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Sanierung und Erweiterung Mainfrankensäle: Vom Gemeinderat beschlossene Trennung in zwei Bauabschnitte in der Kritik

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

32Mainfrankensaele

 

Kommentar von Marc Zenner zum Bericht Veitshöchheimer Gemeinderat stellte am 25.10. Weichen für Modernisierung der Mainfrankensäle hier auf Veitshöchheim News:

 

"Die mit breiter Mehrheit beschlossene Sanierung- und Erweiterung der Mainfrankensäle in zwei Bauabschnitte zu unterteilen ist wirtschaftlicher Wahnsinn! Alle beteiligten Fachleute kritisieren die Entscheidung scharf.

Bereits jetzt hat die Gemeinde im Verhältnis zu den 2009 ermittelten Baukosten mit erheblichen Kostensteigerungen zu kämpfen. Verschiebt man den zweiten Abschnitt, also die Erweiterung um die dringend benötigten Seminarräume um mehrere Jahre, wird das Gesamtvolumen von € 12,9 Mio. Euro nicht zu halten sein. Geradezu fahrlässig ist, dass man mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit einen Zuschuss von € 700.000,00 verliert und zusätzlich € 750.000 Rückbaukosten aufwenden muss. Bisher nicht beziffert sind die zusätzlichen Planungs- und Durchführungskosten. Im Ergebnis werden also weit höhere Kosten verursacht.

Wer heute sagt, er will die Bauabschnittslösung, weil er keine Schulden verantworten will, der hat nicht nachgedacht. Denn Tatsache ist, dass auch für eine Bauabschnittslösung beim ersten Bauabschnitt ein Kredit aufgenommen werden muss. Angesichts von Zinsen auf Rekordtief leuchtet deshalb nicht ein, warum nicht schlussendlich auch noch der Restbetrag finanziert und in einem Zug saniert wird. Zwar handelt es sich in jedem Fall um Schulden – jedoch nicht für den Konsum sondern für eine Investition auf 30 Jahre gesehen. Jeder private Häuslebauer geht so vor.

Die Finanzierung ist nach Aussage des Kämmerers übrigens machbar – entgegen den Behauptungen des Bürgermeisters in der Sitzung. Richtigerweise wird der Investitionsspielraum der Gemeinde eingeschränkt. Zukünftig wäre bei den Gemeinderäten also etwas mehr Mut gefragt, wenn zu unnötigen Luxusinvestitionen auch einmal "nein" gesagt werden muss!

Noch schwerer wiegt, dass bei einer Investition von € 9 Mio. im ersten Bauabschnitt keine wirkliche Attraktivitätssteigerung der Mainfrankensäle erreicht wird. Einfach gesagt: Der Veranstalter und der Bürger sehen trotz erheblicher Kosten kaum eine Veränderung. Gerade die örtliche Wirtschaft ist jedoch daran interessiert, dass in den Mainfrankensälen weiter Premiumveranstaltungen stattfinden. Nur so kann das positive Image Veitshöchheims, zu dem die Mainfrankensäle als Aushängeschild entscheidend beitragen, erhalten werden. Der Mehrwert moderner Mainfrankensäle mit Seminarräumen für Veitshöchheim und seine Bürger lässt sich nicht in Euro beziffern, ist aber letztlich unbezahlbar.

Angesichts des Abstimmungschaos und des wohl rechtswidrigen letzten Beschlusses wird der Gemeinderat über die Frage der Bauabschnitte nochmals zu befinden haben."

 

Dazu zwei redaktionelle Fragen:

  1. Gegenüber wen und mit welchem Inhalt haben "beteiligte Fachleute scharfe Kritik" zur Bauabschnittsbildung geäußert? 
  2. Aufgrund welcher Vorschriften ist der Bauabschnittsbildungs-Beschluss "wohl rechtswidrig"? 

Hierzu gibt es weitere Kommentare (siehe Leiste ganz unten)

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