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Veitshöchheimer Mittelschüler spielten am Boys´Day mit Altenheim-Senioren Canasta und "Mensch ärgere dich nicht"

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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Über das problemlose Miteinander von jung und alt freuten sich beim Boys-Day im Veitshöchheimer Altenpflegeheim Sankt Hedwig  im Hintergrund v.l. Bürgermeister Rainer Kinzkofer, Theresia Öchsner, Gudrun Thilo und Silvia Rottmann-Baer.

Der diesjährige bundesweite Girls- und Boysday war für die 55 Schüler der siebten und achten Klassen der Veitshöchheimer Mittelschule ein besonderer, nicht alltäglicher Schultag.

Während die 15 Mädchen in einen der sogenannten MINT (Mathematik-Informatik-Naturwissenschaft-Technik)-Berufe  hinein schnupperten (Link auf eigenen Bericht) taten dies  umgekehrt die 40 Jungen aus den Klassen 7 a, M 7 a und M 8 a in sozialen Einrichtungen.

Einsatzstellen waren für die 12- bis 14jährigen Jungs so auf Vermittlung von Theresia Öchsner, an der Mittelschule im Auftrag des Bildungsträgers Handwerkskammer Service GmbH für die Vertiefte Berufsorientierung zuständig, das St.Josef-Stift in Eisingen (8), die  Dr. Maria-Probst-Heilerziehungspflegeschule  in Würzburg (8) , das St. Aurelia Altenheim in Zell (16) und wie auf dem Foto oben zu sehen das Cariatas-Alten- und Pflegeheim St. Hedwig in Veitshöchheim.

Für die acht Schüler der Klasse 7 b war das 1996 in Betrieb genommene Haus Sankt Hedwig die erste Berührung und Begegnung mit einem Alten- und Pflegeheim. Wie die Jungs sehen konnten, bietet dieses durch seine wohnliche Atmosphäre und die hier geleistete Arbeit im Bereich der Altenpflege für 94 Senioren eine angenehme Bleibe für den Lebensabend.

Zu den aktuellen Berichten über Missstände in Pflegeheimen stellte Heimleiterin Gudrun Thilo klar, dass es in ihrer stets voll belegten Einrichtung keine Probleme mit "Wundliegen" gebe und man auch alles unternehme, alle Bewohner im Rollstuhl am Gemeinschaftsleben teilhaben zu lassen.

Wie Thilo den jungen Gästen erzählte, bietet so der hauseigene sozialtherapeutische Dienst ihrer  Einrichtung, die 70 Mitarbeiter in Verwaltung, Hauswirtschaft und Pflege beschäftigt, den  Altenheimbewohnern vielfältige Angebote. So gibt es neben Einzeltherapien auch Gruppenangebote zum Gedächtnistraining, Bewegungsübungen, Gesellschaftsspiele und Vorlesenachmittage auch einen Sitztanz.

Unter der Projektleitung von Schwester Silvia Rottmann-Baer mischten sich am Boysday  jung und alt und die Senioren spielten voller Freude mit den Jungs "Mensch ärgere dich nicht" oder auch Canasta. Zuvor hatten die Schüler in der Vorstellungsrunde über ihre Sport-Hobbies berichtet und ihre 57 bis 92 Jahre alten Gegenüber erzählten im Gegenzug, mit was sie früher ihren Lebensunterhalt verdienten. Erstaunlicherweise waren alle älteren Damen früher berufstätig, sei es nun als Erzieherin, Garderobenbüglerin im Theater, Schneiderin, Sozialversicherungsangestellte, Hotelsekretärin oder  Kauffrau.

Die Schüler konnten im Laufe des Tages erfahren, dass auch der soziale Pflegeberuf für sie eine durchaus in Frage kommende berufliche Alternative ist. In der achten Klasse ist es ihnen möglich, während eines 14tägigen Praktikums in Sankt Hedwig auch Erfahrungen in der täglichen Pflege-Arbeit zu machen. 

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