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Kritische Stimmen zum Ratskeller vermissen "Fränkische Gemütlichkeit"

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

ratskeller1.12.2011.jpg  EroeffnungsfeierRestaurantEG

Veitshöchheim News erreichte folgender Kommentar von Horst Duwe zum Ratskeller:

"Nach der allgemeinen Lobhudelei auf die Neueröffnung hier einmal eine Anmerkung vom mir - und bei der öffentlichen Besichtigung von einigen anderen ebenfalls geäußerten Bedenken-: Leider ist wieder ein stereotypisches, "schickes" Restaurant herausgekommen, indem man echte fränkische Gemütlichkeit vergeblich sucht. Auch werden Vereine wohl schwer überlegen, die Veranstaltungsräume zu nutzen, angesichts der Gebührenvorstellungen der Betreiber."

 

Stellungnahme dazu:

Es lässt sich trefllich über das subjektive Empfinden streiten, was man unter dem Begriff "fränkische Gemütlichkeit" versteht.

Der Chefkoch Oliver Ponnath trat schon desöfteren in "Frankens gute Küche" auf. Die Betreiber legen Wert auf regionale Gerichte zu zivilen Preisen. Dies ist wohl mit eine wesentliche Voraussetzung für "fränkische Gemütlichkeit".

Es ist, was die Angebotspalette im Ort angebelangt, sicherlich belebend, wenn nicht ein Lokal wie das andere aussieht, sondern einen eigenen Stil hat. Typisch fränkisch, sprich in "Ratsherrenart" ist beispielsweise die Steppfaltung der Bankrückenlehnen. Dazu zählen auch die roten Backsteinreste, die an das frühere Gewölbe erinnern oder die Wappen auf Glas im Raumteiler. Maßgebend wird sein, dass sich der Gast im Ratskeller, der morgen öffnet, wohlfühlt. Wie auf dem Foto oben zu sehen, wurde in diesem Bereich bewusst auf eine Nischenbildung verzichtet, um auch hinsichtlich Tischreihen je nach Wunsch der Gäste flexibel zu sein.

 

Ergänzung -  1.12.2011 Ratskellereröffnung:

War heute Mittag als Gast dort. Die Kritik "keine fränkische Gemütlichkeit" konnte ich nicht nachvollziehen. Das Gegenteil ist der Fall. Hier stimmt einfach alles bis ins Detail, eben wohlige "Ratskeller-Atmosphäre", wo man sich gerne und lange aufhält, ob zu zweit oder in der Gruppe, jeder findet hier seinen passenden Platz und auch der gastronomische Service lässt keine Wünsche offen: der Ratskeller macht mit seinem Angebot der typisch fränkischen Küche alle Ehre.

 

Zu den Gebühren:

Laut Ratskeller-Homepage (Link hier) werden werden bei Tagungen für eine Raumnutzung ohne Verzehr erhoben:

Balthasar-Neumann-Saal (135 m²) € 390,00

Vitus-Kabinett (80 m²) € 200,00

Im Pachtvertrag hat sich der Gemeinderat aber eine Sonderregelung für örtliche Gruppierungen vorbehalten:

"Falls der kleine und/oder der große Saal einer örtlichen Gruppierung ohne gastronomischen Umsatz zur Verfügung gestellt wird, kann hierfür von der Pächterin bzw. seinen Unterpächter eine Benutzungsgebühr bis zur Höhe der tatsächlich entstandenen Aufwendungen verlangt werden."

 

Aufforderung an alle User:

Diskutieren Sie  (über "Kommentar hinzufügen" ganz unten zu diesem Beitrag) mit und sagen Sie Ihre Meinung zum neueröffneten Ratskeller!

 

Link auf Bericht zur Neueröffnung

Kommentiere diesen Post

Kiat Gorina 12/01/2011 10:18

Also, für mich schaut es ehr gemütlich aus!
__________________________
Wozu ist ein Superbusen gut? Dazu ein Artikel über Sibylle Rauch und Cora, die bei einer Brust-OP starb. Den Artikel findet ihr hier: http://0z.fr/gD4dw

Ute Schnapp 12/01/2011 09:17

Fränkische Gemütlichkeit ist nicht automatisch der angestaubte Charme der 70er mit Gelsenkirchener Barock .
Ich finde die Innenausstattung sehr gelungen und die helle freundliche Atmosphäre verlockt vielleicht auch mal junge Leute in ein tradionelles Lokal zu gehen.

Michael 11/30/2011 18:32

Wie war wie war. Ich denke viele Veitshöchheimer haben sich von Ihrem Ratskeller etwas mehr Gemütlichkeit erhofft.

Dieter Gürz 11/30/2011 21:42



Hierzu der Beitrag von Bruno Winter auf Facebook


Wir leben im Jahr 2011. Nicht 1911, nicht 1811. Wer heute ein Restaurant eröffnet, muss heute sein Geschäftsmodell umsetzen. Und wenn das zeitgemäß, geschmack- und
stilvoll passiert - Gratulation! Was soll die erwzungene Nostalgie? Plumpsklo inklusive?



Bernd Wiek 11/30/2011 12:09

So ist es halt - die sogenannte fränkische Gemütlichkeit bzw. das eigentliche " Altfränk'sch" es wurde früher von den Norddeutschen auch etwas von obenherab über Franken im Allgemeinen als
Bezeichnung verwandt, ist nun Gott sei Dank nicht mehr im Sprachgebrauch. Es wäre auch völlig unzutreffend, da Franken, d.h. Nordbayern schon lange in der Neuzeit angekommen ist. Die sogenannten
furzgemütlichen Kneipen gibt es nun leider in Veitshöchheim nicht mehr, seit die "Blaue Traube" modernisiert wurde. Diese Schafskopf, Skat oder Watten - Runden findet man leider auch kaum noch an.
Eine Oase ist noch das Hinterzimmer in der neuen Anlage! - Oder man geht mal in die Nachbar-Orte, zB. in Karscht. Veitshöchheim ist in der Business-Class führend. Dazu werden die modernen
Restaurant's gebraucht und auch gewinnbringend betrieben. Für die Touristen gibt es ja die Restaurant's am Main, die einfach für den Sommer sobald die Schiffe fahren konzipiert sind und auch das
urige fränkische Gefühl vermitteln, allen voran die " Fischerbärbel " . Wer hat noch weitere Tipp's auf Lager, die alten fränkischen Kaschemmen zu finden??