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Mainsteg - Billigste Sanierungsvariante wesentlich teurer als bisher unterstellt

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Dalben2
Dalben2
von Dieter Gürz

Klarstellung des Wasserstraßenneubaumtes (WNA) vom 1.2.2011:

Beim Vergleich der einzelnen bisherigen Varianten  erfüllen lediglich die Variante A (gesamte Sicherung des Ludwig-Volk-Steges)  und die Neubauvarianten die Sicherung der Pfeiler und des Überbaus. Bei allen anderen Varianten erfolgte bisher der Hinweis, dass der Überbau nicht ausreichend bemessen ist. Dies gilt auch für die Dalben-Lösung.

 

Begründung:

Bei den Höhenangaben ist zu unterscheiden die Durchfahrtshöhe und der Gefährdungsraum.

Die durch die WSV geforderte Durchfahrtshöhe für die Mainbrücken liegt bei 6,40m über HSW.

Der Gefährdungsraum wird entsprechend Erlass WS13/5257.3/1 vom 02.06.2010 aus dem 1,5 fachen der Durchfahrtshöhe nach Klassifizierung der europäischen Binnenwasserstraßen errechnet.

Für den Main mit der Wasserstraßenklasse V bedeutet dies 1,5 x 5,25 m= 7,875 m über HSW.

Für die Praxis deckt diese Festlegung das Schiff mit zwei Lagen Containern ab (5,25). Der 1,5 fache Aufschlag deckt dann den herausgefahrenen Steuerstand ab.

Der neue Luwig-Volk-Steg muss also eine Durchfahrtshöhe von 6,40m abdecken.  Der neue Überbau wird dann, da er im Gefährdungsraum liegt, auf Schiffsstoß bemessen. Auf diese Bemessung könnte nur verzichtet werden, wenn der Überbau oberhalb 7,875m erreichtet würde, was in Anbetracht der Ortlage nicht sinnvoll wäre.

 

Kostenansatz:

Überschlägig können deshalb lt. WNA für eine Stegsanierung also die Kosten der Variante A für eine gesamte Sicherung des Ludwig-Volk-Steges angesetzt werden.

Die Untersuchung des Ingenieurbüros SchömigPlan aus dem Jahre 2004 ergab hierfür Sicherungskosten in Höhe von 2,57 Mio € (brutto). Bei einer jährlichen Preissteigerung von 1,5% dürfte der Wert im Jahr 2011 auf ca. 2,81 Mio € gestiegen sein. Aus den Erfahrungen des WNA mit ähnlichen Maßnahmen sind die Kosten eher knapp angesetzt. Das WNA würde sich an den reinen Sicherungskosten (nicht an den zusätzlich noch notwendigen Instandhaltungskosten von 420.000 €)  in Höhe von 50% beteiligen (rechtl. Prüfung der Genehmigungs-/Vertragslage noch erforderlich). Bei einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung muss dann noch angesetzt werden, dass nach Erreichen der Reststandszeit der Brücke (2047) Neubaukosten anfallen(Barwertberechnung).

 

Bei der Dalbenlösung (die Kosten für diese Lösung wurden vom WNA am 11.5.2007 mit 1,2 Mill. € veranschlagt, mit einem kommunalen Kostenanteil von 710.000 €) würden neben den Stegsanierungskosten von 420.000 € also noch  die Kosten für die Sicherung des Überbaus = ca. 900.000 € hinzukommen.

 

 


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