Agenda 21

Thursday, 5. june 2014 4 05 /06 /Juni /2014 22:04

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Nach einer erfolgreichen Premiere 2013, bei der 99 aktive Teilnehmer in drei Wochen hervorragende 20795 Kilometer radelten, nimmt Veitshöchheim vom 22.6. bis 12.72014 zum zweiten Mal an der bundesweiten Kampagne „Stadtradeln“ des Klima-Bündnisses teil.

Veitshöchheims Klimaschutzmanager Jochen Spieß, der das Stadtradeln in Veitshöchheim organisiert und koordiniert, würde das Vorjahres-Ergebnis heuer natürlich gerne toppen.

Stadtradeln ist eine mittlerweile zum siebten Mal stattfindende Kampagne für den Klimaschutz sowie für die Radverkehrsförderung.  Jochen Spieß fordert alle Veitshöchheimer Bürger, und alle die hier arbeiten oder zur Schule gehen, mit den Fragen heraus:

WIEVIEL FAHRRAD KANN VEITSHÖCHHEIM?

SCHAFFEN WIR ES GEMEINSAM IN DREI WOCHEN EINMAL UM DIE ERDE ZU RADELN?

 

Um dieses sportliche Ziel von mindestens 40.075 km zu erreichen, braucht es viele motivierte Radler, die am Stadtradeln Veitshöchheim teilnehmen.

  • Gesucht wird u.a. auch die radelaktivste Schulklasse für eine Sonderwertung. Als extra Motivation für die Schüler hat DB regio Franken, einer der lokalen Sponsoren, eine Klassenfahrt nach Schweinfurt, Bamberg oder Nürnberg für die radelaktivste Schulklasse zur Verfügung gestellt.
  • Auch die anderen lokalen Unterstützer der Aktion, wie der dm-Drogeriemarkt, dando-art Lichttechnik, das Meegärtle, die Architekten Keß und König, die Allianzvertretung Dirk Herbert, das Hotel am Main und S&S bikes sorgen dafür, dass es wieder reichlich attraktive Preise bei der Preisverleihung geben wird.
  • Und gemeinsam schafft es Veitshöchheim vielleicht in drei Wochen einmal um die Erde zu radeln.
  • Die Teilnahme am Stadtradeln ist ganz einfach: Unter https://www.stadtradeln.de/registrieren.html kann man sich registrieren und einem bestehenden Team anschließen, oder ein eigenes Team gründen
  •  Dann trägt man alle in den drei Wochen geradelten Kilometer, egal ob in der Freizeit, zur Arbeit oder zum Einkaufen, in den online-Radelkalender ein.
  • Für Menschen ohne Internetzugang gibt es die Möglichkeit die Kilometer aufzuschreiben und dem lokalen Koordinator Jochen Spieß mitzuteilen, der dann die Daten in den Radelkalender überträgt.

Mitmachen lohnt sich…

… für die Umwelt, für bessere Radwege, für Veitshöchheim für Ihre Gesundheit.

 

Für mehr Informationen zum Stadtradeln besuchen Sie einfach die Seite www.stadtradeln.de oder kontaktieren Sie den lokalen Koordinator Jochen Spieß Telefon: 0931-9802-731 E-Mail: jochen.spiess@rathaus.veitshöchheim.de

 

Kilometer sammeln kann man auch durch die Teilnahme an der Veitshöchheimer Fahrrad-Erlebnis-Rallye am 28. Juni (Link auf Artikel in Veitshöchheim News)

 

 

 

 


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Tuesday, 20. may 2014 2 20 /05 /Mai /2014 14:10

Radwegekonzept.JPG

Link auf Mainpost-Artikel vom 20.5.2014 als pdf.Datei

RadwegekonzeptTunnelWueStr-01.JPG RadwegekonzeptTunnelWueStr-01a.JPG RadwegekonzeptTunnelWueStr-02.JPG

Dies ist eine der für Fahrradfahrer  sehr gefährlichen Stellen des offiziellen Radweges von Würzburg kommend entlang der B 27 über das Schenkenfeld und die Kreisstraße WÜ 3 zur Mainuferstraße in Veitshöchheim (Gehsteig ist auf beiden Seiten des Bahn-Tunnels für Rad fahrende Kinder viel zu schmal, auch Rollstuhlfahrer müssen die Einfallstraße zum Altort ohne Schutz benutzen).

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Monday, 17. march 2014 1 17 /03 /März /2014 20:58

CarsharingVH.jpg

Auf das erste CarSharing-Auto in Veitshöchheim stoßen an v.l. Bürgermeister Rainer Kinzkofer, Hubert Hofmann und Manfred Hohmeier (beide Agenda21-Arbeitsgruppe CarSharing), Matthias Vondran (Regionalleiter Franken der Sharegroup GmbH), Ilse Hohmeier und Günter Thein (Umweltreferent des Gemeinderates). Vondran demonstriert  bei der Übergabe seines firmeneigenen Seat Mii, dass das Kosten sparende und die Umwelt schonende  CarSharing mittels Chipkarte ganz einfach funktioniert. Über einen Kontakt auf der Frontscheibe öffnet die Transponderkarte die Fahrzeugtür. Der Fahrzeugschlüssel liegt im Handschuhfach.

 

Eine Vorreiterrolle nimmt Veitshöchheim im CarSharing ein. Die Rokokoperle am Main ist die erste Gemeinde in der Region, in der ab sofort ein Auto des professionellen Anbieters CarSharing Flinkster nutzbar ist.

Bürgermeister Rainer Kinzkofer verlieh beim Pressetermin seiner Freude darüber Ausdruck, dass nun nach einer Vorlaufzeit von eineinhalb Jahren Diskussion und Beratung im Agenda21-Arbeitskreis das örtliche CarSharing-Angebot nun konkrete Formen angenommen hat. Er dankte Arbeitskreismitglied Manfred Hohmeier, der mit seiner Bundeswehrerfahrung gut organisieren könne, dass er dies in dies in die Hand genommen hat und auch einen seiner eigenen Stellplätze in der Sendelbachstraße 1 als Standort unentgeltlich zur Verfügung stellt.

Ein privates CarSharing in Veitshöchheim war für Hohmeier vom Risiko und Aufwand zu groß. Es gelang ihm statt dessen über seine Kontakte zum Agenda21-Arbeitskreis in Würzburg, mit Matthias Vondran, Regionalleiter Franken der Sharegroup GmbH,  zu der auch das bahneigene CarSharing Flinkster gehört,  einen professionellen CarSharing-Anbieter zu gewinnen. Die Sharegroup lieferte nun probehalber für ein halbes Jahr einen Seat Mii-Dreitürer mit einem 60 PS--Motor und einem Benzinverbrauch von 5 Liter pro 100 km und einer  CO2-Emission von 96 g/km aus.   

Für Hohmeier sprechen neben ökologischen Gesichtspunkten vor allem auch finanzielle Vorteile für das CarSharing. Er macht folgende Rechnung auf: Wer etwa 5.000 Kilometer mit dem Auto im Jahr zurücklegt, dem kostet das mit dem eigenen Auto 3.312 Euro, dagegen muss man bei gleicher Fahrstrecke mit CarSharing nur 1.711 Euro aufwenden.

 

  • Der bahneigene Kleinwagen steht ab jetzt  allen zur Verfügung, die sich online bei der Sharegroup unter www.flinkster-lokal.de/anmeldung/exklusiv registriert haben. 
  • Es gibt zwei Tarifoptionen mit oder ohne monatliche Grundgebühr mit einem Fahrtguthaben von 25 Euro, als BahnCard-Inhaber sogar von 50 Euro.
  • Im Zuge der Eröffnung sprach Manfred Hohmeier mit der Sharegroup ab, dass bei Anmeldung bis Ende März keine Anmeldegebühr erhoben wird! D.h. beim Einsteigertarif entfällt der Startpreis von 50 Euro , beim Lokaltarif werden 25 Euro gutgeschrieben.

  • Im Würzburger Bahnhof kann man sich die Transponderkarte abholen und mit dieser dann nicht nur den PKW in der Sendelbachstraße, sondern rund um die Uhr bundesweit in über 150 Städten an die 3500 Fahrzeuge (Kleinwagen, Kombi, VAN, Transporter) alleine im Flinksterverbund, stunden-, tage- oder wochenweise nutzen.
  • Bis auf weiteres können die Transponderkarten aber auch bei Manfred Hohmeier in der Sendelbachstraße nach Vorlage von Führerschein und Personalausweis empfangen werden.
  • Das benötigte Auto kann man über Internet, Smartphone-App oder Hotline per Telefon 0911/96045335 reservieren, dann vor Ort das Fahrzeug mit der Zugangskarte öffnen und mit dem Fahrzeugschlüssel aus dem Handschuhfach losfahren. 
  • Nach der Fahrt ist das Fahrzeug wieder am Stellplatz abzustellen, der  Schlüssel zurückzulegen, das  Auto mit der Karte wieder zu verschließen.

  • Der Bordcomputer zählt Strecke und Zeit. Jeder Nutzer erhält monatlich eine detaillierte Rechnung. Man muss das Fahrzeug in der Regel nicht betanken. Dies ist nur nötig, wenn der Tank mehr als 3/4 leer ist. Dafür gibt es durch den Anbieter Tankkarten. Pflege, Vollkasko-Versicherung, Instandhaltung und vieles mehr..

  • In Veitshöchheim verlangt die Sharegroup als Lokaltarif neben einer geringen Monatsgebühr als Mitgliedsbeitrag von zehn Euro einen kombinierten Kilometer- und Zeittarif, der alle Treibstoffkosten bereits beinhaltet. Weitere Kosten fallen nicht an. 

  • Lokaltarif Zeittarif für 1 h

    Fahrzeug

    Km-Preis

    tagsüber 

    nachts

    Seat Mii  

    0,26 €  

    1,50 €  

    0,00 €  

    Seat Ibiza

    0,26 €

    2,00 €

    0,00 €

    Renault Megane

    0,26 €

    2,50 €

    1,00 €

 

 

Der Sharegroup-Regionalleiter versicherte beim Pressetermin, dass bei ausreichender Nutzung das Fahrzeug auch nach dem halben Jahr in Veitshöchheim zur Verfügung steht und bei Bedarf sogar durch weitere Fahrzeuge an anderen Standorten im Ort ergänzt wird. Als Fernziel stehe das Angebot eines E-Autos.

Wie Manfred Hohmeier erklärte, sucht er deshalb als Ansprechpartner (per E-Mail mhohmeier@t-online.de erreichbar) der örtlichen AGENDA 21-CarSharinggruppe weitere Interessierte im Ort, die mitmachen. Um ein CarSharing Auto dauerhaft wirtschaftlich zu betreiben, bedürfe es etwa zwölf bis 15 Nutzer, die im Jahr rund 1.000 Kilometer fahren.

Interessant sei CarSharing insbesondere für Familien und Personen, die derzeit zwei Autos nutzen, die Anschaffung eines Zweitwagens erwägen, oder kein eigenes Auto unterhalten wollen. Ein Zweitwagen stehe meistens ungenutzt vor dem Haus, die Kosten laufen aber weiter. Hier lohne sich CarSharing, das Zweitauto auf Zeit, für das man nur bei Nutzung zahlen müsse. 

Mehr als 750.000 Fahrberechtigte würden bereits in Deutschland das Prinzip „Nutzen statt besitzen“ praktizieren. Vor allem immer mehr junge Leute würden von CarSharing profitieren, weil sie kein eigenes Auto mehr anschaffen, sondern andere Prioritäten setzen wollen. Der Nutzer habe keine Last mit Reparaturen, An- und Verkauf, Steuern, Inspektion und Winterreifen und so die Kosten im Griff. CarSharing sei die ideale Ergänzung zu ÖPNV, Radfahren und Zufußgehen.

 

Link auf Veitshöchheimer Carsharing-Flyer 

 

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Wednesday, 12. march 2014 3 12 /03 /März /2014 11:37

Die Mitglieder des Agenda21-Arbeitskreises dürfen sich freuen. Ihre Arbeit trägt nun insofern Früchte, als nun auch das zuständige Gemeindegremium einen Handlungsbedarf zur Verbesserung der innerörtlichen Radwegenetz-Situation anerkannte. Bei der Haushaltsvorberatung am 26. November 2013 hatte erstmals das vom Agenda-Arbeitskreis erstellte und am 21. November 2013 vom gemeindlichen Klimaschutzmanager Jochen Spieß vorgestellte Radwegekonzept zur Debatte gestanden.  SPD-Sprecher Udo Backmund hatte damals darauf hingewiesen, dass es nun darum gehe, aufbauend auf den Grobzielen des Agenda21-Arbeitskreises zur Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen ein externes Fachbüro mit der Entwurfsplanung und Ausarbeitung von Feinzielen mit Vernetzung zu beauftragen.

Die Verwaltung wurde damals beauftragt, dazu Angebote einzuholen.

Der Hauptausschuss beauftragte nun in seiner gestrigen Sitzung das örtliche Planungsbüro Bertram Wegner mit der Ausarbeitung sowie das Aufzeigen und die Bewertung von Lösungsmöglichkeiten. Dies betrifft vor allem den Radweg aus Würzburg, für den eine verbesserte Verbindung an das Ortszentrum geschaffen werden soll. Die bereits angestellten Überlegungen des Agenda 21 Arbeitskreises sind sollen laut Beschluss in die Ausarbeitung mit einbezogen werden.


Hier nochmals die Grobziele der Ausarbeitung des Agenda 21-Arbeitskreises:

Das Fahrrad ist ein in Veitshöchheim noch wenig genutztes Verkehrsmittel. Dies liegt zum einen an der bewegten Topographie des Ortes, zum anderen aber auch an der für Radfahrer schlechten Verkehrssituation.

Ausgangslage
Radwegekonzept 01 Radwegekonzept 02 Aktuelle Situation  Radwegekonzept 02 Aktuelle Situation 1 Radwegekonzept 02 Aktuelle Situation 2   Radwegekonzept 02 Aktuelle Situation 3

Die wenigen Radwege liegen an wenig frequentierten Strecken, die für Radfahrer ausgeschilderten Strecken sind oft unpraktisch oder sogar gefährlich.

Gerade für Kinder die den Gehweg benutzen müssen und für im Straßenverkehr ungeübtere Radfahrer, wie ältere Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, sollte die Situation deutlich verbessert werden.

Besonders kritisch sind die vier Querungsmöglichkeiten der B27 und der Bahntrasse, da diese nicht umgangen werden können.

Weiterhin weist die beschilderte Radverbindung von Würzburg nach Veitshöchheim über die WÜ3 am Geisberg mehrere für Radfahrer gefährliche Stellen auf.

 Maßnahmenvorschläge  
Radwegekonzept 02 Maßnahmenvorschlaege 1  Radwegekonzept 02 Maßnahmenvorschlaege 2  Radwegekonzept 02 Maßnahmenvorschlaege 3  Radwegekonzept 02 Maßnahmenvorschlaege 4

 

Das Radwegekonzept, das auf den Grundlagen von Bettina Fraas und Hubert Hofmann aufgebaut ist, ist in drei unabhängig voneinander durchführbare Maßnahmen gegliedert:

  1. Änderung der Wegeführung für die Radverbindung Würzburg-Veitshöchheim über den Setzweg und den Tunnel Schönstraße mit gleichzeitiger Sperrung des Tunnels für Kraftfahrzeuge
  2. Schaffung eines Radweges parallel zur WÜ3 mit Anbindung an die Radverbindung Veitshöchheim-Würzburg und nach Gadheim
  3. Aufbau eines Radnetzes in Veitshöchheim mit der Anbindung von Geisbergbad, Schulzentrum und Einkaufsmärkten an alle Wohngebiete. Hier scheint eine Mischung aus Radwegen, Beschilderung und Markierungen sinnvoll, so dass auch junge Radfahrer das Netz gefahrlos nutzen können.
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Tuesday, 3. december 2013 2 03 /12 /Dez. /2013 14:48

apg.jpgDie Nahverkehr Würzburg-Mainfranken GmbH schickte der Gemeinde Veitshöchheim folgende Mitteilung zur Veröffentlichung:

 

APG ich steig´ ein -  Weitere Landkreislinien ab Januar 2014 unter der bewährten „APG-Flagge“

 

Mit dem 1. Januar 2014 übernimmt das Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg noch stärkere Verantwortung für die Busverkehre.

Über eine europaweite Ausschreibung wurde die Bedienung der Buslinien 11 und 19 neu geregelt.

Das Kommunalunternehmen hat den Linienbetrieb in die Landkreisgemeinden Veitshöchheim und Güntersleben von der städtischen WSB übernommen.

Nach einer betriebsbedingten Übergangszeit werden auf den Landkreislinien die geforderten modernen, silbergrauen Niederflurbusse mit dem grünen APG-Streifen eingesetzt.

Mehr Informationen auf  www.apg-info.de

Gewinner der Ausschreibung war das Verkehrsunternehmen DB Regio Bus Coburg, das bislang noch nicht im Verkehrsverbund Mainfranken aktiv war.

Die Fahrpläne bleiben in ihrem Taktangebot unverändert. Es können umlaufbedingte Änderungen im Minutenbereich auftreten.

Bitte informieren Sie sich an der Haltestelle oder im Internet unter:  www.vvm-info.de.

 

Nahverkehr Würzburg-Mainfranken GmbH

Theresienstr. 6 - 8

97070 Würzburg

Telefon 0931/45280-21

Telefax 0931/45280-11

E-Mail: monika.muetzel@nwm-info.de

homepage:  http://www.nwm-info.de

Geschäftsführer: Prof. Dr. Alexander Schraml, Günter Rauh, Dominik Stiller, Dietmar Tille

Vorsitzende des Aufsichtsrates: Landrätin Tamara Bischof


 

47 Oepnv

Über diese Änderung hatte Bürgermeister Rainer Kinzkofer in der Bürgerversammlung am 14.11.2013 berichtet und dazu ausgeführt:

"Es bleibt zu hoffen, dass bei den im neuen Jahr mit der NWM und der DB Regio Bus Bayern GmbH Coburg zu führenden Verhandlungen Verbesserungen im Sinne des auf der Folie dargestellten innerörtlichen Citybuskonzeptes erreicht werden können."

 

Hier nochmals die Darstellung des vom Agenda21-Arbeitskreis ausgearbeiteten ÖPNV-Konzeptes für die Gemeinde Veitshöchheim

Für viele, vor allem ältere Menschen, die aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland einen immer größeren Anteil der Bevölkerung ausmachen, ist der ÖPNV das einzige verbleibende Verkehrsmittel.

Daher, und auch aus Gründen des Klimaschutzes, wird ein funktionierender ÖPNV immer wichtiger.

Ausgangssituation 
Taktung
Buskonzept 01 Buskonzept 02   Buskonzept 03  Buskonzept 04

 

Trotz häufiger Fahrten der Busse nach und in Veitshöchheim, ist die Nutzbarkeit erstaunlich schlecht:

  • So gibt es keine regelmäßigen Fahren in einem bestimmten Takt, sondern oft folgt auf mehrere kurz nacheinander fahrende Busse eine Wartezeit von einer Stunde oder mehr. Innerorts muss teilweise über zwei Stunden auf den nächsten Bus gewartet werden.
  • Die Linienführung ist nur teilweise bedarfsgerecht, da weder die Einkaufsmärkte noch die Wohngebiete sinnvoll angebunden sind.
Ansätze Strukturvorschlag
 Konzept Variante 1
Variante 2
Quartiere
Buskonzept 05  Buskonzept 06 Strukturvorschlag  Buskonzept 07 Buskonzept 08  Buskonzept 1 Aufteilung Quartiere 

 

Das Buskonzept für Veitshöchheim bietet über drei Schritte eine deutliche Verbesserung mit vertretbarem Mehraufwand:

  1. Strukturierung der Bustaktung innerorts und nach Würzburg bei gleichbleibender Anzahl an Fahrten
  2. Änderung der Linienführung und Nutzung des Schienenverkehrs nach Würzburg
  3. Erhöhung der innerörtlichen Taktung

Buskonzept 2 Routen    Konzept-Routen

 

 


 

Siehe auch Link auf Artikel vom 5.3.2013 hier auf Veitshöchheim News:

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Thursday, 21. november 2013 4 21 /11 /Nov. /2013 16:22

 Kirchstraße 1 Aussage laut Verkehrsgutachten

Zahlreichen interessierten Bürgern und den Bürgermeisterkandidaten der CSU und der SPD wurden die Ergebnisse des Agenda 21 Arbeitskreises Verkehr in Veitshöchheim vorgestellt. Der Agenda 21-Beauftragte Holger Keß  betonte, dass die Einzelthemen ineinandergreifend diskutiert und realisiert werden müssen. Nur so könne die Verkehrssituation in Veitshöchheim mit einem motorisierten Individualverkehr im Binnenverkehr mit über 51 Prozent und Mitfahrern von über 12 Prozent verändert werden. Die ersten Konzepte des Agenda 21-Arbeitskreises wurden durch den Veitshöchheimer Klimaschutzmanager Jochen Spieß weiter verfeinert, so dass es möglich ist, Verkehrsexperten mit konkreten Zielformulierungen für Umsetzungsstudien zu beauftragen.

Dies sehen auch die beiden Bürgermeisterkandidaten Jürgen Götz und Ute Schnapp als sinnvoll an, um im Gemeinderat eine entsprechende Diskussion auszulösen.


1. Sperrung Altort außerhalb der Geschäftszeiten

Über 3050 Kraftfahrzeuge pro Tag durchfahren den Altort. Um einer wirklichen Verkehrsberuhigung hier näherzukommen, wird vorgeschlagen:

  • eine Sperrung am Wochenende für den Individualverkehr
  • durch versenkbare Poller zwischen Unterer Maingasse und beginnendem Pflaster in der Würzburger Straße
  • an Samstagen, Sonntagen (samstags ab 13.00 Uhr bis montags 6.00 Uhr) und Feiertagen sowie über Nacht (z.B. ab 20.00 bis 6.00 Uhr)

Beide Standorte bieten sich an, da hier keine Sackgassensituationen entstehen und der motorisierte Individualverkehr zu möglichen Parkplätzen weitergeleitet werden kann.

In den Sperrzeiten ist vor allem auch das Verkehrsaufkommen des Lieferverkehrs unkritisch, so dass Umleitungsstrecken nicht belastet werden.

08a 03d

Eine Planungsvariante von LWG-Studenten besteht, darin den Kirchplatz aufzuweiten und als Einheit mit Rathausinnenhof zu gestalten

Während der üblichen Geschäftszeiten sowie für den ÖPNV ist die Ortsdurchfahrt immer möglich.

Für Hotelgäste und Anwohner kann eine individuelle (z.B. Mobiltelefon-gestützte) Pollersteuerung geschaffen werden.

Somit können sowohl die Interessen des Einzelhandels erhalten werden, aber auch noch neue Qualitäten durch die Verkehrsberuhigung für Touristen, aber auch die örtliche Gastronomie geschaffen werden.

Sukzessive werden die weiteren Elemente einer innovativen Verkehrsentwicklung aufgebaut, um den motorisierten Individualverkehr weiter zu reduzieren.


2. Buskonzept für funktionierenden ÖPNV

Für viele, vor allem ältere Menschen, die aufgrund des demografischen Wandels in Deutschland einen immer größeren Anteil der Bevölkerung ausmachen, ist der ÖPNV das einzige verbleibende Verkehrsmittel.

Daher, und auch aus Gründen des Klimaschutzes, wird ein funktionierender ÖPNV immer wichtiger.

Ausgangssituation 
Taktung
Buskonzept 01 Buskonzept 02   Buskonzept 03  Buskonzept 04

 

Trotz häufiger Fahrten der Busse nach und in Veitshöchheim, ist die Nutzbarkeit erstaunlich schlecht:

  • So gibt es keine regelmäßigen Fahren in einem bestimmten Takt, sondern oft folgt auf mehrere kurz nacheinander fahrende Busse eine Wartezeit von einer Stunde oder mehr. Innerorts muss teilweise über zwei Stunden auf den nächsten Bus gewartet werden.
  • Die Linienführung ist nur teilweise bedarfsgerecht, da weder die Einkaufsmärkte noch die Wohngebiete sinnvoll angebunden sind.
Ansätze Strukturvorschlag
 Konzept Variante 1
Variante 2
Quartiere
Buskonzept 05  Buskonzept 06 Strukturvorschlag  Buskonzept 07 Buskonzept 08  Buskonzept 1 Aufteilung Quartiere 

 

Das Buskonzept für Veitshöchheim bietet über drei Schritte eine deutliche Verbesserung mit vertretbarem Mehraufwand:

  1. Strukturierung der Bustaktung innerorts und nach Würzburg bei gleichbleibender Anzahl an Fahrten
  2. Änderung der Linienführung und Nutzung des Schienenverkehrs nach Würzburg
  3. Erhöhung der innerörtlichen Taktung

Buskonzept 2 Routen    Konzept-Routen


3. innerörtliches Radwege-Konzept

Das Fahrrad ist ein in Veitshöchheim noch wenig genutztes Verkehrsmittel. Dies liegt zum einen an der bewegten Topographie des Ortes, zum anderen aber auch an der für Radfahrer schlechten Verkehrssituation.

Ausgangslage
Radwegekonzept 01 Radwegekonzept 02 Aktuelle Situation  Radwegekonzept 02 Aktuelle Situation 1 Radwegekonzept 02 Aktuelle Situation 2   Radwegekonzept 02 Aktuelle Situation 3

Die wenigen Radwege liegen an wenig frequentierten Strecken, die für Radfahrer ausgeschilderten Strecken sind oft unpraktisch oder sogar gefährlich.

Gerade für Kinder die den Gehweg benutzen müssen und für im Straßenverkehr ungeübtere Radfahrer, wie ältere Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, sollte die Situation deutlich verbessert werden.

Besonders kritisch sind die vier Querungsmöglichkeiten der B27 und der Bahntrasse, da diese nicht umgangen werden können.

Weiterhin weist die beschilderte Radverbindung von Würzburg nach Veitshöchheim über die WÜ3 am Geisberg mehrere für Radfahrer gefährliche Stellen auf.

 Maßnahmenvorschläge  
Radwegekonzept 02 Maßnahmenvorschlaege 1  Radwegekonzept 02 Maßnahmenvorschlaege 2  Radwegekonzept 02 Maßnahmenvorschlaege 3  Radwegekonzept 02 Maßnahmenvorschlaege 4

 

Das Radwegekonzept, das auf den Grundlagen von Bettina Fraas und Hubert Hofmann aufgebaut ist, ist in drei unabhängig voneinander durchführbare Maßnahmen gegliedert:

  1. Änderung der Wegeführung für die Radverbindung Würzburg-Veitshöchheim über den Setzweg und den Tunnel Schönstraße mit gleichzeitiger Sperrung des Tunnels für Kraftfahrzeuge
  2. Schaffung eines Radweges parallel zur WÜ3 mit Anbindung an die Radverbindung Veitshöchheim-Würzburg und nach Gadheim
  3. Aufbau eines Radnetzes in Veitshöchheim mit der Anbindung von Geisbergbad, Schulzentrum und Einkaufsmärkten an alle Wohngebiete. Hier scheint eine Mischung aus Radwegen, Beschilderung und Markierungen sinnvoll, so dass auch junge Radfahrer das Netz gefahrlos nutzen können.

4. Carsharing durch professionellen Anbieter auch für den Standort Veitshöchheim

 

Carsharing wird eine immer häufiger genutzte Alternative zum Zweitwagen, gerade bei jüngeren Menschen ersetzt es sogar komplett das eigene Auto.

Da ein privates Carsharing in Veitshöchheim vom Risiko und Aufwand zu groß wäre, hat man sich dazu entschlossen einen professionellen Carsharing-Anbieter für den Standort Veitshöchheim zu gewinnen.

Über die Kontakte von Manfred Hohmeier zum Agenda21-Arbeitskreis in Würzburg konnte die Sharegroup, zu der auch das bahneigene Carsharing Flinkster gehört, davon überzeugt werden zumindest probehalber für ein halbes Jahr ein Fahrzeug in Veitshöchheim zur Verfügung zu stellen.

Dieses wird ab März 2014 in der Sendelbachstraße allen zur Verfügung stehen, die sich bei der Sharegroup registriert haben.

Bei ausreichender Nutzung wird das Fahrzeug auch nach dem halben Jahr in Veitshöchheim zur Verfügung stehen und eventuell sogar durch weitere Fahrzeuge an anderen Standorten ergänzt werden.

Der Vorteil gegenüber eines privaten Anbieters ist die Möglichkeit deutschlandweit alle Fahrzeuge an insgesamt 2500 Standorten von Flinkster zu nutzen. Ebenso eröffnen sich für die Gemeinde und weitere öffentliche und gewerbliche Einrichtungen Kosteneinsparungen durch Nutzung des Carsharings.

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Monday, 28. october 2013 1 28 /10 /Okt. /2013 10:18

walderlebnisOrtsbegehung.jpg

Station KUNST IM WALD soll rund um das Naturfreundehaus entstehen

Mitglieder des Agenda 21-Arbeitskreises  "Walderlebnisorte Veitshöchheim" trafen sich letzten Freitag zu einem Ortstermin am Naturfreundehaus, um hier vor Ort die Umsetzung der Station "Kunst im Wald" als erstes konkretes Projekt  anzugehen. Die örtliche Holz-Künstlerin Antje Friederich (kniend) hatte sich bereit erklärt, für diese Station federführend auf der Grundlage des hier auf Veitshöchheim News ausführlich beschriebenen Konzeptes Vorschläge für künstlerische Inhalte unter Einbeziehung weiterer interessierter örtlicher Künstler auszuarbeiten. Sie hatte dazu auch bereits einige von ihr ausgearbeitete Kunstobjekte als Muster mitgebracht. Mit der Revierförsterin Annette Fricker (li.) erfolgte dann eine Begehung, welche Waldbereiche rund um das Naturfreundehaus in die Station "Kunst im Wald" einbezogen werden sollen. Sigi Hofmann (4. v.l.), der stellvertretende Vorsitzende des Naturfreundevereins kann sich vorstellen, dass sein Verein die Patenschaft dieser an das Naturfreundehaus angebundenen Station übernimmt.

Ihre Bereitschaft, mit einzelnen Objekten an dieser Station oder auch in dem an die Gartensiedlung angrenzenden Waldgebiet "Gebrannntes Hölzlein" vorgesehenen Walderlebnisort "Mit allen Sinnen" beizutragen, haben bereits Grund- und Mittelschule und auch das Gymnasium signalisiert.   

Der Arbeitskreis hofft, dass durch dieses Beispiel im Ort weitere Interessenten auch für die Umsetzung der anderen Stationen

  • "Wild im Wald"
  • "Mit allen Sinnen"
  •  "Waldökologie" und
  •  "Nachhaltige Nutzung"

gewonnen werden können.

 

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Tuesday, 24. september 2013 2 24 /09 /Sept. /2013 10:41

Ergebnis der Agenda21-Arbeitskreis-Sitzung vom 23.9.2013

Sehr positiv aufgenommen wurde bei der Abschlusspräsentation am 25. April 2013, zu dem der Gemeinderat eingeladen war und fünf Ratsmitglieder teilnahmen, das von Isabell Witte zusammen mit dem Agenda21-Arbeitskreis erstellte Konzept "Walderlebnisorte Veitshöchheim". Die Forstoberinspektorin hatte auf eine baldige Verwirklichung der Walderlebnisorte gehofft.

Bedingt auch durch die Ferienzeit stand das Thema nun fünf Monate später am 23.September 2013 erstmals wieder auf der Agenda des Arbeitskreises.  

Wie sich bei dem Treffen herausstellte, fand sich jedoch bisher noch niemand, der die Projektleitung zur Umsetzung des Konzeptes übernimmt.

Um dennoch das Projekt nicht scheitern zu lassen, wurde vereinbart, sich am 25. Oktober 2013, um 9.00 Uhr am Naturfreundehaus zu treffen, um hier darzustellen, wie die Umsetzung der Station "Kunst im Wald" als erstes konkretes Projekt realisiert werden könnte. Der Arbeitskreis hofft, dass durch dieses Beispiel im Ort dann weitere Interessenten für die Umsetzung der anderen Stationen gewonnen werden können. 

Die örtliche Holz-Künstlerin Antje Friederich erklärte sich bereit, für diese Station federführend auf der Grundlage des Konzeptes Vorschläge für künstlerische Inhalte unter Einbeziehung weiterer interessierter örtlicher Künstler auszuarbeiten. Naturfreund Sigi Hofmann kann sich vorstellen, dass sein Verein die Patenschaft dieser an das Naturfreundehaus angebundenen Station übernimmt. Gemeindemitarbeiterin Reinhilde Keller erklärte sich bereit, ehrenamtlich grafische Arbeiten für die Ausschilderung der Stationen zu übernehmen.

 Hier nochmals die  Vorstellung des Konzeptes am 25. April 2013 im Sitzungssaal
walderlebnisorte vorstellung GR 1 walderlebnisorte vorstellung GR 2 walderlebnisorte vorstellung GR 2a walderlebnisorte vorstellung GR 3 walderlebnisorte vorstellung GR 4
Die Forstoberinspektor-Anwärterin Isabell Witte erstellte im Rahmen des Vorbereitungsdienstes für den Einstieg in die 3. Qualifikationsebene in Bayern an der

BAYERISCHEN FORSTSCHULE LOHR AM MAIN als Projektarbeit die Konzeption von Walderlebniseinrichtungen im Gemeindewald Veitshöchheim mit Beteiligung der Interessengruppen des örtlichen Agenda-21-Kreises.

An der Abschlusspräsentation der Ergebnisse im Sitzungssaal des Rathauses nahmen insgesamt 17 Personen teil, darunter  Bürgermeister Rainer Kinzkofer, fünf Gemeinderäte, acht Arbeitskreisteilnehmer sowie drei interessierte Bürger.

Nach einführenden Worten des Bürgermeisters stellte Isabell Witte das Konzept anhand einer ansprechenden 35-minütigen PowerPoint-Präsentation (siehe Folien auf dieser Seite) vor. 

Der Bürgermeister forderte die Teilnehmenden eindringlich auf, sich bis zum nächsten Agenda-21-Treffen am 16. Mai (inzwischen verschoben auf 6. Juni 2013, erneut verschoben auf 23.9.2013) Gedanken über die Besetzung eines neuen Arbeitskreissprechers zu machen (Projektleiter/in).

Hierbei äußerte Susanne Kleym, Geschäftsführerin der Touristik GmbH, dass sie sich diese Rolle gut vorstellen könne, aus zeitlichen Gründen jedoch nur in der Lage wäre, dies in Kombination mit einem zweiten Sprecher zu koordinieren. Abschließend bedankte sich der Bürgermeister bei Isabell Witte mit einem Geschenkkorb für die Ausarbeitung dieses neuartigen Konzeptes, das vorerst einzigartig in Veitshöchheim entstehen soll.

Für den Arbeitskreis konnten bisher folgende Interessensgruppen mobilisiert werden: die beiden Forstwirte, die drei Jagdpächter, Vertreter verschiedener Vereine (Bundnaturschutz, Naturfreunde, Verschönerungsverein …), örtliche Künstler, Touristikabteilung, Klimafachkraft, Jugendreferentin, Kulturreferentin, Berufsförderungswerk für erwachsene Blinde und Sehbehinderte, Elternbeirat der Schulen und Kindergärten sowie Bürger Veitshöchheims. Von großer Bedeutung war die frühzeitige Integration der Jagdpächter, um deren Vorstellungen zu integrieren und Bedenken zu berücksichtigen.

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Konzeption - Allgemeines 

Die Konzeption fußt auf der Idee, in Veitshöchheim auf einen festgeschriebenen Pfad zu verzichten, um dem Waldbesucher eine individuelle Wegegestaltung zu ermöglichen.

Die Stationen sind auf den gesamten Gemeindewald verteilt und von verschiedenen Ausgangspunkten über das weitreichende Netz gut instandgehaltener Forstwege erreichbar. Der Waldbesucher steuert so konkret eine einzelne Station an, die ihn besonders interessiert.

Die weitläufige Verteilung der Stationen, die keiner streng linearen Anordnung unterliegt, führt dazu, dass sich die Waldbesucher so mehr Zeit für eine einzelne Station nehmen und den Wald in Ruhe genießen und wahrnehmen können.     

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Jede einzelne Station führt den Besucher in den Wald und macht ihn auf viele Dinge aufmerksam. Die Informationen dort sind so dosiert, dass der Teilnehmende neugierig auf die übrigen Stationen wird und diese in weitere Waldspaziergänge integriert. Dadurch kommt er wieder und jeder Waldbesuch unterscheidet sich vom Vorhergehenden.

Konkret sollen insgesamt fünf Stationen mit folgenden Themenschwerpunkten entstehen:

Ökologie – Jagd – Sinne – Kunst – Nachhaltigkeit

Sie bieten dem Teilnehmenden Raum für freies Walderleben; der Wald wird zum Ort des freien Erlebens; es entstehen Walderlebnisorte.

An drei Ausgangspunkten (Parkplatz Tiramisu, Seelein, Bildeiche) begrüßt eine großformatige Orientierungstafel die Waldbesucher und stellt ihnen die Stationen sowie deren Umgebung vor (z. B. Naturfreundehaus, Wanderhütte, Aussichtspunkte).

Einem in das Schild integrierten Kasten ist ein kostenloses Faltblatt zu entnehmen, welches der Orientierung dient. Dieses kann ggf. zu einem späteren Zeitpunkt auf neue Gegebenheiten (z. B. erweiterte Stationen) angepasst werden. Einfache Wegweiser bieten Ortsunkundigen eine optionale Wegebegleitung zur jeweiligen Station. Jede Station ist darüber hinaus auf mehreren Wegen erreichbar.

Standortfaktoren - Zielgruppen

Die geplanten Walderlebnisorte befinden sich in den beiden Distrikten „Hölzlein“ und „Edelmannswald“ (vgl. Anhang 7). Die dortigen Bestände beherrschen überwiegend die Traubeneiche und Rotbuche, wodurch sie wenig abwechslungsreich wirken. Im Edelmannswald sind jedoch Besonderheiten wie dimensionsstarke Speierlinge, Elsbeeren und majestätische Methusaleme bereits von den Wegen aus sichtbar.

Ferner sorgen attraktive Waldränder für Abwechslung im Auge des Waldbesuchers. Die Geländemorphologie der Bestände ist überwiegend eben, wodurch die Walderlebnisorte gut mit dem Kinderwagen, Rollstuhl und Rollator sowie bequem mit dem Fahrrad erreichbar sind. Vor allem der Distrikt „Hölzlein“ wird bereits von vielen Freizeitsportlern (Jogger, Walker und Fahrradfahrer) überwiegend von Montag bis Freitag stark frequentiert.

Die Walderlebniseinrichtungen sollen den Bannwald zusätzlich für den angrenzenden Kindergarten, die Schule, das Berufsförderungswerk für erwachsene Blinde und Sehbehinderte sowie das Seniorenheim attraktiv gestalten.

Am Wochenende sollen Familien, Spaziergänger und Wanderer am Walderlebnis teilnehmen. Ihnen stehen drei bereits vorhandene Parkplätze zur Verfügung. Als weitere Zielgruppen zählen Einzelpersonen und Kleingruppen (z. B. Orts- und Jugendgruppen) sowie Tagesausflügler und Touristen. Hierzu ist der Erholungswald mit dem Bus oder ca. 30 Minuten zu Fuß vom Bahnhof des Fremdenverkehrsorts erreichbar.

Die verschiedenen Themen und Elemente der Walderlebnisorte sollen neben Kopf, Herz und Hand (Wissen, Fühlen und Handeln) vor allem den Teilnehmer persönlich ansprechen und ihn zur Eigeninitiative auffordern. Dadurch kann er selbst die Intensität der jeweiligen Aktion steuern und ist für den Umfang seines Waldbesuchs verantwortlich.

1. Station: " Wild im Wald"

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Eine mit Rollstuhl und Rollator befahrbare Rampe führt vom Forstweg auf eine Beobachtungsplattform mit Sitzgelegenheit.

Ein aufmerksamer Besucher kann von dort sieben Tiersilhouetten in unterschiedlichen Lebensraumnischen sehen. Neben der Plattform sind einige Fährten in ein Betonfundament gegossen, die auch ohne Sehvermögen fühlbar sind.

Klapptafeln am Kastenrahmen beschreiben das zugehörige Tier in Blindenschrift.

Zusätzlich deuten die Fährten in die Richtung der jeweiligen Tiersilhouette und fordern den Besucher auf, das Tier aufzusuchen.

Auf der Rückseite oder ggf. einer kleinen Tafel neben der Silhouette sind Informationen über den Lebensraum, Nahrung, Fährte und eine Besonderheit des Tieres als Aha-Effekt (z. B. Bezug zu bekannter Wildschweinsilhouette in der Unteren Maingasse am Ferienhaus Wiek) angebracht.

Zurück am Wegesrand vertieft optional eine barrierefreie Aktionstafel das gelernte Wissen.

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Abschließend veranschaulicht ein Weiserzaun den Verbissdruck im Erholungswald und hebt die Bedeutung der Jagd für artenreiche Mischwälder hervor.

Die barrierefreie Station soll im Sinne von „Man schützt was man kennt“ Wissen zur Lebensweise der Tiere und die Bedeutung und Akzeptanz der Jagd steigern.

Bei der intensiven Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern wurde vereinbart, die Station im Distrikt Hölzlein zu erbauen.

Dabei wurde festgelegt, dass aus Angst vor Vandalismus der Beobachtungsstand nicht dem Jagdjargon üblich als Sitz oder Kanzel benannt werden solle.

Schließlich fordert die Station die Besucher auf, sich durch das Unterholz den Tiersilhouetten zu nähern.

Handelt es sich jedoch um echte Tiere, sollte grundsätzlich der Wildlife-Code „Watch them in distance or loose them forever“ beachtet werden.

Dieser Gedanke soll den Besucher durch ein auf der Tafel gedrucktes Gedicht auf dem Rückweg reflektierend begleiten.

2. Station: "Mit allen Sinnen"

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Da die insgesamt sechs Aktivitäten unterschiedliche Sinne ansprechen, bietet es sich an, die Station auf sechs verschiedene Standpunkte entlang des Rundweges zu verteilen.

Hierfür ist der Distrikt „Hölzlein“ mit seinen übersichtlichen 24,1 ha und zahlreichen Trampelpfaden ein idealer Standort.

Zudem ist die Thematik „Sinnesschärfung“ für das Berufsförderungswerk für Blinde sowie Kindergarten und Schulklassen gut geeignet und leicht erreichbar.

Das barrierefreie Waldtelefon und selbstgebaute Baumxylophon sensibilisieren den Besucher auf die unterschiedlichen Klänge des Waldes. Ein Niedrigseilgarten fördert den Gleichgewichtssinn und ist eine Attraktion für Groß und Klein.

Die örtliche Jugendbeauftragte plädierte dazu, die Aktivität als „Slackline-Wald“ zu bezeichnen. Slacklinen (dt. das Schlaffseil, schlaffe Leine) ist eine dem Seiltanz ähnelnde Trendsportart aus Nordamerika und ist bei Jugendlichen sehr beliebt.

Den meditativen Abschluss bilden Sinnesliegen, die den Besucher anregen, zur Ruhe zu kommen. Das stille Verweilen mit Blick in das Kronendach eröffnet dem Teilnehmenden einen besonderen Zugang zum Wald. Er nimmt die Geräusche seiner Umgebung intensiver wahr und hat Zeit, über das Erlebte nachzudenken. Diese Reflektionsphase fördert letztlich die Entspannung und der Besucher verbindet den Waldbesuch für seinen Körper als wohltuend. Optional lenkt ein Fernrohr das Auge des Besuchers auf den sich wandelnden Wald und verdeutlicht dies anhand Bilder des immer gleichen Ausschnittes zu unterschiedlichen Jahren und Jahreszeiten. Ein Barfußpfad lädt dazu ein, ohne Sehsinn verschiedene Naturmaterialien zu fühlen. Die Gesamtheit der Aktivitäten ermöglicht dem Besucher, im Umfeld des Waldes seinen Körper mit allen Sinnen zu erleben.

  3. Station: " Kunst im Wald"
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Kunstwerke aus Holz mit der Inschrift „Lust auf Wald?“ machen bereits im Ortskern auf diese Station aufmerksam.

Schon einige Meter vor der Station im Edelmannswald sind vereinzelt überdimensionale Käfer am Wegesrand als Vorboten angebracht. In die vorgefertigten Löcher können Äste als Beine und Fühler gesteckt werden.

An der Station besteht die Möglichkeit, weitere Tiere wie Igel und Spinnen zu gestalten.

Eine angrenzende kürzlich durchgeführte Jugendpflege bietet hierzu zahlreiches Astmaterial.

Mehrere Stammabschnitte sind so platziert, dass ein Wurm daraus zu erkennen ist.

Die Besucher können aus weiteren Stammteilen neue Würmer bilden oder deren Verlauf und Richtung verändern.

Mittels einer Anamorphose (griech. die Umformung) ist ein Waldbild über mehrere Stämme verteilt auf-gemalt, das nur aus einem bestimmten Blickwinkel vom Besucher als Ganzes erkannt wird. Der Perspektivenwechsel führt so zur richtigen Ansicht.

Herzstück der Station ist der Landart-Bereich, in dem vergängliche Kunst aus Naturmaterialien gestaltet wird.

Nach dem Prinzip von BNE bietet die Station dem Teilnehmenden größtmöglichen individuellen Gestaltungsspielraum.

Er findet Freiraum für seine Kreativität und kann sein eigenes Werk kreieren.

Sie gibt ihm zudem die Möglichkeit, sich auszudrücken und dabei die Beziehung zu seiner Umwelt zu intensivieren. Zugleich kann er beobachten, welchen Beeinflussungen von außen sein selbstständiges Planen und Handeln ausgesetzt ist.

Auf einer Tafel angebrachte Fragen wie beispielsweise „Was will der Künstler vermutlich mit seinem Werk ausdrücken?“ regen den Waldbesucher an, über eigene Leitbilder und die anderer zu reflektieren und begleiten ihn auf seinem Rückweg.
 4. Station: "Waldökologie
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Bereits auf dem Weg vom Parkplatz Seelein durchquert der Waldbesucher baumartenreiche Bestände mit großer ökologischer Bedeutung.

Spaltenquartiere sowie zahlreiche Specht- und Nisthöhlen ergänzt von Bizarrformen prägen das Bestandsbild. Inmitten einer Altholzinsel im Edelmannswald ist in einem mächtigen Totholzstamm eine Tafel eingebettet. Sie weist den Besucher auf die umstehenden Biotopbäume, Methusaleme und liegendes Totholz hin und erklärt deren Bedeutung und Kennzeichnung.

Ebenfalls wird der Besucher aufgefordert nach totholzbewohnenden Lebewesen zu suchen.

Die Revierleiterin sicherte zu, die Altholzinsel im Rahmen eines Alt- und Biotopbaumprojektes weiter auszubauen und durch das Nachlegen von Stämmen anzureichern.

Ein dominanter Speierling lenkt die Aufmerksamkeit auf sich. Ein Schild fordert den Besucher auf, seine Höhe zu schätzen.

Entlang des Weges ist seitlich des Baums mit Hilfe von Metersteinen seine tatsächliche Gesamthöhe messbar.

In 5 m Abständen geben barrierefreie Klapptafeln Hinweise auf verschiedene Lebensraumnischen und Vergleiche zu bekannten Gebäuden des Ortes.

Der Besucher stößt auf eine ansprechende Informationstafel. Sie verknüpft die gewonnenen Inhalte über die Besonderheiten des FFH-Gebietes mit einem Spiel, das zugleich die soziale Interaktion der Teilnehmer fördert. Auch Besucher mit Handicap können am Spiel teilnehmen.

Ein an der Tafel angebrachter Kasten beinhaltet die jeweilige Anleitung für den Spielleiter. So kann das Spiel auf einfacher Weise von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden.  

5. Station: "nachhaltige Nutzung"
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Den Arbeitskreis-Teilnehmern war es ein weiteres Anliegen, die Bedeutung von Holz als Bau- und Energieträger zu verdeutlichen.

Ersteres vermittelt dem Besucher das Musizieren auf Klanghölzern.

Da es sich um verschiedene Baumarten handelt, unterscheiden sich diese im Klang, Gewicht und Aussehen.

Anhand einer Nummerierung klärt eine Informationstafel über weitere Besonderheiten, Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten auf.

Es werden ebenfalls Beziehungen zu Gebäuden und Gegenständen im Ort aus Holz (z. B. zukünftige Kindergartenfassade aus Lärche) aufgezeigt.

Die Gegenüberstellung von einem Festmeter und einem Ster Brennholz zu 200 Litern Heizöl verdeutlicht den Brennwert von Holz.

Dass jedoch auch dieses nachhaltig über lange Zeiträume hinweg erwirtschaftet werden muss, verdeutlicht die geringe Zuwachszahl, die im Gemeindewald laut Aussage der Revierleiterin bei durchschnittlich 5 fm/ha liegt.

Das Bewusstsein, dass Holz zwar zu den erneuerbaren Energien zählt, jedoch nicht unendlich zur Verfügung steht, nimmt der Besucher abschließend mit auf seinen Weg.   

6. Optionale Aktivitäten für den Hinweg

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Zusätzlich besteht die Möglichkeit, für den individuellen Hinweg zur Station kleine Aufträge zu erteilen.

Mit dem Wechsel der Jahreszeiten verändern sich automatisch die erzielten Ergebnisse.

 

So könnte auf der Orientierungstafel oder dem Faltblatt beispielsweise stehen:

„Sammle so viele ~ Gegenstände, die du zur Station tragen willst. Dort kannst du sie schön platzieren und deine Funde mit denen der anderen vergleichen.

  • weiche Gegenstände (Wild im Wald): Kinder füttern damit die Silhouetten
  • wohl riechende Gegenstände (mit allen Sinnen): Besucher konzentriert sich auf Geruchssinn
  • spitze Gegenstände (Kunst im Wald) können für Kunstwerk verwendet werden
  • runde Gegenstände (Waldökologie): große Herausforderung, kreisrunde Naturmaterialien zu finden)
  • Bei der Station Nachhaltige Nutzung kann der Besucher dazu angeregt werden, im Ort darauf zu achten, was alles mit dem Wald in Zusammenhang steht.
7. Umsetzung

 

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Federführung

Für einen zügigen und geregelten Arbeitsablauf muss zunächst ein neuer Arbeitskreissprecher gewählt werden. Da die zuständige Revierleiterin Frau Annette Fricker nur unterstützend fun-gieren kann, wurden bereits kompetente Kandidaten kontaktiert. Zum Zeitpunkt der Konzeptionserstellung konnten jedoch noch keine verbindliche Zusage eingeholt werden. Demnach wird Holger Kess, Agenda-21-Sprecher, die Thematik im nächsten Agendatreffen aufgreifen und nach einem neuen Projektleiter suchen.

 

 

 

 

Bau

Die Beschilderung erfolgt durch den örtlichen Bauhof, ein Grafikunternehmen liefert die bedruckten Tafeln.

Hierzu kann auf rechtefreies Bildmaterial aus der Datenbank des bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zugegriffen werden.

Da der Bauhof nicht über ausreichend Arbeitskapazität für den gesamten Bau der Einrichtungen verfügt, wurde während der Konzeptionsphase stets darauf geachtet, mögliche Paten für die fünf Stationen zu gewinnen.

Diese wirken beim Bau der Station mit und überprüfen nach der Inbetriebnahme regelmäßig die Qualität der Einrichtung. Bereits mobilisierte Paten sind der Naturfreundeverein (Sigi Hofmann), der Bundnaturschutz (Wolfgang Klopsch), die Jagdpächter (Herr Hein) sowie eine Gruppierung örtlicher Künstler (Antje Friederich).

Des Weiteren sind die Träger der örtlichen Schulen und Kindergärten denkbar. Erweist sich die Zusammenarbeit wider Erwarten als problematisch, könnte alternativ dazu der Bau der Station von einem privaten Unternehmen durchgeführt werden.

Abnahme

Aus Gründen der Sicherheit werden beim Bau der Stationen die DIN-EN-1176-Normen für Außenspielflächen und Spielplatzgeräte beachtet.

Stefan Stilling, ein von der Gemeinde beauftragter Sicherheitsunternehmer, wird nach mündlicher Aussage hierbei beratend mitwirken. Nach vertraglicher Vereinbarung wird er im Rahmen seiner jährlichen Kontrolle des Spielplatzes auch die baulichen Einrichtungen der Walderlebnisorte überprüfen.

Instandhaltung

Über das Jahr anfallende Mängel werden von den beiden Forstwirten (Jürgen Taupp, Sebastian Krämel) in einem Ordner festgehalten.

Nach Angaben der Revierleiterin stehen jedes Jahr im Monat Mai drei Wochen zur Verfügung, diese zu beheben.

Ist Gefahr in Verzug, ist sie umgehend zu beseitigen.

Nach Erfahrung von Wolfgang Graf, Leiter des Walderlebniszentrums Gramschatzer Wald, steige der Instandhaltungsaufwand nach ca. 7 Jahren.

Hierfür müsste den Waldarbeitern ggf. ein längerer Zeitraum eingeräumt werden.

Fällt bei den Besuchern Müll an, kann dieser in den bereits vorhandenen Behältnissen an den Parkplätzen entsorgt werden.

Bei Schneelage wird wie bisher nur ein kleiner Teil der Forststraßen geräumt, um die Rettungskette sicherzustellen.

Sind instandhaltende Wegebaumaßnahmen nötig, wird nach Aussage von Annette Fricker künftig feineres Material (Feinsplitt 2/8) eingebracht, um die Barrierefreiheit der Wege für den Besucherverkehr aufrecht zu erhalten.

Verkehrssicherungspflicht

Nach den Rechtsvorschriften § 823 BGB und Art. 72 BayStrWG obliegt die Verkehrssicherungspflicht im Kommunalwald entlang der Straßen und Wege der zuständigen Revierleiterin Annette Fricker. Durch die Entstehung der Walderlebnisorte sind zusätzliche visuelle Kontrollen des Baumbestandes an den Stationen notwendig. Diese sollten je nach Frequentie-rung mindestens zweimal pro Jahr stattfinden sowie durch den Ausführenden mit Ort, Datum und Unterschrift dokumentiert werden. Ebenso sind nach extremen Witterungsbedingungen (z. B. Sturm, Nassschnee) Sichtkontrollen unabdingbar.

Haftung

Als Eigentümer haftet die Gemeinde für die Walderlebnisorte. Zivilrechtlich ist sie über die bayerische Versicherungskammer versichert. Werden die aufgeführten Vorsichtsmaßnahmen beachtet, dienen diese bei einem eventuellen Unfall als wichtige Beweismittel der ordnungs-gemäßen Sicherung des Erholungsverkehrs.

Finanzierungsmöglichkeiten

Für waldpädagogische Einrichtungen können Fördermittel aus verschiedenen Programmen beantragt werden.

Zusätzlich sind örtliche Sponsoren willkommen, welche beispielsweise die Tafeln der Walderlebniseinrichtungen als Werbemedium nutzen können.

Wie zuletzt das Aktionsbündnis „Veitshöchheim blüht auf“ gezeigt hat, kann auf Anfragen zusätzlich mit Geld- und Sachspenden der knapp 50 örtlichen Vereine und Gruppierungen gerechnet werden. Ebenso ist die Gründung eines Fördervereins eine beliebte Möglichkeit, Teile der Walderlebniseinrichtung durch Spenden einfach und steuerbegünstigt zu finanzieren.

Ausblick  und persönliches Anliegen von Isabell Witte:

Die waldpädagogische Einrichtung ergänzt das bereits bestehende Angebot des Fremdenverkehrsortes und erhöht die Attraktivität des Gemeindewaldes für die Veitshöchheimer Bürger.

Neben Kindergeburtstagen und Aktivitäten des Ferienprogramms können dort ganzjährig Workshops wie beispielsweise Landart-Projekte stattfinden.

Von der zuständigen Revierleiterin Annette Fricker oder den Mitarbeitern des Walderlebniszentrums durchgeführte Multiplikatorenführungen (z. B. für Erzieher/innen, Lehrer/innen, Gruppenleiter/innen) sind eben-falls denkbar.

Sie fördern die Gestaltungskompetenz der Teilnehmer, um ihre Gruppe ohne waldpädagogische Hilfe an den Walderlebnisorten anzuleiten.

Im Rahmen eines Schulprojektes können Audioguides für blinde und sehbehinderte Waldbesucher besprochen werden, die über Smartphones von der gemeindlichen Homepage abrufbar sind.

Werden die GPS-Daten der Erlebnisorte aufgenommen, können diese zusätzlich für das sogenannte Geocaching mit GPS-Geräten aufgesucht werden.

Insgesamt ermöglicht das Konzept, dass weitere Erlebnisorte entstehen und die Einrichtung durch laufende Innovationen wandelbar ist. Schließlich sollte stets darauf geachtet werden, dass jede Station als runde Sache von den Teilnehmenden wahrgenommen wird.

Bevor neue Aktivitäten hinzukommen, sollte der Unterhalt des Bestehenden im Vordergrund stehen.

Ungepflegte Einrichtungen sind nicht nur ein schlechtes Aushängeschild für die Gemeinde, sondern werfen auch kein gutes Licht auf die Forstwirtschaft. Um dem entgegenzuwirken ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Paten, Akteuren und der Gemeinde von großer Bedeutung.

Nachdem das Konzept sehr positiv aufgenommen wurde, hoffe ich auf eine baldige Verwirklichung der Walderlebnisorte Veitshöchheims. Schließlich wünsche ich mir, dass sich sowohl die Beteiligten mit den jeweiligen Stationen langfristig identifizieren, als auch Nichtbeteiligte Gefallen an den Aktivitäten finden und das neuartige Konzept auf gute Resonanz stößt.

Als bisherige Projektleiterin erwarte ich keinesfalls, dass sich die Umsetzung an jedes Detail meiner schriftlichen Ausarbeitung hält. Es ist jedoch hervorzuheben, dass das vorliegende Konzept zahlreiche Interessen der Beteiligten berücksichtigt. Darüber hinaus würde es mich freuen, wenn die Idee der verschiedenen Walderlebnisorte auch andernorts Anklang findet und sich waldpädagogische Einrichtungen mit der Schutz- und Nutzfunktion unserer Wälder integriert.

Hiermit bedanke ich mich bei allen Teilnehmern, und hoffe zugleich, dass mein Projekt auch ihre Gestaltungskompetenz gefördert hat.

Ansprechpartner:

Agenda21-Beauftrager Holger Keß, E-Mail: k.holger.kess@gmx.de, Tel. 0931-26080862

veröffentlicht in: Agenda 21 - Community: Lebens- und liebenswertes Veitshöchheim - von Dieter Gürz
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