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Auszeichnung von "Tiger" Kurt Scheuring beim gemeindlichen Neujahrsempfang - Ein Vorbild für die Ortsgemeinschaft

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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Für Bürgermeister Rainer Kinzkofer ist es seit seinem Amtsantritt im Jahr 1986 guter Brauch, alljährlich beim Neujahrsempfang der Gemeinde Persönlichkeiten vorzustellen und zu würdigen, die bislang jahrzehntelang selbstlos für das Gemeinwohl tätig waren, ohne dafür unbedingt Dank zu erwarten. Kinzkofer:"Bürger einer Gemeinde zu sein, bedeutet neben Rechten auch die Pflicht und Bereitschaft zur Mitverantwortung."

Als ein solches Beispiel und Vorbild zeichnete das Ortsoberhaupt nun am Sonntag in den Mainfrankensälen vor der Kulisse von über 400 Besuchern den ehemaligen selbständigen Heizungsbaumeister Kurt Scheuring aus.

Der 80jährige lebe seit Jahrzehnten Tugenden vor, ohne die unser Gemeinschaftssystem nicht so funktionsfähig wäre. Er entstamme als "Meegäßler" aus einer der ältesten Familien des Ortes, wie schon sein Ur-Ur-Großvater Stefan (1800 - 1874) auch unter dem Spitznamen "Tiger" bekannt. Der Heizungsbaumeister hatte 1972 von seinem Vater Richard den Installations-Betrieb übernommen, nachdem er zuvor schon Teilhaber war.

Mitglied in fast 40 Vereinen

Bis er sich 1997 zur Ruhe setzte und sein Heizungs- und Installationsgeschäft seinem Sohn Siegbert übergab, hatte er nur wenig Zeit für die Allgemeinheit aktiv zu sein. Gleichwohl war die gesellige Frohnatur bei fast jedem der 40 Vereine im Ort Mitglied, zeigte sich als Sponsor stets großzügig. Seit seinem 18. Lebensjahr ist so Scheuring nun schon treues Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, seit 54 Jahren beim Sportverein und seit 50 Jahren beim Anglerverein. Bei beiden Vereinen brachte er sich bei Umbauten und beim Anlegen des Vereinsgeländes ein. 1966 war er Gründungsmitglied des VCC und viele Jahre Sponsor und im Elferrat aktiv. Der Weinliebhaber kann von sich sagen, am längsten im Ort, nämlich vom 14. bis zu seinem 71. Lebensjahr im Fasching als Veitshöchheimer Ober-Schlappsau unterwegs gewesen zu sein.

Ein Herz für die Schwächeren

Seit der Urveitshöchheimer Rentner ist, investierte er uneigennützig einen Großteil seiner Zeit in die Seniorenarbeit. So wirkte er sehr aktiv im 1996 gegründeten Arbeitskreis für Senioren (AKS) mit, der jährlich ein vielfältiges Angebot von Veranstaltungen und Ausflügen für die älteren Mitbürger auf die Beine stellt. Er fungiert auch heute noch als Gründungsmitglied und Sprecher des örtlichen Seniorenbeirates und gehörte lange Zeit zu den Kreis von Fahrern, die einmal wöchentlich mit dem Gemeindebus ältere Veitshöchheimer kostenlos zum Einkaufen fahren.

Fast täglich kommt er bis heute in das 94 Plätze zählende Alten- und Pflegeheim der Caritas, um Senioren auszuführen,  mit ihnen zu reden oder auch finanzielle Unterstützung zu leisten. Dort gehört er seit 2001 ehrenamtlich als Vorsitzender dem Heimbeirat an und ist auch heute noch als Berater und Betreuer stetig ansprechbar und vor Ort.

Neun Jahre bausachverständiges Gemeinderatsmitglied

Seine große Beliebtheit im Ort und sein Engagement wurde  2002 honoriert, als er im Alter von 69 Jahren erstmals für den Gemeinderat kandidierte und auf der SPD-Liste von Platz 21 auf Platz 8 vorgewählt wurde,  ebenso 2008 von Platz 23 auf Platz 5 mit über 2.200 Stimmen.Bis er sich im August 2011 aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Gemeindepolitik zurück zog, brachte er neun Jahre lang seinen bautechnischen Sachverstand vor allem im wichtigen Hauptausschuss und auch im Abwasserzweckverband ein. Er war auch gemeindlicher Vertreter in der damaligen Arbeitsgemeinschaft der segensreichen Sozialstation.

Wie der Bürgermeister sagte, war der Geehrte nicht der ruhigste, äußerst lebendig und sehr emotional, aber immer geradlinig, als Gemeinderat offen, ehrlich und nicht wie so manche nur auf Außenwirkung bedacht.

Kinzkofer: "Kurt Scheuring hat unsere Ortsgemeinschaft, unsere Gesellschaft bereichert, lebendiger und interessanter gemacht. Eine lebendige Demokratie, eine aktive Bürgergesellschaft lebt von solchen Mitmenschen."

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Der Dank des Bürgermeisters galt auch seiner Frau Annemarie, die immer hinter ihrem Kurt stand, sein Engagement unterstützte und duldete. Sein Wunsch an beide: "Bleibt noch lange fit, vital und gesund, dann ham mer zum Feiern noch oft Grund."

(Foto v.l. Annemarie Scheuring, Oswald Bamberger (2. Bürgermeister), Kurt Scheuring, Michael Birk (3. Bürgermeister), Rainer Kinzkofer (1. Bürgermeister)

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