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Bavarian Brass Connection begeisterte bei ihrer Premiere auf Anhieb 800 Zuhörer bei der Mozartfest-Serenade im Veitshöchheimer Rokokogarten

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Erstmals in dieser Formation musizierend, bescherten die zehn Musiker der Bavarian Brass Connection im Rahmen des Würzburger Mozartfestes vor der traumhaften Kulisse des Sommerschlosses der Würzburger Fürstbischöfe in Veitshöchheim einen einmaligen Konzertabend v.l.n.r. die Trompeter Markus Mester (Bamberger Symphoniker), Christof Skupin (Radio-Sinfonieorchester Stuttgart),  Peter Berger (Musikschullehrer für Trompete in Pliezhausen) und Johannes Trunk  (Bamberger Symphoniker), dem Hornisten Christoph Eß (Bamberger Symphoniker), dem Tubaisten Herbert Hornig sowie den vier Posaunisten Markus Blecher und Elmar Spier (beide Münchner Rundfunkorchster),  Michael Zühl (Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern) und Angelos Kritikos (Bamberger Symphoniker).

Erstmals in dieser Formation musizierend, bescherten die zehn Musiker der Bavarian Brass Connection im Rahmen des Würzburger Mozartfestes vor der traumhaften Kulisse des Sommerschlosses der Würzburger Fürstbischöfe in Veitshöchheim einen einmaligen Konzertabend v.l.n.r. die Trompeter Markus Mester (Bamberger Symphoniker), Christof Skupin (Radio-Sinfonieorchester Stuttgart), Peter Berger (Musikschullehrer für Trompete in Pliezhausen) und Johannes Trunk (Bamberger Symphoniker), dem Hornisten Christoph Eß (Bamberger Symphoniker), dem Tubaisten Herbert Hornig sowie den vier Posaunisten Markus Blecher und Elmar Spier (beide Münchner Rundfunkorchster), Michael Zühl (Deutsche Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern) und Angelos Kritikos (Bamberger Symphoniker).

Auch heuer wieder hatten die Veranstalter des Würzburger Mozartfestes bei der ausverkauften Serenade im Rokokogarten Veitshöchheim wie schon in den beiden Vorjahren Glück mit dem Wetter. Die 800 restlos begeisterten Zuhörer erlebten in dem zauberhaften Ambiente vor dem nach Einbruch der Dunkelheit angestrahlten Schloss mit dem Gastspiel der "Bavarian Brass Connection" eine Weltpremiere.

Christoph EßChristoph Eß, Solohornist der Bamberger Symphoniker und vielfach preisgekrönter Blechbläser hatte bei seinen zahlreichen Ensembleaktivitäten bereits in ganz unterschiedlichen Formationen dem Würzburger Mozartfest die Horntöne beigebracht. Auf Wunsch der Veranstalter hatte er nun für das diesjährige Serenadenkonzert in Veitshöchheim neun blechblasende Kollegen aus namhaften süddeutschen Orchestern zusammengetrommelt und mit ihnen in den letzten drei Tagen in Bamberg ein buntgemischtes und spannendes Programm komponiert und einstudiert, das das Publikum auf eine Reise durch die Epochen der Blechbläsermusik mitnahm, die von barocker Pracht bis zu romantischer Schwelgerei und swingenden Jazzsound keine musikalische Facette unberücksichtigt ließ.

Mainpostartikel vom 13.6.2107

Mainpostartikel vom 13.6.2107

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Moderator"Ein Traum ist es, in dieser Umgebung vor dem wunderbaren Lustschloss Veitshöchheim musizieren zu dürfen" schwärmte Tubaist Herbert Hornig, der witzig und keck in kabarettartiger Manier das elf Stücke umfassende Programm moderierte.

Der berühmte „Einzug der Königin von Saba“, komponiert als Sinfonia vor dem dritten Akt der Oper „Salomo“ von Georg Friedrich Händel, offenbarte gleich beim barocken Beginn, welche Brillanz und Virtuosität auf Blechbläsern möglich sein kann. Besonders die vier Trompeter begeisterten mit Polyphonie und bestechender Rasanz.

Nach dem auch als Orgelmusik bei Hochzeiten beliebten „Trumpet Tune and Air“, das zu den populärsten Kompositionen des Barockkomponisten Henry Purcell zählt, ließ das hochkarätige Kammermusikensemble als Steigerung Auszüge aus dem zweiten Brandenburgischen Konzert von Johann Sebastian Bach erklingen und bewältigte dessen außerordentliche Ansprüche an die Bläser mit Bravour und mit einem brillanten Solo von Markus Mester auf seiner Piccolo-Trompete.

Viel Beifall gab es auch für die raffiniert klingenden „Three Movements“ aus der English Suite Nr. III von J.S. Bachdes holländischen  Komponisten  Jan Koetsier, der die Blechbläser-Kammermusik in den vergangenen Jahrzehnten mit vielen eigenen Kompositionen und Arrangements bereichert hat.

Noch vor der Pause brillierte das Ensemble mit einem Variationsstück über ein Lederhosen-Thema aus Tirol von Jean Baptiste Arban, ein Paradestück für Trompeter, bei dem  Hornist Christoph Eß als Solist  unter Beweis stellte, dass er dank seiner großen Virtuosität einer der führenden Hornisten seiner Generation ist.

 Bavarian Brass Connection begeisterte bei ihrer Premiere auf Anhieb 800 Zuhörer bei der Mozartfest-Serenade im Veitshöchheimer Rokokogarten
 Bavarian Brass Connection begeisterte bei ihrer Premiere auf Anhieb 800 Zuhörer bei der Mozartfest-Serenade im Veitshöchheimer Rokokogarten
 Bavarian Brass Connection begeisterte bei ihrer Premiere auf Anhieb 800 Zuhörer bei der Mozartfest-Serenade im Veitshöchheimer Rokokogarten

Zunächst ging es nach der Pause dann mit französischer Musik weiter.

Die eindrucksvolle Fanfarenhymne „Des Sons Animes“ des Belgiers Dirk Brosse  meisterten die Blechbläser mit einer ins Extreme gehenden Ausdrucksintensität, die nichts von metallischer Härte spüren ließ.

Eine tolle Interpretation auf höchstem Niveau war dann das nach den Worten des Moderators "freakige" fünfsätzige Werk „Airs & Atmospheres“ von Derek Bourgeois, bei dem es für die Bläser ans Eingemachte ging und das allein schon den Eintritt wert war. Jeder Satz bescherte dem Publikum einen Genuss besonderer, unterschiedlicher Art. Durch den Kontrast zwischen den wolkenkratzerhohen Trompeten und den tiefen Posaunen entstand ein Klang voller Schönheit, der die Zuhörer bezauberte. Klarheit, Spielwitz und Temperament zeichneten die Interpretationen aus. Hier tat sich auch immer wieder die Tuba mit ihrem unentwegt pulsenden und brodelnden Bass als Hauptschlagader für die faszinierende Klang-Konstruktion hervor.

In ruhigere Fahrwasser ging es dann mit zwei großen musikalischen Romantik-Klassikern voller Charme und Melancholie, dem „Pie Jesu", der berühmten Arie aus Gabriel Faurés Requiem, opus 48 und Edward Elgars „Salut d’amour".

Als Highlight zum Schluss nahm das Ensemble seine Zuhörer mit Dave Brubecks Jazz-Standard „The Duke“ und Philipp Jones „A Londoner in New York“ mit auf den Broadway. Bei letzterem 17minütigen Spektakel brachten die Musiker mit der fünfteiligen Suite Echoes of Harlem, The Chrysler Building, Grand Central, Central Park und Radio City das Publikum so richtig zum Mit-Swingen. 

Die Würzburger Gästeführerin und Schauspielerin Sylvia Oelwein fand diese Interpretation als Jazzfan besonders stark und unglaublich. "Das letzte ja war voll der Charleston, am liebsten wäre ich aufgestanden und hätte mitgetanzt" sagte sie voller Begeisterung.

Mitrocken konnte das Publikum dann bei der ersten Zugabe "Smoke on the water" von Deep Purple, ehe es dann vom Ensemble mit dem Abendlied von Otto Hornig in die kurz vor 23 Uhr noch laue Sommernacht verabschiedet wurde.

Auch der Veitshöchheimer Reinhard Gollbach äußerte sich begeistert über das Repertoire der Musiker. Besonders klasse fand er die Lockerheit des Moderators und das für ihn nach der Pause modern angehauchte, sehr ansprechende Programm.

Die Posaunisten
Die Posaunisten

Die Posaunisten

Die Trompeter

Die Trompeter

Hornist Christoph Eß und Tubaist Herbert Hornig

Hornist Christoph Eß und Tubaist Herbert Hornig

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