihn bei Blankenese ans Ufer.

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Beckmann liegt am Strand. Zu ihm tritt ein Fremder (Amir Narymany Shandy), der sich der „Andere“ nennt. Er sei derjenige, der stets an Beckmanns Seite stehe, dem dieser niemals entkommen könne. Er sei der Ja-Sager, der Optimist, der immer an das Gute glaube und Beckmann antreibe, wenn dieser nicht mehr weiter wolle. Beckmann weist die Lebensbejahung des Anderen zurück. Er erklärt, warum er keinen Vornamen mehr habe: Bloß „Beckmann“ habe ihn seine Frau genannt, als er nach drei Jahren heimgekehrt sei und sie an der Seite eines anderen Mannes vorgefunden habe. Und er berichtet von seinem Kind, das tot unter den Trümmern liege, ohne dass er es je gesehen habe. 

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Eine junge Frau tritt hinzu. Das Mädchen (Corinna Vogg), so ihre Rollenbezeichnung, hat Mitleid mit Beckmann, weil er so traurig aussehe. Sie nennt den nassen und frierenden Mann zärtlich „Fisch“ und nimmt ihn mit nach Hause. Zurück bleibt der Andere, der über die Menschen sinniert: Eben wollen sie sich noch umbringen, doch die Begegnung mit einer Frau genüge, sie wieder lebendig zu machen.

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In ihrer Wohnung macht sich das Mädchen über Beckmanns Aussehen lustig. Mit seiner Gasmaskenbrille erinnere er sie an ein Gespenst. Sie nimmt ihm die Brille ab, ohne die er hilflos ist, und überlässt ihm die Jacke ihres Mannes, der seit drei Jahren in Stalingrad vermisst sei. Beckmann fühlt sich unbehaglich in der zu weiten Jacke des Fremden.

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Plötzlich hört er das klopfende Geräusch von Krücken, und der Einbeinige (Tillman Seitz) taucht auf, ruft vorwurfsvoll Beckmanns Namen und verlangt seine Jacke und seine Frau zurück. Beckmann flüchtet aus der Wohnung.

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Der Andere hält Beckmann davon ab, erneut den Weg zur Elbe zu suchen. Beckmann erklärt, dass er im Krieg der Unteroffizier des Einbeinigen gewesen sei, dessen Verstümmelung er auf seinen Befehl, die Stellung zu halten, zurückführt. Auch für den Tod von elf Soldaten eines ihm anvertrauten zwanzig Mann starken Aufklärungstrupps fühlt er sich verantwortlich. Der Andere schlägt vor, Beckmanns ehemaligen Oberst zu besuchen und ihm die Verantwortung zurückzugeben.

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Der Oberst (Maximilian Delitzsch) sitzt mit seiner Familie beim Abendessen. Seine Frau (Mia Simon) und Tochter (Klara Zezula) gruseln sich vor Beckmann, der Schwiegersohn (Marco Hausknecht) gibt sich überlegen. Beckmann berichtet dem Oberst von einem Traum, der ihn jede Nacht verfolge: Ein General spiele mit Armprothesen auf einem Xylophon aus Menschenknochen den Einzug der Gladiatoren und Alte Kameraden. Zur Marschmusik erhebe sich eine unübersehbare Menge von Soldaten aus ihren Gräbern. Der General übergebe Beckmann die Verantwortung für die Armee der Toten, die fortwährend seinen Namen brülle, bis Beckmann im Schlaf aufschreie und davon erwache.

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Beckmann verlangt vom Oberst, die Verantwortung für die zwanzig Mann zurückzunehmen, die dieser ihm einst übertrug. Danach hofft er, endlich ruhig schlafen zu können. Als der Oberst erkennen lässt, dass der Begriff der Verantwortung für ihn bloß eine Floskel ist, fragt Beckmann nach der Anzahl der Toten, die den Oberst nachts besuchen. Der Oberst lacht laut auf und tut Beckmanns Auftritt als Kabarettnummer eines Komikers ab. Er gibt dem schäbig gekleideten Besucher den Rat, erst einmal wieder ein Mensch zu werden. Beckmann schreit auf, ob der Oberst samt seiner Familie denn Menschen seien, greift sich Brot und eine Flasche Rum und geht ab.

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Nach Genuss des Alkohols sieht auch Beckmann die Welt als lachhaften Zirkus und spricht in der Hoffnung auf einen Broterwerb in einem Kabarett vor. Er trägt einen sarkastisch umgedichteten Kriegsschlager vor. Doch der Direktor des Kabaretts (Kristina Moers) fürchtet, Beckmann könne ihm sein Publikum vergraulen. Der Vortrag ist ihm zu wenig heiter und gelassen, zu deutlich und plakativ. Auf Beckmanns Einwand, er beschreibe doch die Wahrheit, entgegnet der Direktor, Wahrheit und Kunst hätten nichts gemein; von der Wahrheit wolle niemand mehr etwas wissen. Beckmann wird bitter und geht.

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Erneut will Beckmann in die Elbe, doch wieder hält ihn der Andere zurück. Er erinnert Beckmann an seine Eltern. Der macht sich mit neu erwachter Hoffnung auf den Weg zu seinem früheren Zuhause.

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Vor der Wohnungstür seiner Eltern bemerkt Beckmann ein fremdes Namensschild. Eine Frau Kramer (Charleen Diker) öffnet und teilt ihm reserviert mit, die Wohnung gehöre nun ihr. Dann wird sie leutselig und erzählt Beckmann, dass sich seine Eltern umgebracht hätten, weil der Vater ein aktiver Nazi gewesen sei und man ihm nach dem Krieg Pension und Wohnung genommen habe. So hätten sich die beiden selbst „entnazifiziert“. Frau Kramer bedauert lediglich das dabei verschwendete Gas.

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Beckmann sinkt verzweifelt und entkräftet auf den Stufen vor der Tür zusammen.

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Ein Traum konfrontiert Beckmann noch einmal mit den Figuren des Stücks. Er fragt Gott (Maria Ruppel), wer ihn eigentlich einen „lieben Gott“ genannt habe, und wann er während des Kriegs lieb gewesen sei. Gott verteidigt sich, die Menschen hätten sich von ihm abgewandt, und er geht mit Klagen um seine armen Kinder ab.

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Der Tod tritt als Straßenfeger (Nathalia Nazarenko) in Erscheinung und verspricht Beckmann, seine Tür stehe ihm jederzeit offen.

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Der Andere versucht, Beckmann aus dem Traum zu reißen. Er will Beckmann überzeugen, dass die Menschen gut seien und an seinem Tod nicht achtlos vorbei gehen.

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Doch eine Person des Stücks nach der anderen zieht an dem am Boden liegenden Beckmann vorüber. Für den Oberst ist er bloß einer, der sowieso vor die Hunde gegangen wäre.

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Der Kabarettdirektor sieht Beckmann als prädestiniert für tragische Rollen, leider wolle die heute keiner mehr sehen.

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Frau Kramer geht der „Junge“ ans Herz, doch sie gibt sich robust, man könne nicht jeden beweinen. Beckmanns Frau geht in der Umarmung mit einem anderen Mann vorbei, ohne ihn zu erkennen.

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Schließlich erscheint das Mädchen. Sie hat Beckmann seit ihrer Begegnung gesucht und will mit ihm lebendig sein.

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Doch in ihrem Gefolge erscheint der Einbeinige. Er ist in die Elbe gegangen, als er Beckmann bei seiner Frau vorfand. Jetzt fordert er von Beckmann, den Mord an ihm nicht zu vergessen.

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Beckmann wacht auf. Er ist allein. In einer letzten Anklage resümiert er seine Heimkehr und prangert an, dass man jeden Tag morde und gemordet werde. Er fragt nach dem Sinn des Lebens und seines Weiterlebens, verlangt nach Antworten, ruft nach dem Anderen und nach Gott, doch beide schweigen. So endet er mit dem dreifachen Aufschrei, ob denn keiner Antwort gebe.


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Minuten andauernder  Applaus und Jubel belohnte die grandiose Aufführung des Theater-Ensembles.  

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Zum Gelingen bei trug auch die tolle Licht- und Ton-Technik (Daniel Jander - Bildmitte)


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P-Seminarleiterin Irmgard Ellinger sagte: "Da bleiben mir die Worte weg nach dieser wunderbaren Vorstellung." Vor allem als sie gesehen habe, dass alles wie aus einem Ruck gesessen habe, da habe ihr schon der Atem gestockt. Alles was ihre Schüler da rein gegeben hätten, von ihrer ganzen Kraft und ihrer vielen Freizeit, sei phänomenal. Sie seien in eine Rolle geschlüpft und hätten davor die Verantwortung übernommen, die sie eigentlich gar nicht haben wollten, denn so zerbrechlich wolle niemand sein.
Sie platze deshalb vor Stolz über die Leistungen ihrer Schützlinge, die in diesem Seminar etwas so Tolles vollbracht hätten.  Dabei hätte nur ein kleiner Teil  der 16 Schüler aus den zwölften Klassen schon Theatererfahrung gehabt. 


 

TheaterBorchert 01 Corinna Vogg Hamburg Maedchen 01 TheaterBorchert 01 Corinna Vogg Hamburg Maedchen 03 
Wie Corinna Vogg in ihrer Einführung dazu ausführte, hätten sich in den zehnten Klassen, als es darum ging, ein P-Seminar-Projekt auszuwählen, so viele Schüler für dieses Theaterprojekt interessiert, dass die 16 zu besetzenden Rollen ausgelost werden mussten. Die Truppe sei eine verschworene Gemeinschaft geworden und habe sich auch trotz vieler Strapazen und Eskapaden immer wieder zusammengerauft. In den letzten Wochen vor der Aufführung seien sie ständig in der Schule gewesen und hätten auch an den Abenden und Wochenenden intensiv geprobt. Vogg: "Wir haben uns tagein tagaus damit beschäftigt, was Krieg anrichtet und wie er Menschenleben verändert." Dies habe sie alle sehr mitgenommen.


TheaterBorchert Spende Baerbel Franz Feriendorf Internation

Das habe die Gruppe auf die Idee gebracht, die Hilfsorganisation "Friedensdorf International" mit dem Großteil der Einnahmen zu unterstützen. Wie Bärbel Franz von der Koordinationsstelle Sommerkahl bei Aschaffenburg ausführte, geben die Hilfseinsätze ihrer Organisation verletzten und kranken Mädchen und Jungen, die in ihren von Kriegen und Krisen heimgesuchten Heimatländern nicht behandelt werden können, eine Chance durch eine Behandlung in deutschen Kliniken zu überleben, so auch in Würzburg im Juliusspital und in der Uniklinik. Sie bietet Hilfe zur Selbsthilfe durch Projekte in den Heimatländern der Kinder.


Für Schulleiter Dieter Brückner war die Aufführung ein doppelter Anlass sich zu freuen: Zum einen, dass aus P-Seminaren als Endpunkt einer langen, langen Arbeit beginnend mit der Auswahl eines Stückes, der Auseinandersetzung mit der Literaturgeschichte und der Einstudierung derart vorzeigbare Projekte werden . "Wow" habe er sich gedacht, als er von der Auswahl von Borcherts Drama hörte. Es gehöre viel Mut dazu, denn laut Untertitel sei es „Ein Stück, das kein Theater spielen und kein Publikum sehen will“. Gleichwohl wurde es ein großer Erfolg und machte den bis dahin unbekannten Borchert berühmt. Viele Zeitgenossen konnten sich mit Beckmanns Schicksal identifizieren. Borcherts Stück wurde als Aufschrei einer zuvor schweigenden, als verloren geltenden jungen Generation gewertet, die verheizt worden ist und die mit dem Leben nach ihrer Rückkehr nicht zurechtkamen. Das Drama gilt heute als eines der wichtigsten Nachkriegsdramen und seine Aussagekraft hat angesichts der vom Krieg aus Afghanistan zurückgekehrten traumatisierten deutschen Soldaten auch heute noch aktuelle Bedeutung.


TheaterBorchert 33 Finale 01a

So wünschte sich denn auch Hauptdarsteller Abdurrahman Billican am Ende, dass die Zuschauer mit nach Hause nehmen, dass nicht nur der Zweite Weltkrieg und was damals in Deutschland passiert ist, schrecklich war. Vielmehr würden aktuell vor unserer Haustür die Bilder aus dem syrischen Kobane mit mehr als 800 Toten in den letzten 40 Tagen und anderen Kriegsschauplätzen wie in Palästina und der Ukraine offenbaren, dass nach wie vor viele Menschen "Draußen vor der Tür" stehen.

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Monday, 27. october 2014 1 27 /10 /Okt. /2014 09:52

SMSV Musik zum Feierabend in der Buecherei 01

„ Eine tolle Idee“ hörte man von den begeisterten Zuhörern, darunter auch Bürgermeister Jürgen Götz, „Musik zum Feierabend“ im schönen Ambiente der Bücherei im Bahnhof weiter zu führen. Von der Sing- und Musikschule Veitshöchheim zeigten KlavierschülerInnen unterschiedlicher Altersgruppen ihr Können.Von Liedern über klassische Stücke, Tänze, bis hin zu Popsongs der Charts reichte das Programm der jungen Künstler (von links nach recht :Anton Höfler, David Weidner, Julius Kaiser, Mia Baier, Finn Becher, Alina Becher, Benedikt Werner, Silas Mülle)

SMSV Musik zum Feierabend in der Buecherei 07

Alina und Finn Becher 4- händig

SMSV Musik zum Feierabend in der Buecherei 06

Anton Höfler

SMSV Musik zum Feierabend in der Buecherei 05

Julius Kaiser

SMSV Musik zum Feierabend in der Buecherei 04

David Weidner

SMSV Musik zum Feierabend in der Buecherei 03

Benedikt Werner,

SMSV Musik zum Feierabend in der Buecherei 02

Silas Müller

Fotos C. Stibi

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Monday, 27. october 2014 1 27 /10 /Okt. /2014 09:38

Diakon Weihe  

Am Sonntag führte Veitshöchheims Pfarrer Borawski im Gottesdienst in der Vituskirche  Alexander Jansen als Diakon ein und wiederholte die Worte des Bischofs „Empfange das Evangelium Christi, zu seiner Verkündigung bist du bestellt.“  Alexander Jansen war tags zuvor nach seinem eineinhalbjährigen jährigen Praktikum in der Pfarrgemeinde Veitshöchheim im Kiliansdom zum ständigen Diakon geweiht worden. Als Geschenk überreichte ihm Pfarrer Borawski eine begleitende Literatur zu den Themen Hochzeit, Taufe, Beerdigung.

Foto: C. Will

 

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Saturday, 25. october 2014 6 25 /10 /Okt. /2014 23:56

KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Haendedruck General Schuett  KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Haendedruck General-Kopie-1

Divisions-Kommandeur Generalmajor Bernd Schütt (Mitte) verabschiedete bei einem feierlichen Appell in der Balthasar-Neumann-Kaserne seinen Stellvertreter Brigadegeneral Ernst Otto Berk (rechts)  und hieß dessen Nachfolger  Brigadegeneral Andreas Helmut Hannemann (links) herzlich willkommen.

 

MP 29.10.14 BerkAbschiedsAppelljpg Link auf Mainpostartikel vom 29.10.2014 (pdf)

KdoWechselBWVhBerkHannemann 10 Unterstellung 

Integriert in das militärische Zeremoniell war die Unterstellung  des nicht aktiven Pionierbataillons 905 in Ingolstadt (ein gekaderter Reservisten-Verband) unter das von Berk an Hannemann gewechselte Kommando der Divisionstruppen unter Verleihung eines Fahnenbandes.

KdoWechselBWVhBerkHannemann 05 Fahenbaender 1 KdoWechselBWVhBerkHannemann 05 Fahenbaender 1a KdoWechselBWVhBerkHannemann 05 Fahenbaender 2

Solche erhielten durch den Divisionskommandeur auch das Sicherungsbataillon 12, das Artilleriebataillon 131 und  das Artillerielehrbataillon 345, die alle zusammen mit ihren Abordnungen und denen des Stabes der Division Süd (zukünftige 10. Panzerdivision) und der Stabs- und Fernmeldekompanie der Division die Paradeaufstellung bildeten. 

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Bereits zum dritten Mal innerhalb von vier Monaten waren  in der Balthasar Neumann Kaserne zahlreiche zivile und militärische Ehrengäste auf einer jeweils eigens aufgebauten Tribüne auf dem Exerzierplatz Schauspiel eines militärischen Spektakels (bei der Bundeswehr "Appell" genannt). Sie bekundeten damit erneut ihre Verbundenheit zur Truppe.

Anlass war zuvor im Juni die Auflösung der Division Luftbewegliche Operationen. Dabei wurde der neuen Veitshöchheimer Division Süd die Truppenfahne der 10. Panzerdivision übergeben und die Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ und die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ in die Division aufgenommen wurden  (Link auf Bericht auf Veitshöchheim News).

Im August wurde dann Divisionskommandeur Benedikt Zimmer nach nur 20 Monaten Tätigkeit in Veitshöchheim durch  Generalmajor Bernd Schütt ersetzt.  (Link auf Bericht auf Veitshöchheim News).

KdoWechselBWVhBerkHannemann 08 Einmarsch 1 KdoWechselBWVhBerkHannemann 08 Einmarsch 2

Während beim letzten Appell noch die Sonne vom Himmel strahlte, zogen nun  beim Einmarsch der Ehrenformation  Nebelschwaden über den Platz.

KdoWechselBWVhBerkHannemann 07 HMK Vh 3 KdoWechselBWVhBerkHannemann 07 HMK Vh 2 KdoWechselBWVhBerkHannemann 07 HMK Vh 1

Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim unter der Leitung von Oberstleutnant Burkard Zenglein und dahinter die Fahnen-Abordnungen der angetretenen Verbände waren zunächst nur schemenhaft erkennbar.

KdoWechselBWVhBerkHannemann 09 Befehl Chef des Stabes 1 KdoWechselBWVhBerkHannemann 02 Letzte Meldung an Berk

Die Paradeaufstellung befehligte der Chef des Stabes der Division Süd, Oberst i.G. Robert Sieger. Dieser erstattete dann  Meldung an Ernst-Otto Berk, den Chef der Divisionstruppen und stellvertretenden Divisionskommandeur.


Abschiedsrede General Ernst-Otto Berk

KdoWechselBWVhBerkHannemann 02 Abschied Berk 2

Der scheidende Brigade-General Ernst-Otto Berk vermittelte in seiner Abschiedsrede seinen Gästen einen Eindruck, was den Soldaten abverlangt werde, wenn sie ihren Auftrag, zum Wohle unseres Landes zu erfüllen haben.

bwwolskiberkhubschrauber

Als Berk im April 2009 in Veitshöchheim das Kommando der Divisionstruppen der damaligen DLO übernahm, standen auf dem Platz die Abordnungen von drei Heeresfliegerverbänden und einem Fernmeldebataillon, überflogen zum Abschluss Hubschrauber aller Typen im Heer zum Gruß diesen Appellplatz. Die nunmehr auf dem Platz im Karree angetretenen Abordnungen der Divisionstruppen bildeten dazu den krassen Gegensatz. Nichts dokumentiere mehr, so Berk, die tiefgreifenden strukturellen Veränderungen in kürzester Zeit im Heer im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr.Alle hier angetretenen Truppenteile seien davon betroffen.  Die Umgliederungsmaßnahmen hätten für Hunderte seiner Soldaten Personalveränderungen mit weitreichenden sozialen und finanziellen Folgen, wie Umzug, Schulwechsel, Arbeitsplatzverlust des Partners, Verlassen des eigenen Hauses, Wochenendbeziehung und vieles mehr bedeutet.  Dies alles sei von der Truppe mit Würde und Loyalität getragen worden.

Wenn sich Berk nun zur Ruhe setzt, kann er auf eine lange Karriere bei der Bundeswehr zurück blicken, vor fast 40 Jahren als Zugführer, als Einheitsführer vor 35 Jahren, als Bataillonskommandeur vor rund 20 Jahren und als Brigadekommandeur vor zehn Jahren. Er bestätigte seinen ihn unterstellten Führern und Unterführern in allen Ebenen sich mit  großen Einsatzwillen und Leistungsbereitschaft dafür einsetzen, das Beste zu erreichen. Berk: "Es war eine Freude mit allen zusammenzuarbeiten. Alle haben unter schwierigen Bedingungen Hervorragendes geleistet."

Berk bedauerte, dass die Soldaten des Heeresmusikkorps Veitshöchheim seit einem Jahr nicht mehr zu seinen Divisionstruppen gehören mit den Worten: "Wir haben eine Allzweckwaffe mit großer Durchschlagskraft verloren."

Für Berk selbst war dieser Tag etwas Besonderes. Er verlässt nach etwas mehr als 43 Jahren die Bundeswehr und das Deutsche Heer. Das waren nach seinen Worten alles in allem sechs lehrreiche Jahre der Ausbildung, acht spannende und besonders aufregende Jahre in Ministeriumsverwendungen, wo er erlebt habe wie Politik wirklich gemacht wird, weiter neun interessante und privilegierte Jahre in der NATO-Verwendung. Die schönste Zeit aber habe er rund 20 Jahre in der Truppe verbracht. Hier habe er erlebt, was ein Ministerium und Truppenstäbe nicht bieten können, nämlich militärische Heimat. Es sei für ihn eine Freude gewesen, Soldaten aller Dienstgrade zu erleben, die sich mit ihren Aufgaben in beispielhafter Weise identifizieren und das Beste wollten. Einheitsführer und Bataillonskommandeure seien zupackende und einfallsreiche Führer und für ihn kritische, aber auch zuverlässige Kameraden. Berks Appell an alle, die weiter Führungsaufgaben in der Bundeswehr wahrnehmen: "Sorgen Sie dafür, dass Sie diese Haltung und Einstellung bewahren und in der schwierigen Zeit des Übergangs und der Umgliederung die Substanz des militärisch-handwerklichen Könnens nicht verloren geht." Es gelte mit größter Aufmerksamkeit und Sorgfalt das Zusammengehörigkeitsgefühl und dem Wissen um das Einstehen füreinander und das vom Mannschaftsdienstgrad bis zum Generalsrang geprägte Band der Kameradschaft.

KdoWechselBWVhBerkHannemann 07 HMK Vh 2 KdoWechselBWVhBerkHannemann 07 HMK Vh 1

Im Anschluss an Berks Rede spielten ihm zu Ehren die Heeresmusiker Alois Wimmers Konzertmarsch "Pro Patria".

KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Meldung DivKdr Schuett 1

Nach seiner Rede erstattete Berk letztmals Meldung an seinen Chef,

KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Frontabschreiten 4  KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Frontabschreiten 2 KdoWechselBWVhBerkHannemann 01 Frontabschreiten 1

um dann mit diesem unter den Klängen des Bayerischen Präsentiermarsches die Front der Paradeaufstellung abzuschreiten.


Ansprache des Divisions-Kommandeurs Bernd Schütt

KdoWechselBWVhBerkHannemann 02 Rede Schuett 1

Das zurückliegende Jahr war nach den Worten des Divisionskommandeurs im Wesentlichen geprägt mit Auflösung, Umgliederung und Unterstellungswechsel. Seit Ende des Sommers liege nun der Schwerpunkt klar auf dem Auftrag als Leitdivision für alle Auslandseinsätze des Deutschen Heeres im kommenden Jahr. Die Aufstellung und Ausbildung des deutschen Einsatzkontingents für Afghanistan, dem Kosovo, in Somalia, in Mali und in der Ukraine sowie die Aufstellung eines Kampftruppenverbandes für die schnelle Einsatztruppe der NATO bestimmen Rhythmus und Durchschlag in diesem und im nächsten Jahr hier in Veitshöchheim wie auch in den Standorten der Division. Es werden im nächsten Jahr laut Kommandeur dann 4.000 Kameraden der 18.000 Mann zählenden 10. Panzerdivision im Einsatz sein. Darüber hinaus übernimmt die Division die Ausbildung von Soldaten aus Georgien, in der Mongolei und ab nächstem Jahr voraussichtlich auch in Polen. Einen großen Anteil an der Erfüllung dieser Aufträge haben nach Schütts Worten die Divisionstruppen, die durch ihre Abordnungen hier im Karree präsent waren und dem Appell einen würdigen Rahmen gaben.

Nach dem ersten Abschnitt seiner Rede vollzog Schütt den Unterstellungswechsel des seit 2008 gebildeten nichtaktiven Pionierbataillons 905 mit insgesamt 262 Dienstleistenden in Ingolstadt, Holzminden und Gera von der Gebirgsjägerbrigade 23 zum Kommandeur der Divisionstruppen. Gleichzeitig verlieh er den vorstehend beschriebenen Truppenteilen die Fahnenbänder als Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur neuen 10. Panzerdivision.

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Vor dem Eintreten der Fahnenabordnungen erklang der Divisionsmarsch, der Fridericus-Rex-Grenadiermarsch.

KdoWechselBWVhBerkHannemann 03 Abschied Berk 1

Nach dem zweiten Teil seiner Ansprache entband dann der Divisionskommandeur seinen Stellvertreter vom Kommando der Divisionstruppen und übertrug es auf dessen Nachfolger Brigadegeneral Hannemann.

Schütt würdigte ausführlich die herausgehobenen Führungsaufgaben, die Ernst-Otto Berk wahrzunehmen hatte. Auch auf internationalem Parkett war er zu Hause, mit Verwendungen im NATO-Hauptquartier in Brüssel 1999 wie auch im Allied Command Transformation in Norfolk im US-Staat Virginia bevor er im April 2009 nach Veitshöchheim kam. Hier war der 62jährige  gebürtige Westerwälder  bereits von 1991 bis 1993 als einer der letzten Kommandeure des Fernmeldebataillons der Ende März 1994 aufgelösten 12. Panzerdivison tätig. Der Brigadegeneral hatte im Einsatz 2005 das Kommando über das deutsche Einsatzkontingent der ISAF VII im afghanischen Kabul

Seit mehr als fünf Jahren hat General Berk die traditionsreiche Geschichte hier am Standort mit Sachverstand, reicher Erfahrung, nie nachlassender Einsatzbereitschaft und einem mehr als beispielhaften persönlichem Engagement maßgeblich mitgeprägt und dabei mit Herz, klarem Anspruch und mit Menschlichkeit geführt. Die Soldaten der Divisionstruppen hätten sich stets auf sein präzises Urteil verlassen können und einen ebenso fordernden, wie sachverständigen und menschlichen Kommandeur vor sich zu haben.

Gerade in Zeiten des Umbruchs und der Neufindung sei Berk stets ein Garant für Sicherheit und Kontinuität für seine Männer und Frauen, wie auch für seine Vorgesetzten gewesen. Die Division und er ganz persönlich verlieren einen wertvollen und bewährten Stellvertreter. Sein fachlicher Rat, seine Kenntnis des Standortes und sein sicheres Gespür für die Besonderheiten der Truppe und die des militärischen Berufes, aber auch die feste Einbindung in das politische und das gesellschaftliche Umfeld hätten er und seine Vorgänger stets hoch geschätzt. Er habe die Jahre des Wechsels, der Umgliederung und des Übergangs von der DLO zur heutigen Kampftruppen-Division mit viel Arbeit und Herzblut begleitet und während der einjährigen Abwesenheit von Generalmajor Erhard Drews im Kosovo die Division geführt. Er habe großen Anteil am Erfolg der Division hier in Veitshöchheim, an der erfolgreichen Umgliederung und Neuaufstellung der Division. Darüber hinaus habe er als Standortältester die Bundeswehr vor Ort beispielhaft repräsentiert und sich mit seinem eigenen Engagement auch dieser herausfordernden Aufgabe gewidmet. Er habe dabei stets großen Wert auf Tradition und die Verankerung der Bundeswehr in der Region gelegt.


KdoWechselBWVhBerkHannemann 03 Willkomen Hannemann

Der Divisionskommandeur übergab dann das Kommando der Divisionstruppen an den 52jährigen, in Lüneburg wohnenden Brigadegeneral Andreas Helmut Hannemann.

Seit 1981 bei der Bundeswehr hat er bis 1986 ein Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Bundeswehr-Uni in Hamburg absolviert. Auch er hat reichhaltige Erfahrungen gesammelt bei Verwendungen im Verteidigungsministerium, als Lehrgangsleiter an der Führungsakademie der Bundeswehr sowie bei der ISAF als Verbindungsoffizier in Kabul. Zuletzt war er zweieinhalb Jahre Kommandeur der Luftlandebrigade 26 in Saarlouis.

Nach Meldung der Übernahme der Divisionstruppen durch ihren neuen Kommandeur endete das militärische Schauspiel nach Erklingen von Bayern- und Nationalhymne mit dem Ausmarsch der Ehrenformation.


Abschieds- und Antrittsbesuch im Veitshöchheimer Rathaus

BerkVerabschiedung 1

Einen Tag vor dem Appell hatte der scheidende Brigadegeneral Ernst-Otto Berk  im Rathaus Bürgermeister Jürgen Götz besucht und dabei seinen Nachfolger Brigadegeneral Andreas Helmut Hannemann mitgebracht. Anwesend war auch Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, der während seiner Amtszeit bis Ende April dieses Jahres viele Berührungspunkte mit dem Standortältesten der Bundeswehr hatte.

Berks Nachfolger Hannemann wird die Funktion des Standortältesten bis Ende nächsten Jahres kaum ausüben können. Denn der Brigadegeneral muss bis Ende November noch zu seiner alten Brigade nach Saarlouis und soll dann bis Ende 2015 ein Kommando in Afghanistan übernehmen.

Bürgermeister Götz bedankte sich bei Berk mit einem Geschenkkorb für seinen Einsatz und die problemlose Zusammenarbeit mit ihm als Ansprechpartner der Bundeswehr in den letzten fünfeinhalb Jahren.

Wie Berk verriet, hat es ihm hier offensichtlich sehr gut gefallen. Er habe bereits sein Haus in Berlin verkauft und wolle mit seiner Frau, wie so viele Generäle vor ihm, seinen Ruhestand im Raum Würzburg verbringen und sei dazu derzeit auf der Suche nach einem geeigneten Immobilienobjekt. Künftig möchte er sich ehrenamtlich in der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft engagieren, Vorträge über Sicherheitspolitik in Zusammenarbeit mit der Uni halten, viel reisen, sich um seine Enkel kümmern sowie seinen Hobbys Golfspielen und Bergsteigen nachgehen. Seine letzte Dienstreise führt Berk nächsten Mittwoch nach Berlin, wo ihn Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen nach 43 Jahren Dienst bei der Bundeswehr persönlich in den Ruhestand verabschiedet.


 

Rede von Jürgen Götz als örtlicher Garnisonsbürgermeister beim Empfang nach dem Appell

Wenn der Name Veitshöchheim irgendwo fällt, wird er auch immer wieder mit unserer Bundeswehr in Verbindung gebracht. Veitshöchheim und auch die Region steht zu seinen Soldaten/-innen und pflegen seit nunmehr fast 50 Jahren eine Partnerschaft und ein aufgeschlossenes Miteinander.

Seit dem Jahr 1965 ist Veitshöchheim Garnisonsgemeinde. Unsere Mitbürger in Uniform haben seither das gemeindliche Leben mitgeprägt und mitbeeinflusst. Sie sind in Vereinen und Institutionen aktiv eingebunden und bringen sich mit ein. Viele Berufssoldaten, auch etliche ehemalige Kommandeure der 12. Panzerdivision, sind hier sesshaft geworden und haben nach ihrer aktiven Dienstzeit Veitshöchheim als ihre „neue Heimat“ bezeichnet.

Auch General Berk möchte  ja der Region – vielleicht ja auch unserem Ort in seinem Ruhestand treu bleiben.

Seit 2009 hier am Standort, war er insbesondere in seiner Funktion als Standortältester für den direkten Kontakt der Bundeswehr zur politischen Gemeinde verantwortlich. Somit war  er auch immer der erste Ansprechpartner der Gemeinde wenn es darum ging die Bundeswehr für Veranstaltungen oder Hilfestellungen zu gewinnen, umgekehrt fand er bei der Gemeinde Veitshöchheim stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Bundeswehr.

Viele Formen der Zusammenarbeit und auch gegenseitiger Hilfestellung wurden unter seinem Kommando praktiziert.

Die Verbundenheit zwischen Bundeswehr und Gemeinde hat sich in einer Vielzahl von Veranstaltungen gezeigt, bei welchen sie sich der Bevölkerung geöffnet und präsentiert hat.

General Hannemann gratulierte der Bürgermeister zu seinem neuen Kommando als Kommandeur der Divisionstruppen der Division Süd. Für die schwierige Mission seinen Auftrag in Afghanistan zu erfüllen wünschte er ihm und seinen Soldaten viel Erfolg und eine gesunde Rückkehr nach Veitshöchheim. Er freue sich schon heute auf die dann anstehende, mit Sicherheit gute und konstruktive Zusammenarbeit.

 

 

veröffentlicht in: Bundeswehr - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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Saturday, 25. october 2014 6 25 /10 /Okt. /2014 21:03

Lesescouts 02

Allen Grund zur Freude hatten die Lesescouts des Gymnasiums Veitshöchheim:

Zu Beginn ihres zweitägigen Seminars im Sitzungssaal des Veitshöchheimer Rathauses begrüßte sie Bürgermeister Jürgen Götz und überreichte Jutta Merwald, der Projektleiterin des Lokal-regionalen Lesenetzwerks, einen Scheck über 300 Euro. Götz sprach die Hoffnung aus, dass die Scouts mit „Projekten und Aktionen auch weiterhin aktiv sind und noch viele Veitshöchheimer Bürger begeistern können.“

lesescouts

Doch nicht nur Veitshöchheimer profitieren seit 2008 von den vielfältigen Aktionen der Lesescouts, sondern ebenso die Partnerschulen und –kindertagesstätten rechts und links des Mains. Kein Wunder, dass sich das Lesescout-Projekt im Oktober letzten Jahres den zweiten Platz des Deutschen Vorlesepreises sichern konnte.

Fast auf den Tag genau, ein Jahr später hat die STIFTUNG LESEN das Lesenetzwerk des Gymnasiums Veitshöchheim für den Deutschen Lesepreis nominiert, und zwar in der Kategorie „Herausragendes kommunales Engagement“.

„Was der Grimme-Preis für das deutsche Fernsehen ist, will der Deutsche Lesepreis für die Leseförderung sein“, so erklärt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, die Zielsetzung des mit insgesamt 15 000 Euro dotierten Preises.

Angesichts der hochkarätigen Reihe der Nominierten äußert sich Studiendirektorin Merwald bescheiden: „Entscheidend ist, dass es uns bei immerhin 274 Bewerbungen tatsächlich gelungen ist, uns einen Platz unter den innovativsten Leseförderungsmaßnahmen der Republik zu sichern. Das ist Motivation genug, an der Projektidee einer schulübergreifenden Lesekultur festzuhalten, die nun seit mehr als sechs Jahren bei uns von Jugendlichen in der Rolle der Lesescouts getragen wird.“

Lesescouts 04 

Das jährlich stattfindende Lesescout-Seminar stand damit jedenfalls gleich unter einem glücklichen Stern.

Die rund 30 Schüler, die in diesem Schuljahr als Lesescouts gewonnen werden konnten, absolvierten nicht nur unter der bewährten Leitung von Schauspielerin und Regisseurin Martina Esser ein Stimm- und Sprechtraining, sondern schnupperten auch Verlagsluft.

Lesescouts 04d Arena

Die Scouts waren zu Gast beim Arena Verlag Würzburg, dem offiziellen Kooperationspartner des Lesenetzwerks. Sie sollten nicht nur das Konzept des Verlags näher kennenlernen, sondern auch als junge Kritiker die Arena-Neuerscheinungen unter die Lupe nehmen. Ihr Urteil nimmt der Verlag ernst und veröffentlicht es auf seiner Homepage.

Lesescouts 03

Hochkonzentriert ging es dann im Rathaussaal zur Sache, als die Abiturientinnen Kira von Bosse, Jasmin Steiper und Sophie Becker, selbst einst langjährige Lesescouts des Gymnasiums, die Anfänger in die Geheimnisse einer gelungenen Buchpräsentation einweihten und weitere Tipps und Tricks aus ihrer aktiven Zeit verrieten.

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Ihre eigene Begeisterung für das Projekt, Lesemotivation und die Lust am Buch durch Lesescouts an Kinder und Jugendliche zu vermitteln, konnten die engagierten Ehemaligen sehr schnell auf ihre Nachfolger übertragen. Zur Freude der Projektleiterin, die in der Ausbildung bewusst auf das Vorbild der versierten Lesescouts setzt, versicherten Kira und Jasmin am Ende: „Wir bleiben so lange wie möglich ein Teil des Lesenetzwerks am Gymnasiums Veitshöchheim“.

Nach den Allerheiligenferien wird es für die „Neuen“ dann endlich ernst, sie müssen nämlich die Feuerprobe bei den externen Partner bestehen. Bald darauf heißt es, sich auf das erste Großereignis vorzubereiten: den Bundesweiten Vorlesetag der STIFTUNG LESEN am 21. November.

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Friday, 24. october 2014 5 24 /10 /Okt. /2014 23:14

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Die Feier des Hedwigstages bildete im Veitshöchheimer Altenheim Sankt Hedwig den würdigen Rahmen,  um das außergewöhnliche Engagement des langjährigen Heimbeirats-Vorsitzenden Kurt Scheuring gebührend zu würdigen (auf dem Ehrungsfoto v.l.n.r. Diakon Dirk Rottmann, Dekan Josef Kraft (seit 1.6.2008 in Veitshöchheim im Ruhestand), Kurt Scheuring, Domkapitular Clemens Bieber, Bürgermeister Jürgen Götz und Pfarrer Roberet Borawski)

CaritasehrenehrenzeichenGoldKurtScheuring 02a CaritasehrenehrenzeichenGoldKurtScheuring 02b CaritasehrenzeichenKurtScheuring in Gold durch ClemensBiebe CaritasehrenehrenzeichenGoldKurtScheuring 02c

Auf diesen Fotos überreicht Domkapitular Clemens Bieber in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Würzburg e.V.  dem 82jährigen Urkunde und Anstecknadel für das Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes in Gold als Zeichen der dankbaren Anerkennung für langjährige Mitsorge und Mitarbeit in den Anliegen der Caritas. Es ist die höchste Auszeichnung, die der Caritasverband zu vergeben hat.

CaritasehrenzeichenGoldKurtScheuring 01a

Kurt Scheuring sei allen hier bestens vertraut, so sagte der Domkapitular, ja geradezu mit dem Haus verwachsen. Von Anfang an seit der Eröffnung des Hauses habe er sich hier eingebracht und engagiert, viel Zeit investiert und aufgebracht. Fast täglich kam er bis heute in das 94 Plätze zählende Alten- und Pflegeheim der Caritas, um Senioren auszuführen,  mit ihnen zu reden oder auch finanzielle Unterstützung zu leisten. Ausgestattet mit einem  guten Blick, habe er die Menschen in ihren unterschiedlichen Nöten wahr genommen und sei stets kreativ gewesen, wie man ihnen am besten helfen oder Hilfe herbeiholen könne. Dieses ehrenamtliche Tun verdiene hohe Anerkennung. Mit seinem Tun habe Kurt Scheuring wesentlich dazu zur guten  Qualität des Angebotes im Haus Sankt Hedwg beigetragen. Außer dieser persönlichen Zuwendung und Fürsorge in fast 20 Jahren, übernahm zwölf Jahre lang bis in dieses Jahr für eine Vielzahl von Menschen die Verantwortung  als Vorsitzender des Heimbeirates.  Es sei nur verständlich, wenn er nun aufgrund seines Alters und nachlassender Tatkraft die Verantwortung für den Heimbeirat in andere Hände lege. Bieber fand es  aber ungemein stark, dass er nicht sage, jetzt ist Schluss, sondern sich auch weiterhin als Berater und Betreuer vor Ort einbringen möchte, wenn auch nicht mehr soviel wie bisher.  Dem Domkapitular war es deshalb ein großes Anliegen, dem 82jährigen im Auftrag der Kirche und der Caritas von Herzen zu danken.  

Bieber nutzte die Gelegenheit zu betonen, welch hohen Stellenwert die Vernetzung von beruflichen und ehrenamtlichen Sozialdiensten habe. Das Besondere am "caritas (lateinisch für „Hochachtung, Nächstenliebe, Wohltätigkeit“)" der Kirche sei, dass hier nicht nur Menschen mit einer sehr guten Berufsausbildung professionell sehr Dienste gute leisten, ob in der Altenpflege, ob in der Fürsorge für  Kinder Familien oder Behinderte, für Menschen mit großen Problemen und Nöten oder die derzeit als Flüchtlinge auf der Suche einer Bleibe sind. Diese Dienste würden verstärkt und ergänzt durch ehrenamtlich tätige Menschen. Dadurch könne unvorstellbar viel geleistet werden, was letztlich unbezahlbar sei. Ehrenamtlicher Dienst verdiene deshalb hohe Anerkennung. Um diese auszusprechen, sei der Hedwigstag ein idealer Tag.

CaritasehrenkreuzKurtScheuring Juergen Goetz

Bürgermeister Jürgen Götz würdigte auch aus gemeindlicher Sicht die Verdienste des ehemaligen selbständigen Heizungsbaumeisters, die sich dieser über das Wirken im Altenheim hinaus in der örtlichen Seniorenarbeit erworben hat. So wirkte er sehr aktiv im 1996 gegründeten Arbeitskreis für Senioren (AKS) mit, der jährlich ein vielfältiges Angebot von Veranstaltungen und Ausflügen für die älteren Mitbürger auf die Beine stellt. Er fungiert auch heute noch als Gründungsmitglied und Sprecher des örtlichen Seniorenbeirates und gehörte lange Zeit zu den Kreis von Fahrern, die einmal wöchentlich mit dem Gemeindebus ältere Veitshöchheimer kostenlos zum Einkaufen fahren.

 

Da Kurt Scheuring bis August 2011 auch neun Jahre dem Gemeinderat angehörte und sich auch in vielen örtlichen Vereinen engagierte, war er Anfang 2013 beim Neujahresempfang der Gemeinde bereits als Vorbild für die Ortsgemeinschaft ausgezeichnet worden.

veröffentlicht in: Personen - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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