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Mainsteg - Presse-Erklärung des Margetshöchheimer Agenda-21-Arbeitskreises II

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

PlanbereichMFS
PlanbereichMFS

 

abgegeben für den Agenda 21 Arbeitskreis II von Michael Donath, Margetshöchheim

 

"Fakten zum Mainsteg

 

Der Agenda 21-Arbeitskreis ist erstaunt, dass sich in Veitshöchheim neuerdings einige Bürger und Gemeinderäte mit einem Bürgerbegehren zu Wort melden und damit den alten Mainsteg erhalten wollen.

Der Margetshöchheimer Arbeitskreis hat sich bereits vor über vier Jahren intensiv mit der Materie beschäftigt und sich mit einer Fülle von Initiativen und Aktionen für die Erhaltung des Stegs zwischen Margetshöchheim und Veitshöchheim eingesetzt.

So wurden z.B. im Frühjahr 2007 innerhalb von zwei Monaten über 3.200 Unterschriften für die Erhaltung des Stegs gesammelt und an Regierungspräsident Beinhofer übergeben.

Diese Listen lagen auch im Veitshöchheimer Bürgerbüro aus, auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Veitshöchheim haben sich dort eingetragen.

Trotz intensiver Bemühungen mussten die Mitglieder des Agenda 21-AK im Laufe des Jahres 2008 zur Kenntnis nehmen, dass der Steg aus rechtlichen und technischen Gründen nicht zu erhalten ist.

Deswegen hat sich der Arbeitskreis intensiv in die Standortsuche für einen neuen Steg eingeschaltet.

Wir sind sehr erstaunt, dass die Befürworter des Veitshöchheimer Bürgerbegehrens, darunter etliche Gemeinderäte, nun behaupten, der Steg sei mit geringem Aufwand zu erhalten. Wenn sie sich bereits vor Jahren mit der Materie befasst hätten, wüssten sie, dass sich diese Behauptung keineswegs halten lässt.

Wir haben diesen Personenkreis auch vermisst, als es bei der Suche nach Alternativen um eine für das jeweilige Ortsbild verträgliche Lösung ging.

 

Es ist auch keinem unbefangenen Beobachter zu vermitteln, dass am Parkplatz der Mainfrankensäle  ein Steg nicht möglich sein soll, wohl aber direkt vor der Margetshöchheimer Mainstraße mit der ortsbildprägenden denkmalgeschützten Bausubstanz, der einzigen Postkartenseite des Ortes.

 

Es wäre ein nicht wieder gut zu machender Schaden für beide Orte, wenn durch einen Bürgerentscheid eine Situation herbeigeführt würde, die zwangsläufig zum ersatzlosen Abriss des Stegs führen würde. Gerade als Agenda 21-Arbeitskreis schätzen und fördern wir das Engagement von Bürgern besonders. Aber zum Engagement und zur Entscheidung in Streitfragen gehört auch die vorherige umfassende Information. Die vermissen wir bei den Initiatoren des Bürgerbegehrens in Veitshöchheim.

 

Wir rufen deshalb die Kommunalpolitiker und die Unterstützer des Bürgerbegehrens in unserer Nachbargemeinde auf, die Bürger umgehend über die Sachzwänge zu informieren, damit nicht auch noch der Kompromissstandort an den Mainfrankensälen zerredet wird.

 

Leider bleibt dafür nicht mehr viel Zeit, wenn man den Steg zu Konditionen bekommen will, die finanziell für beide Gemeinden tragbar sind."

 


mainstegbesprechungfotojungbauer
mainstegbesprechungfotojungbauer

Dieses Foto schoss der Margetshöchheimer Gemeinderat Björn Jungbauer bei der Planungsbesprechung von Vertretern beider Gemeinden (im Bild links Veitshöchheims 2. Bürgermeister Oswald Bamberger, rechts mit dem Hinterkopf Margetshöchheims Bürgermeister Waldemar Brohm) mit Vertretern des Wasserstraßen-Neubauamtes Aschaffenburg (links Amtsleiterin Baudirektorin Mareike Bodsch).

Bis Ende Februar will das WNA beiden Gemeinde die dritte und letzte kostenlose Planungsvariante zukommen lassen (im Lageplan oben ist der Trassenverlauf der Planung dargestellt, Fixpunkt ist in Margetshöchheim die Ecke zwischen Sportplatz und Seglerhafen, in Veitshöchheim wird am Dreschplatz  ein Widerlager an der Südwestecke wie oben dargestellt und  alternativ ein Widerlager etwas weiter in der Mitte des Dreschplatzes auf Höhe der Treppe der Mainfrankensäle untersucht).

Wie zu hören war, wollen die Initiatioren ihren Antrag auf Durchführung des Bürgerbegehrens nächste Woche abgeben.

Innerhalb eines Monats muss dann der Gemeinderat über dessen Zulässigkeit entscheiden, also voraussichtlich in der Sitzung am 1. März 2011. Bei Zulassung würde dann voraussichtlich am vorletzten Mai-Sonntag der Bürgerentscheid stattfinden.

 

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