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Veitshöchheimer Hotel-Restaurant "Wiener Botschaft" erweitert um 28-Bettenhaus

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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Die seit Frühjahr 2002 bestehende Baulücke in der Herrnstraße im Blickfeld denkmalgeschützter Gebäude soll nun endlich wieder einer Bebauung zugeführt werden.

Der Hauptausschuss der Gemeinde billigte in seiner Sitzung heute Abend den von der Würzburger Firma Flyeralarm eingereichten Bauantrag für die Errichtung eines 28-Bettenhauses.

Das Bau-Grundstück ist das  letzte Relikt der Veitshöchheimer Altortsanierung. Die Gemeinde hatte bereits in den 90er Jahren die Flurnummern 2 bis 6 aufgekauft und nach dem Abbruch der nicht mehr verwertbaren Bausubstanz wiederholt mit Investoren über eine Neubebauung verhandelt.

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Große Probleme bereitete die Hangsicherung im rückwärtigen Bereich. Auf der Hangkante musste deshalb auch im hier  vorbeiführenden und seit dem Abbruch gesperrten Verbindungs-Fußweg zur nördlichen Herrnstraße eine Gashochdruckleitung verlegt werden.

Antrag2005

Handelseinig war sich die Gemeinde bereits 2005 mit der Firma Bau und Raum GmbH, die im Januar 2007 eine Baugenehmigung für die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit  insgesamt acht  Wohnungseinheiten erhielt.

Nachdem diese Bebauung jedoch nicht zur Ausführung kam, erwarb im Oktober 2010  die  Firma Flyeralarm die sich im Sanierungsvermögen der Gemeinde befindlichen Grundstücke, mit der Auflage es innerhalb von zwei Jahren einer Bebauung zuzuführen.

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Deren Geschäftsführer Thorsten Fischer kam das Grundstück gerade recht, konnte er hier doch in der Zwischenzeit Stellplätze für seine im Dezember 2009 eröffnete "Wiener Botschaft" drei Häuser nachweisen.

WienerBotschaft1

Fischer hatte  den stattlichen Walmdachbau mit  barockem, einladendem Hoftor und angrenzendem Kastanien-Sommergarten umfänglich und mit viel Liebe ins Detail zu einem Hotel-Restaurant saniert und  zu einem echten Schmuckstück Veitshöchheims gemacht. Seitdem ist österreichische Gastlichkeit Trumpf im altehrwürdigen Gasthaus „Blaue Traube“, dessen seit 1773 bestehendes „Wirtschaftsrecht“ das älteste der bestehenden Gasthäuser in Veitshöchheim ist. 

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Mit dem nun nur wenige Meter weiter geplanten Neubau erweitert Fischer die Bettenkapazität der "Wiener Botschaft" nach den dem Ausschuss vorliegenden Plänen von bisher 18 Betten (sechs Doppelzimmer und zwei Suiten) um 28 Betten (26 Einzelzimmer und eine Suite). Im Erdgeschoss können laut Feststellung des gemeindlichen Bauamtes zwölf Stellplätze nachgewiesen werden.

Im rückwärtigen Bereich soll das Dachgeschoss nicht nur über den Aufzug und einen Treppenraum, sondern auch über den wieder zu öffnenden öffentlichen Fußweg angebunden werden. Hierzu ist laut Bauplan ein Steg mit einer Breite von 1,20 Meter  mit „Toranlage“ geplant.

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Das Gremium stimmte auch der vom Bauherrn geplanten Hangsicherung unter der Auflage zu, dass dieser die für die Böschungssicherung bis zur Grenze des öffentlichen Fußweges benötigten Grundstücksteile zu erwerben hat.

Für die Hangsicherung muss laut Bürgermeister alleine der Bauherr aufkommen, da ihm dafür bereits beim Grundstückskauf ein entsprechender Nachlass eingeräumt wurde.

 

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