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Dr. Farassat-Stiftung in Veitshöchheim gegründet - Ziel: Junge hochbegabte über 22 Jahre alte Minderleister erkennen, fördern, integrieren

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

In der Startphase der in Veitshöchheim neugegründeten Dr. Farassat-Stiftung suchen Persönlichkeitstrainierin Ursa Marie Kahn und Geschäftsführer Reinhard Foegelle vier bis sechs junge Menschen im Alter von 22 bis 35 Jahren, die trotz Hochbegabung in einem naturwissenschaftlichen oder technischem Studium gescheitert sind oder hier in den ersten Berufsjahren erfolglos blieben. Ziel ist, dieses Klientel in das soziale, gesellschaftliche und berufliche Leben einzugliedern, ihnen zu helfen ihr negatives Selbstkonzept abzubauen, ihre Persönlichkeitsstruktur zu stärken und Vertrauen in ihre herausragenden Fähigkeiten zu entwickeln, damit der Neustart gelingt.

In der Startphase der in Veitshöchheim neugegründeten Dr. Farassat-Stiftung suchen Persönlichkeitstrainierin Ursa Marie Kahn und Geschäftsführer Reinhard Foegelle vier bis sechs junge Menschen im Alter von 22 bis 35 Jahren, die trotz Hochbegabung in einem naturwissenschaftlichen oder technischem Studium gescheitert sind oder hier in den ersten Berufsjahren erfolglos blieben. Ziel ist, dieses Klientel in das soziale, gesellschaftliche und berufliche Leben einzugliedern, ihnen zu helfen ihr negatives Selbstkonzept abzubauen, ihre Persönlichkeitsstruktur zu stärken und Vertrauen in ihre herausragenden Fähigkeiten zu entwickeln, damit der Neustart gelingt.

Ihre ehemaligen Räume von Hufeisen-Reitsport e.K. in der Schleehofstr. 12 im Veitshöchheimer Gewerbegebiet hat die Inhaberin Silvia Naumann einer neuen Nutzung zugeführt. Einzug gehalten und ihre Arbeit aufgenommen hat hier die Dr. Farassat-Stiftung, im Handelsregister beim Amtsgericht Würzburg am 4. Februar 2016 unter der Nummer HRB 13061 als Gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) eingetragen.

Bei einem Pressegespräch in den Räumen der Stiftung in der Schleehofstraße 12 stellten Geschäftsführer Reinhard Foegelle und Persönlichkeitstrainerin Ursa Marie Kahn sich und ihre Arbeit für die Stiftung vor. Als Dritter im Bunde ist Otto Kettmann für die Bereiche Kommunikation und Administration verantwortlich.

Stifter Dr. Farhad Farassat, Mitbegründer und langjähriger Geschäftsführer der F&K Delvotec GmbH in München Ottobrunn, ein führender Anbieter von Bondsystemen mit weltweitem Kundenstamm und mehr als 1700 installierten Maschinen, wird sich laut Foegelle im Alter von 70 Jahren Ende 2016 aus der Firma zurück ziehen, da er seine Geschäftsanteile an die Fa. Strama MPS Maschinenbau in Straubing verkauft hat.

In der Branche gemeinhin nur als Dr. "Bond" bekannt, hat der gebürtige, seit 1966 in München lebende Iraner über 40 Patente, an denen er mitwirkte, eingereicht oder erteilt. Wie der Physiker über seine Stiftung im Internet schreibt, sei die Menschheit in Gefahr, mit der Technik ihre Würde zu verlieren. Farassad: "Wir brauchen heutzutage aber alle Begabungen, um neue Techniken zu entwickeln, sie maßvoll und verantwortlich einzusetzen." Hochbegabte können hier nach seinen Worten einen wichtigen Beitrag leisten. Doch gerade viele hochbegabte Menschen bleiben nach seinen Erkenntnissen auf der Strecke, nämlich diejenigen, die mit dieser Gesellschaft nicht mehr zurechtkommen. Da der Staat aber solche Personen nicht fördere, brauche man Institutionen, die solchen Minderleistern unter die Arme greifen und ihnen dabei helfen, sich eine Zukunft in unserer Gesellschaft zu schaffen.

Deshalb habe er sich entschlossen, solchen hilfsbedürftigen Menschen durch seine Stiftung eine Unterstützung zu geben, um sie wieder in unsere Gesellschaft zu integrieren, wo sie sich wohl fühlen können.

Standort Veitshöchheim optimal

Obwohl der Firmensitz des Stifters München-Ottobrunn ist und sowohl Foegelle als auch Kahn bislang in Freiburg beheimatet waren, wählten sie den Raum Würzburg aufgrund seiner strategisch günstigen Lage als Sitz der gemeinnützigen Stiftungsfirma.

Im Umkreis bis zu 150 Kilometer würden die Städte Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und Schweinfurt liegen mit vielen High-Tec-Unternehmen. In Veitshöchheim wurden sie aufgrund einer Mainpost-Anzeige fündig. Hier verfügen sie in der Schleehofstraße 12 in zwei Stockwerken über 220 Quadratmeter, im Einzelnen über drei Coaching-Räume, drei Büros, mehrere Sozialräume und ein Verwaltungs-Backoffice.

Der Förderansatz der Stiftung basiert auf zwei Säulen, so Geschäftsführer Foegelle.

Zunächst sollen in der ersten Phase die vier bis sechs Geförderten als Team mittels eines Persönlichkeitstrainings auf das Berufsleben vorbereitet werden. Kahn: "Hier steigern wir das Selbstwertgefühl, fördern die Sozialkompetenz und vermitteln Krisenbewältigungsstrategien." Dafür sei eine Dauer von drei bis fünf Monaten vorgesehen.

Die Persönlichkeitstrainerin erklärte, dank ihrer Hochsensibilität und Empathie entstehen therapeutische Ansätze, die jenseits der Normen sind und den Menschen helfen, ihr Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Ausgestattet mit multipler Hochbegabung im analytischen und kreativen Bereich, stelle sie ihre Arbeit in den Sinn einer höheren Wertigkeit, der Liebe im Miteinander. Sie sei in Lage, das gesamte Spektrum der Möglichkeiten ausschöpfen, damit sich Kreativität, besondere Begabungen und eigene Wertschätzung entwickeln. Die jeweiligen Trainingskonzepte (z. B. Traumalösung, Resilienztraining, Emotional- und Kommunikationstraining, Transaktionsanalyse) würden sich nach den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen richten. Angewandte Lebenspraxis, spezielle Projekte in Gruppenarbeiten und emotionale Begleitung würden die Sozialkompetenz im Miteinander, die Motivation sowie das Lern- und Arbeitsverhalten fördern, in Einzel-und Gruppensitzungen die Teilnehmer Krisenbewältigungsstrategien erlernen.

In der zweiten Phase schließe sich bis zu einem Jahr die Arbeit in der Praxis an. Foegelle: "Wir akquirieren hierfür Werkaufträge von High-Tec-Unternehmen, die das Team der Geförderten gemeinsam bearbeitet."

In der Hochtechnologie, insbesondere in den Bereichen Medizintechnik und Physik, seien Expertenwissen, hohe Intelligenz und kognitives Leistungsvermögen erforderlich. Um das hohe Potenzial der Hochbegabten zu nutzen, können Unternehmen Spezialaufgaben als Werkaufträge ausgliedern.

Von der Stiftung geförderte Hochbegabte seien in der Lage, in diesen Bereichen als Projekteams zu arbeiten. In der Gruppe sei es leichter Sicherheit zu gewinnen, Vertrauen aufzubauen und sich gegenseitig eine Stütze zu sein, also völlig anders, als sonst in den Betrieben üblich.

Während der Integrationsphase würden die Teammitglieder von der Stiftung weiterhin betreut. Für die Unternehmen bietet laut Foegelle der Einsatz solcher Spezialteams immense wirtschaftliche Vorteile, wie erstklassige Ergebnisse, Zeit- und Kostenersparnis und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Derzeit stellt der Geschäftsführer nach dem Aufbau der Grundstrukturen das erste Team zusammen, das vier bis sechs Mitglieder umfassen soll. Es sollen junge Menschen sein, die möglicherweise erste berufliche Erfahrungen gesammelt haben oder die Studienwechsel wegen eines gescheiterten Abschlusses hinter sich haben. Dabei suche man im ersten Schritt junge Menschen mit Talenten im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich.

Da noch nicht alle Plätze vergeben sind, können sich Angesprochene noch für das Training bewerben.

Das Training und eventuelle notwendige Übernachtungen sind laut Geschäftsführer für die Teilnehmer kostenlos. Lediglich Fahrt- und Lebenshaltungskosten müssten von diesen selbst getragen werden.

Diskrepanzen bei Hochbegabten

Optimal sind die kurzen Wege zu Professor Dr. Wolfgang Schneider von der Uni Würzburg und seiner Begabungspsychologischen Beratungsstelle. Denn nach den Worten von Ursa Marie Kahn, die den Bereich des sozialen und psychologischen Trainings der Hochbegabten verantwortet, sind diese Menschen anders.

Wie jedes „Anders-Sein“ entstünden daraus besondere Herausforderungen. Dies gelte im Umgang mit Familie, sozialem und beruflichem Umfeld. Gelinge es, die Herausforderungen zu meistern und die eigenen Talente umzusetzen, würden Hochbegabte außergewöhnliche Leistungen erzielen. Gelinge dieses nicht, würden Hochbegabte rasch auf die Schattenseite des Lebens geraten.

Das „Anders-Sein“ führe zur Infragestellung der eigenen Persönlichkeit, das sich auch in einem mangelnden Selbstwertgefühl äußern kann. Der Einstieg in Studium und Berufsleben ist nach Kahns Worten ein tiefer Einschnitt. Während auf der einen Seite hohe intellektuelle Fähigkeiten stehen, hinke die soziale Reife hinterher.

Diese signifikante Diskrepanz führe im beruflichen Alltag zu Konflikten. Im günstigen Fall würden Hochbegabte als „Streber“ wahrgenommen, im ungünstigen als Bedrohung. Dies senke erneut die Chancen, von der Gesellschaft verstanden und akzeptiert zu werden.
Die Persönlichkeitstrainerin der Stiftung ist überzeugt, durch ihre Arbeit die Weichen stellen zu können, damit Leistungspotentiale, Selbstwert und Kreativität sich wieder zeigen und gelebt werden können.

Kontaktdaten
  • Reinhard Foegelle, Geschäftsführer
  • Dr. Farassat-Stiftung gGmbH
  • Schleehofstr. 12
  • 97209 Veitshöchheim
  • Festnetz + 49 931 / 3049989 / 30
  • Mobile +49 173 / 2938688
  • www. farassat-stiftung.de

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