Tuesday, 2. september 2014 2 02 /09 /Sept. /2014 16:57

Flyertitelseite.jpg  Link auf Programmheft (pdf)
Seit 25 Jahren heißt die schönste Jahreszeit im Landkreis Würzburg „Kulturherbst“!

1990 begann die Erfolgsgeschichte der drei herbstlichen Veranstaltungswochen mit 50 Einzelveranstaltungen. Im 25. Jubiläumsjahr präsentieren Akteure in 44 Gemeinden des Landkreises 160 einzelne Angebote rund um Kunst und Kultur – so viele wie nie zuvor.

Auch Veitshöchheim ist dabei mit folgenden Beiträgen:

Ausstellungen

 

anlässlich der 20-jährigen Partnerschaft Veitshöchheims mit Greve in Chianti

 1993 Greve 10

Bücherei im Bahnhof

 02.10. bis 18.10.

Dienstag bis Freitag 10:00 bis 12:00 Uhr | Dienstag, Mittwoch und Freitag 13:00 bis 18:00 Uhr | Donnerstag 13:00 bis 20:00 Uhr | Samstag 10:00 bis 13:00 Uhr

„Meine Toskana“ Ausstellung

Ilse Feser

 

 

„Ich zeige eine kleine Auswahl meiner Fotografien, die im Laufe der letzten Jahre bei meinen Aufenthalten in der Partnergemeinde Greve in Chianti entstanden sind.

Sie sollen einen Eindruck von der wunderschönen toskanischen Landschaft vermitteln und bei den Betrachtern vielleicht Lust auf eigenes Entdecken wecken.“


Jüdisches Kulturmuseum Veitshöchheim

 02.10. | 18:00 Uhr Vernissage

02.10. bis 19.10. | Donnerstag 15:00 bis 18:00 Uhr | Samstag, Sonn- und Feiertag 14:00 bis 17:00 Uhr

 

„Mein Rom“ – Arbeiten von Wolfgang Finger-Rokitnitz Ein Aufenthalt in Italien und insbesondere in Rom ist für viele Künstler ein prägendes Erlebnis. Auch Wolfgang Finger-Rokitnitz, heute vornehmlich als Bildhauer bekannt, verbrachte 1968 ein Jahr als Stipendiat des Landes Bayern an der „Accademia di Belle Arti“ in Rom. Eine große Zahl von bisher nie gezeigten Zeichnungen entstand damals. Einige fanden den Weg in die lithografische Umsetzung, andere blieben im Verborgenen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ausstellungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


kunstparcourWiedenRose

Galerie Wolfstalstraße 16  

03.10. | 14:00 bis 18:00 Uhr

Helmut Wieden

Impressionen in Öl und Aquarell

Gezeigt werden von Helmut Wieden in seiner kleinen gemütlichen Galerie eine Vielzahl von Landschaften aus Unterfranken und vielen Gegenden Europas sowie eindrucksvolle Szenen aus dem Leben.

Bücherei im Bahnhof

07.10. bis 18.10. (25.10.) | Dienstag, Mittwoch, Freitag 10:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 18:00 Uhr | Donnerstag 10:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 20:00 Uhr | Samstag 10:00 bis 13:00 Uhr

 

Die schönsten deutschen Bücher 2014

Die Stiftung Buchkunst kürt jedes Jahr die schönsten und innovativsten Bücher. In dem Wettbewerb „Die schönsten deutschen Bücher“ wählt eine Expertenjury aus vielen hundert Einsendungen die 25 schönsten aus. Diese sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung. Die prämierten Bücher zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten: Von solider Handwerkskunst über experimentelle Techniken, von klassischer Buchgestaltung in Bestform bis hin zu innovativen Buchkonzepten. Mit dem Wettbewerb will die Stiftung Buchkunst den Blick der Öffentlichkeit über den Inhalt hinaus auf buchgestalterische und buchherstellerische Spitzenleistungen lenken und damit dem Medium und seiner Form mehr Aufmerksamkeit schenken.

Spundloch – Hotel & Weinrestaurant

10.10. bis 19.10. (02.11.) | täglich 11:30 bis 22:00 Uhr

Schulder Erika Buecherei 01 Aquarelle

Zauberhaftes Unterfranken

Fotografien und Malerei

Erika Schulder

Thema der Ausstellung „Zauberhaftes Unterfranken“ sind dessen malerische Städte und Dörfer, zahlreiche historische und kulturelle Sehenswürdigkeiten, eingebettet in die vielfältige, wunderschöne Landschaft.

 

Handwerk | Kunsthandwerk

 

offenegartentuer 03 Utta Will 00a

27.09. | 14:00 bis 18:00 Uhr

28.09. | 11:00 bis 18:00 Uhr

kunstparcourGrimm

Utta Will 

Am Speckert 14 

Keramik – nicht nur für den Garten

In unserem bunt gestalteten Garten stelle ich meine handgeformten und winterharten Tonarbeiten wie Kugeln, Tiere, Skulpturen und Stelen aus; ebenso Schalen, Vasen und Figuren sowie nicht frostfeste Raku-Keramik.

Barbara Grimm, Hofellernstraße 28

Gartenpracht und Kunstgenuss

Kommen Sie in den Stauden- und Rosengarten der Familie Grimm mit dem schönen Weitblick ins Maintal. Dort können Sie die Keramikskulpturen sowie die Töpferwerkstatt von Barbara Grimm besichtigen. Zusätzlich wird Dekoratives aus Glas (Ursula Peterson, Veitshöchheim) und Malerei in Acryl und Eitempera, Mischtechnik und Collagen (Marianne Goldstein, Marktheidenfeld) ausgestellt.
Lesung

Bücherei im Bahnhof

07.10. | 09:00 Uhr

Eva Weiss 

Evas Musikgeschichten für Kinder

Literatur sinnlich erleben. Mit ihren „Musikgeschichten“ illustriert Eva Weiss die jeweilige Geschichte auf lebendige Weise. Dabei nutzt sie die vielfältigen Möglichkeiten der Musik, mit Klängen und Geräuschen das Geschehen akustisch zu akzentuieren, gleichsam zu dramatisieren. Dazu erklingen neben der Viola da gamba (Gambe) Instrumente wie Waldteufel, Psalter, Trommeln und anderes „Klangzeug“.
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Tuesday, 2. september 2014 2 02 /09 /Sept. /2014 16:14

INFOGangPlakat 

Treffpunkt: 8.30 Uhr  Bilhildisstraße im Zufahrtsbereich zur Tiefgarage


Auf dem Programm stehen die Besichtigung/Führung/Erläuterung folgender Einrichtung im Gebiet westlich der Bahnlinie:

  1. Kindergarten St. Bilhildis
  2. Hofgarten
  3. Mainfrankensäle (Innen-Besichtigung leider nicht möglich)
  4. Mainsteg - Planungsstand
  5. Feuerwehrgerätehaus mit Schlusshock

Ende: ca. 14.00 Uhr

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Tuesday, 2. september 2014 2 02 /09 /Sept. /2014 16:02

SVVLogo.jpg

Ein Zuschussantrag des Sportvereins 1928 Veitshöchheim e.V. für anstehende Erneuerungen im Vereinsheim und der Sanierung des Rasenspielfeldes mit Gesamtinvestitionen von 68.000 Euro stand auf der Tagesordnung des Ferienausschusses der Gemeinde Veitshöchheim.

Nicht mehr ausreichend ist die Leistung der Heizungsanlage, die für 32.000 Euro erneuert wird und eine Solarunterstützung erhält. Rund 26.000 Euro sind veranschlagt für die Sanierung der Duschräume und die alle vier Jahre notwendige Sanierung des Hauptspielfeldes verschlingt rund 10.000 Euro.

Die Gemeinde bezuschusst solche Investitionen örtlicher sporttreibender Vereine seit vielen Jahren mit 20 Prozen  der nachweisbaren Kosten abzüglich der Eigenleistungen, Vorsteuererstattungen und eventueller anderweitiger Zuschüsse. Maximal errechnet sich so nach dem einstimmig gefassten Beschluss ein gemeindlicher Zuschuss von  14.000 Euro.

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Monday, 1. september 2014 1 01 /09 /Sept. /2014 19:29

LWGNiederoesterreich-02.jpg

Erinnerungsbild vom Erfahrungsaustausch der LWG Veitshöchheim mit der niederösterreichischen Kommission v.l. Elisabeth Koppensteiner (Geschäftsführerin gartenleben/gartentelefon), Franz Fuger (Direktor Gartenbau-Meisterschule Langenlois), Sabine Freifrau von Süsskind (Verband Bayerischer Parks und Gärten), Dr. Paul Beinhofer (Regierungspräsident Unterfranken), Franz Gruber (Geschäftsführer garten tulln), MdL Gudrun Brendel-Fischer (Vorsitzende Bezirksverband Oberfranken für Gartenbau und Landespflege e.V.), Rainer Berger (stv. Leiter Bayerische Gartenakademie der LWG), Magister Wolfgang Sobotka ( stv. Landeshauptmann Niederösterreich), Ministerialrat Günter Knüppel (Bayer. Staatsmin. Ern. Lw. Fo.), Bürgermeister Jürgen Götz (Veitshöchheim), Gerhard Weber (Gartendirektor Stadt Baden bei Wien), Christa Lackner (Geschäftsführerin Natur im Garten Niederösterreich) und ihr Stellvertreter Andreas Zbiral, Reinhard Kittenberger (Kittenberger Erlebnisgärten Schiltern und Obmann Gartenplattform Niederösterreich), Josef Herrmann (stv. Leiter der LWG Veitshöchheim)

15 Jahre Natur im Garten

Niederösterreich hat sich in den vergangenen 15 Jahren als das ökologische Gartenland in Mitteleuropa etabliert. Der Mann, der maßgeblich diese Entwicklung wesentlich beeinflusst hat, war dieser Tage nach Veitshöchheim zum Erfahrungsaustausch über Freizeitgartenbau-Themen in die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) an der Spitze einer hochkarätigen Kommission gekommen. Die Rede ist vom Landeshauptmann Magister Wolfgang Sobotka. Er hatte 1999  damals noch in seiner Funktion als Umweltlandesrat die Aktion "Natur im Garten - Gesund halten was uns gesund hält"  gegründet. In der Folgezeit verhalf er das Gärtnern ohne Mineraldünger, Pestizide und Torf, dafür mit standortgerechter Bepflanzung, Sortenvielfalt und einem Bewusstsein für die Kreisläufe der Natur zum landesweiten Durchbruch.

LWGNiederoesterreich 01 Joesef Herrmann Paul Beinhofer Gudr

v.l. Josef Herrmann, Dr. Paul Beinhofer, Gudrun Brendel-Fischer, Wolfgang Sobotka und Jürgen Götz

Hochkarätige Gesprächspartner

Gesprächspartner der acht niederösterreichischen Gäste waren auf bayerischer Seite neben dem stellvertretenden LWG-Leiter Josef Herrmann  und Rainer Berger, dem stellvertretenden  Leiter der LWG-Gartenakademie auch Regierungspräsident  Dr. Paul Beinhofer, der im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für die LWG zuständige Referatsleiter Ministerialrat Günter Knüppel, Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz, die Landtagsabegordnete Gudrun Brendel-Fischer als Vorsitzende des Bezirksverbandes Oberfranken für Gartenbau und Landespflege e.V.  sowie Sabine Freifrau von Süsskind vom Verband Bayerischer Parks und Gärten.

Unter den  hochrangigen Gärtnervertretern aus Niederösterreich waren Franz Gruber, der Schulleiter der gartenbaulichen Meisterschule in Langenlois, Gerhard Weber der Leiter des Kurgartens der Stadt Baden bei Wien,  Franz Gruber, Geschäftsführer von garten tulln, Reinhard Kittenberger, Besitzer der Kittenberger Erlebnisgärten Schiltern und Obmann des Vereins Gartenplattform sowie Christa Lackner, die Geschäftsführerin Natur im Garten Niederösterreich  und ihr Stellvertreter Andreas Zbiral.

Unterschiedliche Schwerpunkte und Organisation

Für die Bayern war es höchst interessant, dass nicht nur die Schwerpunkte, sondern auch die Organisation der Gartenberatung  in beiden Bundesländern höchst unterschiedlich sind. Während die Gartenakademie der LWG eine staatliche Einrichtung ist, steht mit "Natur im Garten" eine privatrechtliche Vereinigung den niederösterreichischen Gärtnern mit einem umfassenden Beratungsangebot zur Seite.

Niederöstereichische Bürgerbewegung mit 120.000 Anhängern

Die Erkenntnis, dass im Naturgarten Gifte, chemische Dünger und Torf überflüssig sind, fand dort zahlreiche Anhänger. Diese gingen diesen Weg mit und setzten die Gartengestaltung und-pflege im Kreislauf der Natur lebendig um. So zieren für die Einhaltung dieser Kriterien bereits 13.000 "Natur im Garten"-Plaketten Niederösterreichs Gärten. Mehr als die Hälfte der niederösterreichischen Gartenbesitzer (57 Prozent) verzichten bewusst auf Pflanzenschutzmittel.

Das Aktions-Telefon als erste Anlaufstelle für alle Gartenfragen begrüßte heuer schon den 400.000 Anrufer. Das vierteljährlich erscheinende Ratgeber-Magazin der Vereinigung zählt mittlerweile schon 120.000 Abonnenten. Die ORF-Show "Natur im Garten" darf sich über 260.000 Zuschauer pro Woche erfreuen.  Daneben gibt es mehr als 60 „Natur im Garten“-Fachbücher.  Die bunten Naturgartenfeste entwickelten sich zu wahren Publikumsmagneten und zählen jährlich über 30.000 Besucher. 150 Schaugärten, darunter DIE GARTEN TULLN als die erste dauerhafte ökologische Gartenschau, lockten bisher 3,1 Millionen Besucher mit praktischen Beispielen für angewandtes naturnahes Gärtnern und einer bunten Vielfalt und bezaubernden Gestaltungsideen an. 130 Partnerbetriebe der Aktion bieten zudem vom Pflanzenverkauf bis hin zur Gartenplanung alles rund um das naturnahe Gärtnern.

Privatrechtlicher Natur ist auch der Verein "Die Gärten Niederösterreichs". Es ist dies ein Zusammenschluss von derzeit 35 Gärten. Historische Anlagen wie Schloss Hof aber auch prächtige Stiftsgärten oder moderne Schau- und Themengärten präsentieren ihre vielfältigen Angebote rund ums Jahr

Für Sobotka, in seinem Regierungsamt auch für den Wohnungsbau und das gesunde Wohnen zuständig, ist das

ökologische Gärtnern der bunteste, freudvollste und sympathischste Weg, Menschen für Umweltthemen zu begeistern. Er  machte „Natur im Garten“ zu einer zentralen Säule der niederösterreichischen Umweltpolitik. Der niederösterreichische Politiker sprach von einem Paradigmenwechsel vom sauberen Garten, wo kein Unkraut wächst, zum naturnahen Garten, in dem auch das Totholz seinen Platz hat. Hier sei auch die für den Gartenbau und die Obstkultur sehr wichtige Erdbiene zuhause. Man habe europaweit ein Netzwerk initiiert, das sich mit dem ökologischem Gartenbau beschäftigt und sich austauscht. Sobotka hob diesbezüglich auch die LWG in Veitshöchheim hervor, die in Österreich einen hervorragenden Ruf habe, vor allem in der Analytik, als Forschungsanstalt und in der soliden Ausbildung des Nachwuchses.

Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer

Der Regierungspräsident verdeutlichte die herausragende Stellung Unterfrankens in Bayern im Obst-, Garten- und Weinbau. Die Landschaft sei hier von vielen Sonderkulturen geprägt. Im Gemüsebau gebe es in seinem Bezirk 350 Betriebe mit einer Anbaufläche von 2000 Hektar inklusive Spargel,  im Obstbau 500 Betriebe mit ebenso 2000 Hektar Flächen inkluse Streuobstwiesen. Ein großer wirtschaftlicher Faktor sei auch der sehr ausgeprägte Zierpflanzenbau mit 200 Betrieben, die ein Drittel aller Zierpflanzen in Bayern erzeugen würden.

Die 1902 gegründete LWG habe eine lange Tradition und sei ein Markenzeichen nahe an den Nutzern. Nach Beinhofers Worten konnte ihre bei Stoibers Verwaltungs-Reform Anfang 2000 drohende Auflösung Gott sei Dank im Landtag abgewendet werden. Der Freistaat Bayern habe seitdem in zwei Bauabschnitten rund 50 Millionen Euro investiert, die LWG neustrukturiert und baulich verändert mit der Zielsetzung,  die Betriebe des Erwerbsgartenbaus fachlich zu beraten. Es gebe aber auch ein starkes Standbein in der Bevölkerung, für  die das Wohnen im Grünen einen hohen Stellenwert habe, für die vor allem die Gartenakademie der LWG tätig sei.

 

Ministerialrat Günter Knüppel

Auch der im Ministerium für die LWG zuständige Referatsleiter hob hervor, dass in Bayern der Freizeitgarten einen hohen Stellenwert hat. So habe man hier schon 1995 an der LWG zur Beratung der Freizeitgärtner die Bayerische Gartenakademie gegründet. Bei zwei Millionen Gartenbesitzern  in Bayern und 135.000 Hektar privatem Gartenland  sei hier ein enormes Potential gegeben. Dem würden auch vier Gartenbauverbände mit 770.000 Mitgliedern Rechnung tragen. Für nächstes Jahr kündigte er zum 20jährigen Bestehen der Gartenakademie der LWG  ein großes Gartensymbosium mit europaweiter Vernetzung an.

Bürgermeister Jürgen Götz 

Über den hohen Besuch freute sich besonders auch Veitshöchheims Bürgermeister. Er hieß die Gäste herzlich willkommen und stellte ihnen die Gemeinde mit ihren vielfäligen Einrichtungen vor. Voller Stolz berichtete er über die erfolgreiche, 2009 mit Gold dekorierte Teilnahme am Bundeswettbewerb "Entente Florale". Diese habe zum Ziel gehabt, das Grün im Ort zu verbessern und hierbei die Bürger mitzunehmen. Mit großartiger Unterstützung durch die LWG sei es gelungen, eine Vielzahl beispielhafter Projekte im Bereich öffentliches Grün zu verwirklichen. Daneben habe man auch mit einem Wettbewerb und Open Gardens die Privatgärten in den Blickpunkt gerückt.

Mdl Gudrun Brendel-Fischer (Vorsitzende Bezirksverband Oberfranken für Gartenbau und Landespflege e.V.)

Ein starkes Anliegen ihres Verbandes sei es, durch eine entsprechende Kinder- und Jugendarbeit die junge Generation an der Basis für Gartenthemen aufzuschließen und altes Wissen zu bewahren.Der Verband habe weiter zum Ziel, aus Umwelttöpfen Geld zu beschaffen und strebe eine gute Mitte zwischen Ökonomie und Ökologie an.

Reiner Berger von der Bayerischen Gartenakademie 

LWGPlakat-01.jpg  LWGPlakat-02.jpg

Was können Kinder und Jugendliche im Garten tun und was gibt es alles im Garten, auch hierzu geht die LWG neue Wege, wie die vom stellvertretenden Leiter der Gartenakademie Reiner Berger vorgestellten Plakate  "Komm mit in den Garten - Vielfältiges Leben im Garten " und "Komm in den Garten - Naschen und Spielen im Garten" zeigen, die nun an die Schulen und Kindergarten in Bayern verteilt werden.

Berger  erläuterte den Gästen die vielfältigen Bildungsangebote seiner Gartenakademie, die allen Gärtnern von Internet, GemüseBlog, GartenCast zum Hören, über Führungen, Gartentelefon bis hin zu Seminaren und Workshops die Möglichkeit bieten, sich sowohl fachliches Wissen als auch einen Überblick über viele Gartenbeispiele anzueignen. Weiter bildet die Gartenakademie "Gästeführer - Gartenerlebnis Bayern" aus, die Gartenbesitzer in die Lage versetzen soll, qualifiziert durch ihre Gärten führen zu können. Weitere in Broschüren dargestellte Arbeitsergebnisse zeigen beispielsweise, dass auch Schotter und Kiesgärten artenreich gestaltet werden können. Mit dem Wandel in der Friedhofskultur befasste sich ein Arbeitskreis der Gartenakademie, dem auch Planer, Bestatter, Friedhofs-Gärtner und Steinmetze angehörten. Eine  Broschüre soll nun den Friedhofsträgern Denkanstöße geben, wie sie den vor allem auch durch die Mobilität hervorgerufenen Wandel in der Trauerkultur unserer Gesellschaft bestehen können. Eine zweite Broschüre klärt die Zielgruppe der Bürger  auf.  Zum Thema "Stadtbäume" führt die LWG-Landespflege im Zeichen des Klimawandels seit fünf Jahren einen langfristig angelegten Versuch mit über 20 Baumarten durch.

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Friday, 29. august 2014 5 29 /08 /Aug. /2014 21:12

Verletzter-Schwan-02-FW-2a.jpg Verletzter-Schwan-02-FW-2.jpg 

Am Donnerstagvormittag wurde die Feuerwehr Veitshöchheim erneut an den Main zu einer Tierrettung gerufen. Ein Jungschwan hatte auf der Futtersuche eine Angelschnur verschluckt. Der Angelhaken hatte sich an seinem äußeren Halsbereich verhakt und die restliche Schnur samt Schwimmer um seine Flügel gewickelt. Das so verletzte Jungtier hielt sich mit seiner Familie am Ufer der Mainlände auf.

Verletzter-Schwan-01-a.jpg Schwanenfamilie-01.JPG       

Die zehn Einsatzkräfte der Feuerwehr unter der Leitung  des zweiten Kommandanten Michael Birk kamen zunächst nicht an das Jungtier heran, da es von beiden Elterntieren verteidigt bzw. geschützt wurde. Vorsichtshalber wurde das Feuerwehrboot auf dem Main in Position gebracht. Nach Rücksprache mit Tina Rosenberger vom ortsansässigen Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV Unterfranken), wurde der Falkner Karl-Josef Kant aus Würzburg zur Tierrettung mit hinzugezogen. Die Einsatzkräfte trennten zunächst das verletzte Jungtier von der restlichen Familie ehe der verletzte Jungschwan eingefangen werden konnte.

Verletzter Schwan 01 c

Karl-Josef Kant konnte nun den Angelhaken und die Angelschnur fachmännisch entfernen.

Schwanenfamilie-02.JPG 

Nach der Wundversorgung konnte das Tier auf den Main zur wartenden Schwanenfamilie entlassen werden, so dass die Wehrmänner nach fast zwei Stunden Einsatzdauer wieder an ihre Arbeitsstelle zurückkehren oder ihren Urlaubstag weiter genießen konnten.

Text und Fotos: FW VH

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Thursday, 28. august 2014 4 28 /08 /Aug. /2014 18:00

HistorKanalHofgarten-01-Teilabsperrung-der-Tiergartenstra-.jpg

In die Tiergartenstraße kann seit dem 14. August nur noch über die Würzburger Straße eingefahren und über die Mainlände herausgefahren werden. Diese verkehrsregelnde Maßnahme wurde erforderlich, da in Teilbereichen der Tiergartenstraße nur noch eine nutzbare Straßenbreite von durchschittlich 3,50 Meter zur Verfügung steht. Die Einengung der Fahrbahn, so erklärten Bürgermeister Jürgen Götz und sein Tiefbautechniker Joachim Keßler (im Bild) bei einer Ortseinsicht, dient dem Schutz historischen Kanals, der vom Wasserturm im Hofgarten entlang der Tiergartenstraße zum Main verläuft.

Eigentlich wollte die Gemeinde noch in diesem Jahr die Tiergartenstraße als letzte noch nie ordnungsgemäß hergestellte Ortsstraße in Veitshöchheim ausbauen  (Link auf Bericht vom 16.9.2013 auf Veitshöchheim News). Dazu hatte ein Ingenieurbüro die Entwurfsplanung  mit Kosten von 390.000 Euro erstellt, die dann die Gemeinde im September letzten Jahres den 14 Anliegern vorgestellt hatte.

Luftbild-Kopie-1.jpg    LageplanHistorischerKanalTiergartenstra-e.jpg

KanalquerschnittWasserturmzumMainQuelleSchlossverwaltung Der denkmalgeschützte und im Eigentum des Freistaates Bayern stehende Kanal darf durch die Baumaßnahme nicht beeinträchtigt werden. Der insgesamt 196 Meter lange historische Kanal liegt  auf einer Länge von 67 Meter im öffentlichem Grund und ansonsten auf Privatgelände der südlich der Straße liegenden Anwesen und Gärten Die Gemeinde hatte zu Jahresbeginn zuständigen staatlichen Stellen um Bauwerks-Überprüfung gebeten. Überraschend für den Bürgermeister kam nun Mitte August 2014 von Abteilungsleiter Dr. Ing. Franz Ullmann vom Staatlichen Bauamt die Nachricht, dass der Kanal gravierende Schäden aufweise und nicht mehr standsicher sei. Die Gemeinde sah sich deshalb gezwungen ein weiteres Überfahren der Kanaltrasse mit KFZ-Verkehr kurzfristig zu unterbinden. Es arbeite jedoch, so konnte das gemeindliche Tiefbauamt in Erfahrung bringen, ein vom Staatlichen Bauamt beauftragtes Ingenieurbüro an einer raschen Sanierungslösung für den historischen Kanal. Geplant sei eine Vorstellung der möglichen Sanierungsvarianten im September.

Nach interner Entscheidung, welche Variante von Seiten des Staates gewählt werde, sei dann ein Gespräch mit der Gemeinde Anfang Oktober 2014 vorgesehen. Das Straßenbauamt habe aber jetzt schon Finanzmittel bei der Schlösserverwaltung angefordert und auch schon eine Vorabzusage erhalten. Die staatliche Planung gehe deshalb von einer Sanierung im Jahr 2015 aus.  Die bauliche Durchführung der beiden Maßnahmen  Kanalsanierung und Straßenbau  soll dann einvernehmlich zwischen allen Beteiligten festgelegt werden.


Geschichtlicher Hintergrund des denkmalgeschützten, 300 Jahre alten  gemauerten  Kanals

Er ist Teil eines gigantischen, historischen Bewässerungssystems im Veitshöchheimer Hofgartens, das noch heute die Wasserspiele im Großen See speist.

Parnass Wasserturm Foto Gürz D.

Im Rokokogarten von Veitshöchheim zeigen sich die Wasserspiele bis heute als feine Strahlen oder zarte Schleier (vorne der Pegasus im Großen See, hinten der Wasserturm).

Die folgenden Grafiken und Texte wurden teilweise entnommen aus dem Begleitbuch zur Ausstellung "Es kommen immer Leit aus Würzburg undFrembde hierher ... " von Jost Albert Gabriele Ehberger und der  Veitshöchheimer Ortschronik von Thomas Struchholz

Wasser gehört zu den unverzichtbaren Bestandteilen jeder Gartenanlage. Im Veitshöchheimer Rokokogarten zeigte es sich in vielfältigen Formen: als spiegelnde Seefläche, plätschernde Kaskadentreppe und feine Springstrahlen.

Schon 1764 schrieb Fürstbischof Seinsheim über Veitshöchheim: »Wasser habe ich alidorten in der schweren Menge», also mehr als genug. An der Hangseite des Gartens, dort, wo später die Kaskade errichtet wurde, traten große Mengen Wasser aus dem Untergrund. Um die drohende Versumpfung des Geländes zu verhindern, wurde diese Quelle schon vor 1720 gefasst und mit einem Brunnenhaus überbaut. Ein unterirdischer Kanal leitete das Wasser direkt in den Großen See.

Aufgrund der üppig fließenden Quellen konnten auch der Kleine See, der Hechtsee, der Karpfensee und der Küchensee ganzjährig mit Frischwasser versorgt werden. Dies ermöglichte eine aus gedehnte Fischzucht zur Belieferung der fürstlichen Hofküche. Der überwiegende Teil des Wassers wird bis heute in den Großen See eingeleitet. Die dafür gebauten unterirdischen Kanäle haben je nach Menge des abgeführten Wassers unterschiedlich große Querschnitte. Im letzten Kanalabschnitt wird das Quellwasser vom Wasserturm in den Main geleitet.

LageplanKanalsystemHofgarten.jpg 

Die Quellwasserleitungen, die ebenfalls Springbrunnen versorgten, haben eine grüne Farbgebung. Die übrigen Teile des unterirdischen Kanalsystems sowie die nach oben offenen Entwässerungsgräben innerhalb der Heckenbosketts sind blau markiert. Die Nummern 1—7 beziehen sich auf die folgenden Kanalquerschnitte.

Der ganze Garten ist mit Abwasserkanälen durchzogen, teilweise gibt es Bereiche, wo man das fein verzweigte Netz noch gar nicht erforschen konnte. Heute werden die gemauerten Kanäle mit viel Aufwand wieder restauriert und funktionstüchtig hergestellt. Diese Aufgabe wird auch in den nächsten Jahren den Bauetat erheblich belasten. Meistens kündigt sich für die Hofgärtner ein neues Problem dadurch an, dass ein Weg vernässt oder eine Wiese versumpft. Dann heißt es, auf Spurensuche gehen und feststellen, wo ein Kanal defekt ist.

 

KanaKanalquerschnitteHofgarten

Querschnitte durch verschiedene Wasserkanäle im Hofgarten Veitshöchheim: Damit Bäume und Sträucher gedeihen

konnten, musste das hoch anstehende Grundwasser abgesenkt werden. Dies gelang durch den Bau eines weit verzweigten Netzes von offenen Entwässerungsgräben und unterirdischen Kanälen. Das Entwässerungsnetz existiert bis heute und ist ein wesentliches, jedoch kaum sichtbares Element des historischen Gartens.

WasserturmHofgartenFunktionsweise der Veitshöchhejmer Wasserkunst im 18. Jahrhundert - Funktionsmodell

Herzstück der Veitshöchheimer Wasserkunst war der 21 Meter hohe Wasserturm an der westlichen Gartenmauer. Uber das unterschlächtige Wasserrad im Erdgeschoss des Turms wurden zwei Pumpen angetrieben. Diese saugten Wasser aus einem Sammelbecken und drückten es durch Bleirohre in drei hoch gelegene Bottiche. Die Bottiche hatten ein Fassungsvermögen von insgesamt über 50 Fuder, das sind mehr als 45.000 Liter. Waren alle Behälter gefüllt, wurden Ventile betätigt und das Wasser strömte über lange Bleirohrleitungen zu den Wasserspielen des Gartens.

Die Pumpen des 18. Jahrhunderts wurden im 20. Jahrhundert durch eine Elektropumpe ersetzt. Die alten Bleirohre sind zwar noch vorhanden, ihre Aufgabe haben jedoch Eisenrohre übernommen. Von den ursprünglich drei Wasserbottichen existiert nur mehr der große im dritten Obergeschoss, der 1767 eingebaut worden war. Die dicken Holzbohlenwände dieses Behälters sind innen mit Kupferblech ausgekleidet, außen wird der Bottich über ein mächtiges, schmiedeeisernes Gestänge zusammengehalten. Das von hier abfließende Wasser speist noch heute die Wasserspiele des Großen Sees.

 

 

 

 

 

  HistorKanalHofgarten-02-Wassserhaus.jpg   

In der Tiergartenstraße befindet sich noch ein Wasserhaus (im Hintergrund), das zur technischen Einrichtung des Hofgartens gehört. Das zunächst unscheinbare Gebäude ist fest verschlossen. Im Innern verläuft mittig der breite Abwasserkanal, der vom Wasserturm im Hofgarten das vom Großen See abströmende Wasser unterirdisch unter den Häusern und Gärten dann weiter bis in den Main ableitet. Die sehr breiten Fundamente sollen noch auf Eichenpfählen ruhen. Die Funktion des Gebäudes ist heute nicht mehr ganz klar. Vom Hofgarten bis hierher verläuft oberhalb des Wasserspiegels auch noch ein altes Bleirohr im Kanal. Es hatte also auch technische Funktionen.

Die Umfahrung des bisher in die Straße ragenden historischen Wasserhauses ist nach der Straßenausbau-Planung der Gemeinde auch künftig gewährleistet. Sie wird durchgehend gepflastert und trennt dadurch die Asphaltfahrbahn, um den Durchgangsverkehr zu erschweren.

HistorKanalHofgarten-03-Auslauf-Main-Kopie-2.jpg

Hier läuft das Wasser aus dem Hofgarten in den Main.

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Thursday, 28. august 2014 4 28 /08 /Aug. /2014 16:25

VitusssschuleTurngarten 01 Hartplatz Blick von oben

Keine Menschenseele anzutreffen war heute am späten Vormittag auf dem Spiel- und -Bewegungsplatz unterhalb der über 100 Jahre alten Vitusschule, und das an einem idealen Ferientag bei strahlend blauem Himmel. Doch der Schein trügt. Zu Schulzeiten toben sich hier in den Pausen die etwa 85 Schüler der in der Vitusschule untergebrachten Klassen eins bis vier der Grundschule aus und statt in der benachbarten Turnhalle kann  hier im Freien auch der Sportunterricht stattfinden. Fußballspielen ist allerdings nicht erlaubt.

Und seit im September 2012 die Gemeinde ihrer Verpflichtung nachkam, den Bedarf an Hortplätzen zu befriedigen und seitdem der AWO-Ortsverein in der Vitusschule einen Schulhort für 20 Kinder betreibt, herrscht hier auch in den Nachmittagsstunden reges und lärmintensives Treiben, sehr zum Leidwesen eines Anliegers. Als nun der Gemeinderat in der Sitzung am 3. Juni 2014 beschloss, aufgrund des weiter gestiegenen Bedarfs in der Vitusschule im kommenden Schuljahr neben der bereits bestehenden Hortgruppe eine zweite Hort-Gruppe einzurichten,  ist der Anlieger nicht mehr bereit, aufgrund seines Gesundheitszustandes weitere Lärmbelästigungen hinzunehmen. 

Der vom Spiel- und Bewegungsplatz an der Vitusschule ausgehende Kinderlärm beschäftigte deshalb nun auch den Ferienausschuss des Gemeinderates, zunächst noch ohne konkretes Ergebnis. Zur Debatte stand der von Bürgermeister Jürgen Götz dem Gremium unterbreitete Vorschlag, den seit 21 Jahren im Rahmen der Altortsanierung geschaffenen Durchgang von der Kirchstraße zur Mainlände in den Abendstunden und am Wochenende zu sperren. 

VitusssschuleTurngarten-00-Durchgang-seitlich-an-Turnhalle-.jpg  VitusssschuleTurngarten-01-Hartplatz-Blick-von-unten.jpg 

Dazu hatte das gemeindliche Bauamt vorgeschlagen,  eine Türanlage am Treppenabgang der Turnhalle (linkes Foto) und eine 1,5 Meter hohe Zaunanlage mit Tür zwischen Hartplatz und Spielplatz zu installieren (rechtes Foto vorne).

VitusssschuleTurngarten-03-Zugang-Mainlaende-1.jpg VitusssschuleTurngarten-03-Zugang-Mainlaende-2.jpg VitusssschuleTurngarten-02-Spielflaeche-unten.jpg

Der Zugang von der Mainlände  (Foto links) zum mainwärts gelegenen Spielplatz sollte dagegen weiterhin rund um die Uhr zulässig sein, nicht jedoch mehr durch eine direkte Tür vom angrenzenden Biergarten aus.

"Wir wollen damit gegenüber dem lärmgeplagten Anlieger ein Goodwill-Zeichen setzen", erläuterte der Bürgermeister zur Begründung. Der vorgeschlagene Wegfall des Durchgangs stieß jedoch im Gremium auf Widerstand. Gemeinderat Oswald Bamberger erklärte, er sehe durchaus Chancen, in einem Gespräch mit dem Anlieger eine Lösung zu finden, nach der die vom Bauamt vorgeschlagenen Maßnahmen und die Einschränkung des Durchgangs entbehrlich sind.

Die Entscheidung wurde deshalb bis zur nächsten Gemeinderatssitzung am 23. September 2014 zurück gestellt


Vorgeschichte

Es ist schon 21 Jahre her, dass  die Gemeinde den Turngarten unterhalb der Vitusschule umgestaltete und bei einem Fest im Mai 1993 Lauf-, Spiel- und Ruhezonen und für den Schulsport einen Hartplatz mit den Mindestabmessungen für ein Volleyballfeld übergab. Gleichzeitig wurde im Rahmen der Altortsanierung auch eine Fußgängerverbindung von der Kirchstraße zur Mainlände geschaffen. In der Ruhezone wurden Tischgruppen, ein Häuschen und Malwände aufgestellt, die Spielzone mit Tischtennisplatte und Spielgeräten wie Stufenheck und Klettergerüst ausgestattet.

Mit dieser für auch für die Öffentlichkeit freigegebenen Nutzungsänderung war jedoch schon damals der  Anlieger nicht einverstanden. Das Landratsamt verfügte deshalb im Septemer 1995 als Auflagen, dass die Nutzungsdauer außerhalb der schulischen Nutzung werktäglich vier Stunden nicht überschreiten darf, die Nutzung spätestens um 19.00 Uhr enden muss, weiter an Sonn- und Feiertagen nicht zulässig ist und die Gemeinde dies durch geeignete organisatorische Maßnahmen sicherzustellen hat.

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Groß war die Freude bei den rund 100 Grundschülern der Vitusschule im Altort, als im Herbst 2008 der damalige Bürgermeister Rainer Kinzkofer neu installierte Spielgeräte freigab.  Die Erst- bis Viertklässler können sich seitdem nun in den Pausen und neu auch nachmittags im Schulhort an einer vielseitig nutzbaren Sechseckanlage mit Drehspindel, Kletterplatten, Kletternetz, Klettertau, Spinnennetz und Sprossenelementen sowie an einem, Dreistufenheck austoben. Wer es ruhiger haben will, kann sich im Rasthaus mit Sitzgruppe oder im Palisadensandkasten niederlassen. Bei seinem Vergabebeschluss hatte damals der Hauptausschuss ausdrücklich festgelegt, dass die Spielgeräte auch außerhalb der Schulzeit allgemein zur Benutzung offen stehen.


Rechtliche Würdigung

Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes muss Lärm "als Begleiterscheinung kindlichen und jugendlichen Freizeitverhaltens" in "höherem Maße" durch Nachbarn hingenommen werden (Az: V ZR 62/91). 

So hat denn auch beispielsweise das Verwaltungsgericht Neustadt mit Beschluss vom 06.07.2007 (5 L 477/07.NW) in einem mit den Spielflächen in Veitshöchheim vergleichbaren Fall entschieden, dass Nachbarn den Lärm einer Spiel- und Sportfläche hinnehmen müssen.

Lebensäußerungen spielender Kinder sind unvermeidbar und zumutbar. Von einem so genannten Multifunktionsplatz - einer Spiel- und Sportfläche für Kinder - darf auch Kinderlärm ausgehen. Das Verwaltungsgericht Neustadt hat einen gegen einen solchen Platz gerichteten Eilantrag von Nachbarn abgelehnt. Die Lebensäußerungen spielender Kinder seien unvermeidbar und den Nachbarn regelmäßig zumutbar, denn Kinder könnten nicht auf weiter entfernte Plätze verwiesen werden, führte das Gericht aus.

Der Multifunktionsplatz in Neustadt-Diedesfeld - eine Spiel- und Sportfläche - darf weiter genutzt und entsprechend der erteilten Baugenehmigung umgestaltet werden. Die seit längerem bestehende Spiel- und Sportfläche grenzt an den Schulhof der Diedesfelder Grundschule an. Zudem befinden sich dort noch der Kindergarten und ein größerer Spielplatz.

Nach der von der Stadt Neustadt erteilten Baugenehmigung sind zwei in Ost-West-Richtung aufgestellte, voneinander ca. 14 m entfernte Fußballtore zulässig. Zu dem westlich angrenzenden, mit einem Mehrfamilienwohnhaus bebauten Grundstück der Nachbarn wird der Platz durch einen auf einer Betonstützmauer errichteten Ballfangzaun abgegrenzt. Im südlichen Bereich der Anlage ist ein Tischfußballspiel vorgesehen.

Gegen die Baugenehmigung legten die Nachbarn Widerspruch ein und wandten sich zugleich mit einem Eilantrag an das Verwaltungsgericht. Sie machten unzumutbare Lärmbeeinträchtigungen geltend.

Das Gericht hat den Antrag abgelehnt: Nach der Baugenehmigung sei das Fußballspielen nur für Kinder bis 14 Jahre zugelassen. Aufgrund der kleinen Dimensionierung des zum Fußballspiel vorgesehenen Bereichs müsse auch nicht mit einer Nutzung durch ältere Personen gerechnet werden, denn für diese sei die Anlage ersichtlich nicht attraktiv. Die Lebensäußerungen spielender Kinder seien unvermeidbar und den Nachbarn regelmäßig zumutbar, denn Kinder könnten nicht auf weiter entfernte Plätze verwiesen werden. Den Belangen der Antragsteller werde vorliegend zudem dadurch Rechnung getragen, dass nach der Baugenehmigung vorgesehen sei, an der gemeinsamen Grenze vor der Stützmauer eine bis ca. 0,5 m hohe Böschung anzulegen, die zur Minderung des Aufprallgeräusches von z.B. Fußbällen mit robusten Bodendeckern bepflanzt werde. Im Übrigen sei jegliches Ballspielen nur bis 20 Uhr erlaubt.

 

Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom März 2006.

 In diesem Falle ginge es um den Betrieb einer städtischen Musikschule und eines Jugendhauses in einem Gebiet ohne Bebauungsplan. Hier waren dem Nachbarn die Geräusche aus dem städtischen Gebäude zu laut geworden. Seine Klage blieb in beiden Instanzen erfolglos.  Zunächst kamen die Gerichte zu der Auffassung, dass die vorhandene Bebauung einem Mischgebiet entspricht. Dort ist das Wohnen naturgemäß noch weniger geschützt als in einem Wohngebiet. Zum Zusammenleben von Jung und Alt weist das Gericht zudem ausdrücklich daraufhin, dass Musikschule und Jugendhaus Aufgaben im öffentlichen Interesse sind, bei denen in der Nachbarschaft Verständnis und Akzeptanz erwartet werden können.

veröffentlicht in: Freizeit und Erholung - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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Thursday, 28. august 2014 4 28 /08 /Aug. /2014 13:46

Kaufrausch-03-Kopie-1.jpg

"Kaufrausch" hieß eines der Angebote, mit dem sich die Bücherei im Bahnhof am diesjährigen Ferienprogramm beteiligte. Fünf Kinder durften mit der Büchereiangestellten Yvonne Weickert und dem Praktikanten Fabian Müller auf Einkaufstour in eine große Würzburger Buchhandlung. Ein jedes hatte ein Budget, das es nicht überschreiten durfte. Nach reichlicher Überlegung wanderten insgesamt 30 Krimis, Thriller, Liebesgeschichten  und Hörbücher in die Einkaufstaschen. Besonders begehrt waren Fantasy- und Pferdegeschichten.

Zwei Tage später ging es dann an richtig an die Arbeit. Die Bücher mussten ausleihfertig bearbeitet werden.

Kaufrausch-02-Folieren-Laura-di-Fronzo-10-Jahre.jpg

Mit Unterstützung der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Monika Böttger banden die Mädchen(auf dem Foto die zehnjährige Laura di Fronzo)  die Bücher mit Folie ein und klebten ein Signaturschildchen auf.

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Anschließend galt es die Angaben für den Katalog im Computer zu erfassen (auf den Fotos links Paula Schömig und rechts Lorina Söder, beide elf Jahre alt).

Nach dem Fazit von Yvonne Weickert war es eine gelungene Aktion, die allen Beteiligten sichtlich Spaß gemacht hat. Die Kinder seien überrascht gewesen, dass viel mehr Arbeit dahintersteckt, als sie gedacht hatten, bis ein Buch im Regal steht.

Am Ende durften sie die neu erworbenen Schätze natürlich als erste entleihen - und selbst auf ihren Namen verbuchen.

veröffentlicht in: Kultur Bücherei - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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