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Als Schlappsäu kennengelernt - Urveitshöchheimer Irmgard und Willi Wittstadt feiern heute Eiserne Hochzeit

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

WittstadtEiserne 01

Gratulation durch Bürgermeister Rainer Kinzkofer und stellvertretenden Landrat Stefan Wolfshörndl

Die närrische Zeit hat für die Urveitshöchheimer Irmgard und Willi Wittstadt eine besondere Bedeutung.

Schließlich war es beim Faschingstanz 1947 im alten „Stern“, als es zwischen den beiden so richtig funkte. „Als ich seine blonden Locken sah, war ich weg“ erinnert sich Irmgard noch genau. Obwohl beide im Veitshöchheimer Altort in den beiden Maingassen aufwuchsen, per Luftlinie nicht einmal 100 Meter entfernt voneinander, wurden sie erst an diesem Tag jeweils als „Schlappsäu“ verkleidet, auf einander aufmerksam. Willi war gerade aus amerikanischer Gefangenschaft zurückgekehrt, nach dem er sich als 16jähriger freiwillig zur Reichswehr verpflichtet hatte.

WittstadtEiserne Hochzeitsfoto1

Zwei Jahre später gaben sich dann die beiden, wiederum in der närrischen Zeit, in der barocken Vituskirche das Ja-Wort. Bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 1987 arbeitete Irmgard, eine geborene Oehling, 27 Jahre lang als Fachverkäuferin im Kaufhof. Willi dagegen verdiente sich als gelernter Automechaniker seine Brötchen, dann bis 1976 als Berufskraftfahrer für die Firmen Löhe-Bau und Shell und anschließend noch zehn Jahre wegen Berufs-Asthma im Innendienst bei der Firma Stürtz.

Keine Frage, dass die beiden Frohnaturen auch im hohen Alter von 87 Jahren ihr 65jähriges Ehejubiläum in der närrischen Zeit, drei Tage vor der Fastnacht in Franken,  in fröhlicher Runde mit Tochter, Sohn, vier Enkeln und zwei Urenkeln sowie einer großen Gratulantenschar gebührend feiern.

Bis vor zwei Jahren war Irmgard noch sehr agil und unternehmungslustig im Arbeitskreis der Senioren neben der Vorsitzenden Ursula Heidinger Haupt-Motor einer Vielzahl von Aktivitäten für die älteren Mitbürger im Jahreskreislauf, stets unterstützt von ihrem Willi. Erst nach zwei Stürzen musste sie kürzer treten, versorgt aber nach wie vor ihren Haushalt stets "das Zepter in der Hand" haltend ganz allein und bekocht nach dem Motto "Liebe geht durch den Magen" ihren Willi. Auch von ihrer Schlagfertigkeit hat sie nichts verloren und brachte mit Sprüchen "Der Willi isst gern was Süßes, deshalb hat er mich" oder "Da lach ich mir nen Ast" Bürgermeister Rainer Kinzkofer und Pfarrer Robert Borawski eins ums andere Mal zum Lachen.

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