Thursday, 18. september 2014 4 18 /09 /Sept. /2014 13:01

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Welch hervorragende Nachwuchsarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Veitshöchheim geleistet wird, zeigte den sichtlich beeindruckten INFOGANG-Teilnehmern im Anschluss an den Vortrag des Feuerwehrkommandanten Robert Röhm (Link auf Bericht Teil I) eine Übung der unter den Fittichen von Andrea Knorz und Christian Taupp stehenden Jugendgruppe, bei der es galt einen brennenden Autoreifen zu löschen. Es ist dies normalerweise das Einsatzszenario für eine aktive Löschgruppe.

 

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Zweiter Kommandant Michael Birk stellte die Mitglieder des Löschtrupps, ihre unterschiedliche Schutzkleidung und ihre wahrzunehmenden Aufgaben vor. So fungierten Frederik Jantsch als Gruppenführer (li.), Frank Spanheimer als Maschinist, Timon Dombrowski als Melder, Andre Hahn und Nikolas Conradi als Stoß- und Angriffstrupp, Florian Hölzer und Paul Dossler als Wassertrupp sowie Luis Birk und Niklas Gimperlein als Schlauchtrupp.

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Aufgabe des Löschtrupps war es, die brennenden Reifen eines Autos mit Schaum zu löschen. Diese Aufgabe erledigten die Jugendlichen laut Birk mit Bravour. Die Zuschauer konnten sich ein Bild machen über die Ordnung im Raum, die bei einem solchen Einsatz vonnöten ist und welche Handlungs-Befehle gegeben werden. Zunächst lässt der Gruppenführer seine Leute absitzen und gibt ihnen den Einsatzbefehl. 

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Hier macht sich auch der Feuerwehrkommandant Robert Röhm ein Bild.

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Wasseranschluss am Unterflurhydranten, 

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Installation Verteileranschluss für den Schaum, 

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Anschluss der Schläuche

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und das Löschen kann losgehen,

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Abbau nach getaner Arbeit.

Zum Schluss gab es reichlich Applaus. Wie Birk abschließend betonte, lernt man aber bei der Feuerwehrjugend nicht nur in ihren wöchentlichen Zusammenkünften nicht nur feuerwehrtechnische Dinge, sondern es spielen auch viele soziale und handwerkliche Komponenten eine Rolle.

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Zum Abschluss lud dann Bürgermeister Jürgen Götz alle Infogang-Teilnehmer zum vorbereiteten Imbiss mit Braten und Salaten und auch reichlich Getränken ins Feuerwehrhaus ein.

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Thursday, 18. september 2014 4 18 /09 /Sept. /2014 13:00

infogangGde 13 Feuerwehr Vorstellung 01 

Bei der letzten Station des diesjährigen Informationsganges der Gemeinde im mittlerweile schon 19 Jahre alten Feuerwehrhaus lobte Bürgermeister Jürgen Götz die Leistungsstärke der zurzeit 83 aktiven Einsatzkräfte, die im Vorjahr mit 525 gefahrenen Einsätzen wie keine andere Wehr im Landkreis enorm gefordert waren.

(Link auf Einführung Infogang)

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"Was sind unsere Aufgaben, was machen wir das ganze Jahr über," darüber berichtete der Kommandant ausführlich per Powerpoint-Präsentation. Er stellte dabei auch die Struktur seiner Wehr vor, von den Kommandanten über die Führer der

Löschgruppen, der HvO bis zur Wartung und Pflege des Fuhrparks und der sonstigen Gerätschaften.

Die Besucher waren nach Röhms Vortrag bass erstaunt, wie vielschichtig und umfangreich die im Feuerwehrhaus anfallenden Aufgaben sind und dass dies alles ehrenamtlich bewältigt wird. So kamen im letzten Jahr allein bei der Pflege und Wartung der Gerätschaften 1.159 Stunden zusammen. Neben den ständig steigenden Einsätzen müssen die Floriansjünger auch viel Zeit in Übungen und in ihre Aus- und Fortbildung investieren.

Der Kommandant verdeutlichte: "Bei der Feuerwehr bedeutet Stillstand Rückstand. Wenn wir heute stehen bleiben, sind wir draußen vom Geschäft. Es verändert sich tagtäglich etwas an der Technik und bei den Fahrzeugen und den Ausbildungsmodulen."

Da bei der Tagesalarmierung unter Woche maximal ein Dutzend Aktive greifbar sind, veröffentlichte vor kurzem der Bürgermeister als oberster Dienstherr der Feuerwehr einen Aufruf, dass die Kommandanten dringend weitere Aktive benötigen. Die Zahl der Einsätze hat sich im letzten Jahrzehnt mehr als verdoppelt und die technischen Anforderungen immer größer werden. Für den Gemeinderat und die Verwaltung stehe es deshalb außer Frage, so Jürgen Götz, die Feuerwehr so auszurüsten, dass sie immer auf dem neuesten technischen Stand ist. So wurden im Vorjahr für 17.000 Euro ein neues Boot mit Außenbordmotor und für 19.000 Euro zur Sicherheit der Wehrleute ein Atemschutzprüfgerät angeschafft. Auch im Haushalt 2014 hat der Gemeinderat 88.000 Euro für Anschaffungen der Feuerwehr bereitgestellt,  u.a. für die Anschaffung eines Sprungtuches.

Anforderungen im Detail

Im Vorjahr hatte die seit 2000 bestehende, von Dieter Leimkötter und Simon Försch geführte  Gruppe der Helfer vor Ort (HvO) von den insgesamt 525 Alarmierungen der Feuerwehr allein 302 Hilferufe zu verzeichnen. Um ihre Einsätze in diesen Notfällen weiter zu optimieren und die Zeitspanne zur Erste-Hilfe-Leistung vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes und des Notarztes zu verkürzen, soll für rund 40.000 Euro ein mit Funk ausgestattetes Bereitschaftsdienstauto beschafft werden, das der HvO-Diensthabende dann mit nach Hause nehmen kann. Dazu  hat der Bürgermeister zusammen mit den Kommandanten einen Spendenaufruf gestartet. Bislang gingen daraufhin bereits 10.000 Euro ein.

Bei den 23 Brandeinsätzen im Vorjahr ragte der Großbrand in der Industriehalle einer Recycling-Firma im Neuen Hafen heraus, bei dem allein die Veitshöchheimer Wehr laut Röhm 140.000 Kubikmeter Wasser zur Bekämpfung des Brandherds aus dem Main pumpten. 

Gerufen wird die Feuerwehr auch ständig zu Verkehrsunfällen oder wenn Öl ausgelaufen ist, aber auch zu vielen Kleineinsätzen wie Türöffnungen  oder wenn wie vor kurzem ein Kind seinen Fuß in einer Gartenbank eingeklemmt hat. Es häuften sich immer mehr auch Tierrettungen. So hatte sich beispielsweise ein Schwan durch einen Angelhaken verletzt oder am Schneckenhaus im Hofgarten konnte eine Fledermaus nicht mehr fliegen. Dies alles fällt unter den Begriff der Technischen Hilfeleistung, die im Vorjahr 61 Einsätze verzeichnete. Hinzu kamen im Vorjahr noch 15 Sicherheitswachen bei Veranstaltungen.

Röhm: "Wir fahren aber nicht nur solche Einsätze, sondern wir haben hier im Feuerwehrhaus auch noch jede Menge andere Arbeiten zu tun."  Darunter fällt aufgrund der bestehenden Prüfpflicht durch die überörtliche Aufsicht die sehr aufwändige Wartung und Pflege der zahlreichen Fahrzeuge und Gerätschaften wie etwa der zwölf Atemschutzgeräte sowie des Schlauchdepots.

Um Einsätze und Pflege fachgerecht leisten zu können, sind Schwerpunkte in der Tätigkeit der Feuerwehr Übungen und die Ausbildung. Ständig sind laut Kommandant Feuerwehrleute auf Fort- und Weiterbildung beispielsweise für den Rettungszug der Deutschen Bahn AG, den Atemschutz, der Maschinisten, die Drehleiter oder den sonstigen Fahrzeugen und Sondergeräten, so zuletzt auch zur Bedienung der neuen Funkgeräte, zum Führen des neuen Bootes oder in der Ersten Hilfe für den HvO-Einsatz. Allein der HvO-Grundkurs umfasst 80 Unterrichtseinheiten. Hinzu kommen weitere Lehrgänge der staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg oder Regensburg, monatliche Übungen und alljährlich die Leistungsprüfungen der Aktiven. So übten Aktive zuletzt auch im Wald den Einsatz mit der Motorsäge zur Behebung von Sturmschäden und absolvierten in der Kaserne per Fahrsimulation ein Geschicklichkeitstraining, um bei Einsätzen mit Blaulicht die Fahrzeuge richtig händeln zu können.

Die Kommandantur legt einen Augenmerk auch auf den vorbeugenden Brandschutz, so auf die Brandschutzerziehung  in Schulen, Kindergärten und Betrieben und die Erstellung und Überprüfung von Einsatzplänen und Brandmeldeanlagen. Sie führt für Senioren Absturzsicherungs-Kurse durch.

Daneben stehen auch häufig auch Versammlungen und Besprechungen auf der Tagesordnung, sind Veranstaltungen wie Florianstag und Maibaumaufstellung und die Teilnahme am örtlichen Leben zu bestreiten. Ihr 150jähriges Stiftungsfest groß feiern wollen die Floriansjünger nächstes Jahr über das Pfingstwochenende. Dazu werden freiwillige Helfer gesucht.

Hervorragende Jugendarbeit

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Einen hohen Stellenwert hat die Ausbildung der 21 Jugendlichen im Alter von zwölf bis 18 Jahren an jedem Donnerstag, der sich sechs Aktive annehmen. Die  Jugend muss sich unter den Fittichen von Andrea Knorz selbst verwalten mit eigener Kasse, um die Übernahme von Verantwortung zu lernen. Was die Jugendgruppe schon alles leisten kann, demonstrierte sie im Anschluss an Röhms Vortrag und einem Videofilm über die letzte Einsatz-Übung im BASF-Werk im Neuen Hafen mit einer Löschübung (Link auf eigenen Bericht).

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Tuesday, 16. september 2014 2 16 /09 /Sept. /2014 21:19

  HauptsacheNatur Santra Kohlhepp mit Elisabeth Poma-Kopie-1 HauptsacheNatur Santra Kohlhepp mit Elisabeth Pomazy auf Wa

 Die Veitshöchheimer Friseurmeisterin Santra Kohlhepp ist Mitglied des Forums und Vereins impulsgebender Friseure (F-i-F), alle nachhaltig arbeitend und im Besitz des Diploms zum Ganzheitlichen Haarpraktiker. Den F-i-F-Akteuren gehe es bei ihrer Arbeit zum einen darum, den Kunden nicht durch Haarfärbe- und -Pflegemittel und auch nicht durch deren Einsatz die Natur zu schädigen. Kohlhepp: "Zum anderen wollen wir dem Kunden gegenüber eine gewisse Achtsamkeit erbringen und nicht nur um schnell, schnell Kohle zu machen, sondern ihm das Gefühl zu vermitteln, dass er jetzt für mich im Moment der wichtigste Mensch ist."

Erstmals in Veitshöchheim machte Kohlhepp nun beim F-i-F-Aktionstag mit, den die Mitglieder der Vereinigung einmal im Jahr aus sozialen Gründen veranstalten und hier ihre Dienstleistungen für einen guten Zweck anbieten.

Zu diesem Zweck  überließ sie der Nachbarschaftshilfe und den Pfarreien im Ort Gutscheine im Wert von 44 Euro, damit diese sie an Personen verteilen, die sich ehrenamtlich für die Gemeinschaft engagieren oder nicht so auf der Sonnenseite des Lebens stehen, wie einige Alleinerziehende. Elf Personen nahmen diese kostenlose Angebot wahr und ließen sich von der Haarpraktikerin verwöhnen, beispielsweise mit einen tiefen entspannenden Haare waschen und einer beruhigenden Kopfmassage auf der Waschliege, wie im Bild die mobile Naturfriseurin Elisabeth Pomazy, die Kohlhepp beim Aktionstag unterstützte.

HauptsacheNatur Santra Kohlhepp mit Renate Herold 1 HauptsacheNatur Santra Kohlhepp mit Renate Herold 2 HauptsacheNatur Santra Kohlhepp mit Renate Herold 3

Das ganzheitliche, nachhaltige  Angebot  von Hauptsache Natur weiß auch die Veitshöchheimerin Renate Herold als Kundin zu schätzen: " In Ihrem Salon ist alles reine Natur, sie arbeitet nur mit Produkten in Bio-Qualität, die Haare werden bei ihr im Liegen gewaschen, auf einer extra dafür konzipierten Waschliege, so wird ein ganz normaler Friseurbesuch zu einem richtig ganzheitlichen Wohlfühlerlebnis."


Wie Santra Kohlhepp zur Naturfriseurin und Haarpraktikerin wurde

HauptsacheNatur Santra Kohlhepp am Eingang 1 HauptsacheNatur Santra Kohlhepp am Eingang 2

Nach ihrer Friseurmeisterprüfung vor 18 Jahren machte sich Santra Kohlhepp zunächst als mobile Friseurin selbständig, ehe sie dann 2002 in Helmstadt einen konventionellen Salon eröffnete und sich innerhalb eines Jahres rasch mit Mitarbeitern und Auszubildenden vergrößerte.

Wie sie beim Pressetermin am F-i-F-Tag erzählt, hatte ihre Arbeit sie aber immer weniger zufriedengestellt. Sie habe immer wieder noch nach etwas gesucht. Ausschlaggebender Punkt sei dann gewesen, dass immer mehr Kunden über Allergien klagten oder eine Haarfarbe nicht vertrugen und in Folge Hautreaktionen aufwiesen oder Schwellungen der Lymphbahnen hatten, teilweise aussahen wie Boxer.

Eine schwanger gewordene Freundin habe ihr gesagt, sie dürfe ihre Haare nicht mehr färben, da dies Erbgut verändernd sei. Sie habe sich dann die Frage gestellt: "Warum dürfen wir dann als Friseure überhaupt noch arbeiten, wo wir alltäglich diese Dämpfe einatmen." Sie wollte fortan auch nicht mehr länger von einem Kunden zum nächsten hetzen, sondern sich mehr Zeit für diese nehmen, sie auf natürliche Weise beraten können, ohne dass sie sich, den Kunden oder auch die Umwelt einer Gefahr aussetzt.

Die engagierte Friseurmeisterin suchte daraufhin nach einer Alternative und fand in Aschaffenburg eine Schule, deren halbjährige Ausbildung in Blöcken zu einer ganzheitlichen Haarpraktikerin sie im Oktober 2010 beenden konnte.

In ihrem alten Salon in Helmstadt suchte sie fortan das Erlernte umzusetzen, richtete eine Naturecke ein, veränderte ihre ganze Denkweise und dann auch ihr ganzes Leben. So kam sie wieder in ihre alte Heimat Veitshöchheim zurück und eröffnete hier im November letzten Jahres in der Friedenstraße 8 in der Gartensiedlung ihren neuen Salon "Hauptsache Natur".

 

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Tuesday, 16. september 2014 2 16 /09 /Sept. /2014 16:13

infogangGde 8 Mainfrankensaele 01 infogangGde 8 Mainfrankensaele 04a infogangGde 8 Mainfrankensaele 03

Eine Station des gemeindlichen INFO-Ganges führte auf die Südseite der Mainfrankensäle. Bürgermeister Jürgen Götz hieß hier die planende und bauleitende Architektin Manuela Jatz zur Erläuterung des Bauablaufs willkommen.

Link zur Einführung zum INFO-Gang der Gemeinde

Einführung durch Bürgermeister Jürgen Götz

Aufgrund der Fußbodenarbeiten, die in den Mainfrankensälen momentan im Gang sind, war es nicht möglich, den Stand der Ausbauarbeiten im Innern des Tagungs- und Veranstaltungszentrums in Augenschein zu nehmen.  

Wie der Bürgermeister einleitend ausführte, waren die 1981 eröffneten Säle in die Jahre gekommen. Erste Planungen und Diskussionen zum Umfang einer notwendigen Sanierung gab es bereits 2007.  Im Jahr 2011 gab es auch einen Fraktionsantrag, die Mainfrankensäle zunächst noch zu belassen und anstelle dessen auf der Wiese, also am Standort der Station, einen Neubau nach zeitgemäßen Standards zu errichten und nach dessen Fertigstellung den Altbau abzubrechen und dort die Grünanlagen neu zu schaffen. 

Anstelle entschied sich der Gemeinderat für eine energetische Sanierung mit Erweiterungsbau, zunächst in zwei Bauabschnitten. Diesen Beschluss kippte er dann gegen zwei Stimmen bei der Haushaltsvorberatung 2012.

Götz: "Es war zweifellos die richtige Entscheidung, alles in einem Guss auszuführen."

Erfreulich ist es für das Ortsoberhaupt, dass sich die Baukosten von 13,7 Millionen Euro nur knapp oberhalb des Kostenrahmens bewegen, obwohl zusätzliche Leistungen in Höhe von 1,15 Millionen Euro hinzukamen, sei es durch die Beseitigung der enormen Schadstoffbelastungen oder für ein neues Parkett im Saal, das durch eindringendes Wasser teilweise kaputt gegangen war.

Zwischenzeitlich wurde nach den Worten des Bürgermeisters eine Betreibergesellschaft gegründet, die für den Betrieb der Mainfrankensäle eigenverantwortlich ist. Es ist dies eine hundertprozentige Tochter der Gemeinde, für die Kirsten Stang als Geschäftsführerin und ab Mitte September auch ein Eventmanager tätig sind, Belegungen zu akquirieren. Der Bürgermeister zeigte sich optimistisch, nach der Fertigstellung Ende dieses Jahres schon im Jahr 2015 eine vernünftige Auslastung hinzubekommen. 


Vorstellung des Bauablaufs durch Architektin Manuela Jatz

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Jatz: "Wir befinden uns derzeit voll im Innenausbau". Die Decken seien zum Großteil angebracht, die Wände fast und die Installation der Technik zu 95 Prozent fertig. In der letzten Woche begannen die Bodenbelagsarbeiten, im Foyer Fliesen- und  im Saal die Parkettlege-Arbeiten. Der komplette Saal wurde ebenso wie die Konferenzräume barrierefrei auch für Hörgeschädigte mit einer Induktionsschleifen-Hörhilfeausgelegt. In der Küche sind Estrichschüttarbeiten im Gang.

Nach dem Innenausbau folge dann noch die Endinstallation, so dass Ende November alle Prüfsachverständige kommen können. So bestehe vor der angepeilten Eröffnung Anfang Januar 2015 noch die Chance, um im Dezember noch eventuelle Mängel zu beseitigen oder nachbessern zu können.

Weiter erläuterte die Architektin, dass es im Außenbereich zweckmäßig war, auf der Nordseite alle Asphaltflächen aufzubrechen, um einen Fleckerlteppich zu vermeiden. So gilt es ein neues Entwässerungskonzeptes und weitere Einzelmaßnahmen wie die Erfüllung von Blitzschutzauflagen zu realisieren . So muss auch der nicht mehr zeitgerechte Fettabscheider der Küche abgebrochen und durch einen größeren ersetzt sowie auch neu eine Scherenbühne zur Andienung des Cateringraumes installiert werden.

Man sei jetzt soweit, die Außenflächen unter dem Neubau jederzeit asphaltieren zu können, sich aber entschlossen, in einem Aufwasch auch noch die Flächen auf der Nordseite herzurichten. Hier müssen dann auch noch die Fundamente für die Pfeiler für die vor den Restaurantfenstern noch zu installierende Außenterrasse gesetzt und die Außenhaut des Restaurants für einen Drehflügler-Durchgang zur Terrasse aufgebrochen werden.

Auf dem Bereich, wo die Infogang-Teilnehmer standen, wird laut Jatz in der nächsten Woche aufgrund der Brandschutzauflagen für das Foyer mit dem Bau eines Sprinkler-Gebäudes begonnen. Bedingt d urch den hohen Grundwasserstand ragt dieses zwei Meter aus dem Gelände heraus. Es diene einer Wasservorhaltung von 60 Kubikmeter, während die Pumpentechnik im Haus installiert wird. Die Sprinkleranlage im Freien werde jedoch optisch ansprechend gestaltet und bekomme auf seiner Nordseite auch ein Wasserspiel. Ansonsten werden hier auf der Südseite ausschließlich Grünflächen ohne weitere Parkplätze angelegt. Bezüglich der Parkplatzsituation für die erweiterten Mainfrankensäle hat laut Bürgermeister der Gemeinderat die Verwaltung beauftragt, eine Konzeption auszuarbeiten, auch unter Berücksichtigung des neuen Mainstegs, durch den auf dem Dreschplatz vor den Sälen Parkplätze wegfallen (Link auf eigenen Bericht).

Nicht mehr im Gebäude untergebracht werden konnte das negativ in Erscheinung tretende riesige Lüftungsgerät auf dem Dach des Erweiterungsbaus. Dieses soll jedoch noch durch Lamellen einigermaßen kaschiert werden.

Bezüglich des Bauzeitenplanes äußerte sich Manuela Jatz optimistisch: "Wir liegen im Plan und müssen es schaffen. Es gibt keinen Plan B." Bis zur Eröffnung Anfang Januar sollen auch die Außenanlagen fertig sein, wobei die Anpflanzungen vom Wetter abhängig seien. 

Für das erste Januar-Wochenende kündigte der Bürgermeister die Eröffnung mit verschiedenen Veranstaltungen das ganze Wochenende über an, auch für die Bevölkerung, um die neuen Säle noch vor dem Neujahrsempfang gleich kennen zu lernen.


Vorstellung der Dauerausstellung "Fastnacht in Franken" durch Dr. Martina Edelmann 

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Die Fläche des Foyers hat sich nach den Worten des Bürgermeisters mit nun 640 Quadratmeter mehr als verdoppelt und ist nun fast so groß wie der Saal. Hier im Foyer und angegliederten Tagungsräumen wird es dann die Dauerausstellung WILLKOMMEN IN DER WELT VON FASTNACHT IN FRANKEN als weitere Attraktion der Säle und für Veitshöchheim geben. Jürgen Götz überließ es dann  Dr. Martina Edelmann, die von ihr erstellte Konzeption kurz zu erläutern.

Wie die gemeindliche Kulturreferentin ausführte, wurde vor einiger Zeit in Kitzingen das neue Fastnachtsmuseum eröffnet. Dort wurde die Fastnacht in Franken nicht präsentiert. Deshalb bot es sich an im neuen großen Foyer der Mainfrankensäle als originaler Schauplatz der Sendung „Fastnacht in Franken“ an, diese darzustellen. Ziel sei, auch denen, die nicht regelmäßig an der Kultsendung des Bayerischen Rundfunks vor Ort sein können, Gelegenheit zu geben, diese Luft zu schnuppern. 

Vier inhaltliche Schwerpunkte bilden das Grundgerüst der kostenlos zu besuchenden Ausstellung, ohne ein wissenschaftliches Museum zu sein. Es gehe dabei um die Darsteller auf der Bühne, die Produktion im Hintergrund, das Publikum vor der Bühne und die in Anlehnung an den Hofgarten barocke Theaterbühne. In insgesamt zwölf Stationen werden So werden Streiflichter aus der mehr als 25jährigen Geschichte der Fernsehsendung gezeigt. Darsteller wie Waltraud und Mariechen werden als farbig gefasste Pappmaché-Figuren zu sehen sein. Zwölf Tafeln schildern, wenn die blau-weißen Autos des BR kommen. Ausstellungsbesucher können auf dem Fotopodest der Promis in deren Rolle schlüpfen und sich in diversen Kostüm-Figuren (ohne Kopf)  ablichten lassen. Auch können in einer Sofa-Ecke Ausschnitte aus früheren Live-Sendungen nacherlebt werden. Eine weitergehende Vermittlung von Informationen zum Thema per Audioguide, Tablett-PC oder App für Smartphone sind angedacht, ebenso wie eine eigene Schiene für Aktivitäten bei Kinderbesuchen.

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Tuesday, 16. september 2014 2 16 /09 /Sept. /2014 12:49

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"Wir befinden uns an der Stelle, an der der neue Main-Steg unser Ufer erreichen soll" so begann Bürgermeister Jürgen Götz beim diesjährigen Informationsgang in der Mitte des Dreschplatzes gegenüber dem Aufgang der Mainfrankensäle seine grundsätzlichen Ausführungen zur Planung des Mainsteges, die dann sein Tiefbauingenieur Jürgen Hardecker im Detail erläuterte (die Trasse des neuen Steges verläuft, wie auf dem mittleren Bild zu sehen, vom Bootseinbringer in Margetshöchheim schräg zur Mitte des Dreschplatzes in Höhe des Treppenaufgangs zu den Mainfrankensälen).

Link auf Einführung zum INFOGANG

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Vorgeschichte

Auf diesem Foto ist im Hintergrund rechts der nach den Worten des Bürgermeisters derzeitige wunderschöne Steg zu sehen, der im Juli 1967 unter der Bezeichnung "Ludwig-Volk-Steg" seiner Bestimmung übergeben wurde. Götz: "Dieser Steg ist jedoch nicht behindertengerecht, weil zu steil und auch die Brückenbreite von 2,20  Meter entspricht aus heutiger Sicht nicht mehr so den Vorschriften." Baulastträger des alten Steges ist zu hundert Prozent die Gemeinde Margetshöchheim, wobei sich Veitshöchheim freiwillig mit 25 Prozent der Kosten am Unterhalt beteiligte. Der Ausbau und die Vertiefung der Mainrinne im Jahr 1988 und die Änderung der DIN im Jahr 2003 brachten es mit sich, dass die Anforderungen an die  Anprall-Lasten an den Pfeilern und das Lichtraumprofil sich so erhöhten, dass der Steg diese nicht mehr erfüllte.

Im Jahr 2006 forderte deshalb  das für den Main verantwortliche Wasserstraßenneubauamt in Aschaffenburg die Gemeinde Margetshöchheim zum Handeln auf. Im Gespräch waren u.a. Pfeilervorbauten im Main. Wirtschaftlich war es dann aber am sinnvollsten, einen Neubau zu machen, zumal der Bund und der Freistaat Bayern so hohe Zuschüsse in Aussicht stellten, dass bei beiden Gemeinden ein Eigenanteil von 500.000 Euro übrig blieb.

Dann ging laut Bürgermeister das Drama der Standortsuche los, nachdem sich die Margetshöchheimer vehement dagegen wehrten, den Steg wieder am alten Standort zu errichten. Ebenso stießen die Standortvorschläge weiter mainabwärts auf der anderen Mainseite und in Höhe des Minigolfplatzes hier in Veitshöchheim auf Ablehnung.

Die letztendliche Einigung zwischen beiden Gemeinderäten auf eine Trassenführung in Höhe der Oberen Maingasse hatte zunächst bei uns im Jahr 2011 ein Bürgerbegehren  mit über 1000 Unterschriften zum Erhalt des alten Standortes zur Folge. Aufgrund formaler Mängel wurde dies wieder zurückgezogen. Im April 2011 entschied dann der Veitshöchheimer Gemeinderat mit 18 zu 6 Stimmen, den nunmehrigen Standort zu akzeptieren. Schnell war man sich dann auch mit der anderen Mainseite einig.

Obwohl seit dieser Grundsatzentscheidung inzwischen dreieinhalb Jahre vergangen sind, ist nach den Feststellungen von Jürgen Götz noch nichts passiert, außer dass ein bisschen geplant wurde.


Aktueller Sachstand

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Die Planung und das weitere Procedere erläuterte dann im Detail sein Ingenieur Jürgen Hardecker an Hand der aufgehängten Pläne mit Draufsichten, Längs- und Querschnitten.

Planungs-Vorgaben  waren neben einem Lichtraumprofil von 6,40 Meter eine Fahr-Breite von 3,0 Meter, dass auch Fahrradfahrer drüber fahren und nicht mehr absteigen müssen sowie eine filigrane und leichte Konstruktion.

Aus drei 2011 diskutierten Varianten wurde dann von beiden Gemeinden die nun dargestellte Vorzugsvariante einer ganz normalen Hängebrücke beschlossen. Tragendes Element der Brücke sind die beiden Tragseile, die quasi von den beiden  25 Meter hohen Pylonen rechts und links der beiden Ufer gespannt werden. Diese Tragseile müssen bei den nach hinten geneigten Pylonen nach hinten abgespannt werden, um im Gleichgewicht zu bleiben. Dadurch fallen auf dem Dreschplatz einige Parkplätze weg. Die den Main überspannenden Drahtseile erhalten dann alle drei Meter sogenannte Abhänger-Seile, an deren Fuß Konsolen (Stahlbetonfertigteile) reingelegt werden. Der Belag darauf wird in Dünnschicht draufgegossen.

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Bei der Planung erfüllt wurde die weitere Forderung der Gemeinde Veitshöchheim nach einer geraden Rampenführung entlang dem Mainufer Richtung Rollschuhplatz (Foto rechts). Die letzten 20 Meter sollten zunächst abgewinkelt sein. Wie Hardecker sagte, wurde erst vor kurzem der Gemeinde mitgeteilt, dass dies jedoch aus wasserwirtschaftlicher Sicht nicht geht wegen der Aufstaugefahr. Die Rampen haben barrieregerecht eine Neigung von sechs Prozent und erstrecken sich so bis in Höhe der Skateranlage. Alle Bäume im Rampenbereich müssen leider gefällt werden.

Fußgänger sollen auf kürzestem Weg über eine freistehende Stahl-Treppe den Steg begehen können. Wo am Ufer der gelenkig gelagerte Pylonmast installiert ist, schauen nur noch ein 80 Zentimeter der 14 Meter tiefen Fundamente aus dem Boden hervor. Für die Abspannseile werden wegen der gigantischen Druckkräfte, die hier wirken, gar 16 Meter tiefe Mikro-Bohrpfähle reingebohrt.

Die Beleuchtung soll in den Handlauf der Geländer integriert werden. Zeitgemäß erneuert soll dann ebenso wie der Asphalt auf dem Dreschplatz hier auch die Straßenbeleuchtung einschließlich Beleuchtung des Treppenturmes. 

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Was derzeit zuletzt noch auf Margetshöchheimer Seite diskutiert wurde, war die dortige Rampenführung, die aus technischen Gründen nun doch abgewinkelt Richtung Altort erfolgen soll.  Diese Vorstellungen sind in den der Gemeinde Veitshöchheim vom beauftragten Ingenieurbüro zuletzt übersandten Plänen aber noch nicht eingearbeitet. Hardecker hat sich jedoch zur Erläuterung beim Informationsgang aufgeklebt.

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Sobald nun auch dieser Fakt eingearbeitet ist, soll das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

Der aktuell in dieser Woche von Hardecker eingeholte Terminplan ist der, dass derzeit ein Baubeginn nicht vor Ende 2016  realistisch ist. Es wird mit einer  Bauzeit von anderthalb Jahren gerechnet.

Die zuletzt der Gemeinde benannten Projektkosten, die auch den Abbruch des alten Steges beinhalten, belaufen sich auf 5,1 Millionen Euro. An diesen beteiligt sich zur Hälfte der Bund, so dass für die beiden Gemeinden als Baulastträger ca. 2,5 Millionen Euro übrigbleiben, die vom Freistaat Bayern gefördert werden. Der Fördersatz stehe jedoch noch nicht fest. Beide Gemeinde würden jedoch zunächst von einem Eigenanteil von je 500.000 Euro ausgehen, der bei ihnen verbleibt.

Sobald die Planung für die Planfeststellung klar ist, so Hardecker, werde sich die Gemeinde Veitshöchheim Gedanken über die Neugestaltung der vom Mainsteg tangierten Flächen westlich der Mainfrankensäle machen müssen. Dabei werde auch die Möglichkeit einer Anlegestelle für Kreuzfahrtschiffe geprüft.

veröffentlicht in: Baumaßnahme Mainsteg - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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Monday, 15. september 2014 1 15 /09 /Sept. /2014 15:12

infogangGde 2 Rathaushof 02a infogangGde 2 Rathaushof 02 

An der zweiten Station im Rathausinnenhof (Erwin-Vornberger-Platz) rief die gemeindliche Kulturreferentin Dr. Martina Edelmann auf der Treppe zum Mittelbau im Innenhof des Rathauses in Erinnerung, wie sich hier die Nutzungen seit Mitte des 18. Jahrhunderts veränderten, als der Hofgarten in Veitshöchheim sich vom einfachen Quartier und Jagdgelände zu einer stattlichen Sommerresidenz mit einer eindrucksvollen Gartenanlage entwickelte.

 

Link auf Einführung  


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1748 und 1749 ließ Fürstbischof Karl Philipp von Greiffenclau zu Vollrads, zu einem Zeitpunkt, als die letzte Hexe im Bistum im Kloster Unterzell verbrannt wurde, direkt neben dem Garten das Obere Schloss und das Untere Schloss abreißen und durch große Gebäude ersetzen die er zur Versorgung des Hofgartens benötigte.

HofgartenmodellAusschnit Veitshoechheim Hofgarten Gartenplan von Johann Anton Oth um

Ehemals erstreckte sich das Gelände des Hofgartens, wie aus dem Modell links und dem perspektivischen Plan des Hofgärtners Johann Anton Oth  nach der Umgestaltung unter Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim um 1779 zu ersehen ist, bis zur Bebauung an der Bahnhofstraße. Zunächst befanden sich hier die Gärtnereigebäude des Fürstbischofs mit Gewächshäusern, Eiskeller und Fleischkammern und der Hechtsee (Trapezsee).

PlanHofgartenRathaushof

Um 1750 entstand hier am nordwestlichen Rand des Hofgartens inmitten des damals kleinen Dorfes eine für die damalige Zeit riesige Anlage mit großen Gebäuden, die dokumentieren, dass damals der Fürstbischof hier eine kleine Residenzstadt einrichten wollte.

An Stelle des Oberen (Wasser-)Schlosses errichtete man als Wirtschaftsgebäude eine dreiflügelige Anlage mit Quartieren für Diener, mit Stallungen, Remisen, Wäscherei, Büttnerei, Lagerräumen und weiteren Wirtschaftsräumen. Von diesem Gebäude gelangte auch man direkt in den Küchengarten des Hofgartens (Quartier rechts von der Kirche). 

Wo das Untere Schloss stand, das einem Bruder des Fürstbischofs Julius Echter gehörte, entstand der Kavaliersbau mit Räumen für Gäste, Kavaliere, Hofkaplan und Hofmedicus, mit einer Ritterstube, geheimer Kanzlei und Speisezimmern.

Direkt gegenüber dem Kavaliersbau und in direkter Nähe zu den Wirtschaftsräumen wurde nach einem Entwurf von Balthasar Neumann der Küchenbau errichtet. Es handelt sich um einen langgestreckten, zweigeschossigen Bau mit einer Länge von 37 m. Hier waren die Küchenmeisterei und Mundküche untergebracht sowie Lakaienwohnungen, aber auch Wohnungen für Trompeter und Waldhornmeister. An der Südseite gelangte man durch ein Treppenhaus in den oberen Stock und in die anschließenden Wirtschaftsgebäude. Kavaliersbau und Küchenbau waren durch einen eingeschossigen Bau für die Hofgartenwachen verbunden.

Nur wenige Jahrzehnte wurden dann all diese Gebäude genutzt, um fürstbischöfliche Gäste zu bewirten.

 


Nach der Aufhebung des Hochstiftes im Rahmen Säkularisation im Jahr 1803 pachtet Großherzog Ferdinand von Toskana das Schloss mit Garten von 1806-1814. Er lässt Küchen-, Karpfen- und der Hechtsee (Trapezsee) verfüllen.

 

Nach der Eingliederung des Würzburger Gebiets in das Königreich Bayern im Jahr 1814 wird Veitshöchheim  Sommerresidenz des Kronprinzen Ludwig. Er verhindert die geplante Einbahntrasse für den Bau der Ludwigs-West-Bahn direkt durch die Mittelachse des Hofgartens und verfügte, dass die Trasse außerhalb des Gartens zu errichten ist, wohin sie auch unter König Maximilian II. gelegt wird.

Im 19. Jahrhundert, so recherchierte Dr. Edelmann, waren die ehemals fürstbischöflichen Gebäude relativ ungenutzt. Sie gehörten der königlichen Krongutsverwaltung. 1852 hatte der damals neue Ortspfarrer Georg Karch von Wermerichshausen die Einrichtung einer Kinderbewahranstalt beantragt. Da jedoch dann die Zugangstore nicht mehr geschlossen werden und die Bevölkerung rein könnte, stimmten dem die "Königlichen" wegen des schlechten Leumunds der Veitshöchheimer nicht zu ("es gibt hier viele Individuen, die infolge unmoralischen Verhaltens in großer Armut und übelst verleumundet sind und von denen Verunreinigungen, Diebstahl und Feuer drohen").  

1902 wird dann die „Königliche Obst-, Wein- und Gartenbauschule“ mit Internat gegründet und hier in der Ortsmitte Veitshöchheim in den Hofgartengebäuden angesiedelt. Diese nutzte den Hofgarten im gesamten nördlichen Bereich als Anbaufläche. Man konnte da auch nicht rein, denn wo heute die Apotheke ist, war eine Mauer und ein Tor.

Der ehemals eingeschossige Mittelbau wird 1923 durch das heute noch erhaltene zweistöckige Gebäude ersetzt, mit den beiden historischen Gebäuden verbunden und hier Lehr- und Büroräume für die Landesanstalt eingerichtet.   

Nach dem Umzug der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) in neue Gebäude am Ortsrand von Veitshöchheim im Jahr 1968 werden die Gebäude wieder frei und neu genutzt: der Kavaliersbau wird zum Rathaus, im Mittelbau ist eine soziale Einrichtung untergebracht und im Küchenbau wird die Gaststätte Ratskeller eingerichtet. 1970 wurde der Teil, wo heute Parkdeck und Kindergarten stehen, an die Gemeinde verkauft. Die Wirtschaftsgebäude hinter dem Küchenbau wurden 1972 abgebrochen, um Platz für das Haus der Begegnung zu schaffen. Die gemeindliche Kulturreferentin findet diesen Abbruch sehr schade, der heute aus der Sicht der Denkmalpflege sicherlich nicht mehr zulässig sei.


Sanierter Ratskeller - gastronomisches Aushängeschild der Gemeinde

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Ein Schmuckstück und ein gastronomisches Aushängeschild für die Gemeinde geworden ist nach den Worten des Bürgermeisters der im November 2011 wiedereröffnete, für 1,7 Millionen Euro mit 40 Gewerken von Grund auf energetisch sanierte und umgebaute Ratskeller (im Hintergrund) geworden. Das an den Rokokogarten angrenzende, dem Freistaat Bayern gehörende Gebäude wurde schon unter den Fürstbischöfen als Küchentrakt und ab 1902 auch von der Bayerischen Landesanstalt ähnlich genutzt, ehe es die Gemeinde 1974 nach Erlangen eines noch bis 2067 gehenden Erbbaurechtes zum Ratskeller umbaute.

Der Bürgermeister erinnerte daran, dass der letzte Umbau im Gemeinderat nicht unumstritten war und es auch andere Vorstellungen gab. Mit dem neugeschaffenen Saal im Obergeschoss bietet jedoch nun das Baudenkmal nach Auflassung der bisherigen Fremdenzimmer verbesserte Möglichkeiten für Gesellschaften, Tagungen und Veranstaltungen. Bei der Renovierung konnte der originale barocke, von Balthasar Neumann errichtete Dachstuhl, freigelegt werden. Er überspannt den nach Neumann benannten Saal im oberen Stockwerk.

Alle Räume sind heller und flexibler geworden, vielfältiger, barrierefrei, teilweise mit Hofgartenblick. Dazu kommt eine moderne Küche und vieles mehr. Es gibt nun 190 Gastplätze (zuvor 120) und die Gastraumfläche erhöhte sich von 176 auf 256 Quadratmeter. Hinzukommen noch im Sommer 80 Sitzplätze im Freien  (Link auf Eröffnungsbericht)


Notwendige Sanierungsmaßnahmen im Bereich Rathaus, Mittelbau und Innenhof

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Nach den Worten des Bürgermeisters steht nun in den nächsten Jahren auch die energetische Sanierung von Mittelbau und Rathaus (Gebäude im Hintergrund - rechts Eingangstreppe zum Mittelbau, links hinten der Rathauskomplex) und hier vor allem auch die Erneuerung der Dächer an, was erhebliche Mittel notwendig mache.

Zur Diskussion stehe auch, den letztmals 1988 umgestalteten Innenhof attraktiver zu machen. Der Plattenbelag sei zum Teil kaputt und durch Setzungen würden sich bei Regen große Pfützen bilden. Auch ist laut Jürgen Götz die Nutzung der Rasenflächen für Feste und Veranstaltungen nur eingeschränkt möglich. Es hätten sich die Studenten der Staatlichen Technikerschule LWG in zwölf Semesterarbeiten Gedanken für eine optische und multifunktionale Aufwertung des Platzes gemacht. Diese im März 2012 dem Gemeinderat vorgestellten Arbeit würden durchaus gute Ansätze liefern (Link auf Vorbericht  + Link auf Bericht über Neugestaltungsvorschläge).

Der Bürgermeister ist nun gewillt, für die Umgestaltung des Innenhofes eine Planung als Schubladenprojekt aufzustellen für den Fall, dass es Töpfe mit Fördermitteln gibt und es sich die Gemeinde mit Eigenmitteln leisten kann.

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Monday, 15. september 2014 1 15 /09 /Sept. /2014 10:45

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An der ersten Station des diesjährigen Informationsganges der Gemeinde  (Link auf Einführung) im Bilhilidskindergarten gewährte die Leiterin Angelika Vey-Rossellit Einblicke in ihr für 2,2 Millionen Euro neuerbautes und seit einem Jahr genutztes Kinderreich. Mit 690.000 Euro bezuschusste die Gemeinde dieses als Kompetenz- und Begegnungszentrum für Familien konzipierte Vorzeigeobjekt, 540.000 Euro kostete es der katholischen Kirche als Träger.

„Mit insgesamt 645 Betreuungsplatzen im Ort von der Krippe bis zur Ganztagsschule haben wir alle gesetzlichen Auflagen erfüllt“ bilanzierte eingangs der Bürgermeister. Es gebe sogar noch freie Plätze im Ort.

Die Besucher sahen dann an Ort und Stelle ein sehr mutiges, zukunftsweisendes und pädagogisch sehr klug gebautes und offen konzipiertes Bauwerk, sowohl in der Bauweise als auch als multifunktional nutzbares Familienzentrum und als Ort der Begegnung. Sie waren fasziniert, wie höchst effektiv nun seit einem Jahr in diesem nach den Plänen von Professor Wolfgang Fischer errichteten Ersatzbau 24 Krippen-, 50 Regel- und 20 Schulkinder betreut und gefördert werden können. Hinzukommen noch zwölf Krippenkinder, die im Bilhildishaus hinter der Vituskirche untergebracht sind, so dass zum Kinderhaus derzeit insgesamt 106 Kinder gehören.

Das großzügige Eingangsfoyer dient als Mehrzweckraum, quasi als Marktplatz, von dem die Gassen weg gehen zu den Gruppenräumen im Süden und im rechten Winkel in den zweiten Trakt, vorne zum Turnraum und weiter hinten zum Hausaufgabenraum für die Schüler und zum Raum der Stille. Die Räume sind hervorragend belichtet und funktional durchdacht, nicht überfrachtet, geben genug Raum für das Leben und die Entwicklung der Kinder. So gibt es hohe und niedrige Räume, Räume für Versammlung und für Rückzug. Es wurde mit Materialien gebaut, die ökologisch und nachhaltig sind. Überall sind Schallschutz-Decken und Frischluftzufuhrkanale installiert.

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Auch das rund um das Haus entstandene gut gegliederte Spielparadies lässt keine Wünsche für die Kleinen offen. Der Hof im Nordwesten kann am Vormittag zum Turnen im Freien aber auch zum Rückzug und zur Meditation genutzt werden kann. Hier können auch die Schulkinder nachmittags rumtoben, ohne gleich die Kleinen zu überrennen.

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Nach Süden haben Regel- und Krippenkinder eigene, abgeschlossene Außenspielbereiche.

"Da möchte man gerne nochmal Kind sein, wenn man sieht, wie behütet und versorgt hier unsere Kleinen sind" sagte Bürgermeister nach der Führung durch diese Einrichtung.

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Sunday, 14. september 2014 7 14 /09 /Sept. /2014 00:51

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Bürgermeister Jürgen Götz hatte die Bevölkerung zum 22. Informationsgang der Gemeinde eingeladen, der dieses Mal durch den Altort führte.

Nach viereinhalbmonatiger Amtszeit ist Veitshöchheims neuer Bürgermeister Jürgen Götz längst aus dem großen Schatten seines Vorgängers Rainer Kinzkofer herausgetreten. Kompetent, zielführend und souverän, so wie bei den bisherigen Sitzungen des Gemeinderates und seiner Ausschüsse agierte das neue Ortsoberhaupt nun erstmals auch beim alljährlichen Informationsgang, wiederum bestens organisiert von Bauamtsleiter Gerhard Reichert.

Über 70 Teilnehmer erfuhren so bei der nunmehr schon 22. Veranstaltung in Folge vier Stunden lang eine Menge Wissenswertes aus Historie und Gegenwart, über neue und geplante Einrichtungen entlang der nur kurzen Route vom Ortszentrum zum Feuerwehrhaus. Mit profundem Wissen führte Jürgen Götz jeweils in das Thema ein und überließ es dann an den einzelnen Stationen den Experten und Planern Details vorzustellen.

 Link auf Fotoalbum hier im Blog  +  Link auf Facebook-Album   (95 Fotos)

Zu den einzelnen Stationen gibt es noch ausführliche Berichte,

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so über den neuen Bilhildiskindergarten (im Bild Infos durch Leiterin Angelika Vey-Rossellit) - Link auf Bericht

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den Kavaliersbau im Rathaushof (im Bild Infos durch Dr. Martina Edelmann) - Link auf Bericht

infogangGde 4 Hofgarten Schlossgarten1b infogangGde 5 Hofgarten Durchblicke 3 infogangGde 3 Hofgarten Hechtsee 1 infogangGde 4 Hofgarten Schlosstreppe 2 infogangGde 5 Hofgarten Durchblicke 1a infogangGde 6 Gemuesegarten 1

ebenso von ihr über den barocken Rokokogarten,

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die Problematik des Pflasterbelages und der Verkehrsführung in der Ortsmitte,

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den Baustand der Mainfrankensäle (im Bild Infos durch Architektin Manuela Jatz) - Link auf Bericht

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den Neubau des Mainsteges (im Bild Infos durch Tiefbauingenieur Jürgen Hardecker) - Link auf Bericht

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ebenso über den Ausbau der Tiergartenstraße mit der Problematik des historischen Wasserkanals aus dem Hofgarten,

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die Bebauungsplanänderung für einen Rossmann-Drogeriemarkt am REWE-Markt,

infogangGde 13 Feuerwehr Vorstellung 01 infogangGde 14 Feuerwehr Jugenduebung 16

die immensen Aufgaben und Einsatzzeiten der Feuerwehr und eine Übung der Jugendfeuerwehr.

 

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