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2. Veitshöchheimer Sommerkonzert im Synagogenhof mit Roman Bunska & Jisr - eine stimmungsvolle musikalische Brücke zwischen Orient und Okzident mit syrischen Gästen

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Für europäische Ohren außergewöhnliche Klänge gab es heute für die meisten der 80 Besucher beim 2. Sommerkonzert der Gemeinde 90 Minuten lang zu hören, nicht so jedoch für die zahlreichen syrischen Gäste im Publikum, für die Erinnerungen an die alte Heimat wach wurden. Rainer Schwander, der Spiritus Rector der attraktiven Sonntagskonzerte im Synagogenhof des Jüdischen Kulturmuseums, die heuer in 10. Auflage über die Bühne geht, konnte dieses Mal in Absprache mit Dr. Martina Edelmann vom gemeindlichen Kulturamt mit Roman Bunska & Jisr ein Ensemble aufbieten, das mit klassischer arabischer und orientalischer Musik, traditionellen Liedern, populären Hits arabischer Stars und eigenen Kompositionen brillierte. Auf dem Foto die Musiker v.l.n.r. Roman Bunka (Oud), Ehab Abou Fakhar (Viola), Abathar Kmash (Oud) und Mohcine Ramadan (Percussion, Gesang).

Für europäische Ohren außergewöhnliche Klänge gab es heute für die meisten der 80 Besucher beim 2. Sommerkonzert der Gemeinde 90 Minuten lang zu hören, nicht so jedoch für die zahlreichen syrischen Gäste im Publikum, für die Erinnerungen an die alte Heimat wach wurden. Rainer Schwander, der Spiritus Rector der attraktiven Sonntagskonzerte im Synagogenhof des Jüdischen Kulturmuseums, die heuer in 10. Auflage über die Bühne geht, konnte dieses Mal in Absprache mit Dr. Martina Edelmann vom gemeindlichen Kulturamt mit Roman Bunska & Jisr ein Ensemble aufbieten, das mit klassischer arabischer und orientalischer Musik, traditionellen Liedern, populären Hits arabischer Stars und eigenen Kompositionen brillierte. Auf dem Foto die Musiker v.l.n.r. Roman Bunka (Oud), Ehab Abou Fakhar (Viola), Abathar Kmash (Oud) und Mohcine Ramadan (Percussion, Gesang).

Mainpostartikel vom 10.8.17 als pdf.Datei

Ehab Abou Fakhar und  Abathar Kmash flohen im Frühjahr 2016 durch die Balkanroute aus ihrer Stadt Al-Suweida. Mit im Gepäck hatten die an der Musikhochschule in Damaskus professionell ausgebildeten Künstler eine Violina und eine Oud-Laute.
 

 

 

Ehab Abou Fakhar (Viola)
Ehab Abou Fakhar (Viola)

Ehab Abou Fakhar (Viola)

Abathar Kmash (Oud-Laute)
Abathar Kmash (Oud-Laute)

Abathar Kmash (Oud-Laute)

Sie kamen nach München und lernten - sei es  Zufall oder Schicksal den Sänger und Perkussionisten und schon lange in München wohnenden Marokkaner Muhsin Ramdan  kennen. Die drei gründeten das Trio Jisr, eine musikalische Gruppe zwischen Orient und Occident und schlugen in kürzester Zeit musikalische Wurzeln. Zusammen und mit weiteren bayerischen Künstlern gaben sie so etliche Konzerte, u.a. mit Konstantin Wecker und auch mit dem Münchener Roman Bunka.

Muhsin Ramdan
Muhsin Ramdan

Muhsin Ramdan

Roman Bunka gilt als einer der profiliertesten Oud-Spieler Europas. Sein Spiel ist in der orientalischen Tradition verwurzelt, seine Lehrmeister sind arabische Musiker – gleichwohl transformiert er deren Klangempfinden selbstbewusst in andere musikalische Genres.
Roman Bunka gilt als einer der profiliertesten Oud-Spieler Europas. Sein Spiel ist in der orientalischen Tradition verwurzelt, seine Lehrmeister sind arabische Musiker – gleichwohl transformiert er deren Klangempfinden selbstbewusst in andere musikalische Genres.
Roman Bunka gilt als einer der profiliertesten Oud-Spieler Europas. Sein Spiel ist in der orientalischen Tradition verwurzelt, seine Lehrmeister sind arabische Musiker – gleichwohl transformiert er deren Klangempfinden selbstbewusst in andere musikalische Genres.

Roman Bunka gilt als einer der profiliertesten Oud-Spieler Europas. Sein Spiel ist in der orientalischen Tradition verwurzelt, seine Lehrmeister sind arabische Musiker – gleichwohl transformiert er deren Klangempfinden selbstbewusst in andere musikalische Genres.

„Natürlich spielen die Vier ohne Noten. Anders käme die unglaubliche Ausdruckskraft die in solcher Art Musik steckt auch gar nicht zustande. Die starke Innigkeit dieser einmaligen Klänge berührte, ging direkt ins Herz" so urteilte der Münchener Merkur vor gut einem Jahr über das Quartett.

Das Quartett spielte in Veitshöchheim auch eigene Kompositionen mit symbolischem Charakter, die übersetzt hießen "Warten" im Hinblick auf bürokratische Hürden, "Lasst mich in Ruhe" im Hinblick auf Verfolgung oder  das Zuversicht vermittelnde Stück "Hoffnung".
Das Quartett spielte in Veitshöchheim auch eigene Kompositionen mit symbolischem Charakter, die übersetzt hießen "Warten" im Hinblick auf bürokratische Hürden, "Lasst mich in Ruhe" im Hinblick auf Verfolgung oder  das Zuversicht vermittelnde Stück "Hoffnung".
Das Quartett spielte in Veitshöchheim auch eigene Kompositionen mit symbolischem Charakter, die übersetzt hießen "Warten" im Hinblick auf bürokratische Hürden, "Lasst mich in Ruhe" im Hinblick auf Verfolgung oder  das Zuversicht vermittelnde Stück "Hoffnung".
Das Quartett spielte in Veitshöchheim auch eigene Kompositionen mit symbolischem Charakter, die übersetzt hießen "Warten" im Hinblick auf bürokratische Hürden, "Lasst mich in Ruhe" im Hinblick auf Verfolgung oder  das Zuversicht vermittelnde Stück "Hoffnung".

Das Quartett spielte in Veitshöchheim auch eigene Kompositionen mit symbolischem Charakter, die übersetzt hießen "Warten" im Hinblick auf bürokratische Hürden, "Lasst mich in Ruhe" im Hinblick auf Verfolgung oder das Zuversicht vermittelnde Stück "Hoffnung".

Das Beste für europäische Ohren hatten sich die Musiker für den Schluss aufgehoben, als Muhsin Ramdan zu einer marokkanischen Gembri, einem uralten Urbass-Instrument der Gnawa aus Kamelhaut griff, die ihm ein großer Meister seines Heimatlandes vermacht hatte. Höchst virtuos entlockte er dem originellen Instrument zum historischen Lied, das einer marokkanischen Widerstandskämpferin gegen die Kolonialmacht gewidmet ist, zugleich sehr melodiöse Trommel- und Zupftöne und sang auch noch dazu. Ehab Abou Fakhar's später einsetzende Viola erwies sich dabei als ideales Begleitinstrument.
Das Beste für europäische Ohren hatten sich die Musiker für den Schluss aufgehoben, als Muhsin Ramdan zu einer marokkanischen Gembri, einem uralten Urbass-Instrument der Gnawa aus Kamelhaut griff, die ihm ein großer Meister seines Heimatlandes vermacht hatte. Höchst virtuos entlockte er dem originellen Instrument zum historischen Lied, das einer marokkanischen Widerstandskämpferin gegen die Kolonialmacht gewidmet ist, zugleich sehr melodiöse Trommel- und Zupftöne und sang auch noch dazu. Ehab Abou Fakhar's später einsetzende Viola erwies sich dabei als ideales Begleitinstrument.

Das Beste für europäische Ohren hatten sich die Musiker für den Schluss aufgehoben, als Muhsin Ramdan zu einer marokkanischen Gembri, einem uralten Urbass-Instrument der Gnawa aus Kamelhaut griff, die ihm ein großer Meister seines Heimatlandes vermacht hatte. Höchst virtuos entlockte er dem originellen Instrument zum historischen Lied, das einer marokkanischen Widerstandskämpferin gegen die Kolonialmacht gewidmet ist, zugleich sehr melodiöse Trommel- und Zupftöne und sang auch noch dazu. Ehab Abou Fakhar's später einsetzende Viola erwies sich dabei als ideales Begleitinstrument.

Einen Riesenbeifall erntete das Ensemble zum Finale für die tunesische Komposition "Lamuni", was soviel wie "Eifersucht" heißt. Dementsprechend ließ Abathar Kmash auf der Oud-Laute als andalusisches Erbe leidenschaftliche Flamenco-Klänge erklingen, zu denen sich später schwermütig die Viola dazu gesellte und am Ende des Stückes Muhsin Ramdan Trommelrhythmen und Gesang beisteuerte.

 

Als geforderte Zugabe lieferten die Musiker schließlich den stürmischen Schlussakkord "Longa".
Als geforderte Zugabe lieferten die Musiker schließlich den stürmischen Schlussakkord "Longa".

Als geforderte Zugabe lieferten die Musiker schließlich den stürmischen Schlussakkord "Longa".

2. Veitshöchheimer Sommerkonzert im Synagogenhof mit Roman Bunska & Jisr - eine stimmungsvolle musikalische Brücke zwischen Orient und Okzident mit syrischen Gästen
Der Flüchtlings-Arbeitskreis  "Veitshöchheim hilft" mit Dr. Martina Edelmann an der Spitze brachte sich an diesem Tag passend zum Genre des Konzerts mit ein. Zwei inzwischen in Veitshöchheim ansässige Syrer Mohamed und Ahmed präsentierten den Konzertbesuchern im Foyer des Seminargebäudes des Jüdischen Kulturmuseums "Süßes und Saures aus dem Orient".
Der Flüchtlings-Arbeitskreis  "Veitshöchheim hilft" mit Dr. Martina Edelmann an der Spitze brachte sich an diesem Tag passend zum Genre des Konzerts mit ein. Zwei inzwischen in Veitshöchheim ansässige Syrer Mohamed und Ahmed präsentierten den Konzertbesuchern im Foyer des Seminargebäudes des Jüdischen Kulturmuseums "Süßes und Saures aus dem Orient".

Der Flüchtlings-Arbeitskreis "Veitshöchheim hilft" mit Dr. Martina Edelmann an der Spitze brachte sich an diesem Tag passend zum Genre des Konzerts mit ein. Zwei inzwischen in Veitshöchheim ansässige Syrer Mohamed und Ahmed präsentierten den Konzertbesuchern im Foyer des Seminargebäudes des Jüdischen Kulturmuseums "Süßes und Saures aus dem Orient".

Edelmann freute sich u.a. auch über den Konzertbesuch dieser Migranten.

Edelmann freute sich u.a. auch über den Konzertbesuch dieser Migranten.

Im Foyer konnten sich schließlich die Besucher an mehreren großen Foto-Schautafeln über die Arbeit des Helferkreises und das Leben in der Notunterkunft Kaserne informieren.
Im Foyer konnten sich schließlich die Besucher an mehreren großen Foto-Schautafeln über die Arbeit des Helferkreises und das Leben in der Notunterkunft Kaserne informieren.

Im Foyer konnten sich schließlich die Besucher an mehreren großen Foto-Schautafeln über die Arbeit des Helferkreises und das Leben in der Notunterkunft Kaserne informieren.

Alle Fotos © Dieter Gürz

Nächstes Konzert:

Sonntag, 13. August · 18 Uhr    Klezmers Techter

Klezmermusik

Gabriela Kaufmann - Klarinette, Bassklarinette, Tenorsaxofon
Almut Schwab - Akkordeon, Flöten, Hackbrett
Nina Hacker - Kontrabass

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