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Veitshöchheimer Theater am Hofgarten feiert 25jähriges Bestehen mit "Hier sind sie richtig" - Premiere am 13. Oktober

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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Sehr lustig wird es zugehen beim Jubiläumsstück „Hier sind Sie richtig“ des Theaters am Hofgarten.  Seit  fünf Monaten bereiten sich darauf im  angemieteten Gewölbekeller in der Veitshöchheimer Herrnstraße sehr fleißig unter der Regie von Winfried Knötgen vor (von links): Birgit Leimkötter, Peter Kern, Bernd Schäfer, Stefanie Steinhofer, Manuel Seemann, Birgit Wolf-Kroll, Charmaine Trabold und Walter Dittmaier.

Link auf Mainpost-Vorankündigung vom 10.10.2012 (pdf.Datei) 

Zur Feier ihres 25jährigen Bestehens serviert heuer die Amateurspielgruppe des Veitshöchheimer Theaters  am Hofgarten ihrer ständig steigenden Anhängerschar in den Mainfrankensälen in sechs Vorstellungen die turbulente Verwechslungs-Komödie „Hier sind Sie richtig“ von Marc Camoletti.

Was passiert, wenn vier unter einem Dach lebende Damen mit unterschiedlichen Interessen zufällig zur selben Zeit eine Zeitungs-Annonce aufgeben? „Es bleibt kein Stein auf dem anderen - und garantiert kein Auge trocken“, berichtet Regisseur Winfried Knötgen von den Probearbeiten, die schon seit vielen Wochen in dem von der Gemeinde mietfrei zur Verfügung gestellten Theaterkeller in der Herrnstraße 17 auf Hochtouren laufen.

Charmaine Trabold mimt die Diva Georgette, für deren Wohnung sich Bernard (Bernd Schäfer) interessiert. Stefanie Steinhofer schlüpft in die Rolle der Malerin Jacqueline. Als Gegenpart sorgt Manuel Seemann als  Aktmodell Spartacus für gehörigen Wirbel. Birgit Leimkötter möchte als Pianistin Janine Klavierunterricht geben und findet den schusseligen Jean alias Peter Kern. Schließlich ist noch Birgit Wolf-Kroll als Dienstmädchen Paulette mit von der Partie. Ist für sie Bertrand alias Walter Dittmaier der passende Heiratskandidat?

Da keine der vier Damen von den anderen Anzeigen weiß, kommt es zu einer Kette von Verwechslungen und teilweise äußerst peinlichen Situationen. Die Zuschauer können an kommunikativen runden Tischen inmitten der Dorfkulisse von Veitshöchheim sitzend gespannt sein, ob im kuriosen Finale jeder Topf seinen Deckel findet.

Stimmiges Ambiente und Wohlfühltheater mit Essen und Trinken, so lautet die erfolgreiche Devise des Vereins seit 1995 für nicht nur kulturell hungrige Besucher. Auch bei den Jubiläumsveranstaltungen können sich die Besucher zwischendurch auch lukullisch an Speisen und Getränken laben.   

  • Samstag 13. Oktober/Premiere (Beginn 19 Uhr);
  • Sonntag 14. Oktober,  17 Uhr, Jubiläumsveranstaltung mit Empfang für geladene Gäste (Mitglieder, Gemeinderat, Vereinsvertreter)
  • Samstag 27. Oktober (Beginn 19 Uhr),
  • Sonntag, 28. Oktober (Beginn 18 Uhr),
  • Samstag, 17. November (Beginn 19 Uhr) und
  • Sonntag, 18. November (Beginn 18 Uhr).

Die Eintrittskarten kosten im Vorverkauf 10 bzw. 8 Euro (erm.) an der Abendkasse 12 bzw. 10 Euro.

Vorverkauf und Kartenreservierung bei: Rosenapotheke, VHH, Bahnhofstr. 12 (0931) 91500; Raumausstattung, P. Kern, Würzburger Str. 52-54, Güntersleben,  (09365) 5280; Bernd Schäfer (0931) 94993; Alexander Götz (0151) 26412756.

 


Eine bewegte, ereignisreiche Vereinsgeschichte - Historie des Theater am Hofgarten e.V.

Der am 5. Juni 1987 in das Vereinsregister eingetragene Theaterverein hat zwar eine nur relativ kurz, aber schon  bewegte Vereinsgeschichte mit vielen Highlights und auch kritischen, unruhigen Phasen hinter sich, die durch den unermüdlichen Einsatz, durch die Loyalität und die Begeisterungsfähigkeit der Mitglieder wohlbehalten überstanden wurden. Er bereicherte in den 25 Jahren seines Bestehens zweifellos das Ortsgeschehen in kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht.  

Gegründet wurde er von 13 Enthusiasten, die vorher bereits drei Jahre lang für den Veitshöchheimer Carnevalsclub

auf der Bühne gestanden waren.

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Zu ihnen gehört Walter Dittmaier, der im Jubiläumsjahr nun schon seit 27 Jahren erfolgreich auf der Bühne steht, fast immer in tragenden Rollen.

Die ersten 13 Jahre lenkte Ingo Iversen als erster Vorsitzender bravourös die Geschicke des Vereins und genauso erfolgreich tat dies seit 2001 bis heuer in Doppelfunktion als Regisseur Winfried Knötgen. Im Jubiläumsjahr übernahm  Bernd Schäfer die Vereinsführung.

Jedes Jahr stehen zwei Produktionen an, meist ein großes, abendfüllendes Stück im Frühjahr und ein Weihnachtsmärchen im Dezember, bei dem auch viele Kinder und Jugendliche mitwirken.

Das erste, inzwischen zur äußerst publikumswirksamen Tradition gewordene Weihnachtsmärchen "Der Froschkönig" findet 1993 statt, ein Jahr später "Aschenputtel". Der Verein kann seitdem aus dem Erlös der Märchenaufführungen bereits über 10.000 Euro für soziale Zwecke an diverse Organisationen wie die Aktion Patenkind der Mainpost oder dem Verein „Fortschritt“ spenden.

Die jeweiligen Spielleiter und Regisseure Günther Stadtmüller, Hartmut Wahlen, Sigrid von Schrötter und Winfried Knötgen sowie dazwischen Sabine Sommer verstehen es immer wieder, publikumswirksame Stücke einzustudieren.

Beispielhaft für die große Bandbreite der verschiedenen Darstellungsformen sind die unvergessenen Auftritte mit der „Fränkischen Weihnacht“ (1988), "Immer Ärger mit den Alten" als erstmalige Verbindung von Genuss für Körper und Geist mit einem Menü im Gasthaus "Zum Löwen" in Retzbach (1993).

 

Stimmiges Ambiente und Wohlfühltheater mit Essen und Trinken, so lautet überhaupt die erfolgreiche Devise des Vereins seit 1995 für nicht nur kulturell hungrige Besucher.

"Das Festkomitee" heißt das Stück im Jubiläumsjahr der Gemeinde 1997.

Höchst unterhaltsame und vergnügliche Theaterkost bietet so das Theater auch 1999  mit dem Schwank in drei Akten "Der Meisterlügner" von Hans Kirchhoff

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"Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" präsentiert das 18köpfige Ensemble im gleichen Jahr zu Weihnachten.

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„Der Zweck heiligt die Mittel“ 2000

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Aufführung des Märchen „Zwergnase“ 2001 

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Zum Event werden  2001 der Schwank "Aphrodites Zimmer"

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und 2002 die Kriminalposse „Diamantenroulette“.

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Im gleichen Jahr verzaubert das Theater bei der Märchenaufführung „Die kleine Meerjungfrau“ das Publikum mit einfühlsamen Schattenspielszenen.

2003 verzichtet Knötgen auf ein großes Stück und präsentiert dafür im Rahmen des Kulturherbstes des Landkreises in der intimeren Atmosphäre des Bacchuskellers unter dem Motto „Nix wie weg oder endlich wieder daheim“ Improtheaterbeiträge, Sketche, Lieder und Einakter zum Thema Urlaub und bezieht dabei auch das Publikum mit ein.

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1500 große und kleine Fans zieht an Weihnachten 2003 das Märchen "Hotzenplotz" in zwei Aufführungen an. Die Säle müssen wegen Überfüllung geschlossen werden.

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2004 mangelt es bei der fetzigen Männer-WG-Komödie "Bier, Bits und ein Baby" zunächst an männlichen Darstellern.

Das 25köpfige Theaterensemble begeistert 1000 Märchenfans mit "Schneewittchen".

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Diesen Mangel beheben 2005 mit rischen Elan die dazu gewonnenen Gemeinderatsmitglieder Alex Götz und Bernd Schäfer bei der Aufführung von "Wer berühmt sein will, muss sterben".

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Aus dem Vollen schöpfen kann Knötgen 2006 beim Theaterprojekt  "Veitsbach im Quizfieber", bei dem 15 Rollen zu besetzen sind, soviel wie noch nie zuvor.

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Sehr erfolgreich inszeniert er im gleichen Jahr das Märchen "Des Kaisers neue Kleider", dem im 20. Jubiläumsjahr 2007 "Prinzessin Eule und Kalif Storch" folgen.

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Zur Jubiläumsgala 2007 bestreiten Akteure im Alter zwischen zehn und 65 Jahren das dreieinhalbstündige Programm.

Ehemalige Akteure aus 20 Jahren Theatergeschichte und alle 25 aktiven Mitglieder des Theaters gestalten dieses mit Schatten- und Schwarzlichtspielen, Improvisationstheater und einem Einakter recht vielseitig.

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Höhepunkt des Abends ist der von dem ersten Regisseur des Theaters Günter Stadtmüller in Versform einstudierte Einakter des von Leidenschaften, Intrigen und Mordplänen geprägten Ritter-Schauer-Dramas „Laute, Schwert und Gift“.

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Für das anspruchsvolle englische Boulevardstück "Ein toller Dreh" führt erstmals Sabine Sommer im Jahr 2008 Regie .

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2009 steht ganz im Zeichen der grundlegenden Renovierung des Theaterkellers. Sabine Sommer studiert gleichwohl den englischen Comedy-Thriller "Schau nicht unters Rosenbeet"  und Winfried Knötgen das Weihnachtsmärchen "Brüderchen und Schwesterchen".

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2010 ist dann wieder Knötgen an der Reihe und bringt  "Drei Typen von vorgestern" auf die Bühne und unter der Regie von Sabine Sommer gibt es das Weihnachtsmärchen "Hänsel und Gretel".

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Aufgrund der starken Nachfrage erhöht das Theater 2011 mit  "Ein gemütliches Wochenende" die Zahl der Aufführungen von vier auf sechs, wie auch heuer wieder im 25. Jubiläumsjahr.

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Bis dato letzte Aufführung ist an Weihnachten 2011 das Geisterstück  "Isidor wird Nachtgespenst" vor über 600 Besuchern.

Im  Jahr 2013 muss allerdings ausgewichen werden, weil die Spielstätte "Mainfrankensäle" von Grund auf renoviert wird.

„Wir bieten Menschen jeden Alters die Möglichkeit, Theaterluft zu schnuppern, in andere Rollen zu schlüpfen und sich sprachlich, mimisch und auch körperlich auszudrücken und damit Anderen Freude zu bereiten“ verdeutlicht Winfried Knötgen die Intention der Theaterarbeit seines Vereins. Dabei sei es völlig unerheblich, ob Vorerfahrungen da seien oder nicht. Neueinsteiger würden sofort integriert und könnten so bald wie möglich ihr Debüt auf der Bühne geben. Allerdings bedeute dies eine intensive Probenarbeit über ein Vierteljahr zwei- bis dreimal in der Woche. Selbst erfahrene Spieler packt aber vor jedem neuen Auftritt das Lampenfieber, so dass mancher vor dem Einsatz überhaupt nicht ansprechbar ist.

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