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Günther Hillawoth's "Hochwasser-Hecke" erbrachte 555 Euro für die Veitshöchheimer Floriansjünger

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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Main-Post-Redakteur Günther Hillawoth (2.v.l.), der Glossenschreiber „Karl von Land“ und nebenbei auch der Sitzungspräsident des Veithöchheimer Carneval-Clubs hatte in der ersten Januarhälfte 2011, als die Scheitelwelle des Main-Hochwassers mit dem Höchstwert von 6,42 Meter auf Veitshöchheim zurollte, zusammen mit seiner Lebensgefährtin, der gemeindlichen Kulturreferentin Dr. Martina Edelmann (2.v.r.), die originelle Idee, in ihrem Anwesen in der Oberen Maingasse an den betroffenen zwei Wochenenden eine Hochwasser-Heckenwirtschaft einzurichten.

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Hier konnten sich nicht nur die Feuerwehrleute, sondern auch die vielen "Hochwasser-Touristen" mit heißen Wienerle, Glühwein, Wein-Schorle oder einem Schoppen aus dem Hause des Kleinwinzers Karl-Heinz Schlereth stärken.

Für Hillawoth und Edelmann war es keine Frage, den von ihnen auf die karnevalistische Schnapszahl "555" aufgerundeten Erlös aus der spontanen „Hochwasser-Hecke“ den fleißigen Floriansjüngern zu Gute kommen zu lassen.

Sehr zur Freude der Kommandanten Robert Röhm (Bildmitte oben) und Michael Birk (re.) übergaben die beiden „Spontan-Heckenwirtschaftler“ den in einer Blechdose das ganze Jahr über aufbewahrten Betrag an Bürgermeister Rainer Kinzkofer, dem Dienstvorgesetzten der örtlichen Feuerwehr. Damit wollten die beiden Feuerwehr-Chefs anlässlich eines geselligen „Schulungsabends“ zum Jahresende ein lukullisches Buffet für die 92 Aktiven der Wehr bestreiten.

Bürgermeister Rainer Kinzkofer rief bei der Übergabe des Geldbetrages nochmals in Erinnerung, dass mit Erfahrung, Geschick und vorbildlicher Tatkraft und ein bisschen Glück „von oben“ für die Anwohner im betroffenen Bereich die beiden Hochwasserwellen gebändigt werden konnten. Ihn würden als Verantwortlichen die Leistung und der Einsatzwillen seiner Feuerwehrleute rund um die Uhr mit Stolz und Bewunderung erfüllen.

Mit Unterstützung der Wasserwacht, der Mitarbeiter des Zweckverbandes „Maintal“, des Teams aus dem Bauhof und den betroffenen Referaten aus der Verwaltung habe man bei der Hochwasserwelle ein bewundernswertes Engagement erleben können.

Die Heckenwirtschafts-Aktion nannte das Ortsoberhaupt eine tolle Geschichte. Sie sei ein Beweis dafür, dass die aufopferungsvolle Tätigkeit der Feuerwehr auch von der Bevölkerung anerkannt werde.

Wie der erste Kommandant Robert Röhm berichtete, habe seine Truppe mit rund 400 Einsätzen in diesem Jahr (Vorjahr 324) die Grenze des ehrenamtlich Machbaren erreicht.

 

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55 seiner Männer und Frauen waren nach seiner Recherche allein beim Hochwasser 1847 Stunden im Einsatz, mit fünf Fahrzeugen, neun Pumpen und mehreren Stromaggregaten und verbauten neben der Errichtung der Polderwand auch 5000 Sandsäcke.

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