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Außergewöhnliches gab es beim Veitshöchheimer Kunsthandwerkermarkt zu bestaunen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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Die Keramikerin Gudrun Kühlbrand - Bildmitte - erläutert  Bürgermeister Rainer Kinzkofer und der VGV-Vorsitzenden Anne-Rose Petzlitz ihre Arbeiten

Öffnungszeiten am Sonntag,16.10.2011 bis 18 Uhr

 Link auf Fotoalbum - aufgenommen am Samstag

„Ein herzliches Danke an Anne-Rose Petzlitz. Die eingeladenen Künstler boten Großartiges!“ postete im Internet Gabriele Krämer, eine der vielen Besucher, die am Wochenende den Kunsthandwerkermarkt besuchten, den der Verkehrs- und Gewerbeverein Veitshöchheim e.V. (VGV) zum vierten Mal, heuer erstmals im Haus der Begegnung veranstaltete.

In seiner Eröffnungsrede lobte denn auch Bürgermeister Rainer Kinzkofer das Bestreben des VGV, interessiertes Publikum mit 20 ausgewählten Kunsthandwerkern und Künstlern aus der Region, aber auch von weit her zusammenzubringen, die zeigen, wie sie ihre Arbeiten fertigen und zum Zuschauen einladen. So garantierte ein bunt gefächertes Angebot an handwerklichen Schätzen einen kurzweiligen Besuch, während die Firma El-Olivo von Petzlitz in einem kleinen "Verweil-Bereich" mit südlichen Kaffee-Spezialitäten für das leibliche Wohl der Gäste sorgte

 

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Allein der Stand des Veitshöchheimers Claus Orgzall ist einen Besuch wert. Er lebte etliche Jahre als Farmverwalter in Namibia und hat die ganze Welt , vor allem auch Indonesien und Australien bereist. Ausgestellt hat er eine kleine Auswahl seiner Nautilus-Perlboot-Objekte. Das Holz stammt von Treibgut und zerfallenen Diamantsucher-Hütte der Atlantikküste Westafrikas und erzählt eine eigene Geschichte. Als Gestaltungselement setzt Orgzall den Hölzern ein lebendes Fossil tropischer Meere, dem Nautilus Pombili auf.

Im Bild links zeigt Orgzall ein Raumobjekt, dessen Holz vom Masten eines Dau stammt, das auf der Indonesischen Insel Belitung im Schlamm der Küste angeschwemmt wurde. Dort liegen nach Orgzalls Worten in rund 20 m Tiefe etliche Wracks von Daus, das sind arabische Holzschiffe mit einem oder zwei Masten, welche schon um 900 nach Christus Gewürze oder chinesisches Porzellan transportierten. Orgzall: "Wir konnten nach dem Durchmesser des gefundenen Holzes davon ausgehen, daß es vom vorderen kleinen Mast einer dieser Daus stammt." Die Perlboot-Gehäuse, die Orgzall verwendet, sind aufgerollte Schalen, deren Innenraum gekammert ist. Sie wurden nach seinen Angaben auf den Philippinen an Land geschwemmt. Die drei bis vier Jahre alt werdenden Perlboot-Tiere leben alle im westlichen Pazifik und in einigen Bereichen des Indischen Ozeans, ausschließlich im tropischen Bereich und vor allem am Hang von Riffen. Gewöhnlich halten sich dies Kopffüßer in Tiefen von etwa 400 Metern auf und ernähren sich als nächtliche Räuber vor allem von kleinen Krebsen.

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Sehenswert an Orgzalls Stand waren auch die LED-vierfarbig beleuchteten Bergkristalle aus Madagaskar, an einem Holz von einem antiken Schiffswrack befestigt, das er an der Skelettküste aus dem Sand gebuddelt hat. 

 

 

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Nicht nur Rakon-Brände mit originellen Fischfiguren und Specktonarbeiten fielen bei der Keramikerin Gudrun Kühlbrand  ins Auge. Sie verzückte an ihrem Stand auch mit reizvollen Glasschmelzarbeiten. Die künstlerischen Effekte erzielt sie mit Einlagen zwischen zwei Fensterscheiben wie Pulver, Granulat-Brösel und Metallfäden und Gitter.

 ins Auge.

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 Sehenswerten Raumschmuck aus Holzwürfeln, die sie sie mit beweglichen, gruppendynamischen Glas- und Drahtelementen verzierte, präsentierte die Veitshöchheimerin Ursula Petersen.

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Am Stand nebenan offenbarte ihre Freundin Anja Döpner aus Konstanz ihre Filzkunstarbeiten. Die Zahntechnikerin fertigt aus gekämmter farbiger Merinowolle unter anderem originelle Stolas, auch als Schals nutzbar. Sehenswert war bei ihr auch aus Silberblech geschmiedeter oder gegossener Schmuck.

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Der Margetshöchheimer Bezirkskaminkehrermeister Gerhard Vollmond zeigte  originelle Köpfe, gefertigt aus allen möglichen Hölzern wie Kirsche, Apfel, Nußbaum, Eiche, aber auch Leimbinder und auch aus Ton.

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Eindrucksvolle Aktion-Fotos auf 130 x 90 großen Leinwandbildern fielen beim Stand des Veitshöchheimer Tilman Grütz sofort ins Auge.

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60 Alpakas, eine in den Anden beheimatete Lama-Art, auf ihrem Bauernhof in Kaltenbrunn in der Nähe von Walldürn mit sorgfältig ausgewählten Importen aus Australien und Neuseeland, liefert Ulrika Benz die Wolle für feinste Strickwaren in Kaschmir-Qualität, jedoch viel strapazierfähiger und mit einem hohen Tragekomfort. So bot sie an ihrem Stand von Socken, Schals, Mützen, Stirnbänder, Handschuhe über Pullover, Jacken, Mäntel, Capes bis hin zu Decken und Steppdecken aus 100 Prozent Alpaka an.

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Die Lust kreativ zu arbeiten, einen eigenen Stil zu kreieren und Schmuckstücke als Gegenpool zur "Massenware" Schmuck anzubieten, hat sich Carlo Zanoni aus Neustadt/Aisch auf die Fahne geschrieben. Er fertigt Schmuckobjekte mit organischen Materialien, die natürliche Schönheit und Ausdruckskraft haben, die klar, zeitlos, schlicht, ästhetisch, ansprechend und individuell sind. So präsentierte er in Veitshöchheim Ketten aus Kaffeebohnen in einer zeitlosen ästhetischen Verbindung mit Edelstahl, Titan, Silber und Aluminium.

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Ihre dekorativen und nützlichen Mosaik-Kreationen für Haus und Garten stellte die Veitshöchheimerin Sylvia Will (re.) zur Schau. 

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Daneben gab es noch weitere Schmuck- und Verkaufsstände mit Naturseifen, Filzatelier, Bauernhofprodukten, eine nostalgische Mandelbrennerei.

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Vertreten war auch der Rimparer Imker Josef Konrad mit Produkten aus Honig.

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Jedes Kind erhielt von der VGV-Vorsitzenden Anne-Rose Petzlitz eine Kürbisschablone zum Ausmalen und einen Kürbis zum Schnitzen.


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