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Mainsteg - mal was ganz Anderes: statischer Brückenkopf als touristische Attraktion und Blickfang

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

istometriebrueckenkopf
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von Dieter Gürz - Planzeichnungen lassen sich durch Anklicken der Bildunterzeile vergrößern -


Ergänzende Ausführungen des Planers zu den Kosten am 23.2.2011 - unten


Einen phänomenal anmutenden Vorschlag unterbreitete heute morgen der Gemeinde ein international renommierter Planer, der seit einigen Jahren seinen "Unruhestand" in Würzburg verbringt.

Seit einiger Zeit die "unendliche Geschichte" des neuen Mainstegs verfolgend, schlägt er vor, den statischen Brückenkopf für ein transparentes Gebäude zu verwenden, d.h. ihn durch interessante Architektur als touristische Attraktion oder für Nutzungen, die nicht alltäglich sind, wie beispielsweise für einen Weinverkaufs- und Probierstand mit vorgelagerter Sitzterasse mit herrlichem Mainblick auszubauen und so Veitshöchheims Infrastruktur aufzuwerten.

Den Kiosk könnten beispielsweise auch örtliche Winzer anmieten und ihren Wein ausschenken, wie dies ja am Freitag bereits das Weingut Göttler behelfsmäßig macht.

Hier könnte auch die WC-Anlage untergebracht werden. Auf Margetshöchheimer Seite könnte in ähnlicher Weise das Yachthaus des Seglerclubs untergebracht werden. Total verglast würden beide in der Nacht beleuchtete Anlagen für vorbeifahrende Schiffe eine Augenweide sein.

luftbild
luftbild

Sein Ansatz ist nicht der eines  Statikers, sondern eines auf städtebauliche Qualität bedachten Planers. Wie auf dem Luftbild zu sehen, schlägt der Planer dazu die kürzeste und damit kostengünstigste Verbindung zur Nordwestecke des Dreschplatzes vor.

lageplanstegAnsichtNorden
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Auf Veitshöchheimer Seite würden nur wenige Parkplätze am Dreschplatz wegfallen. Die Rampe führt der Planer zunächst um das Gebäude auf allen vier Seiten herum und dann hinter den Bäumen entlang nach Süden direkt am Mainufer. Er hat noch ein Gefälle von 6 % vorgesehen, bei 8 % würde die Rampe entsprechend kürzer. Die Rampenpfeiler würden nur etwa einen Meter im Wasser stehen. Die Überspannung des Steges würde nur  70 Meter betragen. Die Stahlkonstruktion des Steges könnte nach seiner Meinung als Holzbrücke ausgebildet viel Atmosphäre ausströmen, ebenso die Verglasung des Bauwerkes, das mit Weinreben berankt werden könnte.

 

lageplanEG
lageplanEG

Die Stegtreppe hätte den Vorteil, dass sie überdacht und im Winter eisfrei ist. Es würde sogar ein überdachter Durchgang bis zur Schiffsanlegestelle davor führen.  An den zum Main hin offenen Sitzplätzen könnte der Gast Wein, Bier oder Kaffee genießen.

ogRampeAnsicht
ogRampeAnsicht

Der Planer weist darauf hin, dass sein Konzept nur seine formalen Gedanken zum Ausdruck bringt und natürlich auch noch in zig Varianten abgewandelt werden kann.

Eine solche Planung erfordert nach seinen Worten  natürlich ein völliges Umdenken bei den Verantwortlichen. Aber noch sei es nicht zu spät. Seiner Meinung nach müssten sich mit einer solchen Lösung auch die Initiatoren des Bürgerbegehrens anfreunden können, da eine solche Anlage den Dreschplatz und die touristische Infrastruktur Veitshöchheim wesentlich aufwerten würde.

 

Ergänzende Ausführungen des Planers am 23.2.2011:

Erläuterung der Kosten für Ausbau des Brückenkopfes mit einem transparenten Gebäude:

-  Rohbau (Rohbau ist identisch mit Brückenkopfkonstruktion) 0  €

-   Ausbau (Annahme 900 cbm entspr. 2 Fam.Haus) 220,-- € / cbm 198.000 €

-  Wirtschaftlicher Nutzen: Mieteinnahmen ca. 10.000 € p.a.

 

Gegenüberstellung der o.g. Lösung mit der Lösung "schräger Steg"

 

Steglänge "Mainsteg - mal was Anderes" 95 m

Steglänge "schräger Steg" 110 m

Mehrlänge 15 m x 40.000 = 600.000 €

 

Somit Punkt 2 gegenüber Punkt 1 Mehrkosten ca. 400.000  €  ohne Berücksichtigung der jährlichen Mieteinnahmen (nur Veitshöchheimer Seite - auf Margetshöchheimer Seite  könnte der Brückenkopf  z.B. rein als Abstell- und Instandsetzungsräume für den Yachtbetrieb ausgebaut werden. Dadurch könnten die dortigen Kosten reduziert werden).

 

Hinweis: Die Decke des OG ist als Aussichtsterrasse, zur Begrünung oder zur Aufstellung von Solarplatten geeignet.

 

 

 

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Bernd Wiek 02/22/2011 12:37


Das ist wirklich ein genialer Vorschlag. Diese Lösung würde ich mir auch gerne direkt vor meiner Haustür wünschen. Eine andere geniale Lösung kenne ich aus Graz. Dort ist in der Mitte des Flusses
ein Cafe - an Stegen mit Gelenken aufgehängt, da starke Wasserstandsänderungen vorkommen - allerdings keine Schiffahrt. Das ist auch nur ein Beispiel, was man als Attraktion so machen kann.
Die Bürgerinitiative wäre mit jeder Lösung einverstanden, die von der ursprünglichen Trog-Lösung vor der oberen Maingasse abweicht. Der Verkehrs- und Gewerbeverein, die Touristik-GmbH, der
Verschönerungsverein und sicher die Mehrheit der Bürger wären glücklich, wenn diese neuen Ideen in eine ernsthafte Planung einfließen würden. Dann würde auch unser Motto " Veitshöchheim blüht auf"
weiter leben können! Packen wir's an - yes we can !