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France Mobil machte im Gymnasium Veitshöchheim den Fünftklässlern die französische Sprache schmackhaft

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Voller Begeisterung mit machten die Fünftklässler des Gymnasiums Veitshöchheim in einer außergewöhnlichen Unterrichtsstunde mit dem France-Mobil-Lektor Antoine Sourdean.

Der in Belgien beheimatete Sportlehrer ist für ein Jahr für das Institut Français Deutschland in Erlangen tätig. Er kam in die Schule, um in spielerischer Form den 81 Schülern der drei fünften Klassen in einer Unterrichtseinheit Französisch und Frankreich ein wenig vorzustellen und für die zweite Fremdsprache zu werben. Er sprach den Großteil der Stunde mit den Kindern Französisch, obwohl diese noch keine einzige Stunde Französisch an der Schule hatten. Er verstand es, die Fünftklässler so mitzunehmen, dass sie dabei Spaß hatten.

Das France-Mobil ist eine Initiative, die die Kulturabteilung der französischen Botschaft in Berlin, die deutsch-französischen Institute und die Robert-Bosch-Stiftung schon vor einigen Jahren angestoßen haben. Jährlich zwölf France-Mobil-Referenten fahren zu Schulen in ganz Deutschland, um für Französisch als Fremdsprache zu werben. Die Renault Deutschland AG stellt die zwölf FranceMobile, zwölf Kangoos, zur Verfügung und finanziert Versicherung und Pflege der Fahrzeuge.

Als erstes ging es darum, wie man sich auf französisch begrüßt, von "Bonjour", "Salut" bis zu "Wesh" ("hi", mit Abklatschen siehe unten)

Alle begrüßten sich so auch gegenseitig.

Wie könnte es anders sein, lernten die Schüler auch, wie man Zahlen und das Alphabet auf französisch buchstabiert und hatten dann den Namen des Lektors zu erraten.

Wie die Gesichter auf der Tafel rechts zeigen, drückt man sich auch im Französischen unterschiedlich aus, wie es einem so geht . Von  "ça va bien" (es geht mir gut), über "ça va con si con ça" (mal so mal so, ist okay) bis "ça va pa" (es geht gerade noch so).  Schließlich stellte sich ein jeder vor mit "Je m'appelle ....".

Dann galt es anhand der auf die Tafel gemalten Umrisse die Länder Frankreich und Belgien zu raten. Wie Antoine sagte, ist er elterlichseits halb Belgier und halb Franzose. Dann machten sich die Schüler als Touristen auf die Reise nach Paris, wo sie die Sehenswürdigkeiten wie den Eifelturm (Foto links)  oder den Arc de Triumpf (Foto oben) zu erraten und darzustellen hatten.

Nach Aufsagen der Farben der beiden Nationalflagen bleu (blau), blanc (weiß), rouge (rot), noir (schwarz) und jaune (gelb) galt es anschließend für jeden Schüler, im Klassenraum ein entsprechendes Farbsymbol ausfindig zu machen und anzufassen (toucher).

Anschließend ging es ums Essen (manger), wo der Lektor die Schüler befragte, welche Spezialitäten sie kennen. So nannten diese u.a. Croissant, Baguette, Crepes und Camembert.

Dass es in beiden Sprachen ähnliche Begriffe gibt, zeigte sich, als er Symbole auf Karten zeigte wie Zitrone, Banane, Telefon, Salat, Kaktus, Kiwi, Radio, Gitarre, Kaffee oder Schokolode.

Aufgeteilt in vier Gruppen galt es für die Fünftklässler, im Wettstreit zu aufgesagten Begriffen  das auf dem Boden liegende, zum Begriff passende Foto zu finden.

 

 

 

 

Die Unterrichtsstunde war so schnell im Flug vorüber.

Nun hofft die Französischfachschaft des Gymnasiums, die den Besuch des FranceMobil organisiert hat, dass dieser Vormittag bei den Fünftklässlern die Lust geweckt hat, mehr über unser Nachbarland zu erfahren. Karin Steck: "Und vielleicht entscheidet sich ja der ein oder andere Schüler aufgrund dieses anregenden Vormittags ja auch dafür, in der sechsten Klasse Französisch als zweite Fremdsprache zu wählen."

Denn: Jeder europäische Bürger sollte neben der Muttersprache mindestens zwei moderne Fremdsprachen beherrschen – so fordert es die Europäische Kommission.

Warum sollte – nach Englisch – gerade Französisch als zweite moderne Fremdsprache erlernt werden?

  • Es wird in unseren Nachbarländern Frankreich, der Schweiz, Luxemburg und Belgien gesprochen. Viele Deutsche sind dort auch als Touristen unterwegs.
  •  Französisch ist auch eine Weltsprache, die beispielsweise in Kanada und in weiten Teilen Afrikas gesprochen wird.
  •  Im Straßburger Europaparlament und in der EU-Kommission in Brüssel ist Französisch eine der Amtssprachen.
  • Frankreich ist überdies der wichtigste Handelspartner Deutschlands, weshalb Französischkenntnisse auch auf dem Arbeitsmarkt immer ein Pluspunkt sind.
  • Seit dem Elysée-Vertrag vom 22. Januar 1963 gibt es so viele Austauschprogramme mit Frankreich wie mit keinem anderen Land – und damit zahlreiche Möglichkeiten die Sprache anzuwenden. Das Deutsch-Französische Jugendwerk bietet Austauschprogramme an, von denen jährlich Tausende Schülerinnen und Schüler profitieren.

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