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Viertklässler durften Brautpaar spielen beim Besuch des Veitshöchheimer Bürgermeisters

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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„Wir besuchen den Bürgermeister im Rathaus“ stand auf dem Stundenplan der Klasse 4 a der Veitshöchheimer Vitus-Grundschule im Rahmen des Heimatkundeunterrichts. Höhepunkt der Stippvisite mit ihrer Lehrerin Sigrid Schneider war für die zwölf Mädchen und sieben Jungs zweifellos, als das Ortsoberhaupt im Trauzimmer in seinen Talar schlüpfte und seine Amtskette umhängte und vier Schüler in der vordersten Reihe in die Rolle eines Brautpaares und von Trauzeugen schlüpfen durften. Wie ihnen der Bürgermeister erzählte, bringt er seit seiner Wahl 1986 als Standesbeamter für Eheschließungen alljährlich 60 bis 70 Brautleute "unter die Haube".  Er erläuterte ihnen den Ablauf einer Trauung und auch wie man das Licht dimmen und Musik aus der Decke hören kann.Auf die Frage einer Schülerin, ob man bei einer Trauung auch Widerspruch einlegen kann, stellte er klar, dass ein Ehepaar als verheiratet gilt, wann Mann und Frau mit "Ja" antworten.

Im Sitzungssaal durften die Pennäler am Ratstisch Platz nehmen wie die Gemeinderatsmitglieder. Der Bürgermeister ergriff eingangs die Glocke vor ihm auf dem Sitzungstisch, um die Schüler, wie manchmal in den Ratssitzungen auch die Mandatsträger, zur Ordnung zur Ordnung zu rufen, vor allem dass sie ihm zuhören. Früher, wo es noch kein gemeindliches Mitteilungsblatt gab und Veitshöchheim noch ein kleines Dorf war, so sagte der Bürgermeister, ging noch der Amtsbote mit der Glocke von Haus zu Haus, um durch lautes Rufen den Bürgern wichtige Termine und Ereignisse kundzutun.

Da Kinzkofer vor seiner Wahl zum Bürgermeister vor 27 Jahren selbst Rektor an einer Volksschule war, schlüpfte er nur allzu gerne in die Rolle des Pädagogen und versuchte seinen Besuchern altersgemäß über seinen Tagesablauf, seine Aufgaben und die des Gemeinderates zu informieren. Weiter erfuhren seine Gäste, was die Gemeinde beispielsweise für die Schule, den Hort oder für das Freibad ausgibt und woher das Geld dafür kommt. 

Beim Rundgang durch das Rathaus standen schließlich auch die Amtsleiter den Schülern Rede und Antwort. Im Büro der Verkehrsüberwachungsstelle gaben einige sogleich kund, dass auch ihr Vater oder ihre Mutter schon geblitzt wurden, Strafzettel für falsches Fahren bekamen oder sogar den Führerschein abgeben mussten.

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