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Trüffelanbau-Symposium bei der LWG in Veitshöchheim am 24./25. Oktober 2015 - Trüffelinteressierte sind willkommen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Einladungsflyer des Trüffelverbandes Deutschland

Trüffelanbau-Symposium bei der LWG in Veitshöchheim am 24./25. Oktober 2015 - Trüffelinteressierte sind willkommen

Der am 3.5.2014 neugegründete Trüffelverband Deutschland lädt zur Jahrestagung am 24./25. Oktober nach Veitshöchheim ein. Nähere Infos enthält das Grußwort des Vorsitzenden Lothar Graf und des Geschäftsleiters Markus Mayer:

"Das Interesse an der Kultur von Trüffeln und auch ihre Anbaufläche steigen in Deutschland immer weiter. Auf dem Weg zur ersten Trüffelernte sind einige Hindernisse zu überwinden. Deshalb möchten wir Sie zusammen mit unserem Kooperationspartner der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) herzlich zur Jahrestagung des Verbandes für Trüffelanbau und Nutzung in Deutschland e.V. am 24. – 25. Oktober 2015 nach Veitshöchheim in Mainfranken einladen.

Das Thema der diesjährigen Tagung lautet „Trüffelanbau konkret – Ergebnisse aus Begleituntersuchungen und Praxis“. Es werden dabei von Forschern und Praktikern vertiefte Einblicke in den Anbau geboten. Es besteht bei der Tagung die Gelegenheit, Wissenschaftler und andere Anbauer kennenzulernen und sich auszutauschen. Dies gelingt natürlich am besten bei einem trüffeligen Abenddinner, welches am Samstagabend vom Gastronom Stephan Hofmann zubereitet wird.

Am Sonntagmorgen findet eine Exkursion in die Trüffelgärten von Mainfranken statt. Herr Josef Herrmann von der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau wird die Arbeit der LWG zum Trüffelanbau auf dieser spannenden Exkursion erläutern.

Alle Trüffelinteressierten sind bei unserer Jahrestagung in Veitshöchheim herzlich willkommen."

LWG pflanzte 117 Trüffelbäume (Fotos und Text laut Pressemitteilung der LWG vom Dezember 2013)
Beim Pflanzen der Trüffelbäume am Thüngersheimer Scharlachberg halfen (von links) auch die Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich, Ludger Sproll von der Baumschule „Deutsche Trüffelbäume“, der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes Arthur Steinmann, Dr. Herrmann Kolesch von der LWG, Ulrich Stobbe von der Baumschule „Deutsche Trüffelbäume“ und Professor Theo Eberhard von der Hochschule München. Ein kräftiger Schluck Silvaner aus dem Bocksbeutel soll das Wachstum der schwarzen Knollen beschleunigen.

Beim Pflanzen der Trüffelbäume am Thüngersheimer Scharlachberg halfen (von links) auch die Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich, Ludger Sproll von der Baumschule „Deutsche Trüffelbäume“, der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes Arthur Steinmann, Dr. Herrmann Kolesch von der LWG, Ulrich Stobbe von der Baumschule „Deutsche Trüffelbäume“ und Professor Theo Eberhard von der Hochschule München. Ein kräftiger Schluck Silvaner aus dem Bocksbeutel soll das Wachstum der schwarzen Knollen beschleunigen.

„Nach Wein, Spargel und Bärlauch werden bald auch fränkische Kulturtrüffel das kulinarische Angebot der Region bereichern“, betonte Dr. Hermann Kolesch von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim bei einem Pflanztermin im Dezember 2013 am Thüngersheimer Scharlachberg.

Mit 110 Haselnusssträuchern und sieben Eichen, deren Wurzeln die Baumschule „Deutsche Trüffelbäume“ mit dem Myzel von Tuber uncinatum geimpft hatte, setzte die LWG den Startschuss für ein neues Projekt: Kulturtrüffel aus Franken – künftig „Frankentrüffel“ genannt.

Der köstliche Schlauchpilz, der als schwarze Knolle zwischen Oktober und Januar in Muschelkalkböden heranreift, ist hier schon lange heimisch. Und- wie Kartierungen ergaben - auch bereits reichlich vorhanden. „Sie stehen jährlich auf rund 40 Millionen Euro“, sagte Professor Theo Eberhard von der Fakultät für Tourismus der Hochschule München, der das Projekt unter dem Aspekt der touristischen Weiterentwicklung der Region begleitet. „Franken ist Trüffelland und in ganz Deutschland auch der wohl beste Standort für den Pilz.“

Unter Naturschutz

Doch diese Bodenschätze dürfen in freier Natur nicht gehoben werden. Denn obwohl offensichtlich in Hülle und Fülle vorhanden, stehen Trüffel unter strengem Naturschutz. Für unbefugte „Goldgräber“ kommt erschwerend hinzu, dass man zum Finden der aromatisch duftenden Knollen speziell ausgebildete Schweine oder Hunde braucht.

Ganz anders bei eigens zur Trüffelzucht gepflanzten Bäumen: Hier ist ab dem siebten Standjahr mit einer Ernte zu rechnen. Gerade aufgelassene Flächen in Weinbergen eignen sich zur Anlage von Kulturflächen. Kolesch und Eberhard sind sich einig: der edle Speisepilz könnte in Zukunft auch in Spätherbst und Winter Gourmets nach Franken locken und so den Tourismus beleben. Denn Trüffel sind die teuersten Speisepilze der Welt und als rare Köstlichkeit sehr begehrt. Ein Kilo des weißen Alba Trüffels kostet zwischen 10.000 und 12.000 Euro.

Wissenschaftlich betreut das Pilotprojekt „Frankentrüffel“ auch Josef Herrmann vom Fachzentrum Analytik der LWG. Ludger Sproll und Ulrich Stobbe stellten die jungen Haselnuss- und Eichensetzlinge zur Verfügung. Die Geschäftsführer der Baumschule „Deutsche Trüffelbäume“ entwickelten ein Verfahren, mit dem sich Eichen, Buchen und Hasel erfolgreich mit dem Trüffelpilz impfen lassen. Der Freistaat Bayern unterstützt das Pilotprojekt über das Kompetenzzentrum für Ernährung Kern in Kulmbach aus dem Cluster Ernährung – Bayern Innovativ.

Ziel ist, die Eignung und Wirtschaftlichkeit der Trüffelkultur ebenso wie die weintouristische Inwertsetzung der Region durch das Ergänzungsprodukt Trüffel zu prüfen und zu entwickeln. Darüber hinaus sollen Anreize für weitere wirtschaftliche Trüffelkulturen durch interessierte Erzeuger geschaffen werden. Erste Erträge werden für 2020 erwartet.

So sehen die Trüffel aus, die bei einer genehmigten Probesuche auf Erlabrunner Gemarkung gefunden wurden. Über die großen schwarzen Knollen freuten sich bei der Neupflanzung von Trüffelbäumen am Thüngersheimer Scharlachberg (von links) Dr. Hermann Kolesch von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim, die Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich und der Geschäftsführer der Baumschule Deutsche Trüffelbäume, Ulrich Stobbe.

So sehen die Trüffel aus, die bei einer genehmigten Probesuche auf Erlabrunner Gemarkung gefunden wurden. Über die großen schwarzen Knollen freuten sich bei der Neupflanzung von Trüffelbäumen am Thüngersheimer Scharlachberg (von links) Dr. Hermann Kolesch von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim, die Fränkische Weinkönigin Marion Wunderlich und der Geschäftsführer der Baumschule Deutsche Trüffelbäume, Ulrich Stobbe.

Trüffelanbau-Symposium bei der LWG in Veitshöchheim am 24./25. Oktober 2015 - Trüffelinteressierte sind willkommen
Trüffelverband Deutschland am 3.5.2014 gegründet

Pressemitteilung des Verbandes:

"Das Interesse am Trüffelanbau und den Wildvorkommen der Trüffel haben in den letzten Jahren zu vielfältigen Aktivitäten geführt. Es wurden Trüffelpflanzungen angelegt, neue Erkenntnisse über unsere heimischen Wildvorkommen gesammelt und die Zahl der Trüffelbegeisterten wächst ständig. Unsere Aktivitäten sind inzwischen weit mehr als ein Hobby, und es entwickelt sich in Deutschland mit dem Anbau und der Nutzung der Trüffel im Moment ein ernstzunehmender Wirtschaftszweig. Immer häufiger wird deutlich, dass bei allen Beteiligten ein hoher Informationsbedarf besteht und die Trüffelbegeisterten in Deutschland eine Lobby brauchen, die ihre Interessen vertritt.
Daher haben wir am 03. Mai 2014 den Verband für Trüffelanbau und Nutzung in Deutschland e.V. gegründet.

Am 18. und 19. Oktober 2014 fand die erste Verbandstagung zum Thema "Trüffelanbau und Nutzung in Deutschland" in Freiburg im Breisgau statt.

Ein Schwerpunkt war die Standortsituation des Burgundertrüffels in Deutschland. Immer drängender wird die Frage der Nutzung der Wildvorkommen. Deshalb wurde nach kurzen Statements zu einzelnen Aspekten wie Rechtssituation, Naturschutz, nachhaltiger Nutzung und Beispielen aus anderen Ländern mit dem Publikum diskutiert."

Wird Deutschland wieder zur Trüffelnation? - Link zum Anklicken

Sylvia Kester | Miltenberg | am 08.04.2015

Sie beschreibt sehr ausführlich in ihrem Beitrag:

  • Trüffeln sind zu einem spektakulären Thema in der Öffentlichkeit geworden. Und dennoch ist in Deutschland das Sammeln und Verwerten in jeglicher Art verboten.
  • Um diese heimische Pilzart bei uns wieder populär zu machen, hat die LWG Bayern das Projekt „Frankentrüffel“ ins Leben gerufen und am Thüngersheimer Scharlachberg im letzten Herbst/Winter die ersten Weinbergsflächen mit Trüffelbäumen bepflanzt.
  • Laut Professor Dr. Theo Eberhard von der Fakultät für Fourismus der Hochschule in München, der das Projekt Frankentrüffel unter dem Gesichtspunkt der touristischen Weiterentwicklung der Region initiiert hat, stehen wir jährlich auf mehreren Millionen Euro ohne es zu wissen.
  • Vom Trüffelschwein zum Trüffelhund - Auch hier in Deutschland kann man seinen Hund zum Trüffelsuchhund ausbilden lassen. Die Teilnehmer eines Kurses werden aber darauf hingewiesen, dass das Sammeln verboten ist.
  • Die Trüffelzucht in dafür speziell angelegten Baumkulturen, den sogenannten Trüffelgärten, ist ohne Einschränkungen erlaubt.

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