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400 Karpfen im Veitshöchheimer Hofgarten-See abgefischt - Umgebungsmauer muss saniert werden

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

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Karpfen-Prachtexemplare bis zu sechs Pfund fischte der Berufsfischer Jürgen Schaaf im Veitshöchheimer Hofgarten

Fast ohne Wasser ist bis Ostern 2015 der etwa ein Hektar große See im Veitshöchheimer Hofgarten. Der Grund: Die für den Unterhalt zuständige Schloss- und Gartenverwaltung (SGV) Würzburg lässt durch das Staatliche Bauamt Würzburg für 50.000 Euro die Umfassungsmauern in zwei Teilabschnitten sanieren. Dazu wurden in dieser Woche etwa 13.000 Kubikmeter Wasser abgelassen. Heute rückte nun Fischwirtschaftsmeister Jürgen Schaaf aus Oberaurach-Tretzendorf mit Fangnetzen und Keschern an, um mit seinen beiden "Erntehelfern" Raffael und Mirek den hier vor drei Jahren von der Schlossverwaltung  eingebrachten Pflegebesatz von 400 Karpfen abzufischen. Diese wurden damals von der Schlossverwaltung nach der Aufgabe der 30jährigen Bewirtschaftung durch den Veitshöchheimer Fischer Karl-Heinz Schlereth in Absprache mit der Fischereifachberatung beim Bezirk Unterfranken eingesetzt, um das Algen- und Pflanzenwachstum im See zu minimieren.

Abfischen 03 Netze 1 Abfischen 03 Netze 3

Wie sich nun herausstellte, hatten sich zu den Karpfen aber noch jede Menge an Wildwuchs-Fischen, die  "Giebel" eingefunden, auch Silberkarausche genannt, eine Stammform des Goldfisches, die zum Verzehr aufgrund ihres faden Geschmackes wenig gefragt sind. Einige Giebel waren wohl von Hofgartenbesuchern ausgesetzt worden und hatten sich dann ähnlich wie die Goldfische rasant vermehrt.

Abfischen 02 Manuel Bechtold Barbara Mueller Giebel

Im Bild entleeren Manuel Bechtold, der Technische Leiter der SGV und seine Gärtnereimeisterin Barbara Müller die unliebsamen Gäste in einen Fischbehälter der Fischzucht Schaaf. Den Giebel-Fang will der Fischzüchter Anglern als Köder anbieten. Der Großteil der gefangenen Karpfen dagegen wird in Küchen von Restaurants zum Verzehr landen. An den Händen abzählen konnte man dagegen die hier noch aus Schlereths früheren Besatz-Beständen anzutreffenden Exoten wie Waller, Wels, Barsch  und Zander.

Abfischen 05 Moewen 1

Noch befinden sich einige Giebel-Schwärme in dem nach dem Ablassen verbliebenen Seichtwassser. Bechtold hofft nun, dass sie für die hier bereits kreisenden Möwen, aber auch für Reiher ein gefundenes Fressen sind.

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Wie der Technische Leiter ankündigte, wird nun abschnittsweise die Ufermauer durch ein Veitshöchheimer Unternehmen saniert, das die Ausschreibung gewonnen hat. Hierfür müssen Abschnitte des Uferwegs abgesperrt werden. Im einzelnen werden das Rasenband und der Bewuchs aus der Mauer entfernt, Fehlstellen und schlechtes Mauerwerk herausgebrochen und wieder ergänzt, dann die  Fugen gereinigt und teilweise neuverfugt, der Mauerkopf hergestellt und als letztes das Rasenband neu angelegt. Im darauf folgenden Jahr ist die zweite Hälfte geplant.

 

Um den Gesamteindruck des Hofgartens für die Besucher so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, legte die SGV die Baumaßnahme in die besucherarme Zeit des Hofgartens von November 2014 bis Ostern 2015.

 

 

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