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Baumaßnahmen Baugebietsausweisung

Tuesday, 5. february 2013 2 05 /02 /Feb. /2013 12:05

Lageplan.jpg

Der Gemeinderat stimmte nun in der Sitzung am 30. Januar 2013 mit 14 Ja- bei sechs NeinStimmen  der Neuaufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich „Sandäcker“ sowie hierfür notwendigen planungsrechtlichen Anpassung  des Flächennutzungsplanes zu. Die im derzeit wirksamen Flächennutzungsplan festgesetzte Sonderbaufläche (Freizeit-Erholung) wird als Wohnbaufläche ausgewiesen.

Im nichtöffentlichen Teil vergab das Gremium dazu auch die Planungsleistungen an das Architekturbüro Dr. Holl für die  Änderung des Flächennutzungsplanes und die Ausarbeitung des Bebauungsplanes, bis zur Leistungsphase 3 (Vorentwurf) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Lorenzen Architekten GmbH, Architekten Rößner + Waldmann sowie Landschaftsarchitekt Edgar Tautora. Den Auftrag für die Erstellung eines Grünordnungsplanes erhielt Thomas Struchholz.

Der Umgriff des Plangebietes wurde wie folgt begrenzt:

Der südliche Geltungsbereich beginnt im Kreuzungsbereich Geithainer Al-lee/WÜ 3 und verläuft entlang der Kreisstraße WÜ 3 bis zur Höhe des Kreisverkehrs. Im Osten beginnt das Planungsgebiet am Kreisverkehr und verläuft im Norden parallel zur Günterslebener Straße bis zur Geithainer Allee. Der westliche Geltungsbereich verläuft parallel zur Geithainer Allee bzw. oberhalb des ausgebauten Fuß- und Radweges.


Vorgeschichte

Dem gemeinsamen Antrag von SPD- und CSU-Fraktion auf Vertagung hatte das Gremium in der Sitzung am 16. Oktober 2012 mit 18 Ja- und fünf Gegenstimmen zugstimmt. Bürgermeister Rainer Kinzkofer bat die Fraktionen ihm kundzutun, wann die Fraktionen  eine Behandlung wünschen.

Vor der Sitzung schien der formell zu fassende Aufstellungsbeschluss nur reine Formsache zu sein. Dies betonte denn auch der Bürgermeister.  Denn bereits im Mai 2012 hatte das Gremium mehrheitlich Professor Carsten Lorenzen. Lehrstuhlinhaber für Wohnbauten an der TU Dresden  gemeinsam mit dem örtlichen Architekten Dr. Hartmut Holl und dem hiesigen Landschaftsarchitekten Thomas Struchholz auf der Grundlage des Lorenzen'schen Strukturplanes (siehe Plan oben) mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet "Sandäcker" oberhalb der Geithainer Allee beauftragt. 

Infogang2012 04 Sandaecker 03

Die Hintergründe der geplanten Ausweisung hatte zuletzt der Bürgermeister beim gemeindlichen Informationsgang am 15.9.2012 ausführlich erläutert. - Link auf Bericht hierzu.

Da gegenüber der Beschlussfassung im Mai für den Bürgermeister keine neuen Sachgründe erkennbar waren,  hatten  er, sein Stellvertreter Oswald Bamberger sowie  die drei UWG-Gemeinderatsmitglieder gegen eine Vertagung gestimmt.

Der Grund, warum die beiden großen Fraktionen die zuvor von ihnen am Vorabend der Sitzung interfraktionell abgestimmte Vertagung beantragten, wurde in der Sitzung nicht kundgetan.

Über die Beschlussfassung im Mai und über den durchgeführten städtebaulichen Wettbewerb informieren auf Veitshöchheim News:  Link auf Artikel 1 vom 15.2.2012  +  Link auf Artikel 2 vom 10.5.2012.

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Thursday, 20. september 2012 4 20 /09 /Sept. /2012 18:48

Erweiterung Industriegebiet

Infogang2012 07 Gewerbeerweiterung 2  

Beim Informationsgang der Gemeinde am letzten Samstag ging Bürgermeister Rainer Kinzkofer am Ende der Schlehofstraße in Höhe der Firma Michaelis ausführlich auf die vom Gemeinderat im Juni 2011 beschlossene  Erweiterung des Gewerbegebietes  um 82.000 Quadratmeter in einem 4. Bauabschnitt ein.

-  Link auf Bericht auf Veitshöchheim News. 

Infogang2012 06 Metronic Gewerbegebiet 2

Dieser vierte  Bauabschnitt (auf dem Plan rechts hinten dargestellt) erstreckt sich entlang des Waldrandes bis zur nach Oberdürrbach führenden WÜ 21. Es besteht laut Bürgermeister eine große Nachfrage nach Erweiterungsflächen. So müsse die Firma Michaelis dringend erweitern, ebenso auch Automative Wegmann.

Infogang2012 07 Gewerbeerweiterung 1

Betroffen sind von der Ausweisung  vier Eigentümer, von denen laut Bürgermeister einer bereits an die Gemeinde verkauft hat, ein zweiter verkaufsbereit sei, ein dritter ggf. auch, was eine Preisfrage sei.

Kinzkofer: "Ob der vierte, der die größte Fläche hat, auch mitmacht, weiß ich nicht."

Als Ackerland hatte das Gebiet bei einer Bonität von 36 bis 44 einen Wert um die zwei Euro.

Die Gemeinde habe bisher 19 Euro/m² für Gewerbe-Bauerwartungsland bezahlt.

Das letztes Angebot, dem der Gemeinderat noch zustimmen müsse, liege bei 25 Euro/m² Bruttofläche.

Dies sei jedoch die absolute Grenze. Darüber zahle die Gemeinde auf keinen Fall. Von den Bruttoflächen geht der übliche Flächenabzug von 30 Prozent weg. Für das Gebiet werden mindestens 3,4 Hektar Ausgleichsflächen benötigt, von denen nur ein Teil im Gebiet nachgewiesen werden können. Hinzu kommen neben den Kosten für die Ausgleichsflächen dann noch zwei Millionen Euro Erschließungskosten, so dass der Verkaufspreis pro m² Gewerbe-Baugrund laut Bürgermeister schätzungsweise mindestens bei 50 Euro liegen muss, um eine Kostendeckung zu erreichen. Im 3. BA habe der Verkaufspreis der Gemeinde 45 Euro betragen.

Wenn ein Eigentümer nicht an die Gemeinde verkaufe, stehe es ihm aber auch frei, so Kinzkofer, seine ihm dann zugewiesene Baufläche selber zu vermarkten.  

Das Bebauungsplanverfahren sei soweit bis auf den Satzungsbeschluss abgeschlossen. In der anstehenden Umlegung müsse man sich jedoch rasch einig werden, um alsbald mit der Erschließung beginnen zu können.

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Thursday, 20. september 2012 4 20 /09 /Sept. /2012 18:41

Infogang2012 04 Sandaecker 03

 

An der Station neben der Ampelanlage visavis dem Main-Center verwies der Bürgermeister auf die lange Vorgeschichte, wonach bereits der Flächennutzungsplan von 1967 eine Ausweisung des Geisbergs unterhalb der Geithainer Allee vorsah. 2008 hatte der Städteplaner Dr. Holl eine Machbarkeitsstudie erstellt und 2011 wurde ein Wettbewerb ausgelobt, Vorschläge für das ganze Gebiet zwischen WÜ 3 und Günterslebener Straße zu erstellen. 

LorenzenPlanung

Aktuell hat der  Gemeinderat im Mai 2012 mehrheitlich den Lehrstuhlinhaber für Wohnbauten an der TU Dresden Professor Carsten Lorenzen gemeinsam mit dem örtlichen Architekten Dr. Hartmut Holl und dem hiesigen Landschaftsarchitekten Thomas Struchholz mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet "Sandäcker" oberhalb der Geithainer Allee beauftragt - Näheres darüber und über den Wettbewerb siehe Berichte auf Veitshöchheim News - Link auf Artikel 1 vom 15.2.2012  +  Link auf Artikel 2 vom 10.5.2012.  

Infogang2012 04 Sandaecker 01

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass nach dieser Beschlussfassung eine Unterschriftenliste von Anliegern einging, die fordern, auch den unteren Bereich, den Geisberg, in die Ausweisung miteinzubeziehen.

luftbild.jpg

Hier bestehe jedoch das Problem, so der Bürgermeister, dass im unteren Bereich "Geisberg" etwa 60 Prozent der Flächen Biotope sind. Bei einer Bebauung müsse ein Vielfaches an Ausgleichsflächen nachgewiesen werden. Ein zweites Problem sei der Reiterhof, dessen Bestand man nicht gefährden wolle. Der Eigentümer sei zwar bereit, diesen Hof für einen siebenstelligen Betrag zu verkaufen.

Infogang2012 04 Sandaecker 02 

Der Bürgermeister wehrte sich jedoch dagegen, diese Summe dafür auszugeben, dass andere bauen können. Die Gemeinde habe auch gar nicht das Geld dazu.

Infogang2012 04 Sandaecker 05

Deshalb habe der Gemeinderat mit Mehrheit auch beschlossen, vorab die Sandäcker auszuweisen. Ein drittes Problem sei auch, ob überhaupt mittelfristig ein Bedarf für soviel Wohneinheiten bestehe.  Bei einer Gesamtausweisung müsste auch der Kanal in der Lindentalstraße für zwei Millionen Euro erneuert werden. Es seien enorme Ausgleichsflächen notwendig. Die Kämmerei habe einen Preis pro Quadratmeter erschlossenes Bauland im unteren Bereich von weit über 500 Euro ermittelt. Dies könne keiner bezahlen.

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Thursday, 10. may 2012 4 10 /05 /Mai /2012 18:25

LorenzenPerspektivplan

Im September 2007 hatte eine Interessengemeinschaft von 22 der 41 Grundbesitzer an den Gemeinderat den Antrag gestellt, das 133.873 Quadratmeter große,  oberhalb der Geithainer Allee im Flächennutungsplan als Sondergebiet ausgewiesene Gebiet „Sandacker“  einer Wohnbebauung zuzuführen.

Link auf Mainpost-Artikel vom 19.5.2012

Nun gab der Gemeinderat in seiner Sitzung am 8. Mai 2012 mit 14 zu 10 Stimmen diesem Antrag statt und beauftragte den Lehrstuhlinhaber für Wohnbauten an der TU Dresden Professor Carsten Lorenzen gemeinsam mit dem örtlichen Architekten Dr. Hartmut Holl und dem hiesigen Landschaftsarchitekten Thomas Struchholz mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Grundlage des Bebauungsplanes soll dabei der Strukturplan von Lorenzen sein (Zeichnung oben), den ein Beurteilungsgremium Ende Januar einstimmig als den besten Beitrag der Mehrfachbeauftragung ansah  (Link auf alle Arbeiten).

Laut Jury bietet die Arbeit ein überzeugendes Gesamtkonzept mit einem grünen Landschaftsanger, um den die Wohnquartiere angegliedert sind. Dadurch entsteht eine gute Strukturbildung, die eine abschnittsweise Erschließung ermöglicht. Der große Grünraum in der Mitte liegt richtig in der Topografie und nimmt die großen bestehenden Heckenstrukturen überzeugend auf. Die Biotopvernetzung ist schlüssig.

Die Arbeit versucht, Durchgangsverkehr von den Wohnquartieren fernzuhalten mit einem System von Wohnstraßen und Wohnwegen. Der vorgeschlagene Lärmschutzwall  zur WÜ 3 hin kann gut integriert werden und erfüllt seine Funktion.

LorenzenWohnvarianten

Die Baustruktur bietet eine gute Mischung aus verschiedenen Einfamilienhaus-Typen und Geschoßwohnungsbau.

Besonders hervorzuheben ist die modulartige Aufteilung der Wohnquartiere, die eine hohe Flexibilität bieten. In verschiedenen Varianten ist die Flexibilität des Bauprogramms nachgewiesen.

Der Standort eines Nahversorgungszentrums an der Günterslebener Straße ist gut gewählt.

 

LorenzenPlanung

Zur Abstimmung stand zuvor auch der Antrag, auch das 138.400 Quadratmeter große Gebiet „Geisberg“ unterhalb der Geithainer Allee in die Bebauungsplan-Aufstellung einzubeziehen. Viele der 40 Grundstückseigentümer in diesem Gebiet hoffen bereits seit Jahrzehnten auf die bereits 1967 im Flächennutzungsplan vorgesehene Ausweisung als Bauland.

Dieser Antrag, für den geschlossen die Fraktionen der CSU und der Veitshöchheimer Mitte votierten, fand jedoch mit deren neun Jastimmen bei 15 Neinstimmen der SPD-, UWG- und Grünen-Fraktionen keine Mehrheit.

 

Fotos vom neuen Baugebiet :

Sandaecker Blick von oben nach unten vom Weingut Hessler au Sandaecker Blick Kreisverkehr talwaerts links Wue 3

Blick vom Kreisverkehr talwärts

Sandaecker Blick Maincenter zur Gartensiedlung am Kreisverk Sandaecker Blick Maincenter zur Gartensiedlung am fußweg z Sandaecker Blick Maincenter talwaerts links Wue 3 Sandaecker Blick Maincenter talwaerts zur Guenterselbener S

Sandaecker Blick Maincenter zur Gartensiedlung am -Kopie-3

 Blick vom Maincenter nach oben zum Kreisverkehr, zur Gartensiedlung, talwärts entlang WÜ3 und zur Günterslebener Straße

Sandaecker Blick von Guenterslebener Straße rechts Gaithai Sandaecker Blick von Geithainer Allee hinten Gartenseidelu Sandaecker Blick von Geithainer Allee nach oben hinten Gart

Blicke von Geithainer Allee Richtung Kreisstraße (links Sandäcker), Richtung Gartensiedlung, nach oben

Sandaecker Blick von Friedenstraße talwaerts zur Geithaine Sandaecker Blick von Friedenstraße zum Maincenter 1 Sandaecker Blick von Friedenstraße zum Maincenter 2 rechts 

Blicke vom Fußweg in Höhe Friedensstraße talwärts zur Geithainer Allee (rechts Günterslebener Straße), links zum Maincenter, rechts talwärts

 

Wortlaut des Gemeinderats-Beschlusses vom 8.5.2012:

Nach Erläuterung der im Vollzug des Gemeinderatsbeschlusses vom 1.2.2011 im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung abgegebenen, von einem Beurteilungsgremium am 31.1.2012 bewerteten Arbeiten durch den Ortsplaner Dr. Hartmut Holl, fasst der Gemeinderat folgende Beschlüsse:

1.    Der Antrag auf Vertagung wird abgelehnt.

Abstimmung:

für den Antrag: 3 Stimmen, gegen den Antrag: 21 Stimmen

2.    Der vom Beurteilungsgremium einstimmig als beste Arbeit gewertete Strukturplan des Büros „Lorenzen Architekten“ ist der weiteren Planung zugrunde zu legen.

Abstimmung : 22 Ja-Stimmen, 2 Neinstimmen

3.    Der Antrag, für den Gesamtbereich des Strukturplanes einen Bebauungsplan aufzustellen, wird abgelehnt.

Namentliche Abstimmung:

für den Antrag: 9 Stimmen (Inge Geisel, Gabriele Konrad, Reinhard Kleber, Simon Kneitz, Robert Röhm,Thomas Struchholz, Marc Zenner, Oswald Bamberger, Jürgen Götz)

gegen den Antrag: 15 Stimmen (Rainer Kinzkofer, Michael Birk, Ilse Feser, Elfriede Fleischer, Marlene Goßmann, Werner Götz, Ursula Heidinger, Ute Schnapp, Christian Taupp, Jürgen Taupp, Winfried Knötgen, Stefan Oppmann, Rosa Wittstadt, Amely Bauch, Günter Thein)

4.    Der Gemeinderat stimmt dem Antrag zu, für das Gebiet Sandäcker (zwischen Geithainer Allee/Günterslebener Straße/Kreisverkehr/Wü 3) einen Bebauungsplan aufzustellen und in diesem Bereich den Flächennutzungsplan von SO-Gebiet zur Nutzung entsprechend dem Strukturplan der Architekten Lorenzen zu ändern.

Abstimmung:

für den Antrag: 14 Stimmen, gegen den Antrag: 10 Stimmen

5.    Der Gemeinderat stimmt dem  Antrag zu, für die Bauleitplanverfahren nach Ziff. 4 in Arbeitsgemeinschaft Architekt Carsten Lorenzen, Architekt Dr. Hartmut Holl und Landschaftsarchitekt Thomas Struchholz zu beauftragen. Ein Honorarangebot ist noch vorzulegen.

Abstimmung:

für den Antrag: 22 Stimmen, gegen den Antrag: 2 Stimmen

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Wednesday, 15. february 2012 3 15 /02 /Feb. /2012 11:29

 luftbild.jpg

 

Ein überzeugendes städtebauliches Gesamtkonzept erbrachte die Mehrfachbeauftragung von Architekten für die Erstellung eines Strukturplanes für die fast 28 Hektar großen Gebiete „Sandäcker“ und „Am Geisberg“ nördlich der Kreisstraße WÜ3 oberhalb und unterhalb der Querspange „Geithainer Allee.

Sie bilden nach dem Flächennutzungsplan der Gemeinde die letzten großflächigen Wohn-Entwicklungsgebiete Veitshöchheims, nach dem die letzte Baugrunderschließung der Gemeinde im August 2004 im Gebiet „Speckert VI“ nördlich der Gartensiedlung ihren Abschluss fand.

Ein von der Gemeinde ausgewähltes Beurteilungsgremium bewertete Ende Januar die vier anonym eingereichten Planunterlagen, die nun einschließlich der Bewertungen im

Obergeschoss des Rathauses

bis einschließlich Freitag, 2. März 2012

während der allgemeinen Dienststunden öffentlich ausgestellt sind.

Bei der Ausstellungseröffnung zeigte sich Bürgermeister Rainer Kinzkofer beeindruckt über die Qualität der vier Arbeiten und über die Erkenntnisse, die die Mehrfachbeauftragung erbrachte.

Nach Abschluss der Ausstellung, so der Bürgermeister, werde sich der Gemeinderat mit der Angelegenheit befassen und über die weitere Vorgehensweise entscheiden.

 

Vorgeschichte 

Viele der 40 Grundstückseigentümer im 138.400 Quadratmeter großen Gebiet „Geisberg“ unterhalb der Geithainer Allee hoffen bereits seit Jahrzehnten auf die bereits 1967 im Flächennutzungsplan vorgesehene Ausweisung als Bauland.

Im September 2007 beantragte dann auch eine Interessengemeinschaft von 22 der 41 Grundbesitzer des 133.873 Quadratmeter großen, als Sondergebiet oberhalb der Geithainer Allee ausgewiesenen Bereichs „Sandacker“ in ein Wohngebiet umzuwidmen.

Bei der Beratung der verschiedenen Entwicklungsvarianten der daraufhin vom Architekturbüro Holl im Auftrag der Gemeinde für beide Gebiete erstellten Machbarkeitsstudie traten im Gemeinderat im Juli 2008 sehr unterschiedliche Meinungen zu Tage, so dass sowohl der Antrag, beide Gebiete, als auch der Antrag, nur das Gebiet Geisberg weiter zu entwickeln, keine Mehrheit fand.

Nicht wie erhofft, erbrachte dann das im September 2008 in Auftrag gegebene und 2010 präsentierte Verkehrsgutachten neue erschließungstechnische Erkenntnisse.

Der Gemeinderat hatte deshalb Anfang Februar 2011 vier ausgewählte Architekturbüros ausgewählt, für das Gesamtgebiet in einem Rahmenplan Lösungsvorschläge für die künftige Form der Bebauung, die Erschließung und die Freiräume darzustellen und eine Bauabschnittsbildung für die notwendige stufenweise Erschließung des Gesamtgebietes aufzuzeigen. Dabei sollten neben städtebaulichen Komponenten auch die demografischen Entwicklungen hinsichtlich des Wohnungsgemenges sowie erschließungstechnische, ökologische und energetische Gesichtspunkte einfließen.

Link auf Vorbericht vom 2.2.2011 in Veitshöchheim News

Wie aus dem Vorbericht zu ersehen ist, gehörte ursprünglich auch Dr. Holl zum Kreis der vier auserwählten Architekten. Da er jedoch bereits aufgrund der Machbarkeitsstudie ausreichend die Thematik kannte, wurde im die Projektdurchführung übertragen und an seiner Stelle der Lehrstuhlinhaber für Wohnbauten an der TU Dresden Professor Carsten Lorenzen eingeladen worden. Dieser hatte in Veitshöchheim bereits 1986 mit dem dänischen Büro Vandkunsten mit großem Erfolg den wegweisenden und so auch umgesetzten Strukturplan für die Erweiterung der Gartensiedlung und die Planung für Sozialer Wohnungsbau-Mustersiedlung "Blaue Traube" erstellt.

 


Bewertung der eingereichten Arbeiten durch das Beurteilungsgremium

 

Mitglieder des Beurteilungsgremiums:

Rainer Kinzkofer, Erster Bürgermeister, Gem. Veitshöchheim

Oswald Bamberger, Zweiter Bürgermeister, Gem. Veitshöchheim

Michael Birk, Dritter Bürgermeister, Gem. Veitshöchheim

Thomas Struchholz, Gemeinderat, Gem. Veitshöchheim

LBD Manfred Grüner, Regierung von Unterfranken, Würzburg (Vorsitzender)

Dr. Hartmut Holl, Büro für Städtebau und Architektur, Würzburg

Johannes Mahl-Gebhard, Landschaftsarchitekt, München

Vorprüfung/Niederschrift:

Thomas Wieden, Büro für Städtebau u. Architektur, Würzburg

Gerhard Reichert, Gemeinde Veitshöchheim Bauverwaltung

Ursula Kuhn, Gemeinde Veitshöchheim Protokoll

 

Beurteilungskriterien:

- Gesamtidee

- Grünflächen

- Baustufen/Reiterhof

- Lärmschutz

- Topografie

- Erschließung

- Baustrukturen

- Flexibilität

 


 Ergebnis:

 

Die Arbeit Tarnzahl 1004 wird einstimmig als der beste Beitrag angesehen

LorenzenPlanung.jpg

Verfasser:

  • Lorenzen Architekten GmbH, Waldemarstraße 33A, 10999 Berlin + Architekten Rössner + Waldmann, Geisbergstraße 7, 91056 Erlangen
  • Landschaftsarchitekten: Edgar Tautorat,Landschaftsarchitekt + Stadtplaner, Venusweg 11, 90763 Fürth

 

Das Preisgericht empfand die Arbeit 1004 als hervorragenden Beitrag und sieht in dem Entwurf zahlreiche Ansatzpunkte innerhalb des Gesamtkonzeptes, die bis zu einer Realisierung weiterverfolgt werden sollten, insbesondere hinsichtlich der Bauabschnittsbildung:

LorenzenPerspektivplan.jpg

Die Arbeit bietet ein überzeugendes Gesamtkonzept mit einem grünen Landschaftsanger, um den die Wohnquartiere angegliedert sind. Dadurch entsteht eine gute Strukturbildung, die eine abschnittsweise Erschließung ermöglicht.

Der große Grünraum in der Mitte liegt richtig in der Topografie und nimmt die großen bestehenden Heckenstrukturen überzeugend auf. Die Biotopvernetzung ist schlüssig. Der Grünraum wird westlich der Geithainer Allee festgesetzt und vernetzt sich mit weiteren schmäleren Grünstrukturen. Das System der Grünflächen ermöglicht auch die Aufnahme eines Regenwassermanagements.

LorenzenErlaueterung.jpg Erläuterungstext der Planer

Es entsteht ein durchgängiges Wegesystem jenseits der Straßenerschließung. Die bestehenden Anbindungen zur Lindentalstraße wurden aufgenommen. Die Arbeit versucht, Durchgangsverkehr von den Wohnquartieren fernzuhalten mit einem System von Wohnstraßen und Wohnwegen. Die Dimensionierung der Wohnwege erscheint in dieser Form bei Beachtung der RAST E allerdings schwer durchführbar.

Der vorgeschlagene Lärmschutzwall kann gut integriert werden und erfüllt seine Funktion.

LorenzenWohnvarianten.jpg

Die Baustruktur bietet eine gute Mischung aus verschiedenen Einfamilienhaus-Typen und Geschoßwohnungsbau.

Besonders hervorzuheben ist die modulartige Aufteilung der Wohnquartiere, die eine hohe Flexibilität bieten. In verschiedenen Varianten ist die Flexibilität des Bauprogramms nachgewiesen.

Der Standort eines Nahversorgungszentrums an der Günterslebener Straße ist gut gewählt.

LorenzenRealisierungsempfehlung.jpg

Der Nachweis der Baustufen ist überzeugend.

Insgesamt ist es dem Verfasser gelungen, eine der Situation angepasste, sehr schlüssige Gesamtidee zu entwickeln.

 

 


Tarnzahl: 1001 - Verfasser: Architekten BDA Kosig + Kosig, Am Hölzlein 57, 97076 Würzburg

 

KosigPlan.jpg

Bewertung:

Der Verfasser teilt seinen Entwurf inhaltlich in den Bereich Sandäcker und Geisberg, die unterschiedlich ausgebildet sind.

Im Bereich Sandäcker bildet er einen zentralen Grünbereich aus, der allerdings viel zu gering dimensioniert ist und keine Freiraumqualitäten erwarten lässt und sich nicht nachvollziehbar bis zur WÜ 3 entwickelt. Es fehlt eine Vernetzung mit dem Areal „Am Geisberg“.

Der Grünbereich „Am Geisberg“ berücksichtigt vor allem die dort vorhandenen Biotope mit dem Reiterhof, erscheint in seiner Ausformulierung im Hinblick auf das dort geplante Baufeld zu überdimensioniert.

KosigPlanErlaueterungen.jpg

Das Verhältnis der vorgeschlagenen Wohnungsstruktur auf 30 % Einfamilienhäuser und 70 % Geschoßwohnung ist diskussionswürdig. Die Lage der Geschoßwohnungen an der WÜ 3 ist richtig gewählt, aber mit der dargestellten Baustruktur hinsichtlich Topografie nicht realisierbar. Der vorgeschlagene Lärmschutz aus Garagengebäuden an der WÜ 3 ist unterbrochen und erscheint als nicht ausreichend.

Die Haupterschließung in Höhe des jetzigen Fußweges ist problematisch und erzeugt unnötigen Durchgangsverkehr. Die ringförmige Erschließung um die Geschoßwohnungsbauten stört den Grünraum und ist als Ring überdimensioniert.

Die Erschließung der Baugebiete am Geisberg über die vorhandenen Stichstraßen wird positiv bewertet bis auf die vorgesehene Anbindung der Garagengebäude am geplanten Kreisverkehr.

Die vorgesehenen Flächen für Sondernutzungen sind richtig platziert. Der Entwurf lässt sich in Bauabschnitten realisieren.


Tarnzahl: 1002 - Verfasser: Wegner Stadtplanung, Tiergartenstraße 4c, 97209 Veitshöchheim

Mitarbeiter: Dipl.-Ing. (FH) Franziska Klose, Architektin und Stadtplanerin

Dipl.-Ing. Cornelia Seifert, Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin

WegnerPlan1 

Bewertung:

Der Verfasser schlägt ein klares und durch Grünflächen gut strukturiertes Konzept vor.

WegnerPlan4NutzungBaustruktur

Die Baufelder sind in ihrer Größe angemessen und auch flexibel nutzbar. Die Durchmischung Einfamilienhäuser/Geschoßwohnungsbau könnte jedoch noch stärker ausgeprägt sein.

Die Bebauung ist in sinnvollen Abschnitten realisierbar. Der Verfasser sieht den langfristigen Erhalt des Reiterhofes vor. Dies wird problematisch gesehen, da bereits jetzt Konflikte bestehen und diese sich auf Dauer verstärken.

Der Lärmschutz soll nur durch ein Abrücken der Bebauung erreicht werden. Dies erscheint jedoch nicht ausreichend. Gleichzeitig wird damit auch die durchgehende Grünfläche entlang der WÜ 3 stark beeinträchtigt und in ihrer Nutzung eingeschränkt.

WegnerPlan6Gruen

Die Grünflächen sind insgesamt richtig platziert, jedoch in vielen Bereichen sehr gering dimensioniert. Die Biotopflächen bleiben – bis auf zwei Streifen im Reiterhof – unberücksichtigt.

Auf die Topografie ist in Ansätzen eingegangen, die vorgesehene Bebauung führt aber an der südlichen Seite des Lindentalgrabens evtl. zu Problemen.

WegnerPlan5VerkehrErschließung

Die Erschließung ist insgesamt sinnvoll und angemessen. Nur die Durchschneidung der Grünflächen im Bereich „Sandäcker“ erscheint unnötig. Die fußläufige Wegeverbindung von der Gartensiedlung zum Einkaufszentrum/Gewerbegebiet ist aufgenommen.

WegnerPlan2einbindungSiedlungsgefuege.jpg WegnerPlan3einbindungLandschaft.jpg Einbindung in Siedlungsgefüge und Landschaftsraum

Die Arbeit zeigt einige interessante Ansätze, wirkt aber insgesamt etwas schematisch.


Tarnzahl: 1003 - Verfasser: Auktor Ingenieur GmbH, Berliner Platz 9, 97080 Würzburg

AuktorPlan.jpg

Bewertung:

AuktorNutzung.jpg

Die städtebauliche Leitidee des Entwurfs wird bestimmt durch eine Grünachse, die das gesamte Planungsgebiet von Ost nach West etwa mittig durchzieht. Allerdings muss bezweifelt werden, dass die vorgeschlagene, geringe Breite des Grünraums diesem hohen Anspruch und dem damit verbundenen Nutzwert (Aufenthaltsqualität) gerecht werden kann.

AuktorGruenflaechen.jpg

Zudem werden die Grünflächen durch die angedachte Verkehrsführung (Kreisverkehre) nochmals in der Qualität gemindert.

AuktorErschlie-ung.jpg

Die äußere Erschließung mit Anbindung an die WÜ3 gegenüber der Einmündung „Am Schenkenfeld“ und dem Kreisverkehr am Main-Center scheint sinnvoll. Allerdings sollte die Durchwegung mit befürchtetem Abkürzungsverkehr zwischen Main-Center und Gartensiedlung verhindert werden.

Insgesamt ist es schwierig, das verkehrliche Erschließungskonzept innerhalb des Gebiets nachzuvollziehen, was sich auch in dem hohen Anteil von Verkehrsflächen mit ca. 19 % darstellt. Dies lässt sich auch nicht mit dem sehr hohen Anteil an Nettowohnbauland rechtfertigen.

AuktorSchallschutz.jpg

Der Vorschlag, den Schallschutz zur WÜ3 mit Gemeinschaftsgaragen und  Schallschutzwänden, gegebenenfalls mit Photovoltaikanlagen, zu bewältigen, wird als Idee anerkannt, kann jedoch durch die formale Gestaltung so nicht überzeugen. Zudem ist in Frage zu stellen, ob dies auch für die Geschoßwohnungsbauten ausreichend wäre, die gerade entlang der WÜ3 massiert werden.

Der Ansatz, die Bebauung weitgehend zur alternativen Energiegewinnung nach Süd bzw. Südwest auszurichten, wird anerkannt. Durch die meist kleingliedrige Struktur kann zudem der Topographie Rechnung getragen werden. Allerdings scheint die Anordnung und Beplanung der Baufelder zu unstrukturiert und wirkt beliebig.

Eine Bauabschnittsbildung, die fürdie notwendige, stufenweise Erschließung zwingend ist, wird seitens des Verfassers ist nicht vorgeschlagen.Auch Aussagen, zu welchem Zeitpunkt eine Verlegung des Reiterhofs, der vollständig überplant wurde, notwendig wird, fehlen.

AuktorBaustruktur.jpg

Eine Flexibilität innerhalb des Planungskonzepts scheint aufgrund der modularen Baustrukturen möglich, wird allerdings nicht nachgewiesen.

Insgesamt eine Arbeit, die innerhalb der verschiedenen Aufgabenfelder nur wenige Ansätze für eine weitere Vertiefung aufzeigt.



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Thursday, 16. june 2011 4 16 /06 /Juni /2011 17:16

  GewerbeErweiterung2
von Dieter Gürz

Erweiterungsgebiet - fotografiert von der Straße nach Oberdürrbach -  erstreckt sich links vom Feldweg bis zum Waldrand ganz  links und im Hintergrund bis zur bestehenden Gewerbebebauung entlang der Rudolf-Diesel-Straße

 

Der Gemeinderat beschloss einstimmig, das Industrie- und Gewerbegebiet um 82.000 Quadratmeter zu erweitern. Das Gremium beauftragte dazu, das Büro Holm unter der Bezeichnung „Gewerbegebiet Ost, Teil II“ einen qualifizierten Bebauungsplan aufzustellen. Das Plangebiet liegt östlich des Fleischereibetriebes Mehlig und erstreckt sich bis zur Straße nach Oberdürrbach.

gewerbegebietserweiterung                gewerbegebietserweiterunfplang

 Laut Flächennutzungsplan (sie Auszug)  könnte auch noch ein zur Kreisstraße hin angrenzendes, rund 15.000 Quadratmeter großes Grundstück in Bauland umgewandelt werden. Auf Wunsch des Grundstückseigentümers sah jedoch das Gremium zunächst von einer Einbeziehung in den Bebauungsplan und somit auch von dessen Erschließung ab.

Wie der Bürgermeister dem Gremium mitteilte, sind nämlich bereits sämtliche Gewerbegrundstücke der Gemeinde verkauft. In letzter Zeit habe es aber einige Anfragen ansiedlungswilliger Firmen gegeben. Deshalb sprach sich denn auch das Gremium ohne große Diskussion ausnahmslos dafür aus, zur Stärkung der Wirtschafts- und Steuerkraft der Gemeinde und der Schaffung weiterer Arbeitsplätze der Erweiterung des Gewerbegebietes näher zu treten. Laut Bürgermeister ist die Gemeinde bereit, alle Einlageflächen zu einem auch für die Grundstückseigentümer akzeptablen Preis zu erwerben. Wer jedoch meine, so Kinzkofer, dies sei zu wenig, der könne im Rahmen einer Umlegung nach Abzug des Wertausgleichs die ihm dann zugeteilten Baugrundstücke auch selbst vermarkten, müsste dann allerdings auch in Vorleistung bei den Erschließungskosten treten.

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Wednesday, 2. february 2011 3 02 /02 /Feb. /2011 16:10

strukturplan
strukturplan  - Folie lässt sich durch Anklicken der Bildunterzeile links vergrößern -
von Dieter Gürz

 

Der Gemeinderat stimmte in der Sitzung am 1. Februar einer Mehrfachbeauftragung  für die Erstellung eines Strukturplanes für das 270.000 Quadratmeter große Gesamtgebiet oberhalb und unterhalb der Geithainer Allee (Querspange)  zu.

Hierzu sollen folgende Architekturbüros eingeladen werden:

Kosig + Kosig, Würzburg

Wegner Stadtbau, Veitshöchheim

Ingenieur- u. Städtebau Auktor, Würzburg

Dr. Hartmut Holl, Würzburg

Aufgabe des Strukturplanes ist die Ausarbeitung eines städtebaulichen Rahmenplanes als Vorentwurf zu Bebauungsplänen.

Neben städtebaulichen Komponenten sollen auch die demografischen Entwicklungen (Wohnungsgemenge) sowie erschließungstechnische, ökologische und energetische Gesichtspunkte berücksichtigt werden.

Es wurde angeregt,

• über den noch zu erstellenden Aufgabenbeschrieb vor Beauftragung den Gemeinderat zu informieren

• die Planungs-Ergebnisse vor einer Entscheidung öffentlich vor- und auszustellen

• eine naturschutzrechtliche Prüfung vorzuschalten.

 

Stopp-Antrag Fraktion Bündnis 90/Die Grünen abgelehnt

Die Gemeinderatsmitglieder Amelie Bauch und Günther Thein gaben zu Protokoll, dass sie gegen diesen Beschluss  gestimmt haben. Ihr Antrag, die Erstellung des Strukturplanes vorerst zu stoppen, bis die Zukunft des Bundeswehrstandortes geklärt ist, warzuvor von den übrigen Gemeinderatsmitgliedern abgelehnt worden.

 

 

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Thursday, 25. november 2010 4 25 /11 /Nov. /2010 10:55

siedlungsentwicklung

siedlungsentwicklung
von Dieter Gürz

 Der Gemeinderat stimmte in der Sitzung am 23. November grundsätzlich zu, die Erstellung eines Rahmen-/Struktur-Planes für das letzte große Baugebiet der Gemeinde entlang der Kreisstraße Wü 3 (siehe Folie oben) in Auftrag zu geben.

Anhand der hierbei sich ergebenden Erkenntnisse sollen dann in einem nächsten Schritt eine Prioritätenfolge für einzelne Planungsabschnitte und ggf. die Einschaltung eines Maßnahmenträgers festgelegt werden.

Im Rahmen-/Strukturplan sollen neben städtebaulichen Komponenten unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung (Wohnungsgemenge) auch erschließungstechnische, ökologische und energetische Gesichtspunkte ihren Niederschlag finden. Die Verwaltung wurde beauftragt, dem Gemeinderat hierzu geeignete Büros vorzuschlagen.

Abstimmung: 17 Ja-, 3 Nein-Stimmen (2 GR-Mitglieder persönlich beteiligt)

 

Vorgeschichte + Allgemeines zur Siedlungsentwicklung in Veitshöchheim

In der Gemeinde Veitshöchheim hat sich die Bevölkerungszahl seit der Nachkriegszeit (Mitte der 50er Jahre noch rund 4.000 Einwohner) bis Mitte der 90er Jahre stark erhöht.Seit 1999 (rund 9.830 Einwohner) stagniert die Bevölkerungszahl in Veitshöchheim weitgehend (Stand Hauptwohnsitze am 31.12.2009: 9.945).

Grundlage aller Baugebietsausweisungen war der Flächennutzungsplan aus dem Jahr 1967. Aufgrund der auch in Bayern ab 2001 zu beachtenden naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung wurde der Städteplaner Dr. Hartmut Holl in Arbeitsgemeinschaft mit dem örtlichen Landschaftsplaner Thomas Struchholz Ende der 90er Jahre mit der Überarbeitung beauftragt.

Neben zahlreichen Anpassungen an die bereits vollzogene Entwicklung enthielt letztendlich der im Jahr 2002 beschlossene Flächennutzungsplan mit Landschaftsplan gegenüber dem Altplan aus dem Jahr 1967 als Neuausweisung lediglich im Dreieck Querspange/Günterslebener/Kreisstraße eine 12,4 Hektar große Baufläche (obere Hälfte - Folie oben), die jedoch vollständig als Sondergebiet deklariert wurde.

Die insgesamt 29,2 ha großen Gebiete „Sandäcker“ und „Am Geisberg"  oberhalb und unterhalb der Querspange  bilden nach dem derzeit geltenden Flächennutzungsplan die letzten großflächigen Entwicklungsgebiete innerhalb des Gemeindegebietes. Der Gemeinderat beauftragte mit Beschluss vom 25.09.2007 das Büro Dr. Holl mit der Durchführung einer Machbarkeitsstudie, nach dem in beiden Gebieten die Grundstückseigentümer als Interessengemeinschaft

eine Bauland-Ausweisung zur Wohnnutzung beantragt hatten.

Der Gemeinderat hat sich nach Vorlage der Studie ausführlich mit der Angelegenheit befasst. Hierzu wurden vom beauftragten Städteplaner anhand der erstellten Entwicklungsvarianten die schwierigen Rahmenbedingungen (u.a. Verkehrserschließung, Abwasserbeseitigung, Lärmschutz, Ausgleichsflächen, Landwirtschaftlicher Betrieb u.a.) erläutert.

Gemäß Leitfaden „Bauen im Einklang mit der Natur“ können innerhalb des Plangebietes 5,8 ha an Ausgleichsflächen ausgewiesen werden. Die Entwicklungsvariante B der Studie sieht deshalb vor, die die 3,9 ha großen kartierten Biotopflächen  innerhalb des Plangebietes vollständig zu erhalten. Ein Resultat dieser Variante wäre, dass die Erschließung der unteren Baufläche nur sehr schwierig zu bewerkstelligen wäre und sich somit die gesamte Nettobaufläche im Vergleich zur Variante A um knapp ein Drittel der Flächen auf rd.10,8 ha reduzieren würde.

Diese Baulandreserven der Gemeinde sollen verstärkt für die Zielgruppe junge Familien mit Kindern erschlossen werden. Entscheidend dafür ist ein bezahlbarer Wohnraum, der einen niedrigen Bodenpreis voraussetzt. Dies soll bei einer Arrondierung der Flächen unbedingt berücksichtigt werden.

Nach Abschluss der Diskussionsbeiträge mit teilweise sehr unterschiedlichen Meinungen wurden im Juli 2008  die Anträge auf Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Ausweisung eines Baugebietes am Geisberg mehrheitlich abgelehnt.

Im Rahmen des beauftragten Verkehrsgutachtens sollte zunächst untersucht werden, wie eine künftige Erschließung des gesamten Plangebietes verkehrserträglich möglich ist. Das inzwischen vorliegende Verkehrsgutachten traf dazu jedoch keine adäquaten Aussagen. Diese Aufgabenstellung soll nun u.a. der Strukturplan klären.

 


veröffentlicht in: Baumaßnahmen Baugebietsausweisung - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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