Artikel teilen! Große Freude in Veitshöchheim über die Bundeswehr-Stationierungsentscheidung: Fotos: Dieter Gürz Allen Grund zur Freude ...
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Fotos: Dieter Gürz
Allen Grund zur Freude hatten Veitshöchheims Bürgermeister Rainer Kinzkofer und der amtierende stellvertretende Kommandeur der Divison Luftbewegliche Operationen (DLO) Brigadegeneral Ernst Otto Berk am Mittwochnachmittag im Offiziersheim der Balthasar-Neumann-Kaserne nach Bekanntgabe der Stationierungsentscheidungen, als sie die Medienvertreter bei einer Pressekonferenz über die damit verbundenen Auswirkungen auf den Standort Veitshöchheim informierten.
Brigadegeneral Berk:
Garnisonsbürgermeister Rainer Kinzkofer:
Insgesamt ist das Ergebnis für Veitshöchheim natürlich erfreulich und eine sehr positive Entscheidung. Wir hatten uns dies erhofft. Wir sahen den Erhalt des Standortes durchaus optimistisch. Es setzt sich mit der Aufstellung des Stabes der 10. Panzerdivision eine Tradition fort, nachdem hier 1994 die 12. Panzerdivision aufgelöst wurde.
Wir sind natürlich auch sehr froh, dass das Heeresmusikorps und auch die Militärseelsorge erhalten bleiben.
Sicherlich war mit ausschlaggebend, die Attraktivität Veitshöchheims und der näheren Umgebung und der Rückhalt, den die Bundeswehrangehörigen hier haben.
In Veitshöchheim sind derzeit folgende Einheiten untergebracht:
Dauer des Umgliederungsprozesses:
Auf Nachfragen erklärte der Kommandeur, dass er derzeit nur spekulieren könne, welche Großeinheiten der neuen 12. Panzerdivision unterstellt werden. In Frage kämen hierfür Großverbände (Brigaden) in Bad Reichenhall, Cham und in Frankenberg (Sachsen).
Der Umgliederungsprozess müsse so umgesetzt werden, dass die laufenden Einsätze nicht gefährdet sind und hier sei die DLO 2012 das ganze Jahr über in Afghanistan und im Kosovo im Einsatz. Anfang 2013 komme die Truppe zurück und müsse sich erst erholen, bevor dann mit den Umsetzungsmaßnahmen begonnen werde, die dann auch nicht von heute auf morgen abgeschlossen werden könnten. Betroffen seien nämlich bis zu 14.000 Angehörige der Division.
Man könne davon ausgehen, dass der gesamte Umgliederungprozess der Streitkräfte sechs bis sieben Jahre dauere.
Frei werdende Flächen?
Berk schloss auf Nachfrage nicht aus, dassdurch die Abspeckung der Zahl der Soldaten um 310 langfristig Infrastruktur und Gelände frei werde und abgegeben werden könne. Er gab aber zu bedenken, dass die Bundeswehr künftig mehr Platz für ihre Soldaten und Mitarbeiter benötigen könnte. Er sprach von „Pendlerblocks“, die in den Kasernen eingerichtet werden sollen. Sie sind als Unterkünfte für Soldaten gedacht, die nicht direkt am Standort oder im Einzugsbereich der Kaserne wohnen.
Bürgermeister Kinzkofer wies darauf hin, dass auf Veitshöchheimer Gemarkung neben einer Waldfläche von 60.000 m² und einer Hangfläche von 90.000 m² in der Kaserne eine Fläche von 400 000 m² bebaut ist. Darauf stehen 55 Gebäude.
Deshalb sei es nicht möglich, dass hier die Gemeinde Veitshöchheim dort in nächster Zeit Flächen für weitere Gewerbeausweisungen erwerben kann. Kinzkofer sieht eher eine Entwicklungschance von der Würzburger Gemarkung aus.
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