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Sanierungsarbeiten an der historischen Friedhofsmauer nördlich der Martinskapelle in vollem Gang.

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Über die Durchführung der Sanierungsarbeiten an der historischen Friedhofsmauer der Martinskapelle informierten sich dieser Tage Bürgermeister Jürgen Götz und die gemeindliche Hochbauarchitektin Sabine Hartmann.

Über die Durchführung der Sanierungsarbeiten an der historischen Friedhofsmauer der Martinskapelle informierten sich dieser Tage Bürgermeister Jürgen Götz und die gemeindliche Hochbauarchitektin Sabine Hartmann.

Über 200 Jahre alt ist die über zwei Meter hohe Bruchsteinmauer, die die Nordseite des Friedhofes an der 1202 erstmals urkundlich erwähnten Martinskapelle begrenzt. Doch der Zahn der Zeit nagte an dem historischen Gemäuer.  Wie ene geotechnische Untersuchung durch das Büro Roos Geo Consult in Würzburg ergab, führten eine einseitige Hinterfüllung mit Erdreich im Friedhof, Wurzelwerk und eine nicht ausreichende Frostsicherung zu einer starken Schwächung des Mauerwerks. Die alte Friedhofsmauer neigte sich im Laufe der Zeit auf einer Länge von 45 Meter sichtbar zum tieferliegenden Parkplatz der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und drohte einzustürzen.

Der Bauhof der Gemeinde hatte deshalb als kurzfristige Sicherungsmaßnahme diese Mauer durch eine Holzkonstruktion provisorisch abgestützt.

Der Bauhof der Gemeinde hatte deshalb als kurzfristige Sicherungsmaßnahme diese Mauer durch eine Holzkonstruktion provisorisch abgestützt.

Das gemeindliche Hochbaureferat zog daraufhin als Statiker für 25.500 Euro das Ingenieurbüro ALS Ingenieure, Würzburg hinzu und holte für die von diesem Büro ausgearbeitete Sanierungsplanung die denkmalschutzrechtliche Erlaubnis des Landratsamtes Würzburg ein.

Bei der Submission am 31. Januar 2017 war die Firma RIBAS, Rimpar, mit 106.156 Euro brutto die günstigste Bieterin. Ihr erteilte der Gemeinderat in der Sitzung am 21. Februar den Auftrag.

    Zur Abtragung der Kräfte stellte die Baufirma aus Rimpar sieben jeweils ein Meter breite, natursteinverkleidete, schräg abfallende  Pfeiler vor die Mauer.
    Zur Abtragung der Kräfte stellte die Baufirma aus Rimpar sieben jeweils ein Meter breite, natursteinverkleidete, schräg abfallende  Pfeiler vor die Mauer.

    Zur Abtragung der Kräfte stellte die Baufirma aus Rimpar sieben jeweils ein Meter breite, natursteinverkleidete, schräg abfallende Pfeiler vor die Mauer.

    Bis Ende August haben die Maurer noch zu tun, um die Naturstein-Mauer zu unterfangen, Mauerwerksrisse zu verpressen und wie auf dem ersten Foto zu sehen, die Rollschicht und Fugen aufzuarbeiten.
    Bis Ende August haben die Maurer noch zu tun, um die Naturstein-Mauer zu unterfangen, Mauerwerksrisse zu verpressen und wie auf dem ersten Foto zu sehen, die Rollschicht und Fugen aufzuarbeiten.

    Bis Ende August haben die Maurer noch zu tun, um die Naturstein-Mauer zu unterfangen, Mauerwerksrisse zu verpressen und wie auf dem ersten Foto zu sehen, die Rollschicht und Fugen aufzuarbeiten.

    Wie hier auf diesem Foto zu sehen, überragen die Friedhofsmauer kleine Türmchen.

    Wie hier auf diesem Foto zu sehen, überragen die Friedhofsmauer kleine Türmchen.

    In diesen gemauerten Stationstempelchen sind in Nischen die 14 Kreuzwegstationen eingefügt und stellen so einen besonderen Blickfang dar. Die aus Gußeisen gefertigten farbigen Reliefbilder (im Bild Station VIII - Jesus spricht zu den weinenden Frauen) stammen laut Struchholz-Chronik wohl aus der ersten Hälfte des 19. (Caplan Boniatius Wagner hatte 1758 um Erlaubnis zur Herstellung des Stationsweges gebeten).

    In diesen gemauerten Stationstempelchen sind in Nischen die 14 Kreuzwegstationen eingefügt und stellen so einen besonderen Blickfang dar. Die aus Gußeisen gefertigten farbigen Reliefbilder (im Bild Station VIII - Jesus spricht zu den weinenden Frauen) stammen laut Struchholz-Chronik wohl aus der ersten Hälfte des 19. (Caplan Boniatius Wagner hatte 1758 um Erlaubnis zur Herstellung des Stationsweges gebeten).

    Wie weiter auf dem letzten Foto zu sehen, wurde das Muster der vorgesehenen Mauerwerksabdeckung links neben der achten Kreuzwegstation aufgebracht, die künftig von oben die Mauer gegen eindringendes Wasser, Aufblühungen und Planzenbewuchs schützen soll. Die Erfahrungen bei der alten Mauer hatten gezeigt, dass Pflanzenwurzeln Sprengdruck erzeugen und das Mauerwerk schädigen.

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