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Erlebnisreiche Bürgerreise nach Greve in Chianti (Toscana)

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Greve in Chianti
Greve in Chianti

Voll von vielen neuen Eindrücken und einer ganzen Reihe von Begegnungen mit langjährigen Freunden und Bekannten kehrten 30 Veitshöchheimer von einer viertägigen Bürgerreise aus der fast 1000 Kilometer entfernten italienischen Partnerstadt Greve in Chianti zurück.

Seit 16 Jahren schon besteht diese Partnerschaft. In dieser Zeit kam es zu zahllosen Begegnungen der Bürger beider Orte. So fand ein regelmäßiger Jugendaustausch statt, besuchten sich die Musikschulen beider Orte gegenseitig, gab es Kunstausstellungen und jährliche Kunstworkshops in der Toskana, wurden toskanische Produkte auf der Veitshöchheimer Altortweihnacht zu Gunsten der Jugendarbeit in der Partnerschaft verkauft. Dies hat zu zahlreichen Kontakten zwischen Bürgern beider Partnergemeinden geführt. Durch den zweimaligen Wechsel im Bürgermeisteramt in Greve in den vergangenen Jahren ließ der Kontakt auf offizieller Ebene etwas zu wünschen übrig. Seit 2009 ist nun Alberto Bencistá das dortige Ortsoberhaupt. Er hatte bereits vor Abschluss der Partnerschaft das Bürgermeisteramt inne, war dann Assessor bei der Region Toskana.

Bürgermeister Rainer Kinzkofer und seine Partnerschaftsbeauftragte Ilse Feser hielten nun die Zeit für gekommen, eine neue Bürgerreise anzubieten. Der Gruppe gehörte neben Kinzkofer auch sein Stellvertreter Oswald Bamberger an, die beide bereits vor 16 Jahren bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zugegen waren.

Beim offiziellen Empfang im Rathaus von Greve sprach Kinzkofer denn auch die Hoffnung aus, dass künftig wieder Gruppen von jungen Leuten, aber auch Ältere, nach Veitshöchheim kommen mögen. „Ich bin sehr neugierig auf Veitshöchheim und werde so bald wie möglich kommen“ versprach Alberto Bencistá, nachdem er erstmals die Veitshöchheim-DVD vorgeführt bekam. Er schlug gleich den Juni nächsten Jahres für einen Gegenbesuch vor.

Ilse Feser freute sich, beim Empfang auch viele Italiener treffen zu können, die allesamt von Anfang an dabei waren. Wie sie sagte, bestehen hauptsächlich im kulturellen Bereich regelmäßige Kontakte, ist vor allem die Musikschule eine starke Säule der Partnerschaft. Sie erinnerte daran, dass es vor 16 Jahren die Banda G. Verdi aus Panzano war, die als erste Gruppe Veitshöchheim besuchte und sich daraus eine besondere Verbindung zum Veitshöchheimer Musikverein entwickelte.

Immer wieder für Besuchergruppen aus Veitshöchheim ein Highlight ist das auf einem Hügel weithin sichtbare Weingut Verrazzano. Bei der allein schon sehenswerten Führung durch die Gärten des Schlosses und die historischen Weinkeller war für viele erstmals zu sehen, wie die Weintrauben für den Vino Santo zum Trocknen aufgehängt werden.

 

Genauso so sehenswert und ein Erlebnis war die Villa Vignamaggio mit ihrem wunderschönen Park. Deren ehemalige Schlossherrin Gioconda soll Leonardo da Vinci Modell für das weltberühmte Mona-Lisa-Gemälde gewesen sein. Bei der Besichtigung des Weingutes Fontodi kam die Reisegruppe in den nicht alltäglichen Genuss einer Olivenölprobe. Das Weingut hat sich voll dem biologischen Anbau verschrieben. Bleibenden Eindruck hinterließ am Samstagvormittag der berühmte Wochenmarkt auf der Piazza von Greve in Chianti.

Der Toskana-Aufenthalt führte natürlich auch nach Florenz. Ein außergewöhnlich sachkundiger Führer brachte hier bei einem dreistündigen Stadtrundgang die wichtigsten Architekturdenkmäler, Kunstwerke und Zusammenhänge der berühmten Stadt näher.

Veitshöchheims Bürgermeister und seine Partnerschaftsbeauftragte waren sich bei ihrem Resümee einig, dass der beabsichtigte Neustart der Beziehung zu der Partnerstadt in der Toskana auf der offiziellen Ebene erfolgreich verlief. Beide freuen sich schon sehr darauf, eine toskanische Gruppe im nächsten Jahr in Veitshöchheim begrüßen zu dürfen.

 

Bericht: Dieter Gürz nach Vorlage von  Ilse Feser - Foto: G. Poetsch

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