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Veitshöchheimer Mittelschule beileibe keine Sackgasse – Absolventen haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt in den Bereichen Handwerk, Industrie oder Dienstleistung

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

mittelschuleneuesEmblem
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von Dieter Gürz

Stolz präsentiert Mittelschul-Rektor Otto Eisner Viertklässlern das neue Logo der seit Schuljahresbeginn bestehenden Mittelschule Veitshöchheim, das symbolisieren soll, dass hier die Schüler mit Freude zur Schule gehen.

infoabendObstspieße3
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Während der Informations-Veranstaltung wurde ein Programm für die Viertklässler angeboten. Sie konnten etwas im Werkraum und im Computerraum ausprobieren oder wie im Bild zu sehen in der Schulküche etwas über gesunde Ernährung erfahren und Obstspieße fabrizieren.

 

Link auf Artikel Bayerische Staatszeitung vom 11.3.2011: Hauptsache nicht Hauptschule

 

Die Veitshöchheimer Mittelschule ist beileibe keine Sackgasse, sondern eröffnet ihren Absolventen in den Bereichen Handwerk, Industrie oder Dienstleistung gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dieses Fazit konnten am Ende eines Informationsabends die zahlreich erschienenen Eltern von Viertklässlern mit nach Hause nehmen.

Schulleiter Otto Eisner und Konrektorin Martha Winter hatten nach dem Motto „Stark im Wissen, Stark als Person, Stark im Beruf“ anschaulich neue Fächer, Inhalte und Angebote ihrer Mittelschule und die beruflichen Perspektiven vor Augen geführt, um den Eltern die Schullaufbahn-Entscheidung ihres Kindes zu erleichtern.

Im Vergleich mit anderen weiterführenden Schulen wie Gymnasium und Realschule sieht Eisner viele Vorteile für seine Mittelschule, die derzeit im mittleren Reifezug der siebten bis zehnten Klassen (M-Zweig) 99 Schüler in sechs Klassen und in den Regelklssen der Jahrgangsstufen fünf bis neun 129 Schüler in ebenfalls sechs Klassen unterrichtet.

Durch die überschaubare Zahl von Klassen, Lehrern und Mitschülern sei eine familiäre Schulsituation gegeben, wo noch das Klassenlehrer-Prinzip gelte. Der Klassenlehrer mit wöchentlich 15 Stunden Unterricht in der Klasse sei eine echte Bezugsperson auch für Eltern und deren Anliegen und Interessen.

Das soziale Lernen und Arbeiten im Team steht laut Konrektorin Winter im Vordergrund. Gefördert werde dies durch Schullandheimfahrten, das Streitschlichtersystem, MUT-Projekt, Schülermitverantwortung, Tutorenarbeit, Projektwochen wie Kids & Kunst, Schülercafé und Inklusion. Bei letzterem würden Schüler mit Schülern mit besonderem Förderbedarf wie Legasthenikern lernen.

Die Mitwirkung in den Theater-AGs fördere die Persönlichkeitsbildung, vor allem auch das Selbstbewusstsein, sich etwas zu zutrauen.

Die Schüler würden an der Veitshöchheimer Mittelschule gefordert, aber nicht überfordert und in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch individuell und modular gefördert. Mit Englisch sei nur eine Fremdsprache Pflicht. Es sei so ein sanfter Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule möglich. Der mittlere Abschluss gelte als gleichwertig mit dem Realschulabschluss.

Die Mittelschule, so Eisner, führe zielstrebig zum Beruf. Bewährt habe sich schon seit vielen Jahren die Einrichtung der drei berufsorientierten Zweige Technik, Wirtschaft und Soziales, ein Ganztagesangebot und die mit Berufsschule, regionaler Wirtschaft und Arbeitsagentur zusammenarbeitende Kompetenzwerkstatt der Schule.

Beim „betreuten Praktikum“ könnten die Schüler Erfahrungen sammeln, Anforderungen der Praxis kennenlernen, sich als interessierte, anpackende, zukünftige Auszubildende zeigen und die Arbeitgeber gleichzeitig Talente testen. Zusätzlich werde der vor- und nachbereitende Schulunterricht stärker an den Anforderungen des Berufsalltags orientiert und organisiert.

Die Arbeit „Vertiefte Berufsorientierung“ (=VBO) der Sozialpädagogin Theresia Öchsner hat sich nach Eisners Worten sehr bewährt. Ausgezahlt hätten sich ihr intensives Bewerbungstraining, das Praktikum in Betrieben, Girl’s Day, Technik-Rallye, Berufsinformationstage, Schülerfirma und der Einsatz von Ausbildern im Unterricht.

Letztes Jahr konnte Öchsner so alle Abschluss-Schüler unterbringen. Ein Drittel der M-Schüler ging an die Fachoberschule, einige in die Einführungsklasse des Gymnasiums und die Mehrzahl in berufliche Ausbildung, wie sie auch Realschul-Absolventen anstreben.

Für die M-Schüler bedeute der Besuch der Mittelschule eine große Sicherheit, denn sie könnten bereits in der neunten Klasse den Quali und damit zwei Schulabschlüsse machen. Der Zugang zum M-Zweig der Schule sei nochmals verbessert worden. So könnten Sechstklässler, die in den drei Kernfächern im Schnitt 3,00 und schlechter sind, nun eine Aufnahmeprüfung machen. Auch Schüler mit dem Quali-Hauptschulabschluss könnten so auch noch in die M 10 wechseln.

Schließlich versäumte es der Rektor auch nicht, auf die hervorragende Ausstattung seiner Schule hinzuweisen, für die vorbildlich die Gemeinde sorge.

 

 

 

 

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