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81 Teilnehmer der Veitshöchheimer Sportabzeichenaktion im Alter von sechs bis 86 Jahren ausgezeichnet

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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Erinnerungsbild von der Sportabzeichenverleihung mit v.l.n.r. Bürgermeister Rainer Kinzkofer, Jürgen Anstatt, Brigitte Schabel-Unger und Sigi Hoffmann (alle 10. Sportabzeichen), Sigrid Then (20. SA), Hermann Muth (15. SA), Gerhard Oehler (mit 86 ältester Teilnehmer), Konrad Gerhard (35. SA), Dietmar Wagenschein (Vertreter der größten Gruppe und Sportabzeichenobmann Bernhard Kronewald, vorne die jüngsten Teilnehmer

Seine Verbundenheit zum Sport unterstreicht alljährlich Bürgermeister Rainer Kinzkofer mit der feierlichen Verleihung der Urkunden und Nadeln an die Teilnehmer der auch für Nichtmitglieder offenen Sportabzeichenaktion der Turngemeinde Veitshöchheim 1877 e.V. (TGV). 81 Teilnehmer, darunter 15 Jugendliche, ehrte er so gemeinsam mit Sportabzeichenobmann Bernhard Kronewald nun schon zum 22. Mal im repräsentativen Ambiente des Bacchuskellers in gemütlicher Atmosphäre..

Völlig geänderte Rahmenbedingungen

Das von Carl Diem eingeführte Deutsche Sportabzeichen feierte 2013 sein 100-jähriges Bestehen. Es wurde grundlegend reformiert. Die 81 Teilnehmer im Alter von sechs bis 86 Jahren sahen sich nun völlig geänderten Anforderungen an die sportlichen Leistungen ausgesetzt.

Statt bisher fünf gibt es seit heuer nur noch vier Disziplingruppen mit neuen Werten und neuen Altersgruppen.

In jeder der Disziplingruppen AUSDAUER, KRAFT, SCHNELLIGKEIT und KOORDINATION  konnte nun je nach Vorliebe und Können der Einzelne unter fünf alternativen Sportarten wählen, so beispielsweise bei der Ausdauer unter Langlauf, Walking, Schwimmen oder Radfahren, bei der Kraft unter Medizinballwurf, Kugel- oder Steinstoßen, Standweitsprung und Gerätturnen, bei der Schnelligkeit unter Laufen, Schwimmen, Radfahren oder  Gerätturnen und bei der Koordination unter Hochsprung, Schleuderball, Seilspringen oder Gerätturnen.

Nicht mehr abgenommen wurde heuer das Bayerische Sportleistungsabzeichen. Wie bisher bei diesem gibt es dafür nun auch beim Deutschen Sportabzeichen die drei  Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold.

Der Dank des Bürgermeisters galt dem 72jährigen Bernhard Kronewald, dass er diese Reform des Sportabzeichens zusammen mit seinen Prüfern Sigrid Then,, Armin Fuchs, Günther Grein, Manfred Roßner und Anton Weber so großartig bewältigte. Seit 1992 ist der noch sehr sportlich und drahtig wirkende Senior in Veitshöchheim als Obmann für die Abnahme des  Sportabzeichens zuständig, das er selbst bereits 29mal absolviert hat. Er stellt nicht nur den Zeitplan für die 15 jährlichen Abnahmetermine auf und koordiniert den Einsatz der Helfer und Prüfer für die einzelnen Disziplinen. Er ist auch jedes Mal selbst als Berater der Freizeitsportler und Prüfer vor Ort , schreibt und wertet die Ergebnisse zur Ausstellung der Urkunden aus, um dann diese beim jährlich Vorjahr mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet.

Firma Automotive Wegmann mit den meisten Teilnehmern

Besonders freute sich Kronewald, dass heuer unter der Regie von Dietmar Wagenschein 26 Teilnehmer dabei waren, die zum ersten Mal das Sportabzeichen ablegten, darunter  alleine 18 Mitarbeiter der Firma Automotive Wegmann. Der zweite Preis von 50 Euro ging an die zum zweiten Mal unter der Leitung von Jürgen Anstatt teilnehmenden TGV-Volleyballer (13 Abzeichen) und die TGV-Freizeitsportgruppe von Manfred Roßner errang mit sieben Abzeichen den dritten Preis über 25 Euro .

Gerhard Oheler mit 86 Jahren ältester Teilnehmer

Dass es nie zu spät ist, sich sportlich zu fordern, das eigene Phlegma zu überwinden und die eigene Leistungsfähigkeit  unter Beweis zu stellen, demonstrierte einmal mehr der inzwischen schon 86 Jahre Gerhard Oehler unter Beweis, der erst mit über 70 Jahren zu trainieren anfing und nun heuer schon zum vierzehnten Mal das DSB-Abzeichen in Empfang nehmen konnte. Spitzenreiter ist Manfred Roßner, der das DSB-Abzeichen schon zum 39. Mal schaffte. Ihn belohnte der Bürgermeister bei seiner letzten Ehrung in seiner Amtszeit mit der 5,3 Kilogramm schweren Ortschronik.  

Jubiläen feiern konnten:

  • Gerhard Konrad 35 x Gold
  • Marita Wiemert 30 x Gold
  • Dr. Bernhard Wießmann 25 x Gold
  • Sigrid Then 20 x Gold
  • Hermann Muth 15 x Gold
  • Brigitte Schabel-Unger 10 x Gold
  • Sigi Hofmann 10 x Gold
  • Jürgen Anstatt 10 x Gold

Kronewald versäumte es nicht am Ende der Feierstunde nicht nur seinem engagierten Prüferteam, sondern auch dem Bürgermeister zu danken, denn die Gemeinde trug neben den Prämien für die stärksten Gruppen auch die Kosten für die Urkunden und Nadeln des DSB und den Umtrunk nebst Gebäckstangen.

2014 besteht wieder nach den Pfingstferien die Möglichkeit, bis zu den großen Ferien zweimal in der Woche auf der Freisportanlage die leichtathletischen Disziplinen unter Anleitung zu trainieren und abzulegen.


Beschreibung der Sportabzeichen-Neuerungen

  • Das Deutsche Sportabzeichen setzt durch sein stark überarbeitetes Format und einem mit einer klaren Systematik und inneren Logik versehenen Leistungskatalog neue Impulse für den Breitensport. 
  • Vergabe nun in drei Stufen in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, untergliedert in Bronze, Silber und Gold, abhängig von der erreichten Punktzahl.
  • Der Grundgedanke ist, dass Sportler mit etwas geringerer Leistungsfähigkeit auf jeden Fall das Abzeichen in Bronze erhalten können, allgemein Trainierte können Silber schaffen. Wer das Abzeichen in Gold erlangen möchte, muss entsprechend trainieren, am besten natürlich bei einem der zahlreichen Sportabzeichen-Treffs in den Vereinen.
  • Die Werte der Leistungstabelle des neuen Deutschen Sportabzeichens sind völlig neu aus wissenschaftlichen Studien und statistischen Berechnungen heraus entstanden sind.
  • Neu ist die Reduzierung auf künftig nur noch vier Disziplingruppen, orientiert an den motorischen Grundfähigkeiten Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Koordination: Leichtathletik, Schwimmen, Geräteturnen und Radfahren.
  • Außerdem sind neue Altersgruppen hinzugekommen. So wurde im Erwachsenenbereich die Altersklasse „ab 80“ ersetzt durch: 80-84, 85-89, ab 90 Jahre. Im Kinder- und Jugendbereich kam die Altersklasse „6/7 Jahre“ hinzu. 

Link auf Leistungskatalog Erwachsene  (pdf.Datei)

Link auf Leistungskatalog Jugend und Kinder  (pdf.Datei)

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