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Aus der Sitzung des Agenda21-Arbeitskreises - Leitbild, Citybus-System, Altortberuhigung

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

11InfostandAgenda21a Logo Veitshöchheimer Agenda-Arbeitskreis

27. Juli 2011:

Nachlese „Veitshöchheim bewegt sich“

11InfostandAgenda21bDie Veranstaltung war ein toller Erfolg. Der Agendastand (siehe Foto) war dagegen weniger erfolgreich, hier will der Arbeitskreis in Zukunft sich bessere Formen der Öffentlichkeitsarbeit überlegen. Da die Veranstaltung aus der Agenda hervorging, wurde vorgeschlagen, bei einer Wiederholung der Veranstaltung die Agenda mehr in den Vordergrund zu bringen, möglichst sollte die Agenda mit Logo auf Plakaten, Flyern usw. deutlich zu sehen sein.

 

Vorstellung Leitbild im Gemeinderat

Die Vorstellung des Leitbildes im Gemeinderat wurde im Arbeitskreis als unbefriedigend angesehen. Statt einer richtigen Vorstellung durch Agenda – Mitglieder wurde nur kurz darauf eingegangen und das Ganze auf eine Klausurtagung des Gemeinderates verschoben, da zu viele Details enthalten wären.

Hierzu stellt der Bürgermeister fest: "Das Leitbild war seit Wochen auf der Homepage (Link hier) eingestellt und zusätzlich jedem Gemeinderatsmitglied gesondert zugesandt worden, was eine Vorstellung nicht mehr unbedingt erforderlich machte. Da wie zu erwarten die Angelegenheit noch einmal vertagt wurde, auch mit der Begründung der nochmaligen Diskussion,  bot sich diese Vorgehensweise an, um eine zweite gleiche Diskussion zu vermeiden."

 

Citybus-System für Veitshöchheim

Der Wunsch nach einem Citybus–System für Veitshöchheim ist im Leitbild enthalten.  Dies soll nun nach den Ferien bei einem Klausurtag des Gemeinderates vorrangig bearbeitet werden. Der Arbeitskreis will weiter daran arbeiten. Die Konzessionen laufen Ende 2013 aus, vorher wird das Gebiet im Auftrag des Kommunalunternehmens von einer externen Firma unter Mitwirkung der betroffenen Gemeinden überplant. Hier kann die Gemeinde das Citybus–System und weitere Wünsche einbringen. Aus der Sicht des Arbeitskreises muss die Bahn dringend einbezogen werden. Innerhalb der Agendamitglieder kam es zu einer engagierten Diskussion über das Citybus–System, vor allem in Bezug auf die Fahrpreise für Kurzstrecken, da die bisherigen Preise bei Innerortsverkehr zu hoch wären.

In der Sitzung war Oliver Hoppe als Vertreter einer Bürgerinitiative in Unterdürrbach anwesend, die sich für eine  Busanbindung Unterdürrbachs nach Veitshöchheim einsetzt,  indem z.B.die Linie 13 durch das Gewerbegebiet Veitshöchheim geführt wird. Gründe für die BI ist die schlechte Verbindung nach Würzburg und der große Bedarf für Fahrten nach Veitshöchheim (Schüler des Gymnasiums, Arbeitsplatz, Einkauf ). Wunsch der BI ist es, ein gemeinsames Vorgehen zu

prüfen. Der Arbeitskreis  beschloss, den Austausch mit der Bürgerinitative Unterdürrbach weiter zu verfolgen.

Ergänzende Festellungen der Gemeindeverwaltung zum Citybus-System: 

1. Bereits am 9. Oktober 2001 hat der Gemeinderat zum Nahverkehrsplan entsprechend dem Antrag von Ernst Muser und des Agenda21-Arbeitskreises die verbesserte Andienung des Bahnhofes und den Abbau von Parallel-Verkehren von Bussen gefordert  (Link hier)

2. Auch bei der Einweihung des neu ausgebauten Bahnsteigs im Juli 2005 ist laut Pressebericht (Link hier) Landtagsabgeordneter Ach einer Meinung mit dem Bürgermeister, dass bei den nun hervorragenden baulichen und nutzungsmäßigen Voraussetzungen der Parallelverkehr zwischen Bahn und Bus keinen Sinn mehr macht und hier immense Gelder eingespart werden können.

3. Auch in Ziff. 2.8 des vom Agenda21-Aktionsprograms vom 1.11.2002  (Link hier) ist bereits diese Forderung enthalten.

Zusammenarbeit mit dem ökologisch orientierten Verkehrsclub VCD Bayern

In diesem Zusammenhang hat im Mai dieses Jahres auch der Würzburger  Dr. Christian Loos, Vorsitzender des VCD Bayern, eine Zusammenarbeit des VCD mit dem hiesigen Agenda21-Arbeitskreis als wünschenswert angesehen. Loos arbeitet auch seit einiger Zeit in dem AK der Agenda 21 Stadt & LK Würzburg mit, der sich mit Verkehr (bisher v.a. ÖPNV) & Stadtentwicklung befasst.   

Loos: "Der VCD  setzt sich u.a für Taktverdichtungen und neue Haltepunkte auf den bestehende Bahnlinien ein, wobei wegen der guten Nachfrage entlang des Mains dies sehr realistisch ist. Langfristig sollen daher zwischen Würzburg und Karlstadt drei  S-Bahnartige Linien verkehren, was für VHH ein 10 Min-Takt bedeuten kann.  Dazu sind natürlich Ausbauten an der Stecke notwendig mit Eingriffen in das bahnnahe Grün und ggf. die Bebauung. Auch halten wir einen Haltepunkt "Am Schenkenfeld" am Ortseingang von VHH für nötig, der nicht nur einen fussläufigen Einzugsbereich hat, sondern auch Umsteigepunkt vom Bus wäre und für bike & ride (sowie P&R) günstig ist.  Langfristig wäre auch ein dritter Haltepunkt "Versuchsanstalt" denkbar. Mit den jetzigen Fahrzeugen (so schwierig die Platzverhältnisse auch sind), sind so kurze Haltenstellen-Abstände machbar. Dass bei politischen Willen so etwas machbar ist, zeigt die Region Schweinfurt. Dort liegen mit Oberwerrn, Hbh., Mitte, Stadt und bald auch Schonungen 5 Stationen auf wenigen Kilometern!"

 Link auf Konzept-Flyer Mainfrankenbahn

 

Altortberuhigung

Wunsch ist ein Altort mit wenig Verkehr, Kirchplatz als zentralen Ort und Treffpunkt und ein sicheres verkehren zu Fuß, mit Kinderwagen, Rollator und Rollstuhl. Als längerfristiges Ziel wird festgehalten, den Altort zu sperren. Voraussetzung dafür ist ein funktionierendes Citybus–System, wodurch motorisierter Individualverkehr wirksam reduziert wird, in Verbindung mit weiteren Maßnahmen. Um Skeptiker, wie manche Geschäftsleute, bei der Umgestaltung mitzunehmen ist eine stufenweise Veränderung sinnvoll, um die Akzeptanz möglichst breit zu schaffen.

Als sinnvoll wird angesehen:

  • Schaffen von Kurzzeitparkplätzen
  • Kontrolle des fließenden und ruhenden Verkehrs ohne Toleranz (bzw. der gesetzlichen).

Die bestehende Verkehrsgruppe wird bis zum nächsten Agenda – Treffen am Donnerstag, 15. 09. 2011, Sitzungssaal  versuchen, Details zusammen zu stellen (Parkmöglichkeit, Situation der Geschäftsleute u.a.) und die Probleme und Chancen für Geschäftsleute herauszuarbeiten.

Stellungnahme des Bürgermeisters hierzu:

"Hierzu rege ich an, auch u.a. mit Geschäftsinhabern zu sprechen und ggf. machbare, sinnvolle Lösungen vorzuschlagen, da die Problematik ja hinreichend bekannt ist. Wegen der Umsetzung böte sich auch ein Workshop mit dem/einem Planungsbüro an.

Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich für die zeitaufwändige, engagierte Arbeit der Arbeitskreismitglieder und wünscht weiterhin viel Erfolg bei allen Bemühungen, mit dem Wunsch, dass sich noch mehr Bürger einbringen und auch in der Erkenntnis, dass „jedem Recht getan, eine Kunst ist, die niemand kann"

 

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Bernd Wiek 08/05/2011 12:26


Main Vorschlag wäre:
1. Schritt - Die Kirchstraße an Sonn- und Feiertagen für den Durchgangsverkehr zu sperren. Kann sofort beginnen.
2. Schritt - Die Kirchstraße auch an Werktagen ab 19 Uhr bis 6 Uhr für den Durchgangsverkehr zu sperren.
3. In dieser Zeit dann auch die Busse umleiten - hinter der Hofgartenmauer mit Ampelregelung. Die Straße hinter der Hofgartenmauer nur für Anlieger und Busse freigeben.
4. Schritt : Kirchstraße wird Fußgängerzone ( Anlieger frei) mit Kurzzeitparkplätzen.( Apotheke / Schreibwaren )