Overblog
Edit post Folge diesem Blog Administration + Create my blog

Mainsteg: Durchschnaufen auf beiden Mainseiten Veitshöchheimer und Margetshöchheimer sind sich einig – Offizielle Beschlüsse folgen am Dienstag fast zeitgleich

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

 

3.2Haengebruecke2PylonenAnsicht

 

Die (inoffizielle) Entscheidung ist eigentlich schon gefallen: Der neue Mainsteg wird Margetshöchheim und Veitshöchheim zwischen dem Sportplatz und den Mainfrankensälen verbinden.

Außerdem gilt es als sicher, dass die so genannte Zwei-Pylonen-Lösung den Vorzug erhalten wird. Mit 4,4 Millionen Euro ist sie zudem die kostengünstigste Alternative. Auch finanziell besteht mittlerweile Einigkeit: Beide Gemeinden werden sich die Restkosten nach Abzug der Zuschüsse gerecht teilen.

Wohl endgültig zusammengerauft haben sich die Gremien mit einer „großzügigen Besetzung“, so Bürgermeister Waldemar Brohm, am vergangenen Montag in einer gemeinsamen Sitzung. Offiziell beschließen werden die Gemeinderäte hüben wie drüben das gemeinsame Projekt am kommenden Dienstag, 12. April, fast zeitgleich.

Oswald Bamberger Stellvertretender Bürgermeister: „Keine ideale Lösung, aber für beide Partner ein tragfähiger Kompromiss“

Brohm und stellvertretender Bürgermeister Oswald Bamberger (Veitshöchheim) gehen davon aus, dass die Gemeinderäte entsprechend entscheiden werden. Für Bamberger ist es zwar keine ideale Lösung, „für beide Partner ist das aber ein tragfähiger Kompromiss“.

Dann darf erst einmal durchgeschnauft werden, aber nur kurz, denn Zurücklehnen ist nicht drin. „Jetzt beginnt die eigentliche Arbeit“, sagte Waldemar Brohm, denn Margetshöchheim ist Eigentümer und somit Bauherr der neuen Brücke.

Eigentlich sollte der Steg in einer Arbeitsgemeinschaft mit den Veitshöchheimern realisiert werden. Die Regierung von Unterfranken hatte dies jedoch als problematisch angesehen. Begründung: Margetshöchheim ist alleiniger Eigentümer und damit auch Ansprechpartner bei den Zuschüssen. Und die dürften in diesem Fall höher ausfallen, „weil unsere Steuerkraft niedriger als die Veitshöchheimer ist“, so Brohm.

 Bleiben noch die Auf- und Abgänge: Die gestaltetet jede Gemeinde für sich selbst. Weniger Probleme dürften in dieser Angelegenheit die Veitshöchheimer haben, weil der Steg am Dreschplatz und dem großen Parkplatz das Ufer erreicht.

Die Margetshöchheimer müssen jedoch eine harte Nuß knacken. Dort sind neben der Gemeinde auch die SG Margetshöchheim (SGM) und der Segelclub Maintal involviert. Zudem gibt es mehrere Möglichkeiten:

 • Ein Auf-/Abgang in Richtung Margetshöchheim. Hier wäre der Nachteil, dass die Slip-Ebene überquert würde. Bei den meisten Booten – rund 85 Prozent – müssten deshalb erst einmal die Maste abgebaut werden, so Bürgermeister Brohm.

• Rampenlösung: Auf-/Abgang wären quasi mit dem Boden verbunden, was aus städtebaulicher Sicht eine hochwertig Lösung wäre.

 • Ohrenlösung: Kreisförmiger Abgang in Richtung Margetshöchheim.

 • Burkard-Lösung (wir berichteten): Gerader Abgang über die Grundstücke der SGM und Segler in Richtung Radweg/Würzburger Straße; oder erst ein Stück gerade über SGM-Grundstück, dann in Höhe des Sportheims rechtwinklig über das Gebäude, weiter übers Segler-Grundstück und dem Fahrweg in mehreren Knicken „Zur Mainfähre“.

Beide Gemeinderatsgremien tagen am Dienstag, 12. April; Veitshöchheim um 18 Uhr, Margetshöchheim um 19 Uhr.

 

 

 

Kommentiere diesen Post