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Veitshöchheimer Partnerschaftsbeauftragte (PB) zeigten mit dem Bürgermeister am heutigen Europa-Tag am künftigen EU-Mittelpunkt Flagge für Europa und pflegen grenzüberschreitende Freundschaften

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Bürgermeister Jürgen Götz (Bildmitte) präsentiert am Europatag am künftigen EU-Mittelpunkt im Ortsteil Gadheim zusammen mit v.l. Karl Nausch (SL-Obmann), Oswald Bamberger (PB Rotava und Geithain), Ilse Feser (PB Greve in Chianti) und Dr. Martina Edelmann (Kulturamt Gemeinde) - es fehlt wegen dienstlicher Verhinderung Eva Trampe (PB Pont-l'Évêque) - den Entwurf für das Schild, das demnächst an allen Ortseinfahrten installiert wird. Laut Bürgermeister habe Landwirtschaft zugestimmt, eine Fläche an die Gemeinde am künftigen EU-Mittelpunkt zu verpachten. Er habe daraufhin zwecks Ausgestaltung bereits Gespräche mit verschiedenen Institutionen hier am Ort geführt mit dem Ziele lokale Akteure mit ins Boot zu holen. So habe die LWG zugesichert, sich in einer Seminararbeit der Studenten Planalternativen zu erstellen, das Gymnasium würde Inhalte zum Thema eines P-Seminars machen und der Markushof wolle mit seinen Gala-Bau-Werkern dann nach dem Eintritt des Brexits die handwerkliche Umsetzung übernehmen.

Bürgermeister Jürgen Götz (Bildmitte) präsentiert am Europatag am künftigen EU-Mittelpunkt im Ortsteil Gadheim zusammen mit v.l. Karl Nausch (SL-Obmann), Oswald Bamberger (PB Rotava und Geithain), Ilse Feser (PB Greve in Chianti) und Dr. Martina Edelmann (Kulturamt Gemeinde) - es fehlt wegen dienstlicher Verhinderung Eva Trampe (PB Pont-l'Évêque) - den Entwurf für das Schild, das demnächst an allen Ortseinfahrten installiert wird. Laut Bürgermeister habe Landwirtschaft zugestimmt, eine Fläche an die Gemeinde am künftigen EU-Mittelpunkt zu verpachten. Er habe daraufhin zwecks Ausgestaltung bereits Gespräche mit verschiedenen Institutionen hier am Ort geführt mit dem Ziele lokale Akteure mit ins Boot zu holen. So habe die LWG zugesichert, sich in einer Seminararbeit der Studenten Planalternativen zu erstellen, das Gymnasium würde Inhalte zum Thema eines P-Seminars machen und der Markushof wolle mit seinen Gala-Bau-Werkern dann nach dem Eintritt des Brexits die handwerkliche Umsetzung übernehmen.

"Wir zeigen als künftiger EU-Mittelpunkt  Flagge für Europa und überlassen Europa nicht denen, die es zerstören wollen," erklärte heute Nachmittag am Europatag Veitshöchheims Bürgermeister Jürgen Götz. Er hatte sich mit den Beauftragten der vier Partnerstädte seiner Gemeinde in Gadheim am Rande des voll erblühten Rapsfeldes getroffen, um gemeinsam nach all den Anfeindungen der letzten Zeit gegen Europa ein Zeichen zu setzen, dass die Veitshöchheimer positiv zu Europa stehen und dass in seiner Vielfalt und in der Zusammenarbeit die Kraft liege.

Dabei präsentierte er den Entwurf für das Schild „Zukünftiger EU-Mittelpunkt“, das demnächst an allen Ortseinfahrten installiert werde. Laut Bürgermeister habe die Landwirtschaft bereits zugestimmt, eine Fläche an die Gemeinde am künftigen EU-Mittelpunkt zu verpachten. Er habe daraufhin zwecks Ausgestaltung Gespräche mit verschiedenen Institutionen hier am Ort geführt mit dem Ziele lokale Akteure mit ins Boot zu holen. So habe die Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau zugesichert, in einer Seminararbeit der Technikerschule Planalternativen zu erstellen, das Gymnasium würde Inhalte zum Thema eines P-Seminars machen und der Markushof in Gadheim wolle mit seinen Gala-Bau-Werkern dann nach dem Eintritt des Brexits die handwerkliche Umsetzung übernehmen.

Gerade wegen der  vor der Tür stehenden EU-Austrittsverhandlungen mit Großbritannien und der Tatsache, dass am Wochenende mehr als ein Drittel der französischen Bevölkerung einer rechtsextremen und EU-feindlichen Politikerin das Vertrauen ausgesprochen hat, gebe es keinen Grund zu resignieren. Götz: "Wir haben unsere Zukunft selbst in der Hand und erst, wenn wir das vergessen, ist sie wirklich in Gefahr."

"Populismus und Europafeindlichkeit können nur dort gedeihen, wo sie keinen Widerspruch ernten. Die EU braucht mutige Bürger, die sich offen zu der europäischen Idee und den europäischen Werten bekennen“, appelliert der Bürgermeister. Jeder und jede einzelne könne deshalb dazu beitragen, dass die Gräben in Europa wieder geschlossen würden.

Das Ortsoberhaupt war sich mit seinen Partnerschaftsbeauftragten einig, auch weiterhin verstärkt die grenzüberschreitenden Freundschaften zu pflegen und sich für die Sorgen unserer europäischen Nachbarn zu interessieren.

Veitshöchheim pflegt Partnerschaften mit Greve in Chianti in der Toskana seit 1994, mit Pont-l'Évêque im Department Calvados in der Normandie seit 1995, mit dem sächsischen Geithain seit 1990 und dem tschechischen Rotava (früher Rothau) seit 2006.

Alle Partnergemeinden verbinde das Bemühen um eine aktive Rolle im Hinblick auf gegenseitiges Verstehen und Zugehen im Rahmen einer europäischen Dimension. So gab es 2016 Begegnungen verschiedenster Art, u.a. eine Bürgerreise in die Normandie, kam ein Orchester aus Italien zum Weinfest und erfolgte nach dort ein Schüleraustausch mit der Mittelschule.

Erst am letzten Wochenende wurde im Rathaus die  Ausstellung "Das verschwundene Sudetenland"  eröffnet, die  die deutsche Geschichte in Böhmen, Mähren und Schlesien aus tschechischer Sicht aufarbeitet und sich für eine grenzüberschreitende Versöhnung einsetzt.

In dieses Gebiet, in dem Veitshöchheims tschechische Partnerstadt Rotava liegt, soll im nächsten Jahr nach den Worten von Götz wieder eine Bürgerreise führen und ein Jahr später nach Geithain.

Noch in diesem Monat kommen die französischen Freunde aus Pont-l'Eveque vom 25. bis 28. Mai mit einem Bus nach Veitshöchheim, darunter ein 24köpfiger Kinderchor, die in Gastfamilien untergebracht werden, in die Grundschule gehen, dort auch Mittagessen und abends ein Konzert in der Kuratiekirche geben.

Warum Europatag

Am Europatag (9. Mai) werden der Frieden und die Einheit in Europa gefeiert. Es ist der Jahrestag der Schuman-Erklärung: Am 9. Mai 1950 hielt der damalige französische Außenminister Robert Schuman in Paris eine Rede, in der er seine Vorstellung von einer neuen Form der politischen Zusammenarbeit in Europa erläuterte – eine Zusammenarbeit, die Kriege zwischen europäischen Nationen unvorstellbar machen sollte.

Seine Idee war die Schaffung einer europäischen Behörde, die die Kohle- und Stahlproduktion zusammenlegen und zentral verwalten würde. Knapp ein Jahr später wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. Schumans Vorschlag gilt als Auftakt zu dem, was heute die Europäische Union ist.

Blick Richtung Sendelbachtal - im Hintergrund sind die Windräder in Margetshöchheim zu sehen.

Blick Richtung Sendelbachtal - im Hintergrund sind die Windräder in Margetshöchheim zu sehen.

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