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Neukonzeptionierte Dauerausstellung des Jüdischen Kulturmuseums Veitshöchheim soll im März 2019 zum 25jährigen Jubiläum fertig sein

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Das 1994 eröffnete Jüdische Kulturmuseum (JKM) der Gemeinde Veitshöchheim wurde seit dieser Zeit nicht weiter entwickelt, befindet sich also noch auf dem Stand von 1994. Es ist nun wichtig, so sagte Bürgermeister Jürgen Götz in der Gemeinderatssitzung am Dienstag, die Dauerausstellung, deren Einrichtung und Methodenvermittlung veraltet ist, einem neuen inhaltlichen Ansatz zuzuführen, sowohl was die Geschichte des Ortes, als auch die Gegenwart betrifft und dass das ganze modernisiert und gewisse Dinge neu konzipiert werden. Hier gehe es auch darum, die verschiedenen Gebäudeteile besser miteinander zu verbinden, die Barrierefreiheit, soweit es geht, zu verbessern.  Das Foto zeigt hebräische Inschriften und Wandmalereien im Dachboden des JKM. Es sind Zeugnisse der jüdischen Familien, die hier bis etwa 1850 lebten.

Das 1994 eröffnete Jüdische Kulturmuseum (JKM) der Gemeinde Veitshöchheim wurde seit dieser Zeit nicht weiter entwickelt, befindet sich also noch auf dem Stand von 1994. Es ist nun wichtig, so sagte Bürgermeister Jürgen Götz in der Gemeinderatssitzung am Dienstag, die Dauerausstellung, deren Einrichtung und Methodenvermittlung veraltet ist, einem neuen inhaltlichen Ansatz zuzuführen, sowohl was die Geschichte des Ortes, als auch die Gegenwart betrifft und dass das ganze modernisiert und gewisse Dinge neu konzipiert werden. Hier gehe es auch darum, die verschiedenen Gebäudeteile besser miteinander zu verbinden, die Barrierefreiheit, soweit es geht, zu verbessern. Das Foto zeigt hebräische Inschriften und Wandmalereien im Dachboden des JKM. Es sind Zeugnisse der jüdischen Familien, die hier bis etwa 1850 lebten.

Rechtzeitig zum 25jährigen Jubiläum des JKM soll im März 2019 die neukonzeptionierte Dauerausstellung des JKM neu eröffnet werden.  Nach dem Konzept sollen künftig die jüdische Geschichte als Teil der Ortsgeschichte präsentiert und durch eine moderne Gestaltung die Themen zukünftig greifbarer vermittelt werden.

Dazu beschloss nun der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig die Umsetzung der Neukonzeption nach Maßgabe des Finanzierungsplans mit veranschlagten Gesamtkosten von 366.000 Euro.

Im einzelnen fallen Kosten an für die bereits von Beate Weinhold 2016 durchgeführte Konzepterstellung in Höhe von 24.000 Euro. Im Juli 2017 hatte dann der Gemeinderat die Firma Space4 GmbH in Stuttgart mit den planerischen Leistungen im Bereich räumlicher und gestalterischer Ausstellungsplanung, Ausstellungsgrafik und Ausstellungsbeleuchtung mit Kosten von 28.000 Euro beauftragt. Für die Umsetzung der inhaltlichen Neukonzeption sind 305.000 Euro und für Mobiliar 9.000 Euro veranschlagt.

Die Gemeinde erwartet Zuschüsse von 55.000 Euro von der Landesstelle für nichtstaatliche Museen, 30.000 Euro vom Bezirk Unterfranken und 80.000 Euro aus dem Leader-Programm, sodass von der Gemeinde noch 201.000 Euro an Eigenmitteln aufzubringen sind.

"Was uns zugeleitet wurde ist gut und gefällt uns auch" würdigte SPD-Fraktionssprecherin Marlene Goßmann die Neukonzeption. Mehr brauche man dazu nicht zu sagen.

Eine genaue Beschreibung des Ist-Zustandes des JKM enthält der nachstehende Link auf den reich bebilderten Artikel auf Veitshöchheim News vom 17.9.2017.

Hier einige Auzüge aus dem 48seitigen Neugestaltungskonzept von space 4 vom 17.12.2017

 

Als Einführung für die Besucher in die Ausstellung und als Verweis auf die anderen jüdischen Gemeinden in der Region ist eine 4- bis 6-minütige Filmsequenz vorgesehen.
Ausgangspunkt für die filmische Darstellung der Inhalte ist das Vorbild eines „Kartentisches“. Unterschiedliches (animiertes) Kartenmaterial stellt eine wesentliche Ebene der Erzählung dar.

Das verwendete Kartenmaterial hat immer einen Bezug zur jeweiligen Epoche, wie z.B. handgezeichneten Positionsblätter (1817 – 1841) für des 19. Jahrhunderts und Zeit des Judenedikts stehen.

Unterschiedliche Informationen, wie z.B. die Migrationsbewegungen oder das Entstehen von jüdischen Einrichtungen, werden als Animation (Umsetzung mit Symbolen, grafischen Elementen, statischem Material oder Stichen, Zooms, wechselnde Bildausschnitte, Schnitte etc.) über die Karten gelegt.

Die kartografische Ebene der Erzählung soll durch Stiche, Fotos, Zeichnungen, Filmausschnitte, Informationsgrafiken etc. ergänzt werden. Verschiedene inhaltliche Ebenen können sich dabei überlagern.

Um die Erzählung zu verdichten, ist eine Sprecherstimme vorgesehen. Zudem ist der (unaufdringliche) Einsatz von Soundeffekten denkbar. Am Medientisch kommt offener Ton zum Einsatz (Körperschall-Lautsprecher).

Raum "Auf dem Weg in die Vernichtung" mit Hörspielen "Biografien"

 

Eine genaue Beschreibung des Ist-Zustandes des JKM enthält der nachstehende Link auf den reich bebilderten Artikel auf Veitshöchheim News vom 17.9.2017.

Gliederung der bisherigen Austellungsbereiche im JKM

  • GRUNDLAGEN DER JÜDISCHEN RELIGION - Torah, Bibel, Talmud, Gebet, Rabbbiner
  • DAS JÜDISCHE JAHR - Religion im Lebenslauf, Jüdischer Kalender, Jüdische Feste und Feiertage
  • JIDDISCH UND DIE JIDDISCHE LITERATUR – Familienbibeln, Moralbücher, Historische Erzählstoffe und Lieder, Übernahme von Stoffen aus nichtjüdischen Vorlagen
  • GESCHICHTE DER JUDEN IN VEITSHÖCHHEIM – Ansiedlung. Simon Höchheimer - Arzt und Aufklärer. Berufsleben, Geschäftliche Bücher und Briefe, Wohltätigkeit für das Heilige Land, Aufbruch für Deutschland, Aufbruch aus Deutschland, Zum Beispiel die Familie Stern, Juden in Veitshöchheim im 20. Jahrhundert
  • DIE VEITSHÖCHHEIMER SYNAGOGE - BAUWERK UND GESCHICHTE - Jüdische Schule, Vorsinger, Religionslehrer und Schächter, Die Synagoge von ihrer Erbauung bis 1937, Die Synagoge von 1938 bis 1945, Die Synagoge von 1945 bis zur Wiederherstellung, Die Mikwe
  • DIE GENISA VON VEITSHÖCHHEIM - Der Fund im Dachboden, Was - Wo - Warum wird abgelegt? Genisaprojekt Veitshöchheim

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