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Neugestaltung der Mainlände: Gemeinde Veitshöchheim strebt Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm an

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

In seiner Arbeit schlägt der 1. Preisträger relais Landschaftsarchitekten (Gero Heck und Marianne Mommsen), Berlin im Bereich des Dreschplatzes unter Einbeziehung der Straße vor den Mainfrankensälen statt Blechlawinen unter dem Schlagwort "Urbane Lände" einen neuen zentralen, großzügigen Platzraum (2.000 m²) aus Granitpflaster am Wasser zur multifunktionalen Nutzung (Feste, Märkte und Aktionen) vor.

Der Gemeinderat beschloss in der Sitzung am Dienstagabend in den Mainfrankensälen einstimmig für das geplante Bauvorhaben „Umgestaltung Umfeld Neuer Steg/Alter Steg" erneut einen Aufnahmeantrag als Einzelvorhaben in das Bayerische Städtebauförderungsprogramm bei der Regierung von Unterfranken für das Jahr 2021 zu stellen.

Grundlage des Aufnahmeantrags ist der 2018 durchgeführte freiraumplanerisch-städtebauliche Realisierungswettbewerb zu diesem Bauvorhaben sowie die inzwischen erfolgte Vorplanung des beauftragten Büros relais Landschaftsarchitekten, Berlin. Der Antrag ist baldmöglichst bei der Regierung von Unterfranken einzureichen.

Sachverhalt:

Die Gemeinde hat im Jahr 2018 einen freiraumplanerisch-städtebaulichen Realisierungswettbewerb mit Ideenteil hinsichtlich der Umgestaltung der Freianlagen im Umfeld um den neuen Steg an den Mainfrankensälen und um den alten Steg durchgeführt. Die Flächen um den ehemaligen sowie den neuen Brückenkopf sollen sich harmonisch in die Veitshöchheimer Mainlände einfügen.

Funktionale und gestalterische Aspekte sollten im Rahmen des Wettbewerbs gleichermaßen bedacht werden, um eine qualitätsvolle Integration von Wegeführung, Barrierefreiheit und Freizeitflächen sowie eine attraktive Aufenthaltsatmosphäre zu schaffen.

Das Preisgericht aus Stadtplanern, Landschaftsarchitekten sowie aus Gemeinderäten kürte unter dem Vorsitz von Prof. Gerd Aufmkolk aus Nürnberg am 11. Oktober 2018  das Büro relais Landschaftsarchitekten, Berlin als Ersten Preisträger des Wettbewerbs.

Im Januar 2020 hatten die Wettbewerbssieger aus Berlin den Veitshöchheimer Ratsmitgliedern die Vorentwurfsplanung für die Urbane und Landschaftliche Mainlände nach Mainsteg-Neubau vorgestellt (siehe nachstehender Link auf Bericht in Veitshöchheim News).

Bereits vor Auslobung des Wettbewerbs wurde mit der Regierung von Unterfranken Kontakt aufgenommen, um zu eruieren, ob bei einer möglichen Umgestaltung der Flächen rund um den neuen bzw. alten Steg Fördermöglichkeiten aus der Städtebauförderung gegeben sind.

Da die Gemeinde Veitshöchheim die Altortsanierung inzwischen abgeschlossen hat, sind momentan Mittel aus der Städtebauförderung nicht mehr zugänglich.

Lt. Mitteilung der Regierung von Unterfranken wäre es durchaus vorstellbar, die geplante Maßnahme als Einzelvorhaben (Städtebauförderrichtlinien, insbes. Nr. 2.2) mit Mitteln aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm zu unterstützen.

Gemäß den Städtebauförderrichtlinien kommt eine Förderung insbesondere für einzelne Vorhaben von erheblicher städtebaulicher Bedeutung in Betracht, die sich in ein städtebauliches Konzept einfügen und durch die wesentliche Ziele der städtebaulichen Erneuerung erreicht werden.

Bei dem von der Gemeinde Veitshöchheim geplanten Umgestaltungs-Projekt handelt es sich um eine zukunftsweisende städtebauliche Planung für das Ortsbild der Gemeinde Veitshöchheim.

Um eventuell Fördermittel aus dem Topf der Städtebauförderung erhalten zu können, hatte der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr beschlossen, einen entsprechenden Aufnahmeantrag in das Bayerische Programm zu stellen.

Da dieser bislang noch nicht positiv verbeschieden werden konnte, musste er laut Vorlage der Verwaltung nochmals gestellt werden, sofern die Gemeinde Veitshöchheim nach wie vor an der Umsetzung der Planung festhält.

Es war deshalb erneut ein entsprechender Beschluss des Gemeinderates erforderlich.

Die formale Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm vorausgesetzt, so Bürgermeister Jürgen Götz, könnte ein entsprechender Zuwendungsantrag im Jahr 2021 gestellt werden, da nach momentanem Sachstand ein Baubeginn frühestens im Jahr 2022 stattfinden kann.

Umgestaltungsvorschlag Nord nach Abriss des alten Stegs

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