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Neu zu beschaffende Schlammpresse ermöglicht der Kläranlage, Klärschlamm künftig im MHKW zu verbrennen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Veitshöchheimer Klärwerk

Veitshöchheimer Klärwerk

Bericht aus der Sitzung des Abzwasserzweckverbandes vom 1. März 2018 

Der Abwasserzweckverband "Maintal Würzburg", dem die Gemeinden Veitshöchheim und Margetshöchheim angehören, tagte am 1.3., um den Jahresabschluss des Haushaltsjahres 2017 und den Haushaltsplan 2018 zu beschließen.

Die Einnahmen und Ausgaben beliefen sich 2017 auf 1.952.021 €, wobei in den Sollausgaben ein Überschuss in Höhe von 235.391 € enthalten ist, der der allgemeinen Rücklage zugeführt wird.

Damit beträgt der Rücklagenbestand 406.303 €.

Der Überschuss von 90.879 € im Verwaltungshaushalt wird zur Finanzierung der Investitionen dem Vermögenshaushalt zugeführt. Der Verband ist schuldenfrei.
Im Verwaltungshauhalt 2018 sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 834.900 € vorgesehen, im Vermögenshauhalt 375.200 €.

Die Verbandsumlage beträgt für Veitshöchheim 661.514 €, für Margetshöchheim 167.386 €. Eine Investitionsumlage wird nicht erhoben.

Die Aufteilung der Verbandsumlage errechnet sich aus den Abwasseranteilen der beiden Gemeinden. Der Abwasseranteil Margetshöchheims lag 2017 bei 20,19 %. In diesem Zusammenhang muss man darauf hinweisen, dass eindringendes Fremdwasser (meist Grundwasser) in marode öffentliche und private Kanäle zu einer Erhöhung des Abwasseranteils und damit zu einem höheren Kostenanteil der jeweiligen Gemeinde führt.

Quelle: Blog der Margetshöchheimer Mitte

Beschaffung einer neuen Schlammpresse

Der Verbandsvorsitzende Jürgen Götz gab in der Versammlung bekannt, dass die Schlammpresse (Entwässerungsmaschine) aufgrund des Alters (18 Jahre Betrieb) und des unzufriedenstellenden Entwässerungsergebnisses (nur 17 Prozent Trockensubstanzgehalt) ausgetauscht wird.

Mit der neuen Maschine können bis zu 25 Prozent Trockensubstanzgehalt erreicht werden, was einer Verminderung der abzufahrenden Schlammmenge um ca. 350 Tonnen entspricht. Hierzu wurden bereits im vergangenen Jahr Entwässerungsversuche mit verschiedenen Entwässerungstechniken gefahren.  Durch den Austausch werden rund 30.000 Euro jährlich Entsorgungskosten eingespart.

 

Hinzu kommt, dass mit diesem höheren Entwässerungsgrad der Schlamm dann im Müllheizkraftwerk mitverbrannt werden kann und so eine langjährige Entsorgungsmöglichkeit geschaffen werden kann. Denn der Kläranlage bereitet die Klärschlammentsorgung zunehmend Probleme, da es kaum mehr Ausbringungsmöglichkeiten für Klärschlämme gibt. Das MHKW plant den Bau einer weiteren Ofenlinie ausschließlich für die Klärschlammverbrennung.

Die Möglichkeit der Verbrennung ist somit für den AZV ein positiver Nebeneffekt der sowieso erforderlichen Neuanschaffung.

Neu zu beschaffende Schlammpresse ermöglicht der Kläranlage, Klärschlamm künftig im MHKW zu verbrennen

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