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Noch bis 18.10. sehenswerte Ausstellung im Rathaussaal aus dem Nachlass des Veitshöchheimer Malers LEO DITTMER zu dessen 100. Geburtstag

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

vor den Portraits von Leo Dittmer v.l. seine Kinder Jochen und Ursula Dittmer, Laudator Prof. Dr. Josef Kern und die gemeindliche Kulturreferentin Karen Heußner
vor den Portraits von Leo Dittmer v.l. seine Kinder Jochen und Ursula Dittmer, Laudator Prof. Dr. Josef Kern und die gemeindliche Kulturreferentin Karen Heußner

vor den Portraits von Leo Dittmer v.l. seine Kinder Jochen und Ursula Dittmer, Laudator Prof. Dr. Josef Kern und die gemeindliche Kulturreferentin Karen Heußner

Eine sehenswerte Ausstellung mit Zeichnungen und Aquarallen zum 100. Geburtstag des 2000 verstorbenen Künstlers Leo Dittmer ist seit Freitagabend im Sitzungssaal des Rathauses in Veitshöchheim zu sehen.

Im Rahmen des Landkreis-Kulturherbstes präsentiert die Gemeinde zusammen mit Dittmers Tochter Ursula Dittmer in einer Retrospektive einen Querschnitt des Wirkens des Malers und Grafikers, der von 1940 bis zu seinem Tod 2000 in Veitshöchheim lebte.

Link auf Facebook-Fotoalbum

Er war jahrelang als freischaffender Grafiker für gewerbliche und öffentliche Auftraggeber tätig, bevor er den Ruf an die Würzburger Werkkunstschule annahm, aus der die spätere Fachhochschule für Gestaltung hervorging. Als er 1979 in den beruflichen Ruhestand ging, begann eine neue Schaffensperiode, die in vier großen Einzelausstellungen (1986, 1991, 1995 und 2009) präsentiert wurde. Leo Dittmers Schaffen fand seinerzeit weit über die Region hinaus Beachtung. Einige seiner Werke hängen im Mainfränkischen Museum und im städtischen Kulturspeicher.

In seinem Nachlass befinden sich noch hunderte von Zeichnungen und Aquarellen. Eine abwechslungsreiche Auswahl davon, neben Landschaften auch Naturstudien, Porträts und Akte, wird nun noch bis einschließlich 18.10.2015 im Sitzungssaal gezeigt und einige Werke hier erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Ausstellung ist samstags und sonntags geöffnet, jeweils von 11 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Noch bis 18.10. sehenswerte Ausstellung im Rathaussaal aus dem Nachlass des Veitshöchheimer Malers LEO DITTMER  zu dessen 100. Geburtstag
Begrüßung

Die gemeindliche Kulturreferentin Karen Heußner eröffnete die Ausstellung und freute sich, das neben vielen Kunstfreunden der zweite Bürgermeister Winfried Knötgen und auch einige Gemeinderatsmitglieder den Weg zur Vernissage fanden. Heusners besonderer Dank galt dem Galeristen Gerd Michel für die Organisation und der Initatorin Ursula Dittmer, die die Werke aus dem Nachlass ihres Vaters zur Verfügung stellte.

Heusner sagte: "Viele haben Leo Dittmer noch persönlich in Erinnerung auch als Künstler, und insbesondere als großartigen Grafiker. Wir freuen uns, dass wir zu diesem besonderen Anlass wieder einmal seine Arbeiten zeigen können, einige vertraute und einige weniger bekannte Meisterrstücke. Es sind vor allem Zeichnungen, Druckgrafische Umsetzungen, und Aquarelle in seiner unnachahmlichen Art.
Hier in seinern Wohnort Veitshöchheim habe Leo Dittmer zu Gemeinschaftsausstellungen in den Jahren 1990 und 1997 beigetragen. Und Einzelausstellungen waren hier im Rathaus bereits 1991 und 2009 zu sehen. Jedes Mal haben viele Besucher die Ausstellung gesehen, und so werde es gewiss auch diesmal sein.
Heusner wünschte der Ausstellung viel Erfolg und guten Besuch und war sich sicher: "Wer kommt und schaut, geht wieder mindestens mit einem Lächeln im Gesicht."

Noch bis 18.10. sehenswerte Ausstellung im Rathaussaal aus dem Nachlass des Veitshöchheimer Malers LEO DITTMER  zu dessen 100. Geburtstag
Noch bis 18.10. sehenswerte Ausstellung im Rathaussaal aus dem Nachlass des Veitshöchheimer Malers LEO DITTMER  zu dessen 100. Geburtstag
Laudatio

Dittmers Wirken würdigte Professor Dr. Josef Kern. Der 64jährige ist Freier Wissenschaftspublizist und Journalist, sowie Lehrbeauftragter an der Universität Würzburg, der Universität Regensburg sowie an den Fachbereichen Gestaltung und Allgemeine Wahlpflichtfächer der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt. Zahlreiche Veröffentlichungen, Monographien und Kataloge gelten Künstlern des Mainfränkischen Raumes. Seit 2005 ist er Professor für Kunstgeschichte in Würzburg.

Wie der Professor sagte, nehme Sommerhausen für sich in Anspruch, der Ort für die Kunst am Main zu sein. Wenn man aber genauer hinschaue, dann hab Veitshöchheim doch einiges mehr zu bieten. Er denke hier an die Skulpturen am Main, an die mit dem Deutschen wie mit dem Österreichischen Jugendliteraturpreis geehrte Sophie Brandes, an Peter Stein, an Helmut Booz, an Wolfgang Bäumer, an die verstorbenen Peter Würth, Fried Heuler, an Bruno Braun, an Henriette Wasser, an den Würzburger Stadtbaumeister Hubert Groß und eben an Professor Leo Dittmer, dessen 100. Geburtstag hier mit einer Ausstellung gefeiert werde.
Hier einige Eckdaten zu Leo Dittmers Leben:

Dittmer erblickte das Licht der Welt 1915 in Schleerieth, einem heutigen Ortsteil von Werneck. Seine Jugend verbrachte er in Würzburg, wo er am Polytechnischen Zentralverein, dem Vorläufer der Kunst- und Handwerkerschule, seine erste künstlerische Ausbildung erhielt.

Paris vor 1945

Danach, noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, studierte er in Paris an der berühmten Ecole des Beaux Arts und an der privaten Academie de la grande Chaumiere, an der abends die so genannten "Croquis a cinq minutes"- Zeichenkurse angeboten wurden, bei denen ein Modell alle fünf Minuten die Stellung wechselte. Dittmers Aquarell aus dieser Zeit, das zeige diese Ausstellung, spiegele die unverwechselbare Atmosphäre der französischen Hauptstadt wider. 1943 musste der Künstler nach Paris zurück, im Waffenrock, als Besatzer. Dabei fand er die Muse, erneut mit Tusche, und Aquarellfarben durch Montmartre und Montparnasse zu streifen, mittlerweile verschwundene Straßenzüge zu zeichnen, das Moulin Rouge, das Cafe Dupont, die Brasserie la Sorbonne, das Hotel Severin in der Nähe von Saint Germain-des-Pres.

Nach 1945 war Leo Dittmer Gründungsmitglied und im Vorstand der Vereinigung Kunstschaffender Unterfrankens. Zunächst lebte er als selbstständiger Gebrauchsgrafiker. Er war als Illustrator tätig und fungierte als Juror bei Ausschreibungen und Wettbewerben. Als Ausgleich zur Gebrauchsgrafik zog es den Künstler Dittmer mit Zeichenfeder, Pinsel und Farbe in die Natur. Er strebte eine klare Linienführung und einfache Ordnung im Bildaufbau an. In wenigen zügigen Strichen das Wesentliche in der knappsten Form ausdrücken, ohne dass die Details zu kurz kommen, war typisch für seinen Stil.

1956 nahm Dittmer einen Ruf als Dozent für Gestaltung an die Kunst- und Handwerkerschule der Stadt Würzburg an. Mit Gründung der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, 1971, wurde er aufgrund seiner künstlerischen Qualifikation zum Hochschullehrer berufen. Seine Lehrgebiete waren bis zur Erreichung der Altersgrenze 1979 GrafikDesign, Gestaltungsgrundlagen, Aktzeichnen, Zeichnen und Schrift.

Bis zu seinem Tod im Oktober 2000 war er weiter künstlerisch aktiv. Die Ausstellung hier im Veitshöchheimer Ratssaal liefert darüber einen repräsentativen Überblick (siehe das nachfolgende Foto-Album).

Noch bis 18.10. sehenswerte Ausstellung im Rathaussaal aus dem Nachlass des Veitshöchheimer Malers LEO DITTMER  zu dessen 100. Geburtstag
Noch bis 18.10. sehenswerte Ausstellung im Rathaussaal aus dem Nachlass des Veitshöchheimer Malers LEO DITTMER  zu dessen 100. Geburtstag
Noch bis 18.10. sehenswerte Ausstellung im Rathaussaal aus dem Nachlass des Veitshöchheimer Malers LEO DITTMER  zu dessen 100. Geburtstag
Noch bis 18.10. sehenswerte Ausstellung im Rathaussaal aus dem Nachlass des Veitshöchheimer Malers LEO DITTMER  zu dessen 100. Geburtstag
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