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Wohin in den Ferien? Das Deutsche Fastnachtmuseum in Kitzingen ist eine tolle Adresse

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Fastnachtsmuseum 01 Begrueßung Schlereth 0c  Fastnachtsmuseum 01 Begrueßung Schlereth 0d Fastnachtsmuseum 01 hinten Fastnachtsmuseum 12a 

Davon konnten sich jüngst auch die 74 Teilnehmer des Betriebsausfluges der Gemeinde Veitshöchheim überzeugen.

Das im November 2013 neu eröffnete Deutsche Fastnachtmuseum in Kitzingen ist das offizielle Museum des Bundes Deutscher Karneval. Im Museum in der Luitpoldstraße wird anhand von orginalen Exponaten, darunter Bilddokumente, Urkunden, Masken und Kostüme, die Geschichte der Fastnacht erzählt.

Fastnachtsmuseum 01 Begrueßung Schlereth 1 Fastnachtsmuseum 08

Der Urveitshöchheimer Bernhard Schlereth, Präsident des Fastnachtsverbandes Franken und zugleich auch Stiftungsvorstand des Museums hieß die Gäste aus seinem Heimatort willkommen und gab einen kurzen Überblick.

Die Gründung des Deutschen Fastnachtmuseums reicht zurück bis in das Jahr 1963.  1967 wurde das Museum im Kitzinger Falterturm als das offizielle Museum des „Bundes Deutscher Karneval e.V.“ (BDK), dem Dachverband der deutschen Karnevals- und Fastnachtsvereine, eröffnet.  Das Haus beherbergt seit 1980 das „Zentralarchiv der Deutschen Fastnacht“ im Marktturm, seit 1984 die „Europäische Dokumentationszentrale für fastnächtliches Brauchtum“ und seit 1985 die Passstelle des „Bundesverbandes für karnevalistischen Tanzsport in Deutschland“. Im Oktober 2002 wurde  die neue Geschäftsstelle in der Rosenstraße eingeweiht. Das Hauptgebäude und Herz des Museums, der mittelalterliche Falterturm, war aus Brandschutzgründen seit Ende 2010 für Gruppen nicht mehr begehbar. Aus denkmalpflegerischen Gründen war auch eine Sanierung des Turmes nicht möglich.

Fastnachtsmuseum 02 Fastnachtsmuseum 02a Fastnachtsmuseum 16

Der Fastnachtsverband Franken hatte sich deshalb dazu entschlossen, den Gebäudekomplex in der Rosenstraße umzubauen, ein neues Museumsgebäude in der Luitpoldstraße anzukaufen und die beiden historischen Gebäudeteile durch einen modernen Verbindungsbau miteinander zu verknüpfen. Dazu gründeten der Fastnachtsverband Franken und der Bund Deutscher Karneval die Stiftung Kulturzentrum Fasching – Fastnacht – Karneval, die als Bauherr und

Betreiber des Museums fungiert. Im November 2013, rechtzeitig zum 50-jährigen Jubiläum des Hauses, wurde die Eröffnung eines ersten Ausstellungsteiles gefeiert.

 

Fastnachtsmuseum 03

Das Deutsche Fastnachtmuseum ist nun ein Ort, an dem die Faszination des Themas Fastnacht, Fasching und Karneval für ein breites Publikum erfahrbar und erlebbar wird.

Fastnachtsmuseum 04 Bernhard Schlereth Hans Driesel 1 Fastnachtsmuseum 04 Hans Driesel 1a Fastnachtsmuseum 17 Fastnachtsmuseum 18

 

 

Dafür sorgt auch Hans Driesel als Künstlerischer Leiter und Leiter der Hans-Sachs-Gruppe Schweinfurt, der mit seinen Gästen im Gewölbekeller des Museums einen amüsanten Spaziergang durch 500 Jahre Narrenliteratur machte.

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Die neue Museumsleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin Daniela Sandner führte eine Gruppe durch die neue Dauerausstellung, die sich auf rund 400 Quadratmeter erstreckt und sich in folgende Abteilungen gliedert:

1. Fastnacht in den Medien: Der Sitzungskarneval

Fastnachtsmuseum 02b Fastnachtsmuseum 02c Fastnachtsmuseum 02 Exponate 05 Fastnachtsmuseum 02 Exponate 03

2. Die historische Entwicklung von Karneval und Fastnacht

3. 11 Fragen und Antworten

Fastnachtsmuseum 13

4. Fastnacht und Politik

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5. Kostümgeschichten: ein virtuelles Narrentheater

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6. Bräuche der Fastnacht

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7. Fastnacht. Männlich. Weiblich.

8. Aus der Schatzkammer: Fastnachtsorden und Kronjuwelen

Fastnachtsmuseum 04  Fastnachtsmuseum 19 Fastnachtsmuseum 18a

9. Tanz sowie Fastnacht und Fasten in kleineren Abteilungen

Die Dauerausstellung genügt nicht nur modernsten museumstechnischen und -pädagogischen Anforderungen, sondern präsentiert sich auch wissenschaftlich auf neuestem Stand.

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So werden die klassischen Ausstellungstexte (in Form von Saal- und Objekttexten) durch eine besondere Form des

„Audioguides“ ergänzt: den TING-Hörstift. Über eine Museums-App können auch Smartphones und Tablets durch das Museum führen. Durch zahlreiche interaktive Stationen werden dem Besucher nicht nur das Dargestellte lebendig präsentiert.

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In Kooperation mit der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, Fachbereich Medienmanagement, ist ein virtueller Rundgang durch die alte Ausstellung im Falterturm entstanden. So lassen sich auch einzelne Exponate, die noch im Turm

verbleiben, besichtigen.

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Die Besucher konnten sich zudem über eine Installation der Berliner Firma Tamschick Media & Space freuen, in der elf Kostüme aus verschiedenen Gebieten virtuell zum Leben erweckt werden. Visuell und auditiv kann der Besucher so einzelne Elemente verschiedener traditioneller Fastnachtsumzüge – beispielsweise das ohrenbetäubende Getöse und den schillernden Farbenrausch unzähliger Kostüme – hautnah miterleben.

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Die Bauprojekte unterstützen elf öffentliche Geldgeber. Gleichwohl ist das Museum auch weiterhin auf die materielle und immaterielle Unterstützung von Privatpersonen, Gruppen und Gesellschaften angewiesen. Diese haben beispielsweise die Möglichkeit, eine rote Samtkappe in unserem "Kappenhimmel" gegen eine Spende von 444,44 Euro zu erwerben und sich damit als Freund und Förderer des Museums auszuzeichnen.

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