Overblog
Folge diesem Blog
Edit post Administration Create my blog

Ooh, wie wunderschön! - Haus der Fastnacht in Veitshöchheim erstrahlt neu mit allseits bekannten Gesichtern - Eine neue touristische Attraktion

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Das Kunstwerk ist nach dreiwöchiger Arbeit vollbracht: Werner Hofmann und Arno Ludwig gaben dem Haus der Fränkischen Fastnacht in Veitshöchheim ein neues Gesicht. Auf diesen Fotos legen sie letzte Hand am Gefängnis, dem letzten Bildnis an der Fassade des Veitshöchheimer Fastnachtshauses an.
Das Kunstwerk ist nach dreiwöchiger Arbeit vollbracht: Werner Hofmann und Arno Ludwig gaben dem Haus der Fränkischen Fastnacht in Veitshöchheim ein neues Gesicht. Auf diesen Fotos legen sie letzte Hand am Gefängnis, dem letzten Bildnis an der Fassade des Veitshöchheimer Fastnachtshauses an.

Das Kunstwerk ist nach dreiwöchiger Arbeit vollbracht: Werner Hofmann und Arno Ludwig gaben dem Haus der Fränkischen Fastnacht in Veitshöchheim ein neues Gesicht. Auf diesen Fotos legen sie letzte Hand am Gefängnis, dem letzten Bildnis an der Fassade des Veitshöchheimer Fastnachtshauses an.

Veitshöchheim ist um ein begehrtes Fotomotiv reicher. "Ooh, wie ist das schön!" schallt es aus einer Passantengruppe, die gerade vom Bahnhof kommend, die Engstelle der Bahnhofstraße in Veitshöchheim, dem Zugangstor zum Altor passiert. Auf der Fassade des Hauses mit der Nummer 13 ranken auf einer Länge von 28 Meter allerlei Fastnachtsgestalten. Neben liebreizenden Tänzerinnen lächeln die einem millionenfachen Publikum bekannten Protagonisten aus Bayerns Fernsehsendung mit den höchsten Einschaltquoten, nämlich der Fastnacht in Franken entgegen, geben sich furchterregende Masken, hinter Gittern hervorlugend, ein Stelldichein. Der Sitz des Fastnacht-Verbandes Franken (FVF) wurde so publikumswirksam zu einer neuen touristischen Attraktion aufpoliert.

Verkleidungskünstler Markus Söder im Gefängnis zusammen mit finsteren Fastnachtsgesellen.

Verkleidungskünstler Markus Söder im Gefängnis zusammen mit finsteren Fastnachtsgesellen.

"Ui, da is och der Söder hinter Gittern dabei" ruft eine sächsisch sprechende Frau erstaunt. Unglaublich, dass sie wie viele andere den CSU-Politiker und bayerischen Finanzminister in seiner 2014er Maskerade als giftgrüner Oger mit Knubbelnase und Trichterohren sogleich erkannte. Jedes Jahr zur Prunksitzung des Fränkischen Fastnachtverbands schmiss der Verkleidungskünstler in Schale und stahl mit seinen Kostümen als Zauberer Gandalf aus "Herr der Ringe" (2010), Musiker der Band Kiss (2011), Punk (2012), Marilyn Monroe (2013), Shrek (2014) und als Friedensnobelpreisträger Mahatma Gandhi (2015) der anwesenden Polit-Prominenz das Scheinwerferlicht. Deshalb durfte natürlich das VIP-Highlight der Fernsehsitzung auch auf der Fassade des Fränkischen Fasenachter-Domizils nicht fehlen.

Über den Fernsehstars in der Bütt thronen Sitzungspräsident Bernd Händel (links) und der Veitshöchheimer Bernhard Schlereth, seit 2003 Präsident des Fastnachtsverbandes Franken. Der Fasenachter ist auch Vizepräsident im Bund Deutscher Karneval und Direktor des Deutschen Fastnachtmuseums in Kitzingen.  Bernd Händel ist einer der Veteranen der "Fastnacht in Franken". Der Nürnberger Kabarettist und Stimmenimitator trat bereits mehr als zehn Mal in der Sendung auf, unter anderem mit seiner Paraderolle "Silvester Capone".
Über den Fernsehstars in der Bütt thronen Sitzungspräsident Bernd Händel (links) und der Veitshöchheimer Bernhard Schlereth, seit 2003 Präsident des Fastnachtsverbandes Franken. Der Fasenachter ist auch Vizepräsident im Bund Deutscher Karneval und Direktor des Deutschen Fastnachtmuseums in Kitzingen.  Bernd Händel ist einer der Veteranen der "Fastnacht in Franken". Der Nürnberger Kabarettist und Stimmenimitator trat bereits mehr als zehn Mal in der Sendung auf, unter anderem mit seiner Paraderolle "Silvester Capone".

Über den Fernsehstars in der Bütt thronen Sitzungspräsident Bernd Händel (links) und der Veitshöchheimer Bernhard Schlereth, seit 2003 Präsident des Fastnachtsverbandes Franken. Der Fasenachter ist auch Vizepräsident im Bund Deutscher Karneval und Direktor des Deutschen Fastnachtmuseums in Kitzingen. Bernd Händel ist einer der Veteranen der "Fastnacht in Franken". Der Nürnberger Kabarettist und Stimmenimitator trat bereits mehr als zehn Mal in der Sendung auf, unter anderem mit seiner Paraderolle "Silvester Capone".

Haus der Fränkischen Fastnacht

Bereits seit 1999 ist die Gemeinde Veitshöchheim um eine weitere überörtliche Einrichtung reicher, als der Fastnachtsverband Franken hier sein „Haus der Fränkischen Fastnacht“ einrichtete. Das Dachgeschoß dieses im Jahr 1978 von der Gemeinde im Sozialen Wohnungsbau errichteten Sechs-Familienwohnhauses war bis dahin ungenutzt.. Aufgrund des ungünstigen Zuschnittes, der Dachschrägen und der sechs im Raum stehenden Kaminen war es bisher für Wohnzwecke wirtschaftlich nicht nutzbar. Nachdem bereits seit 1988 in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen die Fernsehsitzung „Fastnacht in Franken“ stattfand und der Fastnachtsverband sich 1996 mit dem Gedanken trug, in Veitshöchheim ein „Haus der Fränkischen Fastnacht“ zu errichten, kam man im Rathaus auf die Idee, daß das Dachgeschoß sich für solche Zwecke ideal eigenen würde. Das Haus liegt nämlich mitten im Ortszentrum mit Blick in den Hofgarten.

Das damalige Präsidium des Fastnachtsverbandes mit Mecki Binder an der Spitze freundete sich sogleich mit dem Gedanken an, das Dachgeschoß im Miteigentum zu erwerben und für Büro- und Dokumentationszwecke zu nutzen. Im Mai 1998 fasste dann der Gemeinderat den Verkaufsbeschluss, die öffentlichen Wohnungsbaudarlehen wurden abgelöst und im Oktober 1998 konnte nach den Plänen des ortsansässigen Architekten Waldemar Götz der Aus- und Umbau beginnen. Als Bauherr und Miteigentümer fungierte die auch für die Fernsehsitzung „Fastnacht in Franken“ zuständige Veranstaltungsgesellschaft des Verbandes.

Die Bauleitung vor Ort übernahm der in Veitshöchheim wohnende Bernhard Schlereth, seit 1997 Schatzmeister des Fastnachtsverbandes. In den Anfangsjahren der Fernsehsitzung war Schlereth als 2. Bürgermeister der Gemeinde (bis 1996) und Schatzmeister des Veitshöchheimer Carneval Clubs in engem Kontakt mit den fränkischen "Fastnacht-Machern" des Verbandes. 2003 löste Schlereth dann den Verbandspräsidenten Binder ab.

Der Fastnachtsverband verfügt hier im Dachgeschoss über eine Nutzfläche von 160 Quadratmeter und eine Lagerfläche von 40 Quadratmeter, in dem er Requisiten verwahrt. Für das aus den drei Regierungsbezirken Frankens kommende Präsidium steht ein großzügiges Besprechungszimmer von 52 Quadratmeter zur Verfügung, das auch für Empfänge und Dokumentationszwecke verwendet werden kann. Außerdem gibt es hier noch ein 25 Quadratmeter großes Geschäftszimmer und einen 21 Quadratmeter großen Übernachtungsraum.

Besonders froh über die neue Einrichtung zeigten sich damals die Gemeindevertreter. Denn die immer wieder auftauchenden Gedanken, die Fernsehsitzung „Fastnacht in Franken“ in eine Stadt mit einer größeren Halle zu verlegen, sollten ab nun der Vergangenheit angehören.

Die Satzungsänderung zur Verlegung des Sitzes nach Veitshöchheim wurde aber erst bei der Haupttagung der 300 Mitgliedsgesellschaften, bei denen mehr als 70.000 Fasenachter (davon 20.000 Jugendliche) wirken, im Juli 2015 beschlossen. Im Fastnachtshaus führt seit diesem Jahr mit Susanne Kleym eine hauptamtliche Touristik-Fachkraft die FVF-Geschäftsstelle.

Da der Fastnachtsverband seit einigen Jahren Eigentümer des gesamten Hauses ist, leitete nun Bernhard Schlereth die notwendige Sanierung der Außenfassade in die Wege. Für über 60.000 Euro wurde das Gebäude mit Natursteinsockeln, einem neuen Anstrich, neuen Toranlagen und einer künstlerischen Bemalung versehen.

Auf dem ersten Foto ist unverkennbar, dass der vor dem Gefängnis stehende Kunstmaler Werner Hofmann identisch ist mit dem Weingott Bacchus, der über dem Gefängnis thront und dessen Schlüssel bewacht.Auf dem ersten Foto ist unverkennbar, dass der vor dem Gefängnis stehende Kunstmaler Werner Hofmann identisch ist mit dem Weingott Bacchus, der über dem Gefängnis thront und dessen Schlüssel bewacht.
Auf dem ersten Foto ist unverkennbar, dass der vor dem Gefängnis stehende Kunstmaler Werner Hofmann identisch ist mit dem Weingott Bacchus, der über dem Gefängnis thront und dessen Schlüssel bewacht.Auf dem ersten Foto ist unverkennbar, dass der vor dem Gefängnis stehende Kunstmaler Werner Hofmann identisch ist mit dem Weingott Bacchus, der über dem Gefängnis thront und dessen Schlüssel bewacht.
Auf dem ersten Foto ist unverkennbar, dass der vor dem Gefängnis stehende Kunstmaler Werner Hofmann identisch ist mit dem Weingott Bacchus, der über dem Gefängnis thront und dessen Schlüssel bewacht.Auf dem ersten Foto ist unverkennbar, dass der vor dem Gefängnis stehende Kunstmaler Werner Hofmann identisch ist mit dem Weingott Bacchus, der über dem Gefängnis thront und dessen Schlüssel bewacht.

Auf dem ersten Foto ist unverkennbar, dass der vor dem Gefängnis stehende Kunstmaler Werner Hofmann identisch ist mit dem Weingott Bacchus, der über dem Gefängnis thront und dessen Schlüssel bewacht.

Die künstlerischen Arbeiten übernahm federführend kein herkömmlicher Maler, sondern der gelernte Positivretuscheur Werner Hofmann, bekannt als Regisseur, Schauspieler, Kabarettist und Fasenachter aus Karlstadt. Ihm machte die zeitaufwändige Bemalung viel Spaß, schließlich kennt er die Fernsehsendung und deren Akteure aus dem ff, war er doch mit seiner Bühnenpartnerin Gerlinde Heßler (letztes Foto) als „Hermann & Hermine“ selbst schon bei der „Fastnacht in Franken“ aktiv.

Als Vorlagen für die Konturen dienten Fotos der Protagonisten, deren Gesichter auf den Gemälden wesentlich ausdruckstärker und viel plastischer wirken.

Ihm zur Seite stand der seit 1988 in seinem Air-Atelier in Gemünden freischaffende Künstler und  kreative Kopf Arno Ludwig. Er hat sich unverkennbar im Gefängnis unten links verewigt. Ihm zur Seite stand der seit 1988 in seinem Air-Atelier in Gemünden freischaffende Künstler und  kreative Kopf Arno Ludwig. Er hat sich unverkennbar im Gefängnis unten links verewigt.

Ihm zur Seite stand der seit 1988 in seinem Air-Atelier in Gemünden freischaffende Künstler und kreative Kopf Arno Ludwig. Er hat sich unverkennbar im Gefängnis unten links verewigt.

Seit Jahresbeginn informiert bereits die Dauerausstellung "Die Welt von Fastnacht in Franken“ im Foyer der neu eröffneten Mainfrankensäle die Besucher über verschiedene Aspekte der Sendung am originalen Drehort der BR-Produktion und ermöglicht es, selbst einzutauchen in die barocke Faschings-Kulisse. Die neugestaltete Fassade des Fastnachtshauses in der Bahnhofstraße stellt insoweit eine imposante, für alle Besucher der Dauerausstellung empfehlenswerte Ergänzung dar.

Ooh, wie wunderschön! - Haus der Fastnacht in Veitshöchheim erstrahlt neu mit allseits bekannten Gesichtern - Eine neue touristische Attraktion

Im Rampenlicht stehen vor allem Waltraud und Mariechen, also die fiktiven Bühnenfiguren des Fürther Komödianten- und Kabarettisten-Duos Volker Heißmann und Martin Rassau. 1991 hörten Heißmann und Rassau in einem Café älteren Damen bei ihren Gesprächen zu. Diese Beobachtungen führten zur „Geburt“ des ewig lästernden Witwenpärchens Waltraud und Mariechen. Das Duo ist seit der Premiere 1997 aus der fränkischen Fastnacht nicht mehr weg zu denken. Längst strapazieren sie die Lachmuskeln nicht nur als "Witwen", sondern überraschen jedes Jahr in neuen Rollen. Unvergessen bleibt ihr Einsatz 2011 als "Prinz Charles" und "Queen Elisabeth." Im Duo treten Martin Rassau und Volker Heißmann in vielen großen Hallen Deutschlands auf, aber sie gehen auch gerne eigene Wege. Martin Rassau moderiert seit 2009 die "Närrische Weinprobe" in dem historischen Stückfasskeller, direkt unter der Würzburger Residenz.

Ooh, wie wunderschön! - Haus der Fastnacht in Veitshöchheim erstrahlt neu mit allseits bekannten Gesichtern - Eine neue touristische Attraktion

In der Bildmitte: Michl Müller. Der "Michl" aus Garitz - einem Ortsteil von Bad Kissingen - war 2007, wie Volker Heißmann und Martin Rassau zehn Jahre zuvor, ein glatter Senkrechtstarter im "Franken Fasching". Mit seinem "Dreggsagg" T-Shirt und seinem jungenhaften Lachen verzauberte er das Publikum. Schon sein erster Fernsehauftritt zur "Närrischen Weinprobe" im Staatlichen Hofkeller zu Würzburg schlug so gut ein, dass er sofort zur Prunksitzung in Veitshöchheim eingeladen wurde. Unvergesslich sein Song für "Angela" - die so sexy ist - oder die "Fleischereifachverkäuferin", die dem Bub zum Abschied eine Scheibe Gelbwurst schenkt.

Seinen steilen Aufstieg in der deutschen Kabarettszene verdeutlicht, dass er 2012 eine regelmäßige Comedy-Rubrik im Hörfunkprogramm Bayern 1, im Jahr 2014 die "Franken-Tanke" in Antenne Bayern zum Leben erweckte und nach mehreren Auftritten bei "Kabarett aus Franken" und "Otti`s Schlachthof" im Bayerischen Fernsehen er seit 2015 mit eigener TV-Show "Drei.Zwo.Eins.Michl Müller" ein Gesicht der ARD ist.

Rechts daneben der Kabarettist und Humorist Oti Schmelzer aus Oberschwappach im Steigerwald, bekannt als "Multifunktionsfranke", Ob bei "Fastnacht in Franken", bei der "Närrischen Weinprobe" oder Kabarett-Sendungen, der Grimassenschneider liest Promis und Politikern mit seinen Gstanzln die Leviten.

Ooh, wie wunderschön! - Haus der Fastnacht in Veitshöchheim erstrahlt neu mit allseits bekannten Gesichtern - Eine neue touristische Attraktion

Peter Kuhn - Gruppenleiter in einem Heilpädagogischen Heim in Schweinfurt - trat 1991 erstmals als Büttenredner bei der Fastnachtsgesellschaft "Schwarze Elf Schweinfurt" auf. Und bereits im nächsten Jahr war er bei der "Fastnacht in Franken" in Veitshöchheim dabei. Die Büttenreden sind politischer und gesellschaftskritischer Art und zeichnen sich zumeist durch ein gehobenes Niveau aus. Aufgrund der vielen Anspielungen und Doppeldeutigkeiten in den stets gereimten Vorträgen braucht es manchmal schon ein sehr aufmerksames Publikum, um alle Feinheiten erfassen zu können. Meist gelingt dies dem Zuhörer erst nach mehrmaligem Genuss der Rede. So glänzte er u.a. als "Wanderer durch Deutschland", "Arzt für Deutschland", als "Punk", "Transvestit", "Kapitänin auf der MS Deutschland", als "Wutbürger" auf Dauer-Demo und zuletzt als Bürgerwehr-Kommandant mit Tiefgang (Foto).

Ooh, wie wunderschön! - Haus der Fastnacht in Veitshöchheim erstrahlt neu mit allseits bekannten Gesichtern - Eine neue touristische Attraktion

Seit der Premiere 1987 immer dabei waren bis dato der Veitshöchheimer Bruno Gold (links) und der Karlstädter Keyboarder Joe Döll (hinten), beide bis 2008 als Mitglieder der Gebrüder Narr und seitdem bei den Parodis. Die Gebrüder Narr nahmen in Texten und Liedern, geschrieben von ihrem Spiritus Rector Winfried Hain (rechts) Politik und gesellschaftliche Ereignisse sowie das Blaue Kleid von Barbara Stamm aufs Korn. 2008 verabschieden sich die Narrs aus der Fastnacht.

Die "Parodis", eine Band, die ihr Publikum immer wieder mit Witz und brillantem Chorgesang begeistert, folgte in Veitshöchheim 2009 den "Gebrüder Narr", allen voran Bruno Gold, ausgewiesener fränkischer Jodelkönig.

Ooh, wie wunderschön! - Haus der Fastnacht in Veitshöchheim erstrahlt neu mit allseits bekannten Gesichtern - Eine neue touristische Attraktion

Der Würzburger Sebastian Reich alias Pierre Ruby "junior" gewann zunächst in der "Närrischen Weinprobe" in Würzburg mit seinen "Bauch-Puppen", wie "Resi Riesling" und vor allem der "Amanda", die Herzen der Zuschauer. Ein weiterer Meilenstein war "Franken Helau" aus der Zellerau in Würzburg und 2011 der endgültige Durchbruch auf der Bühne in Veitshöchheim.

Ooh, wie wunderschön! - Haus der Fastnacht in Veitshöchheim erstrahlt neu mit allseits bekannten Gesichtern - Eine neue touristische Attraktion

Die "Altneihauser Feierwehrkapell'n" ist seit 2006 bei der Fastnacht in Franken mit dabei - und schon Kult. Ursprünglich wurden sie eingeladen, um den Franken den Marsch zu blasen. Doch die Franken haben sie in ihr Herz geschlossen und immer wieder eingeladen. Norbert Neugirg (rechts), selbsternannter "Kommandant" der Altneihauser, denkt sich stets neue gereimte und ungereimte Unverschämtheiten gegenüber seinen fränkischen Gastgebern aus. Er ist übrigens der einzige berufsmäßige "Altneihauser". Im Hintergrund Reinhard Stummreiter (Große Trommel).

Oliver Tissot (links) steht als "Lachverständiger" und gebürtiger Nürnberger mit österreichischem Pass und französischem Namen seit 2009 in Veitshöchheim fest auf der Bühne. Mit einer Mischung aus Meinungsfrechheit, Marotte und mehr verblüfft er durch hintergründige Wortakrobatik und in immer wunderbaren Kostümen.

Quelle der Texte zu den Fernsehstars: BR-Online

2003 in Veitshöchheim von einer Elterninitiative gegründet, war die Tanzsportgarde Veitshöchheim in der "Fastnacht in Franken" in Veitshöchheimin den vergangenen Jahren mit einem Eröffnungstanz als Vorschau auf das Programm vertreten. Zuletzt präsentierte die Garde 2015 karnevalistische Bräuche aus der ganzen Welt in choreografisch wunderbarer Weise. Haupttrainerin ist Silvia Schraut (im Hintergrund abgebildet).

2003 in Veitshöchheim von einer Elterninitiative gegründet, war die Tanzsportgarde Veitshöchheim in der "Fastnacht in Franken" in Veitshöchheimin den vergangenen Jahren mit einem Eröffnungstanz als Vorschau auf das Programm vertreten. Zuletzt präsentierte die Garde 2015 karnevalistische Bräuche aus der ganzen Welt in choreografisch wunderbarer Weise. Haupttrainerin ist Silvia Schraut (im Hintergrund abgebildet).

Verewigt ist auch das Tanzmariechen Liana Wolf von der DJK Schwabach. 2015 war sie schon viermal bei der Sendung dabei. Sie hat darüber hinaus im karnevalistischen Tanzsport so ziemlich alle Titel gewonnen, die es zu holen gibt. So wurde sie im März in Köln zum fünften Mal Deutsche Meisterin.

Verewigt ist auch das Tanzmariechen Liana Wolf von der DJK Schwabach. 2015 war sie schon viermal bei der Sendung dabei. Sie hat darüber hinaus im karnevalistischen Tanzsport so ziemlich alle Titel gewonnen, die es zu holen gibt. So wurde sie im März in Köln zum fünften Mal Deutsche Meisterin.

Die Gemischte Garde der Buchnesia Nürnberg zeigte 2015 eindrucksvoll, dass sie zu den besten ihrer Art in Deutschland gehört. Die Damen und Herren (die Buchnesia hat eine der wenigen gemischten Garden) sind seit Jahrzehnten immer unter den Besten bei den Turnieren im Bund Deutscher Karneval. Dieser Verein ist seit 1992 in Veitshöchheim dabei.

Die Gemischte Garde der Buchnesia Nürnberg zeigte 2015 eindrucksvoll, dass sie zu den besten ihrer Art in Deutschland gehört. Die Damen und Herren (die Buchnesia hat eine der wenigen gemischten Garden) sind seit Jahrzehnten immer unter den Besten bei den Turnieren im Bund Deutscher Karneval. Dieser Verein ist seit 1992 in Veitshöchheim dabei.

Zu sehen ist auch Detlev Wagenthaler. Der Kulturreferent der Stadt Karlstadt war ein Mann mit einem speziellen Humor. Als Detlef Wagenthaler 1994 in Veitshöchheim den Sitzungspräsidenten Hans-Joachim Schumacher ablöste, brach die Zeit der "gnadenlosen Witze" an. Sie trafen bei den Begrüßungen die prominenten Gäste im Saal. Das gefiel den Angesprochenen meist weniger, dafür dem Publikum um so mehr. Detlef Wagenthaler brach 2005 während der Livesendung zusammen, seine Gesundheit war so angeschlagen, dass er zwei Jahre später an Herzversagen starb.

Zu sehen ist auch Detlev Wagenthaler. Der Kulturreferent der Stadt Karlstadt war ein Mann mit einem speziellen Humor. Als Detlef Wagenthaler 1994 in Veitshöchheim den Sitzungspräsidenten Hans-Joachim Schumacher ablöste, brach die Zeit der "gnadenlosen Witze" an. Sie trafen bei den Begrüßungen die prominenten Gäste im Saal. Das gefiel den Angesprochenen meist weniger, dafür dem Publikum um so mehr. Detlef Wagenthaler brach 2005 während der Livesendung zusammen, seine Gesundheit war so angeschlagen, dass er zwei Jahre später an Herzversagen starb.

Seit 1988 prägt alljährlich die Anwesenheit des BR-Teams das gesellschaftliche Leben der 10.000-Einwohnergemeinde. 19 Jahre führte Thomas Meissner Regie, letztmals 2015.

Seit 1988 prägt alljährlich die Anwesenheit des BR-Teams das gesellschaftliche Leben der 10.000-Einwohnergemeinde. 19 Jahre führte Thomas Meissner Regie, letztmals 2015.

Zu sehen sind am Fastnachtshaus auch weitere Wahrzeichen der Fernsehsitzung, wie die Allersberger Flecklashexen, ein Detail des Bühnenbildes und Faschingsnarren.
Zu sehen sind am Fastnachtshaus auch weitere Wahrzeichen der Fernsehsitzung, wie die Allersberger Flecklashexen, ein Detail des Bühnenbildes und Faschingsnarren.
Zu sehen sind am Fastnachtshaus auch weitere Wahrzeichen der Fernsehsitzung, wie die Allersberger Flecklashexen, ein Detail des Bühnenbildes und Faschingsnarren.
Zu sehen sind am Fastnachtshaus auch weitere Wahrzeichen der Fernsehsitzung, wie die Allersberger Flecklashexen, ein Detail des Bühnenbildes und Faschingsnarren.

Zu sehen sind am Fastnachtshaus auch weitere Wahrzeichen der Fernsehsitzung, wie die Allersberger Flecklashexen, ein Detail des Bühnenbildes und Faschingsnarren.

Ooh, wie wunderschön! - Haus der Fastnacht in Veitshöchheim erstrahlt neu mit allseits bekannten Gesichtern - Eine neue touristische Attraktion

Im zweiten Torbogen neben dem Eingangsportal beeindruckt vor allem in den Abendstunden ein hinterleuchtetes Glaskunstfenster. Es ist dies ein Werk des örtlichen Kunstglasers Rudolf Schieblon, das dieser Anfang der 80er Jahre für den Veitshöchheimer Carnevalclub (VCC) für dessen neues Clubheim im Dachgeschoss der Vitusschule geschaffen hatte. Bekanntlich hat der VCC durch die notwendige gewordene Nutzung des Dachgeschosses für schulische Zwecke seinen bisher hier untergebrachten, jedoch nach einem Brand seit fünf Jahren nicht mehr genutzten Clubraum aufgegeben, sodass das von Schieblon nach den Vorstellungen von Edgar Wenger kreierte kunstvolle Fensterbild zur Disposition stand. Es fand nun in der Fassade des Fastnachtshauses in der Bahnhofstraße eine optimale Verwendung fand.

Die Abbildung zeigt als Mittelpunkt den sich im 14. Jahrhundert umhertreibenden Schalk Till Eulenspiegel so wie in einer der ersten erhaltenen Ausgaben um 1515 mit Spiegel, den er seinen Mitmenschen humorvoll zur Entlarvung vorhält, was sie sind und einer Eule, die als Vogel der Weisheit gilt.

So ist auch die höchste Auszeichnung des Fastnacht-Verbandes Franken der Till von Franken, der den Kopf Till Eulenspiegels mit Narrenkappe darstellt, am oberen Fensterrand symbolisiert zu sehen. Daneben sind auch noch das VCC-Wappen und ein mit dem Gemeindewappen verzierter Bocksbeutel verewigt.

Unbezahlbare Werbung für Veitshöchheim

Die BR-Kultsendung "Fastnacht in Franken" ging heuer bereits zum 27. Mal über die Bühne der Mainfrankensäle. Es wurde wieder den Großen und Mächtigen im Land der Spiegel vorgehalten und mit Witz und Humor die Weltlage kommentiert. Und zwar original fränkisch mit dem „Dreggsagg“ Michl Müller, den Comedy-Stars Volker Heißmann und Martin Rassau, dem Meister des „geschliffenen Worts“ Peter Kuhn, den Parodis mit ihren fetzigen Musikparodien, dem Wortakrobaten Oliver Tissot und auch diesmal wieder mit Besuch aus der „befreundeten“ Oberpfalz – der Altneihauser Feierwehrkapell’n sowie tanzakrobatischen Höchstleistungen von Meistergarden. Die Sendung hatte dieses Jahr so viele Menschen vor den Fernseher gezogen wie noch nie. 2,37 Millionen Menschen schalteten in Bayern ein. Bundesweit waren es sogar fast vier Millionen. Damit ist die diesjährige "Fastnacht in Franken" die erfolgreichste Sendung des Bayerischen Fernsehens seit 1991.

1987 hieß es zum ersten Mal „Franken Helau“ im Bayerischen Fernsehen. Damals sendete der BR noch aus dem oberfränkischen Lichtenfels. Eigentlich sollte die Sendung turnusgemäß durch Franken ziehen, aber Logistik und Organisation in Veitshöchheim überzeugten die Organisatoren nachhaltig. Die vom Fastnachts-Verband Franken und dem BR geplante Sendung fand somit in Veitshöchheim ihre feste Bleibe.

Seit über zwei Jahrzehnten profitiert nun schon Veitshöchheim bundesweit von der enorm hohen Werbewirksamkeit der Fernsehsendung „Fastnacht in Franken“. „Man redet von Veitshöchheim, nicht von der Fastnacht in Franken“ sagte etwa der Rheinland-Pfälzer Volker Wagner, Präsident des Bundes Deutscher Karneval. So wie Mainz, Köln und Düsseldorf profitiere auch Veitshöchheim gewaltig von der Popularität des Karnevals, sei die Sendung eine unbezahlbare Werbung für den Ort.

Kommentiere diesen Post

Helga Hauck 09/06/2015 22:41

Ich persönlich finde die Bemalung "spitze". Das ganze Haus ist nun wirklich ein "Haus der
Fastnacht". Sollte irgendwann irgendjemand einmal der Meinung sein, die Bemalung müsste geändert werden, gibt es bestimmt noch Farbe, das dann zu tun. Aber davon kann ja wohl
jetzt noch keine Rede sein.