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Baumaßnahmen Hochbau Gemeinde

Tuesday, 15. january 2013 2 15 /01 /Jan. /2013 12:47

rewealt 2 Blick Mainuferstraße

Unter Dach und Fach ist nun der Kauf der Flächen und Gebäulichkeiten des ehemaligen REWE-Marktes am Eingang zum Veitshöchheimer Altort. Ende Oktober 2012 hatte der Gemeinderat den Erwerb des 4.529 Quadratmeter großen Areals "Würzburger Straße 60" mit ebenerdigen Gesamtnutzflächen von 1480 Quadratmeter für 500.000 Euro zuzüglich einer Maklercourtage von 7.500 Euro beschlossen  (Link auf Bericht). Am 20. Dezember konnte die Gemeinde die notarielle Beurkundung mit dem Maklerbüro tätigen. Nach Zustimmung durch die Eigentümer-Gesellschafterversammlung steht nun der von der Gemeinde beabsichtigten Nutzung für Lagerzwecke nichts mehr im Wege.

Für die Öffentlichkeit zur Verfügung stellen kann die Gemeinde nun auch die 60 Parkplätze des früheren Marktes, was insbesondere bei Veranstaltungen von Vorteil ist, die im über der liegenden Feuerwehr- und Vereinshaus stattfinden.

Erstmals ließ machte sich Bürgermeister Rainer Kinzkofer bei einer Ortseinsicht mit dem Hochbaureferenten Peter Wolf und dem Bauhofleiter Rudi Köhler ein Bild über die nun der Gemeinde zur Verfügung stehenden Kalt-Lagerflächen aufklären.

Rewealt Getraenkemarkt

Im ehemaligen separaten Getränkemarkt stehen 434 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Wie der Bürgermeister sehen konnte, ist hier genügend Platz, um das Inventar der Mainfrankensäle während der zweijährigen Dauer der Generalsanierung einzulagern.

Rewealt SBMarkt1 Rewealt SBMarkt2

Mit 1.046 Quadratmeter Nutzfläche mehr als doppelt so groß ist der ehemalige SB-Markt. Für Lagerzwecke nutzbar sind davon 872 Quadratmeter. Wie im Hintergrund links zu sehen, hat hier der Bauhof bereits die Holzhütten von der Altortweihnacht eingelagert.

Wie der Bürgermeister bei der Ortseinsicht sagte, benötigt die Gemeinde dringend Lagerflächen. Es müsse nämlich die bisher von Vereinen dafür genutzte ehemalige Reiterhalle im Sendelbach aufgrund ihres schlechten Bauzustands in absehbarer Zeit abgerissen werden. Deren Renaturierung könnte dann dem Ökokonto für Ausgleichsflächen gut geschrieben werden.

Der Bürgermeister ließ allerdings offen, ob die Lagernutzung im alten Rewe-Markt auf Dauer so bleibt oder mittelfristig doch noch der Gemeinderatsbeschluss vollzogen wird, im Gewerbegebiet eine neue Lagerhalle mit 1135 Quadratmeter Nutzfläche zu bauen, deren Kosten auf  500.000 Euro veranschlagt wurden. Dann wäre vorstellbar, das exponiert am Eingang zum Altort an der Bahnbrücke liegende Gelände anderweitig zu vermarkten, etwa für den Bau von altengerechten Wohnungen. Zumal hier das leerstehende gemeindliche Anwesen Würzburger Straße 58 angrenzt, das für die Realisierung einer Alters-Wohngemeinschaft im Gespräch war.

Ergänzung:

Der Hauptausschuss der Gemeinde stimmte in der Sitzung am Dienstagabend zu, dass auf schriftlichen Antrag Teilflächen auch an örtliche Vereine als Kaltlagerfläche gegen ein Entgelt von monatlich 0,50 Euro pro Quadratmeter verpachtet werden können. Bei einer Fläche von vier mal fünf Meter wären dies 120 Euro im Jahr.


Geplant: Fußwegverbindung zum neuen Rewe-Markt

Fußweg Rewemarkt4 Fußweg Rewemarkt 

Der Erwerb des alten Supermarkt-Areals „Würzburger Straße 60“ eröffnet der Gemeinde nun endlich auch die Möglichkeit, die von Bürgern schon lange geforderte behindertengerechte Fußweg-Verbindung zum neuen Rewe-Markt zu schaffen. Bei einer Ortseinsicht erkunden Bürgermeister Rainer Kinzkofer und sein Bauhofleiter Rudi Köhler die mögliche Wegeführung von der Würzburger Straße zum neuen Rewe-Markt, die über die Trenninsel in der Pont-L'Evêque-Allee geführt werden soll. Für die Trassierung in Frage kommt zum einen ein Stich an der nördlichen Grenze entlang dem Gemeindeanwesen Würzburger Straße 58 oder aber über den bisherigen Zugang des Supermarktes. Das Tiefbaureferat der Gemeinde wird nun laut Bürgermeister beide Alternativen mit Kostenschätzung untersuchen und dem Hauptausschuss der Gemeinde zur Entscheidung vorlegen.

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Monday, 19. november 2012 1 19 /11 /Nov. /2012 15:47

rewealt 1

Fast drei Jahre sind nun schon seit dem Umzug des REWE-Marktes in die neuen Räumlichkeiten auf der anderen Straßenseite der Pont-l-Èvêque-Allee verstrichen. Bis vor kurzem noch stellte sich die Frage nach der künftigen Nutzung dieses hervorragend direkt am Eingangsbereich zum Altort gelegenen 4.529 Quadratmeter großen Areals "Würzburger Straße 60", das der im Ort ansässige Immobilien-Makler Michael Binz im Auftrag einer Fondsgesellschaft in München seit geraumer Zeit anbot.

Wie Bürgermeister Rainer Kinzkofer nun in der Bürgerversammlung erstmals in der Öffentlichkeit verlauten ließ, hat nun der Gemeinderat beschlossen, das Objekt für 500.000 Euro zuzüglich Maklercourtage von 1,5 Prozent zu erwerben. An Nutzflächen weist der Supermarkt 1.046 Quadratmeter und der Getränkemarkt vis a vis 434 Quadratmeter auf. Das Objekt will die Gemeinde für Kaltlagerzwecke nutzen. Es sind zu dem 60 Parkplätze vorhanden.

rewealt-2-Blick-Wuerzburger-Stra-e.jpg

Als Begründung für den Grunderwerb führte das Ortsoberhaupt an, dass die Gemeinde dringend Lagerflächen benötige. Es müsse nämlich die bisher von Vereinen für Lagerzwecke genutzte ehemalige Reiterhalle im Sendelbach aufgrund ihres schlechten Bauzustands irgendwann einmal abgebrochen werden. Deren Renaturierung könnte dann dem Ökokonto für Ausgleichsflächen gut geschrieben werden.

Es habe zwar bereits einen bisher noch nicht vollzogenen Beschluss gegeben, im Gewerbegebiet eine neue Lagerhalle zu bauen, deren Kosten auf ebenfalls 500.000 Euro veranschlagt waren. Dieses Vorhaben werde nun hinten angestellt. Ob die Halle dann jemals noch gebaut oder das Grundstück einer anderen gewerblichen Nutzung zugeführt wird, kann laut Kinzkofer dahingestellt bleiben. Für die nächsten beiden Jahre könnten im alten Rewe-Markt auch Utensilien aus den Mainfrankensälen während deren Bauphase eingelagert werden.

 

 rewealt-2-Blick-Mainuferstra-e.jpg

Der Erwerb des alten Rewemarkt-Areals eröffnet laut Kinzkofer der Gemeinde endlich auch die Möglichkeit, über dieses die von Bürgern schon lange geforderte behindertengerechte Fußweg-Verbindung zum neuen Rewe-Markt zu schaffen.


RossnerReweAlt 2Starkes Interesse an der verwaisten Immobilie hatte zuletzt auch die Urveitshöchheimerin und jetzt in Güntersleben wohnende Elke Roßner-Scheler. Der Ingenieurin für Bekleidungstechnik schwebt nach wie vor vor, im kleineren ehemaligen Getränkemarkt unter ihrer Regie das abwechslungsreiche, qualitativ hochwertige Bistro/Cafe "Casa Elisa" mit einer Nutzfläche von 205 m² zuzüglich Sonnenterasse und daran anschließend ein Textil-Atelier "Nadelwerk" mit 122 m² Nutzfläche einzurichten. In der Casa sollte es am Feierabend auch kleine Gerichte, Cocktails, Musik, kleine Konzerte und Mottoabende geben, mitunter auch am Kaminfeuer. Im Atelier daneben würde sie auch Kurse und Workshops anbieten. Für die Nutzung des 1046 m² großen SB-Markt war sie noch auf der Suche nach Interessenten. Wie sie nun nach der Bürgerversammlung sagte, sei sie sehr froh über den Erwerb des Gesamt-Objektes durch die Gemeinde. Sie hofft, dass der Gemeinde der SB-Markt für die benötigten Lagerzwecke ausreicht und sie ihr den Getränkemarkt für ihre geplante Nutzung vermietet.


ReihenhausRewegelaendeLange Zeit im Gespräch war nach Auskunft des Immobilienbüros auch eine bauliche Neukonzeption nach Abbruch der Bausubstanz. So trug sich ein Bauträger mit dem Gedanke, auf dem Gelände eine Wohnanlage mit Reihenhäusern zu realisieren.  

 


Den Grunderwerb ins Gespräch gebracht hatte in der Haushaltsdebatte des Gemeinderates vor zwei Jahren bereits auch die CSU-Fraktion. Sie machte sich damals für einen Erwerb der Immobilie zur Nutzung durch Vereine und als Bürgerhaus stark. Diese Idee wurde jedoch im Gremium aus finanziellen Gründen nicht weiter verfolgt, da damals der Verkaufspreis noch bei 1,7 Millionen Euro lag.

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Friday, 5. october 2012 5 05 /10 /Okt. /2012 11:15

3TH-Fluchttuer-01.jpg 

Die 1998 im Veitshöchheimer Schulzentrum von der Gemeinde eröffnete Dreifachsporthalle wurde nicht als Versammlungsstätte, sondern vornehmlich für den Schul- und Breitensport konzipiert. Zugelassen sind deshalb maximal 300 Besucher in der Halle und 300 auf der Tribüne. Damit sind in der Regel alle sportlichen Veranstaltungen  abgedeckt, nicht jedoch Großveranstaltungen wie die Gardetanzturniere des Veitshöchheimer Carneval-Clubs (VCC) und der Tanzsportgarde Veitshöchheim (TSGV) mit rund 800 Besuchern in der Halle.
Solche Großveranstaltungen sind nach § 47 Versammlungsstättenverordnung beim Landratsamt anzeigepflichtig. Dabei überprüft das Amt auch den Brandschutz. Damit auch künftig solche Turniere wie das Verbandsoffene Qualifikationsturnier FRANKEN/MAIN/NECKAR der TSGV am 19./20. Januar 2013 oder im Bedarfsfall auch Großveranstaltungen des Gymnasiums Veitshöchhheim über die Bühne gehen, sah sich die Gemeinde gezwungen rund 40.000 Euro netto in die Vergrößerung der Rettungswege an der Süd- und Westfassade der Halle zu investieren.

Bei einer Ortseinsicht konnte sich nun Bürgermeister Rainer Kinzkofer zusammen mit seinem Hochbaureferenten Peter Wolf ein Bild über die in den Sommerferien durchgeführten Baumaßnahmen machen.

3TH-Fluchttuer-01b.jpg

So wurde an der Südfassade die vorhandene 1,13 Meter breite Türe auf das lichte Maß von 2,40 Meter verbreitert und zweiflügelig ausgebildet. Dies erforderte auch Anpassungsarbeiten an der innenseitigen Holzprallwand. Die Fassadenelemente außen mussten an die neue Situation angepasst werden.

3TH-Fluchttuer-02a.jpg 3TH-Fluchttuer-02.jpg

Komplett zu öffnen war die Fassade der Westseite zum Einbau einer neuen zweiflügeligen Fluchttüre mit einem lichten Maß von 2,40 Meter im Lagerraum mit Anpassen der Fassadenprofile und Einbau von neuen Fensterelementen. Vom Landratsamt war hier genehmigt worden, bei Großveranstaltungen das Hallentor rechts des Regieraumes als zusätzlichen Notausgang zu nutzen.

Notwendig war dazu auch die Erstellung einer neuen Außentreppe.

Das Landratsamt verband zu dem die Genehmigung mit der Auflage, dass im Lagerraum vom Hallentor bis zur Außentür eine Absperrung während der gesamten Veranstaltung notwendig ist, um die flüchtenden Personen auf einer gleichmäßigen Breite von 2,40 m durch den Geräteraum zu leiten. Diese Absperrung muss von einer Brandsicherheitswache beaufsichtigt werden. In der Absperrung sind zwei Türen erforderlich , die das Queren der Darsteller in Richtung Bühne erlauben. Die Brandsicherheitswache muss dafür sorgen, dass diese Türen im Brandfall sofort verriegelt werden, damit keine Personen abgedrängt werden können. Die Gemeinde bat daher die Freiwillige Feuerwehr,  dies bei der Festlegung der Anzahl der notwendigen Feuerwachen zu berücksichtigen und diese entsprechend einzuweisen. 

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Wednesday, 19. september 2012 3 19 /09 /Sept. /2012 16:14

Sanierung kostete eine Million - Gemeinde erwartet etwa die Hälfte als Schadensersatz

LehrschwimmbeckenEroeffnung-02.jpg LehrschwimmbeckenEroeffnung-05.jpg 

"Auf die Plätze fertig los!" Nach sechs Jahren Leerstand und einjähriger Bauzeit ist endlich wieder Betrieb in der lichtdurchfluteten Schwimmhalle des Veitshöchheimer Schulsportzentrums.  Die Jungs aus den siebten und achten Klassen der Mittelschule waren die ersten, die auf Kommando von Schwimm-Lehrer Achim Engelking ins 28 Grad warme Nass des 16 2/3 mal acht Meter großen und 0,9 bis 1,8 Meter tiefen Becken springen konnten.

Angesichts der Bäderdiskussion landauf, landab begrüßte es der Seminarleiter für die Lehrerfortbildung  insbesondere auch in seiner Funktion als Bezirksschul-Obmann Schwimmen sehr, dass das 1998 übergebene, aber wegen großer Baumängel im Herbst 2006 dicht gemachte Lehrschwimmbecken nun endlich wieder für das Schulschwimmen und auch der Öffentlichkeit  zur Verfügung steht. Engelking hofft, nun auch wieder an eine alte Tradition anknüpfen zu knüpfen, als die Veitshöchheimer Volksschule mit Schwimm-Mannschaften vordere Plätze beim Landesfinale erreichen konnte. Er bietet nämlich am Mittwoch-Nachmittag an der Mittelschule zusätzlich eine Schwimm-AG in Veitshöchheim als Basissport an.

Belegungsplan

Laut Belegungsplan nutzen das an die Dreifachturnhalle angebaute Bad das Gymnasium und die Grundschule je siebenmal, die Mittelschule viermal und die Landkreisförderschule einmal wöchentlich für einen doppelstündigen Schwimmunterricht.

In den Abendstunden führt die Wasserwacht montags, dienstags und donnerstags um 18.15 Uhr Schwimmkurse und anschließend jeweils ein Training für ihre drei Altersgruppen (9 - 11 Jahre, 12 - 14 Jahre und Aktive ab 15 Jahre) durch.

Auch die Bevölkerung kann das Bad nutzen, am Freitagabend von 18 bis 21 Uhr und am Samstagmorgen von

zehn bis 13 Uhr. Der Hauptausschuss legte dazu am Dienstag den Eintrittspreis mit zwei Euro für Erwachsene und einem Euro für Ermäßigte fest. Kinder unter sechs Jahren sind frei.

Wesentliche Schallminderung

LehrschwimmbeckenEroeffnung-01.jpg

Zur ersten Schwimm-Stunde kam zur symbolischen Schlüsselübergabe auch Bürgermeister Rainer Kinzkofer in die für 1.050.000 Euro netto sanierte Einrichtung.  "Mit dem Geld hätte man auch drei Häuser bauen können" meinte das Ortsoberhaupt zu den Jugendlichen. So verschlang die Behebung der durch "Pfusch am Bau" verursachten Undichtigkeiten in der Dachkonstruktion 735.000 Euro und in den Beckenumgängen 315.000 Euro.

Bis auf den Umstand, dass nun alles wie neu und viel adretter aussieht, hat sich ansonsten rein optisch in der Schwimmhalle nicht viel verändert gegenüber vorher. Was man jedoch gleich nach dem Eintritt hören konnte: In der Halle war der Schallpegel trotz der lärmenden Jugendlichen erträglich. Möglich machte dies der Ersatz der Trapezblech-Decke durch eine auch ästhetisch viel besser aussehende Holzakustik-Decke. Von dieser erheblichen Lärmminderung profitieren vor allem die Schwimm-Lehrer, die beispielsweise beim Gymnasium am Montag fünf Doppelstunden Schwimmunterricht abzuhalten haben. Den Nutzern zugutekommt auch der Einbau von Wärmebanken entlang der Fensterfront, die zugleich eine umlaufende Absturzsicherung erhielt.

 

Chronologie der schier unendlichen Baumängel-Geschichte

Schon im ersten Winter nach der Einweihung im Mai 1998 hatte der Hausmeister Kondenswasser an der westlichen Fensterfassade und an den Trapezblechen des Daches fest. Nachbesserungsarbeiten von Firmen an Fassade und Dach nutzten wenig. Ein daraufhin von der Gemeinde 2001 beauftragter Gutachter ermittelte als Schadensursache mittels künstlich erzeugten und mit Überdruck in die Halle gepumpten Nebel undichte Stellen besonders an der Verbindung der Glas-Seitenteile mit der Dachkonstruktion. Durch diese Kältebrücken und die hohe Luftfeuchtigkeit im Innern kam es zwangsläufig dazu, dass sich verstärkt chlor- und säurehaltiges Kondenswasser bildete, das die Bausubstanz, also Dachkonstruktion, Fenster, Fliesen und Betondecken angriff.

Im Kellergeschoss hatte der Hausmeister schon ab dem Jahr 2000 Wasser-Durchtritte im Bereich der in die Stahlbetondecke montierten Lasthaken beobachtet. Diese Undichtigkeiten weiteten sich später auf Deckendurchdringungen im Bereich von Versorgungsleitungen aus.

Im Jahr 2005 verstärkten sich diese Wasser-Durchtritte auch in der angrenzenden Sporthalle, wo in der angrenzenden hochwertigen Holzprallwand das aggressive Kondenswasser bereits Spuren hinterlassen und die in einer Wandnische verstauten Zugseile durchfeuchtet hatte. Einher gingen erhebliche Wasserverluste im Heizsystem durch geschädigte Heizleitungen im Bereich der Deckendurchführungen.2006 wurden deshalb mit Schließung der Halle korrodierte, also tropfende Heizleitungen still gelegt.

Seit November 2007 ist es unstrittig, dass ursächlich für Feuchte-Erscheinungen im Bereich der Technik im Kellergeschoss bis in die Sporthalle im Bereich der gemeinsamen Brandwand die mangelhaften Abdichtungen im gefliesten Umgang des Schwimmbeckens sind.

Neben der Dachkonstruktion mussten deshalb in einem zweiten Abschnitt auch die Beckenumgänge saniert werden.

Seit 2003 anhängiger Rechtsstreit

Da eine gütliche Einigung mit Planern und ausführenden Firmen von vornherein nicht zustande kam, blieb der Gemeinde nichts anderes übrig, als 2003 wegen der Undichtigkeiten in der Dachkonstruktion Klage beim Landgericht einzureichen, die sie dann im Mai 2008 wegen der Schäden an den Beckenumgängen erweiterte.

Das Landgericht erkannte inzwischen im ersten Verfahren bezüglich der Dachkonstruktionsmängel der Gemeinde einen Entschädigungsanspruch von 300.000 Euro zu.

Immer noch nicht entschieden ist über das zweite Verfahren bezüglich der unsachgemäßen Ausführung der Beckenumgänge. Hier steht laut Bürgermeister das Beweisverfahren kurz vor dem Abschluss. Er hofft, dass hier das Landgericht der Gemeinde einen Kostenerstattungsbetrag von über 200.000 Euro anerkannt. 

Beschreibung der Bauarbeiten (8/2011 bis 8/2012)

Nach den Feststellungen des gemeindlichen Architekten Peter Wolf gestaltete sich die Sanierung aufgrund der Baukonstruktion aus überwiegend Stahlbau sehr komplex, anspruchsvoll und zeitaufwändig. Viele Details konnten erst nach Bauteilöffnungen eingesehen, beurteilt und dann erst der Sanierungsanspruch festgelegt werden.

Zur Sanierung der Dachkonstruktion der Schwimmhalle mit Vorräumen mussten alle Dachaufbauten bestehend aus Trapezblechen, Dampfsperren, Wärmedämmungen und der Dachhaut komplett abgebaut werden, einschließlich der hier vorhandenen technischen Installationen.

LehrschwimmbeckensanierungInnen2

Anstelle dieser nach dem Stand der Technik längst überholten Ausführungsart (Trapezbleche sind auf dem Foto deutlich zu erkennen) wurde eine gedämmte und dampfdichte Holzkonstruktion mit Aluminiumdeckung eingebaut, die außerdem durch die bessere Foamglas-Wärmedämmung anstelle von Mineralwolle und eine Akustikdecke einen nicht unbedeutenden Mehrwert erbrachte. Alle Stahlbauteile erhielten innen einen komplett neuen Innenanstrich.

Nach Abbau des Innengerüstes erfolgten die Abbrucharbeiten im Bereich der Beckenumgänge und Duschen, Fliesen-, Abdichtungs- und Malerarbeiten. Schließlich konnte nach sechs Jahren Stillstand ab Anfang September 2012 auch die große Herausforderung der Wiederinbetriebnahme der gesamten Wassertechnik einschließlich Badewasseraufbereitung ohne größere Probleme gemeistert werden.

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Monday, 28. november 2011 1 28 /11 /Nov. /2011 12:01

EroeffnungsfeierSchluesseluebergabe2a-Kopie-1.jpg

Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Raibner Kinzkofer an die neuen Betreiber Christian Heilmann (re.) und Harald Popp (3.v.) mit Serviceleiterin Kathrin Baumann (3.v.l.).

Eitel Freude herrschte am Sonntagabend bei der feierlichen Wiedereröffnung des für 1,7 Millionen Euro von Grund auf sanierten und umgebauten Ratskellers bei Gemeindevertretern, Pächtern und Gästen.

Eroeffnungsfeier01AnspracheKinzkofer.jpg

Bürgermeister Rainer Kinzkofer sprach von einem Aushängeschild der Gemeinde. Der Ratskeller sei ein Schmuckstück geworden und er freue sich schon darauf, wenn im Sommer auch der Innenhof wieder belebt sei.

Das an den Rokokogarten angrenzende, dem Freistaat Bayern gehörende Gebäude wurde schon unter den Fürstbischöfen als Küchentrakt und ab 1902 auch von der Bayerischen Landesanstalt ähnlich genutzt, ehe es die Gemeinde 1974 nach Erlangen eines noch bis 2045 gehenden Erbbaurechtes zum Ratskeller umbaute. Das Ortsoberhaupt erinnerte daran, dass das Projekt im Gemeinderat nicht unumstritten war und es auch andere Vorstellungen gab. Es liege aber auf der Hand, dass durch den neuen Saal im Obergeschoss nach Auflassung der bisherigen Fremdenzimmer die Einrichtung nun verbesserte Möglichkeiten für Gesellschaften, Tagungen und Veranstaltungen biete. Alle Räume seien heller und flexibler geworden, vielfältiger, barrierefrei, teilweise mit Hofgartenblick. Dazu komme eine moderne Küche und vieles mehr, so wirke sich auch der verlegte Eingangsbereich sehr positiv aus.

Die Instandsetzungs- und Umbau-Arbeiten in einem Baudenkmal mit nahezu 40 Gewerken waren laut Bürgermeister aber auch sehr komplex und nicht einfach.

Eroeffnungsfeier04DeckegroßerSaal

Es mussten sehr aufwendige Befunduntersuchungen gerade im oberen Bereich durch geführt werden, um den 1748 nach Plänen von Balthasar Neumann errichteten Dachstuhl über dem neuen Saal wieder sichtbar zu machen. Ein Wermutstropfen war, dass bei Dämmarbeiten festgestellt wurde, dass die beiden einmaligen barocken Mansarddacher undicht waren und sie nachträglich mit Mehrkosten von 100.000 Euro mit Schiefer neu eingedeckt werden mussten. Es sei aber ansonsten gelungen, den Kostenrahmen einzuhalten, wovon 60 Prozent auf den Erhalt des Gebäudes, die Instandsetzung und energetische Sanierung entfallen.

EroeffnungsfeierRestaurantEG

Nicht mehr im Restaurant im Erdgeschoss anzufinden ist das erst 1970 eingebaute Tonnengewölbe. Die historischen Gewölbeelemente sind jedoch als Raumschmuck erhalten geblieben. Der Raum fand ebenso wie die beiden Säle oben allgemeines Wohlgefallen. Das Restorant wirkt nun insgesamt geräumiger und heller. Dass sich hier der Gast wohlfühlt, dafür sorgte die Inneneinrichtungsfirma Eurobject Naumann mit modernem, dazu passendem Einrichtungsmobiliar, dekorativ, mit viel Lichtelementen, mit heller weißer Akustik-Trocken-Baudecke, Faltenstepppung der Bankrücken in dunkelrot-braun im Stile der früheren Ratsherrenstuben.

Die Tucherbräu ist laut Bürgermeister erst der dritte Pachtpartner. Kinzkofer dankte den Unterpächtern Christian Heilmann und Harald Popp, die Einladung zur Einweihung übernommen und dadurch die Gemeinde als Bauherr entlastet zu haben. Er wünschte den beiden Geschäftsinhabern wirtschaftlichen Erfolg, ihrer Serciceleiterin Kathrin Baumann und dem Ratskeller-Küchenchef Oliver Ponnath zufriedene Gäste.

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Der katholische Pfarrer Robert Borawski und die evangelische Pfarrerin Silke Wolfrum erteilten dazu nach dem Motto „Vergesst die Gastfreundschaft nicht, denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt“ den kirchlichen Segen. Dass essen und trinken, Leib und Seele zusammenhält, sei bekannt.

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Verkaufsdirektor Bernd Herrmann dankte dem Gemeinderat für das der Tucherbräu entgegenbrachte Vertrauen, einen langfristigen Pachtvertrag abzuschließen. Herrmann:„Wir wollen uns als Hauptmieter der Verantwortung würdig erweisen und die nächsten Jahre mit unseren Partnern Harald Popp und Christian Heilmann alles daran setzen, den Ratskeller zu einem gastronomischen Vorzeigeprojekt in Veitshöchheim und darüber hinaus zu machen.“ Seine in Nürnberg ansässige Brauerei miete ausgesprochen selten Objekte und auch nur dann an, wenn man von der Zukunftsfähigkeit überzeugt sei. Den Ratskeller in Veitshöchheim bezeichnete er als ein Objekt, das hinsichtlich Zuschnitt, Lage und Umfeld eine hohe Zukunftsträchtigkeit gewährleiste, vorausgesetzt man habe dazu auch die richtigen Wirte. Mit der Verpflichtung von Heilmann & Popp habe man genau die richtigen Partner für den Ratskeller gefunden.

Eroeffnungsfeier01BlumenTucherbraeu

Seine Freude darüber, dass Tucherbräu in diesen wunderbar renovierten Räumlichkeiten eine Heimat fand, drückte Herrmann dadurch aus, in dem er der Bürgermeister-Gattin Barbara Kinzkofer symbolisch einen Blumenstrauß überreichte.

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Christian Heilmann, zusammen mit Harald Popp Geschäftsinhaber der Heilmann & Popp GbR, die nun neben dem Veitshöchheimer Rokoko und dem Pavillon in Würzburg  auch den Veitshöchheimer Ratskeller betreibt, betonte, dass dieser weder von den Preisen noch von der Küche kein zweites Rokoko, sondern ein Zentrum für Veitshöchheim mit vorbildlicher, qualitativ guter regionaler Küche zu anständigen Preisen sein werde.

Eroeffnungsfeier04großerSaal  Eroeffnungsfeier04kleinersaal

Hinsichtlich Tagungen und Feiern sei der Ratskeller ein verträumter, romantischer, schöner Ort par Excellence mit optimalen Bedingungen und insoweit eine tolle Ergänzung zum „Rokoko“ im Weißen Lamm.

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Er freute sich deshalb, unter den 170 geladenen Gäste auch viele Vereinsvertreter begrüßen zu können. Heilmann: „Wir als Gastronomen können uns hier in den nächsten Jahren beweisen, für uns steht die Leistung im Vordergrund.“

EroeffnungsfeierkuechenchefOliverPonnath

Diese Leistungsfähigkeit (rechts Küchenchef Oliver Ponnath) konnten alle Gäste bereits bei der Eröffnung am warmen Buffet unten im Restaurant und beim kalten Buffet oben im kleinen Saal testen.

Wo man auch hinhörte, man vernahm nur begeisternde Worte über das neue gastronomische Kleinod, das die Gemeinde in unmittelbarer Nachbarschaft des Hofgartenschlosses geschaffen hat.

 

Hier weitere Fotos von den Räumlichkeiten während der Eröffnungsfeier

 

Eroeffnungsfeier04Servicekuecheoben Eroeffnungsfeier04Servicekuecheoben1 Eroeffnungsfeier04DeckFlurtreppenaufgang Eroeffnungsfeier04DeckFluroben

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Wednesday, 16. november 2011 3 16 /11 /Nov. /2011 21:15

 Ratskeller1

Der von der Gemeinde für 1,7 Millionen Euro komplett neu restaurierte Ratskeller mit dem stilvoll gestalteten Restaurant im Erdgeschoss und den beiden Festsälen im Obergeschoss sieht am 27. November 2011 seiner Einweihung und am 1. Dezember seiner Eröffnung entgegen.

Link auf die Homepage der Pächter Harald Popp & Christian Heilmann   http://www.ratskellerveitshoechheim.de

 

Impressionen vom 14.17.11.2011:

Ratskeller5 ratskellertheke.jpg 

Restaurant im EG

Ratskeller10 ratskellertheke1.jpg Ratskeller8a Ratskeller7    

Zugang und großer Saal im OG

 Ratskeller6

Kleiner Saal im OG

 ratskellerkueche1.jpg  Ratskeller9

Küche im EG und Vorbereitungsraum im OG

 Ratskeller11 Ratskeller12

Sanitärräume

 RatskellerBaufortschrittGroßerSaalBlickHofgarten0

Besonders reizvoll: Vom großen Saal  im OG eröffnet sich ein Blick auf das Hofgartenschloss.

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Thursday, 29. september 2011 4 29 /09 /Sept. /2011 12:15

RatskellerBaufortschrittEroeffnungsschild

Während die Innenausbauarbeiten noch voll im Gang sind, haben die neuen Pächter Harald Popp & Christian Heilmann  schon intensiv die Eröffnung zum 1. Dezember vorbereitet, wie aus der bereits von ihnen erstellten Homepage http://www.ratskellerveitshoechheim.de hervorgeht. Da bekommt man richtig Appetitt, wenn man einen Blick auf die dort veröffentlichte Speisekarte wirft, die auch preiswerte Gerichte wie Schweinekotelett, -braten oder -leber unter zehn Euro enthält.

Die Pächter freuen sich, dass sie bereits in der Weihnachtszeit neben ihren Räumen im Rokoko nun im dann von der Gemeinde für 1,7 Millionen Euro komplett neu restaurierten Ratskeller mit dem stilvoll gestalteten Restaurant im Erdgeschoss und den beiden wunderschönen Festsälen im Obergeschoss Vereinen und Betrieben eine tolle Auswahl an Möglichkeiten anbieten können, ihre Weihnachtsfeiern in stilvollem Ambiente zu genießen.

RatskellerBaufortschrittGroßerSaalBlickHofgarten0

Besonders reizvoll: Vom großen Saal  im OG eröffnet sich ein Blick auf das Hofgartenschloss.

 

Impressionen vom Stand der Bauarbeiten Ende September 2011:

RatskellerBaufortschrittFassade

Wegen der Umbauten (Verlegung Haupteingang und Fenster) wurde die Haupt-Fassade im Erdgeschoss zur Vorbeugung gegen Rissebildung mit einer Gewebemasse  überspachtelt. Die gesamte Ratskellerfassade wird wie bisher einen gelben Farbton erhalten. Dem Ende entgegen geht die notwendige Schiefer-Neueindeckung des Mansarddaches zur Kirche hin.

RatskellerBaufortschrittGroßerSaal RatskellerBaufortschrittGroßerSaalHolzbalkendecke RatskellerBaufortschrittElektroMaler

Zur Zeit im Gang im großen Saal im OG: Maler-, Decken- und Elektroarbeiten, die Lüftungsarbeiten sind abgeschlossen

RatskellerBaufortschrittGastraum RatskellerBaufortschrittkleinerSaal RatskellerBaufortschrittkDeckenbau

Das Restaurant im EG (li.), wie auch der kleine Saal im OG (Foto Mitte) erhielten eine Schall absorbierende Decke. Auch hier sind die Malerarbeiten im Gange. Im Küchenbereich (re.) laufen noch die Deckenbauarbeiten.

Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan. Nächste Woche können ab 4. Oktober  die Fußbodenarbeiten beginnen.

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Friday, 2. september 2011 5 02 /09 /Sept. /2011 08:39

ratskellerbemusterung2.jpg

In knapp einem Vierteljahr wollen Christian Heilmann und Harald Popp (von links) den für 1,7 Millionen Euro netto von der Gemeinde völlig umgebauten und erweiterten Ratskeller eröffnen. neu: Sie haben bereits eine eigene Homepage http://www.ratskellerveitshoechheim.de eingerichtet und dort bereits auch die Speisekarte eingestellt.

Im Bild stellt Innenarchitekt Volker Naumann (re.) zusammen mit Bürgermeister Rainer Kinzkofer den neuen Pächtern die für den neuen großen Saal im OG ausgewählten Stühle und Tische vor, während im Hintergrund Handwerker die freigelegte und künftig sichtbare, auf Balthasar Neumann zurück gehende Balkenkonstruktion mit einem dunklen Farbanstrich versehen. Wie die beiden Gastronomen erklärten, haben sie mit Oliver Ponnath (früher Steinburg) bereits einen versierten Küchenchef und mit Kathrin Baumann eine acht Jahre in der Schweiz in der hohen Gastronomie tätige Serviceleiterin eingestellt. Im Ratskeller wollen die beiden daneben noch einen weiteren Koch, zwei Servicekräfte und zwei Auszubildende einstellen.

au-enansicht.jpg

Voll im Zeitplan liegen die Arbeiten für die Sanierung und den Umbau des Ratskellers.

Während die technischen Installationen wie Elektro, Heizung und Lüftung im vollen Gang sind und die Putz- und Maler- und Unterdecken-Arbeiten  dem Ende zugehen, ist bereits erkennbar, dass der Ratskeller ein tolles Schmuckstück werden wird. Bis Ende Oktober sollen nach dem Bauzeitenplan des Architekten Holger Keß die Arbeiten soweit fertig sein, dass die Abnahmen nebst Mängelbeseitigung erfolgen können. Dann wird auch die Heilmann & Popp GbR Veitshöchheim, die bereits das Restaurant Rokoko im Weißen Lamm betreibt, als Unterpächter der Tucherbräu in Nürnberg in die Lage versetzt, die Inbetriebnahme und die Eröffnung mit vornehmlich fränkisch bürgerlicher Küche Anfang Dezember 2011 in die Wege zu leiten.

In der letzten Gemeinderatssitzung vor den Sommerferien hatte der Gemeinderat bei einer Bemusterung dem Vorschlag des eurobject-Innenarchitekten Volker Naumann zur Inneneinrichtung mit einem Kostenrahmen von 148.000 Euro grünes Licht erteilt und auch dem Antrag der Pächter auf Optimierung und Ergänzung der Küchenausstattung in Höhe von 25.000 Euro und konstruktive Einbauten von 10.000 Euro genehmigt. Aufgrund der Mehrkosten durch Pächterwünsche erhöhte das Gremium gleichzeitig die Pacht entsprechend.

Nachdem nun alle Aufträge vergeben sind, besteht auch Klarheit über die Kosten der Baumaßnahme, die den Gemeindehaushalt mit  1,7 Millionen Euro belastet.

RatskellerhistorischhofgartenModellhistorisch Foto vom historischen Modell (ausgestellt im Schloss Veitshöchheim)

 

 

Wie der Bürgermeister bei einer Ortseinsicht ausführte, entfällt ein beträchtlicher Anteil der Kosten auf den Erhalt und die Instandsetzung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes, das zu Zeiten der Fürstbischöfe als Küchenbau in den Hofgarten integriert war. Im Gastraum war damals die Küche untergebracht. Der nach einem Entwurf von Balthasar-Neumann 1748 errichtete Dachstuhl ist eine weitgehend erhaltene barocke Mansarddachkonstruktion einschließlich des jetzt im neuen Saalbereich im Obergeschoss nach einer aufwändigen Befunduntersuchung  freigelegten Dachbalkenlagers. Die denkmalpflegerischen Belange hatten auch finanzielle Auswirkungen auf die gleichzeitig vorgenommenen energetischen Maßnahmen. So musste auf eine Außendämmung verzichtet und dafür eine teurere Innendämmung durchgeführt werden.

Bereits im Erdgeschoss veränderte sich einiges durch die Versetzung von Wänden. So wurde ein neuer Zugang geschaffen und Küche und Toiletten wurden besser situiert.

Gastraum1.jpg gastraumEG Gastraum2.jpg GastraumGrundmöblierung

Nicht mehr wieder zu erkennen ist der Gastraum, denn das 1970 eingebaute Tonnengewölbe (2. Foto) musste aus statischen Gründen weichen. Die Gewölbeelemente bleiben jedoch erhalten und werden als Raumschmuck sichtbar betont (3. Foto). Bei der Grundmöblierung  (Foto 4) finden hier 59 Personen, bei der Stellvariante mit Tafel beispielsweise für Feierlichkeiten und Firmenessen bis 70 Personen. Verlegt wird hier noch ein Fliesenboden lava grau und eingebaut eine Akustik-Trockenbaudecke, in weiß gehalten wie auch die Wände. Dazu passend wurde dunkles Mobiliar gewählt, wobei Sitz und Rücken von Stühlen und Bänken gepolstert sind mit Bezug in Kunstleder rotbraun, die Bankrücken mit Faltensteppung im Stil der Ratsherren.

Theke Kueche1.jpg Kueche2.jpg Aufzug1-Kopie-1 WCs1.jpg

Wie in allen Gast-Räumen legen die eurobject-Einrichter auch im neugeschaffenen Zugang und dem angrenzenden  Thekenbereich Wert auf dekoratives Licht. Völlig neu konzipiert mit modernster Ausstattung und Lastenaufzug ins Obergeschoss wurde die Küche. Der Ratskeller ist nun auch behindertengerecht. Ein Personenaufzug führt ins OG. Aus Platzgründen befinden sich nun das Herren-WC und ein Behinderten-WC im OG, das Damen-WC weiter im EG.

gro-erSaal1.jpg gro-erSaal2.jpg großerSaal  kleinerSaal.jpg

Im Obergeschoss wurden die bisherigen Hotelzimmer ausgekernt. Anstelle dessen entstand ein neuer  für Feiern aller Art, Tagungen und Veranstaltungen maximal 90 Personen fassender großer Saal mit direktem Blick in den Hofgarten.

Durch die Öffnung der historischen Holzbalkendecke zum Dachgeschoss hin entstand ein großzügiger Raumeindruck (Fotos links). Der bisher schon vorhandene kleine Saal (Foto rechts)  wurde etwas verkleinert. Hier haben maximal 30 Personen Platz. Die beiden Säle erhalten einen Parkettboden. 

Im Außenbereich erhält die Fassade zum Rathaushof hin einen Anstrich in gleicher Farbe wie bisher. Während das Querdach bereits neu gedeckt ist, musste der Gemeinderat noch nachträglich einen Wermutstropfen schlucken. Denn wie sich bei den Dämmungsarbeiten  herausstellte, wurden auch im schiefergedeckten Mansarddach (rechts im 1. Foto oben) zur Kirche hin Undichtigkeiten festgestellt. Das Gremium vergab deshalb hier nachträglich noch die Schiefer-Neueindeckung für 90.000 Euro in Auftrag.

veröffentlicht in: Baumaßnahmen Hochbau Gemeinde - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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