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Straßennamen-Aufruf der Gemeinde für Baugebiet Sandäcker - Verschönerungsverein setzt sich für Blumennamen ein

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Zum Aufruf der Gemeinde in " Veitshöchheim Aktuell" Nr. 50 Seite 7 hat der Vorstand des Verschönerungsvereins unter dem Oberthema Blumen für das neue Baugebiet " Sandäcker" diese elf Straßennamen vorgeschlagen:  Nelkenstraße,   Tulpenstraße, Dahlienstraße, Asternstraße, Adonisstraße,  Krokusstraße, Jasminstraße, Amaryllisstraße, Begonienstraße, Geranienstraße, Orchideenstraße, Lilienstraße

Der nachstehende Artikel war bereits nach der Beratung im Gemeinderat am 5.12.2017 veröffentlicht worden.

Straßennamen-Aufruf der Gemeinde für  Baugebiet Sandäcker - Verschönerungsverein setzt sich für Blumennamen ein

Sachverhaltsvortrag Bürgermeister

Vom Tiefbauamt der Gemeinde und vom Vermessungsamt wurde angeregt, so Bürgermeister Jürgen Götz in der Ratssitzung am 5.12.2017, bereits jetzt die Straßenamen für das neue Baugebiet "Sandäcker" zu vergeben. Üblicherweise sei dies sonst erst mit der Widmung nach Herstellung der Fall. Eine jetztige Benennung hätte zum Vorteil, dass dann in den Planunterlagen die richtigen Bezeichnungen enthalten sind, wenn es beispielsweise mit Bauanträgen losgeht und auch Grundstücksinteressenten könnte mitgeteilt werden, in welcher Straße ihr Grundstück liegt. 

Von der Verwaltung wurde deshalb angeregt, für elf neu entstehende Straßen und Wege Bezeichnungen zu beschließen, um eine ordentliche Hausnummerierung auch zum Auffinden durch Rettungsdienste zu ermöglichen.

Seitens der Kolpingsfamilie sei schon vor längerer Zeit vorgeschlagen worden, so der Bürgermeister, eine Adolf-Kolping-Straße auszuweisen.

Es habe sich aber in der  in der Gemeinde bewährt, so Götz, für abgeschlossene Baugebiete Straßennamen zu wählen, die einen gleichen Überbegriff haben. wie bespielsweise Hauptstädte im Gebiet "Speckert V" oder Politiker im Gebiet "Schenkenfeld". So wisse auch ein Briefzusteller, Rettungsdienst oder Taxifahrer nach einer gewissen Zeit, welche Straßennamen in diese Kategorie fallen und wohin sie grob fahren müssen. Es biete sich deshalb schon an, themengebunden die Straßennamen zu vergeben.

Dazu wurden von der Verwaltung einige Themenbereiche wie Deutsche Politiker, Weltweit bedeutende Politiker, Rebsorten / Weinlagen, Märchen, Autoren Jugendbuch‐Klassiker oder Schutzpatrone zur Auswahl vorgeschlagen.

Diskussion

UWG-Sprecher Stefan Oppmann führte aus, seine Fraktion habe sich bereits Gedanken gemacht. Da in Veitshöchheim die Kultur sehr hoch stehe und das neue Wohngebiet sehr nahe am Schulzentrum liege, schlage seine Fraktion vor, zur Förderung des Lesens in den Familien die Autoren von Jugendbuch-Klassikern für die Straßennamen auszuwählen. UWG-Mitglied Winfried Knötgen könne als ehemaliger Grundschulrektor auf Anhieb mehr als Jugendbuchautoren benennen.

Grünen-Sprecherin Christina Feiler gefiel dieser Vorschlag auch sehr gut. Sie wies daraufhin, dass Frauennamen sehr selten als Straßenbezeichnung zu finden seien. Bei den Autoren seien dagegen auch sehr viele Frauen dabei.

CSU-Sprecher Marc Zenner sprach sich für eine noch breitere Palette aus und befand deshalb den vom Bürgermeister vor der Diskussion unterbreiteten Vorschlag für gut, die Bevölkerung bei der Namensfindung mit einzubinden unter der Vorgabe, dass sich elf Bezeichnungen aus einer Themengruppe ableiten lassen. Vielleicht, so Zenner, habe doch der eine oder andere Bürger noch eine zündende Idee, wie beispielsweie die bei ihm eingegangene Liste von Gesteinen oder die einen Bezug zur Chronik der Gemeinde haben. Beim dann zu erstellenden Ranking könnten natürlich auch die Jugendbuchautoren einfließen.

 Steffen Mucha (CSU) sprach sich für Namen von Märchen wie Dornröschen- oder Schneewittchen-Straße aus. Für geeignet hält er auch Namen, die einen Bezug zu den Partnerstädten der Gemende hätten.

SPD-Sprecherin Marlene Goßmann wiederum favorisierte Flurnamen, an zweiter Stelle Jugendbuchautoren sowie auch Adolf Kolping mit einzubeziehen. Der Bürgermeister sprach sich jedoch gegen eine Mischung aus.

Elmar Knorz (SPD) führte ergänzend ins Feld, dass Veitshöchheim eine Faschingshochburg ist und sich auch auch diesem Themenkomplex Namen ableiten ließen.

Einstimmiger Beschluss:

Zur Namensfindung der elf Straßen im Baugebiet Sandäcker erfolgt ein Aufruf im Mitteilungsblatt der Gemeinde in einem Kontext, was eine einheitliche Ableitung zulässt. Im neuen Jahr soll sich dann der Gemeinderat erneut mit dem Thema beschäftigen.

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Fischer Manni 12/07/2017 13:14

Gibt es sonst nichts zu tun bei den Herren des Gemeinderats als sich wichtig zu machen??? Wie wär es denn mal die Bürger entscheiden zu lassen?