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Kioskbetreiber Rudi und Marianne Wallesch sagen nach 26 Jahren dem Veitshöcheimer Geisbergbad Adieu

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Die diesjährige Badesaison ist seit Schulbeginn zu Ende. Und mit ihr sagten nach 26 Jahren gastronomischer Betreuung der Badegäste auch die Kiostkbeteiber Rudi und Marianne Wallesch Adieu. Heute hatten nun die Wirtsleute, nachdem der Kiosk ausgeräumt und gereinigt war, ihr Mitarbeiter-Team sowie Bürgermeister Jürgen Götz und Altlbürgermeister Rainer Kinzkofer zu einem Umtrunk eingeladen, um auf 26 erfolgreiche Pachtjahre zurückzublicken.

Die diesjährige Badesaison ist seit Schulbeginn zu Ende. Und mit ihr sagten nach 26 Jahren gastronomischer Betreuung der Badegäste auch die Kiostkbeteiber Rudi und Marianne Wallesch Adieu. Heute hatten nun die Wirtsleute, nachdem der Kiosk ausgeräumt und gereinigt war, ihr Mitarbeiter-Team sowie Bürgermeister Jürgen Götz und Altlbürgermeister Rainer Kinzkofer zu einem Umtrunk eingeladen, um auf 26 erfolgreiche Pachtjahre zurückzublicken.

Der Dank von Rudi Wallesch galt Altbürgermeister Rainer Kinzkofer, dass er ihm und seiner Frau 1992 ermöglicht hatte, den gastronomischen Betrieb des Freibades zu pachten. Eigentlich sollte es nur für maximal zwei Jahre sein, denn damals stand der Neubau eines Erlebnisbades durch Leo Groll, dem Betreiber der Rhöntherme (heute Siebenwelten) in Fulda-Künzell im Raum. Da jedoch der bereits mit ihm abgeschlossene Erbbaurechtsvertrag und seine bereits fertige Erlebnisbad-Planung nicht zum Tragen kam, wurden daraus 26 Jahre. Wallesch bedankte sich bei Kinzkofer und dessen Nachfolger Jürgen Götz für die stets gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Wallesch: "Aber ohne meine Marianne, die immer und unermüdlich an der Front stand und stets bis zum Schluss des Tages gearbeitet, ja gewürgt hat, hätte ich den Kiosk im Bad nie führen können." Verlass sei stets auch auf sein Mitarbeiterteam gewesen, das ihn nie in Stich gelassen habe. Dabei sei es manchmal bei 30 Grad Hitze und mehr sehr hart gewesen, acht bis zwölf Stunden am Tag immer konzentriert und freundlich an der Ausgabetheke zu stehen. Alle seien ohne Ausnahme für einander da gewesen.

Angefangen haben die Freibadwirtsleute mit einem kleinen Sortiment, mit Bratwurst, Currywurst, Pommes und Bockwurst, wie es in vielen Schwimmbädern noch heute üblich ist. Dieses Angebot haben sie von Jahr zu Jahr erweitert. Und seit der Neueröffnung des sanierten Freibades im Jahr 2007 und des aufs Modernste ausgestatteten Gastronomiebetrieb hatten sie eine Vielfalt an Speisen, Eis und Getränken im Angebot, selbstverständlich auch Cappuccino, Latte Macchiato und Espresso. Die Renner waren natürlich immer noch Pommes, Brat- und Currywurst sowie Calamari. An heißen  Tagen gefragt waren Salatteller mit Putengegrilltes oder Thunfisch, die Slush-Eisgetränke oder Eis-Kaffee.  Super angenommen wurde zum Frühstück ab neun Uhr und an den beiden Frühbadetagen mittwochs und sonntags ab acht Uhr neben Weißwürsten auch Rührei, Spiegelei mit Speck und Chef-Omelett. 

Super fand es der Wirt, dass die Gemeinde es zuließ, dass Gäste zum Frühstück ins Bad kommen konnten, ohne Eintritt zu zahlen. Die Frühstücke mit Eiergerichten seien an Sonntag oft so gut angenommen worden, dass die Terrasse nicht ausgereicht hat und er auf seiner Eierstation bis zu 200 Eier verarbeitet habe. Es wurden dann auch fünf verschiedene Salatteller angeboten und der Renner waren zum Schluss die Burgergerichte. Stets legte das Wirtsehepaar Wert auf moderate Preise und auf Frische und Sauberkeit.

Und in den 26 Jahren, so Wallesch, hätten sie fünf Schwimmmeister verschlissen. Im Alter von 67 Jahren sei er nun zu dem Entschluss gekommen, dass es Zeit sei, aufzuhören, zumal die Bürokratie von Jahr zu Jahr zunehme und Arbeitszeiten von oft bis zu 15 Stunden sich bei ihm und seiner 59jährigen Frau zunehmend bemerkbar machten. Beide hatten elf Jahre lang bis 2010 erfolgreich auch die Treffpunkt-Kneipe im Altort geführt.

Wallesch wünschte der Gemeinde, dass sie bei ihrer Auswahl von Bewerbern eine glückliche Hand habe und einen guten Nachfolger präsentieren könne.

Wenn an heißen Tagen, wie im Bild,  die Gäste den ganzen Tag über Schlange standen, hieß das für die Wirtsleute und ihre Helfer hinter den Theken Schwerstarbeit zu verrichten. Kein Wunder, dass man nach einem 14stündigen Arbeitstag kaputt war. Aber schon am nächsten Morgen hieß es wieder, für die Gäste da zu sein.

Wenn an heißen Tagen, wie im Bild, die Gäste den ganzen Tag über Schlange standen, hieß das für die Wirtsleute und ihre Helfer hinter den Theken Schwerstarbeit zu verrichten. Kein Wunder, dass man nach einem 14stündigen Arbeitstag kaputt war. Aber schon am nächsten Morgen hieß es wieder, für die Gäste da zu sein.

Altbürgermeister Rainer Kinzkofer erinnerte daran, dass die Gemeinde nächstes Jahr das 50jährige Bestehen des Geisbergbades feiern kann. Er fand es bemerkenswert und es sei nicht üblich, dass ein Pächter so lange, über die Hälfte dieser Zeit,  den Gastronomiebetrieb des Freibades führe. Die Eheleute Wallesch seien für die Gemeinde ein Glücksfall gewesen und hätten stets zum guten Ruf des Bades beigetragen. Man habe bei den Pachtkonditionen immer eine sachliche und für beide Seiten faire Lösung gefunden. Er rechnete es Wallesch hoch an, dass seine Umsatzpachtzahlungen immer mit den Besucherzahlen des Freibaes korrespondierten.

Marianne Wallesch habe stets die Fäden in der Hand gehalten, während Rudi Wallesch mehr sein Augenmerk auf die Gäste gelegt habe. Unvergessen sei auch das lukullische Büffet, das Rudi Wallesch in Kinzkofers Amtszeit alljährlich beim Abschlussabend des Betriebsausfluges der Gemeinde auf die Beine gestellt habe oder als er bei der Jurybegehung "Veitshöchheim blüht auf" 2009 den Juroren köstliche Cocktails servierte.

Im Namen der Gemeinde Veitshöchheim dankte auch Bürgermeister Jürgen Götz dem Pächter für die langjährige Treue. Viele Badegäste seien nur wegen des tollen gastronomischen Angebots gekommen, das gegenüber den anderen Bädern in der Region hervorgestochen habe. Auch der Bürgermeister brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, einen würdigen Pächter-Nachfolger zu finden. Die Ausschreibung erfolge demnächst.

Für das Mitarbeiterteam ergriff Heinz Schreitmüller das Wort. Wie er sagte, war es eine schöne Zeit, habe es nie Krach gegeben.

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