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Neuer Mainsteg - Gemeinderat mehrheitlich für Standort an den Mainfrankensälen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Stegvariante 1 ergaenzt
Stegvariante
von Dieter Gürz

Mit 13 Ja- bei 7 Neinstimmen schloss sich der Veitshöchheimer Gemeinderat in seiner Sondersitzung am 1. Dezember nach dreiviertelstündiger Diskussion mehrheitlich dem vom Margetshöchheimer Gemeinderat am 26. November einstimmig  beschlossenen Standort des neuen Steges, wie im Lageplan oben dargestellt,  von der nördlichen Ecke des Sportplatzes in Margetshöchheim mit Widerlager auf dem Dreschplatz in Veitshöchheim in Höhe des derzeitigen Eingangs der Mainfrankensäle mit Rampenführung in südlicher Richtung an.

Diese  Zustimmung gilt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass die vorhandenen Infrastruktureinrichtungen (Parkplatz, Schiffsanlegestelle auch für Kreuzfahrtschiffe, Freizeiteinrichtungen, Bäume etc.) nicht wesentlich beeinträchtigt werden.

Über eine Kostenbeteiligung der Gemeinde Veitshöchheim am Bau des Steges wurde damit noch nicht entschieden.

Bürgermeister Rainer Kinzkofer stellt fest: "Nachdem der von der Gemeinde Veitshöchheim favorisierte Standort (jetziger oder Richtung Kläranlage) und der von Margetshöchheim gewünschte (etwa mittig in Höhe der Minigolfanlage) gemeinsam nicht zu verwirklichen war, erschien die planerisch zu untersuchende Alternative als letzte Möglichkeit, den Steg zu realisieren."

 

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Bernd Wiek 12/23/2010 14:30


Eine Fähre für 4 PKW hat 1999 450 TDM gekostet ( Gierseil)
Eine Fähre für 8 PKW hat 1994 980 TDM gekostet ( frei fahrend)
Eine reine Personenfähre könnte zB. wie die NIXE aus Ochsenfurt viel preiswerter erworben werden.
Dazu kommen ggf. Uferanlagen.


Volker 12/23/2010 13:36


Was würde denn eine Fähre, wie Sie z.B. in Nordheim ist im Vergleich kosten?


Bernd Wiek 12/17/2010 16:37


Ein Festival der positiven Streitkultur ist erst in Ansätzen zu erkennen. Da sollten noch viel mehr Bürger sich beteiligen. Argwohn Rivalität negatives Denken Miesepeter Streithanseln kann ich
nicht erkennen. Diese Begriffe zu verwenden und diese Eigenschaften zu unterstellen sind nicht der Sache dienlich. Freie Meinungsäußerung kann unbequem sein. Das müssen die Menschen schon
aushalten. In der Demokratie, die wir ja wollen ist es unbedingt erforderlich den Bürgern breitere Plattformen anzubieten, als das in den bisherigen Veranstaltungen der Fall war. z.B. nach der 3.
unbequemen Frage wird einem das Wort entzogen mit dem Satz : Dies ist wohl dann die finale Frage. So wird auf allen bisherigen Veranstaltungen von oben herab den Bürgern nur die eigene Meinung der
Veranstalter verkündet. Alles was vorgeschlagen wurde kann man in Frage stellen. Totschlag-Argumente führen nur zu Politikverdrossenheit. Politik nach Gutsherrenart nennt man das. Offen sollten
alle Fragen durchdacht werden wie:
1. Standort außerhalb der belegten Uferbereiche.
2. Fahrstühle anstatt Rampen
3. Straßenbrücke anstatt Steg ( ist dann evtl. eher fertig als der Zeller Bock)
4. Fähre mit PKW oder nur Personen
5. Der Steg bleibt wie er ist. Die Sanierung und die Unterhaltungskosten sind billiger als die der neuen Brücke.
6. Wenn für große Schiffe ein Abweiser erforderlich ist, dann sollen die Wasserstraßenbauer das bezahlen.
7. Rein rechtlich kann uns niemand zwingen den Steg abzureißen, bzw. den Abriss hinzunehmen. Da haben wir Bestandsschutz ( wurde rechtlich bereits begutachtet)


Dieter Gürz 12/09/2010 08:30


Es gab auf beiden Seiten eine öffentliche Informationsveranstaltung und später wurde ausführlich in einer Bürgerversammlung das Für und Wider dargelegt. Hierüber wurde auch ausführlich in der
Zeitung berichtet. Die Frage ist nur, ob und wie der Einzelne in der Lage ist, nicht subjektiv, sondern objektiv alle Argumente aufzunehmen.


Bernd Wiek 12/09/2010 00:50


Wenn die "Eingeweihten" - Bürgermeister und Franktionsvorsitzenden ihr Wissen dem Volk vermitteln würden
wäre der zu verspürende Unmut nicht aufgekommen. Man kann ja von Heiner Geissler lernen. Wo ist unser gemeinsamer Moderator?


Roger Horn 12/08/2010 21:58


Ein Festival der Irritataionen

Ein Streit unter Nachbarn ist wohl keine rein deutsche Erfindung, aber typisch deutsch. Argwohn und Rivalität machen sich gerne dann breit, wenn Kommunikation zu kurz kommt. Auch in den
Gemeinderäten auf beiden Seiten des Mains, sind sie doch repräsentative Vertreter und mehr oder weniger ein Spiegelbild der Bürgerschaft. Die Beratung im GR Veitshöchheim war emotional geprägt und
manchmal ein Festival der Mißverständnisse und Irritationen. Dieses negative Denken trägt auch leider bei der Standortfrage um den Mainsteg dazu bei, Dinge als Probleme wahrzunehmen und mögliche
Chancen zu übersehen.

Der neue Standort des Mainstegs bietet für beide Gemeinden gute Entwicklungschancen. Die Mainfrankensäle, die für ca. 15 Mio. € umgebaut werden sollen, erhalten eine attrakive Anbindung für
Besucher aus linksmainischen Gemeinden (Zell, Margetshöchheim, Erlabrunn und tw. Leinach). Der Steg ermöglicht Veitshöchheim eine wesentlich verbesserte Anbindung an den Radweg nach Würzburg. Als
erster Route Deutschlands wurde diesem Radweg das Gütesiegel "Qualitätsroute mit 5 Sternen" verliehen. Der bundesweit nach Tourismuszahlen an 3. Stelle rangierende Radweg führt dann künftig ans
Zentrum Veitshöchheims und nicht mehr daran vorbei, wie bisher.
Auch Margetshöchheim kann diesem Standort etwas Gutes abgewinnen: Den Ausbau und die Entwicklung des Verbindungsweges zum Sportplatz. Diese Fläche befindet sich derzeit in einem Zustand ohne
jeglichen Aufenthaltswert und könnte mit Fördermitteln wesentlich attraktiver gestaltet werden. Die nach Verlagerung des Mainstegs frei werdende Fläche am Rathaus könnte dann endlich, wie seit
langem geplant, als Ortsmitte mit Platzcharakter ausgestaltet werden.
Beide Gemeinden haben letztlich nach langer Planungsphase einen gemeinsamen Nenner gefunden, mit dem beide sehr gut leben können. Margetshöchheim konnte mit seinem Wunschstandort Mainfähre/Nähe
Minigolfplatz in Veitshöchheim nicht überzeugen. Veitshöchheim gelang es nicht, einen nördlicheren Standort in Margetshöchheim durchzusetzen, weil dort die Wohnbebauung zu nahe und kein
ausreichender Platz vorhanden ist. Wer sich intensiv damit befasst, welche Dimensionen der neue Mainsteg mit seinen Rampen haben muss, wird Verständnis für die Haltung auf beiden Seiten
aufbringen.
Beiden Gemeinden bietet sich nun in einem kurzen Zeitfenster bis Ende 2013 (mögl. Ende der Fördermittel) die einmalig günstige Gelegenheit, einen neuen Steg zu planen, der durch Abzug von
Zuschüssen einen gemeindlichen Anteil von ca. 20-30% erfordert. Der Eigenanteil ist damit nur wenig höher, als die Sanierung des alten Mainstegs kosten würde (ca 420.000.- €). Ohne den weitgehend
von Margetshöchheim finanzierten, alten Mainsteg gäbe es diese Chance übrigens nicht !
Nutzt diese Chance, redet miteinander und haltet euch nicht mit Miesepetern und Streithanseln auf !


Bernd Wiek 12/08/2010 12:16


Für das Geld könnte man anstatt Steg gleich eine Straßenbrücke bauen für PKW - bzw. bis 3,5 to.
Dann erübrigt sich die Parkplatzfrage und es könnten
weitere Mittel aus dem Straßenbau herangezogen werden.
Der beste Standoprt wäre dafür in der Nähe der ICE Trasse.


Marco 12/06/2010 04:57


Die Margetshöchheimer haben mit ihrem Beschluß uns Veitshöchheimer in die Ecke getrieben. So haben ihn mit der schräge über den Main verabschiedet, wo er von ihrem Sportplatz zu unserer Säle gehen
soll. Jetzt ist Vhh. in Zugzwang - sagen wir nein zu diesem Standort, wird uns der schwarze Peter zugeschoben, sollte keiner kommen.
Aber ich bin immer noch der Meinung - weg damit und wer am lautesten schreit, dass er ihn wieder brauche soll den Löwenanteil bezahlen und akzeptieren, wo er hinkommen soll, der gute Steg.
Wenn man überlegt - 8,5 Millionen Euro. Das waren mal 17 Millionen Mark für einen Steg, damit noch eine Fußgänger Brücke über den Main geht.
Also der Kurt hat meine Unterschrift schon sicher - dahin wo er war oder keiner !!!


Marco 12/05/2010 04:42


Der Schildbürger Streich der beiden Gemeinden !!!


Dieter Gürz 12/05/2010 09:34



Auf alle Fälle die für den Steuerzahler kostengünstigste Lösung und für Veitshöchheim besser als die von Margetshöchheim in Höhe des Minigolfplatzes favorisierte Variante Aufgrund der
geografischen Lage beider Gemeinden, ist es so, dass der grüne Bereich in einer Gemeinde, wo ein Steg möglich erscheint, auf der anderen Mainseite in deren roten Bereich liegt. Bei Abwägen aller
Gesichtspunkte muss man deshalb zu einer Lösung kommen, es sei denn man will überhaupt keinen Steg mehr haben, was aber anachronistisch und nicht zum Wohl der Bürger wäre. Wer kritisiert, sollte
eine Lösung parat haben, die von beiden Seiten akzeptabel ist. Im übrigen hat der Gemeinderat ja mit 2/3-Mehrheit seine endgültige Zustimmung davon abhängig gemacht, dass eine grazile und nicht
so wuchtig erscheinende Ausführung insbesondere auch bei der Rampenführung gewählt und der Dreschplatz bis auf das Widerlager am Rand weiter nutzbar und auch der Rollschuhplatz durch die
Rampenführung nicht tangiert wird.