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school.beatz.fm - Live on Air im Gymnasium Veitshöchheim - Gelungene Radiobeiträge und Hörspiele von P-Seminaristen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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In dieser Woche ging in der vollbesetzten Schulaula des Gymnasiums Veitshöchheim erneut ein interessanter und kurzweiliger Abend unter dem Titel „school.beatz.fm – Live on Air“ über die Bühne.

Link auf Mainpost-Artikel vom 7.12.2011 (pdf.Datei)

Neben einem Rundfunkgebühren- und einem originellen Werbespot für den Sponsor „Kressbau“ hatten einzelne Gruppe mit viel Engagement und Herzblut jeweils drei Beiträge im P-Seminar "Radio" unter Leitung von Stefanie Michaeli und im P-Seminar "Hörspiel" unter Leitung von Claudia von der Goltz getrennt erarbeitet.

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Die Schülerinnen Constanze Flesch und Janina Hottinger moderierten eine Radiosendung mit professionell anmutenden Hörspielen und Radioreportagen, 

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garniert mit Live-Musik von Angelika Waigand (Gitarre), Janina Hottinger (Ukulele), Constanze Flesch (Querflöte), Anne Kulawik (Saxophon/Klaiver) und Marcel Nieberler (Schlagzeug).  

Neben einem Rundfunkgebühren- und

 

einem originellen Werbespot für den Sponsor „Kressbau“ hatten einzelne Gruppe mit viel Engagement und Herzblut jeweils drei Beiträge im P-Seminar "Radio" unter Leitung von Stefanie Michaeli und im P-Seminar "Hörspiel" unter Leitung von Claudia von der Goltz getrennt erarbeitet.

Dritter Preis beim BR-Turn on-Radiowettbewerb 

Die Schüler des P-Seminars "Radio" hatten sich von einem Profi, dem Mediencoach Patrick Obrusnik vom Bayerischen Rundfunk das journalistische und technische Rüstzeug geholt, um Radio machen zu können.

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Recht erfolgreich taten dies Janina Hottinger, Melina Armer, Saskia Kolb und Sophie Prauser, die mit ihrem Hörstück „City rocks, Provinz sucks“ beim diesjährigen Radio-Wettbewerb „Turn on Schulradio“ des Bayerischen Rundfunks den dritten Preis erringen konnten. Eine Jury aus erfahrenen BR-Journalisten und Jugendlichen hatte die 120 Einsendungen gesichtet und eine Auswahl getroffen. 20 Hörstücke kamen in die Endrunde und wurden bei der Preisverleihung im Funkhaus von der Endjury nochmals live bewertet und prämiert. Die Schülerinnen hatten aus der Region stammende Musikgrößen wie den Songschreiber Markus Rill, den Zeller Rocksänger Frankie Kühnlein von Null dB und Carolin No kontaktiert und interviewt und als Resümee festgestellt: „Es kommt hier nicht nur darauf an, wie gut du bist, sondern auch, dass man die richtigen Leute kennt, um Erfolg zu haben.“ Dies sei natürlich in der Großstadt leichter, andererseits hier aber die Konkurrenz größer. So zogen denn auch Caro und Andreas Obieglos (Carolin No) 2009 aus dem beschaulichen Würzburg in den multikulturell aufgeladenen Berliner Kreuzkölln-Kiez.

In der Radio-Reportage „Fasching mal ohne Maske“ schauten Anna Kress, Timothy Paling und Lisa-Christin Sungl bei der Generalprobe der „Fastnacht in Franken“ hinter die Kulissen und fragten den Fastnachts-Verbandspräsidenten Bernhard Schlereth, den Büttenredner-Stars Peter Kuhn und „Dreggsagg“ Michl Müller, ob man sie wirklich braucht, die Fastnacht auf Knopfdruck. Dabei bekannte Müller, dass er eigentlich mit ihr nichts am Hut hat, sie aber seiner Karriere sehr förderlich war. Das Fazit der Radio-Crew: „Bei diesem Funktionärsfasching geht es primär ums Geld und das Narrenvolk macht mit.“

Viel zu lachen gab es beim Rundfunkgebührenspot von Maria Englert, Lena Issing, Lukas Herbert und Gloria Bauer sowie beim Radio-Beitrag von Emilia Ruppel, Hannah Breunig und Marcel Junker: Einer nach Würzburg versetzten Managerin aus Berlin ist der „Fränkische Dialekt“ ein Greuel. Bis sie sich schließlich in diesen verliebt und bei ihren Nachforschungen erkennt, dass der Ostfranke harte Konsonanten weich ausspricht und die Endungen weglässt so wie in „I ha e ä ü (Ich habe ein Ei übrig).

Sprechtraining bei einem Schauspieler des Würzburger Stadttheaters nahmen die Schüler von Claudia von der Goltz für ihre Hörspiele. In „Weihnachtsgeschichte eines Musikers“ nach dem Text von Angelika Waigand sorgte Verena Serhijenko dafür, dass die von Julia Kleinwechter als Erzähler und von Jakob Wohlleber gesprochenen Texte mit der dazu von Anne Kulawik eigens komponoierten und am Klavier gespielten Musik richtig gemixt wurde. Die rührselige Geschichte erzählt, wie ein abgehalfterter, erfolgloser Musiker durch einen kleinen Vogel mit großen schwarzen Knopfaugen erfährt, wie schön die Welt sein kann und er wieder die Freude am Musizieren gewinnt.

Beim Hörspiel „Omas Geheimnis“ (Autorin Eva Heller mit Janne Hansen und Julia Pröstler, Marcel Nieberler, Marko Pavicic, Angelika Waigand und Christian Gerhard) entdecken der zwölfjährige Tom, die elfjährige Lea und die sechs Jahre alte Sophie hinter einem Regal im Keller ihrer Oma ein völlig verstaubtes Zimmer, in dem, wie sie dann erfahren, sich befreundete Juden vor Hitlers Holocaust retten konnten und dass ihre Oma eine Heldin ist.

Märchenhaft ging es dann im dritten Hörspiel „Isabella und der Mondmann“ von Constanze Flesch, Christian Gerhard, Michaela Hehrlein, Angelika Waigand, Janik Hoffmann und Julian Schömig zu, in der das Kind erfährt, woher die Sternschuppen kommen.

P-Seminare sind die Kür

„Projekt-Seminare sind die Kür im schulischen Alltag am Gymnasium Veitshöchheim.“ verdeutlichte Schulleiter Dieter Brückner bei der Begrüßung. Hier müssen Schüler und Lehrer nicht mühsam den Lehrplan umsetzen, sondern können ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Die überwiegend eigenständig arbeitenden Schüler erfahren dabei auch durch Kontaktierung außerschulischer Projekt-Partner, welche Anforderungen von Hochschule und Berufswelt gestellt werden. Ganz nebenbei lernen sie, Projekte zu planen und umzusetzen, zu diskutieren und kreativ zu arbeiten.

Da die ein Jahr dauernden P-Seminare so angelegt sind, dass die Teilnehmer am Ende ihre Ergebnisse vor schulischem und externem Publikum öffentlichkeitswirksam präsentieren, bereichern sie zugleich das Schulleben und liefern einen Beitrag zum kulturellen Leben der Gemeinde.

So hatten jüngst Q11-Schüler in einer sehenswerten Namibia-Ausstellung die ehemalige Kolonie im südlichen Afrika unter Wilhelm II und Schauplatz des Völkermords an den Herero ins Visier genommen. Weiter richtete ein P-Seminar, inspiriert vom Erfolg der „Nacht der offenen Kirchen“ in anderen Städten, erstmalig auch in Veitshöchheim eine ähnliche Veranstaltung aus.

Sehenswert und eindrucksvoll war auch der Abend zum 9.November, an dem 14 Schülerinnen die im Rahmen des Projekt-Seminars „Performance“ unter Leitung ihrer Kunstlehrerin sechs kurze Interpretationen des Begriffs „Freiheit“ mit einigen Schreckensereignissen aus der deutschen Geschichte in Kontrast setzten.

 

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