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Bremser und Zwiebelkuchen fanden reißenden Absatz - Großer Andrang bei der „Letzten Fuhre“ in Veitshöchheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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„Die letzte Fuhre ist ein Fest, das die Lebensfreude eines Winzerortes ausdrückt“, so sagte Bürgermeister Rainer Kinzkofer. Dieses traditionelle Fest zum Ende der Weinlese sei nicht nur bei Einheimischen beliebt, es hab gleichermaßen einen symbolischen Charakter und sei gut für den Fremdenverkehr.

Das Ortsoberhaupt freute sich denn sehr, dass trotz Absage des größten örtlichen Weingutes auch heuer am Sonntagnachmittag dieser Brauch über die Bühne gehen konnte.

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Im Gegensatz zum Weingut Hessler beteiligten sich der Weinbaubetrieb Günther Göttler und Nebenerwerbswinzer Oskar Glückert. Die beiden Winzerfamilien fuhren mit ihren geschmückten Wagen von der Friedhofstraße zum Rathaushof, wo ihre typisch fränkischen Genüsse, die sie auf ihren herbstlich dekorierten Traktorgespannen im Gepäck hatten, wie Federweißer, Zwiebelkuchen, Hausmacherwurstbrote und Käsespezialitäten, Hunderte von Besuchern anlockten,

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während der Musikverein Veitshöchheim unterhielt.

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„Die Gastfreundschaft von Veitshöchheim und vom Bürgermeister ist ja sprichwörtlich“ meinte denn auch der aus der Oberpfalz stammende Chef des Landkreis-Kommunalunternehmens Dr. Alexander Schraml, der das alljährliche Treffen seiner hauptsächlich aus der Oberpfalz kommenden Verwandtschaft nach hier verlegt hatte. Nach Hofgarten- und Altortführung und einer Schifffahrt auf dem Main trugen Schraml und seine über 20 Gäste dazu bei, dass die über 300 Liter Bremser der beiden örtlichen Winzer und ihre fränkischen Imbiss-Spezialitäten reißenden Absatz fanden.

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„Ernte gut, alles gut“ äußerte sich zufrieden Oskar Glückert, dass er heuer auf seiner ein Hektar großen Anbaufläche trotz einer 50prozentigen Ertragseinbuße durch die Frostnacht im Mai aufgrund des Sonnenscheins in den vier Lese-Wochen Trauben ernten konnten, die zuletzt mit bis zu 104 Öchsle bei der Müller-Thurgau-Rebsorte einen sehr guten Wein erwarten lassen. Das derzeit kühle Wetter schade auch dem Silvaner nicht, den er noch in der nächsten Woche zu lesen hat.

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Etwa 70 Prozent Ertragsminderung verzeichnete das Weingut Göttler auf seiner Hektar großen Rebfläche. Aber auch hier ist bei den Rebsorten Bacchus, Müller-Thurgau, Silvaner und Kerner mit 80 bis 98 Grad Öchsle die Qualität hervorragend, ebenso auch den Rotweinen Domina und Portugieser.

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