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50 Teilnehmer der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft JÜDISCHE SAMMLUNGEN beeindruckt vom Jüdischen Kulturmuseum Veitshöchheim

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Gruppenbild mit den Tagungsteilnehmern der Arbeitsgemeinschaft Jüdische Sammlungen im Veitshöchheimer Synagogenhof. Die AG ist  ein loser Zusammenschluss Jüdischer Museen und anderer Einrichtungen wie ehemalige Synagogen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive und Forschungsinstitute, aber auch in diesem Bereich tätiger Einzelpersonen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Gruppenbild mit den Tagungsteilnehmern der Arbeitsgemeinschaft Jüdische Sammlungen im Veitshöchheimer Synagogenhof. Die AG ist  ein loser Zusammenschluss Jüdischer Museen und anderer Einrichtungen wie ehemalige Synagogen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive und Forschungsinstitute, aber auch in diesem Bereich tätiger Einzelpersonen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Gruppenbild mit den Tagungsteilnehmern der Arbeitsgemeinschaft Jüdische Sammlungen im Veitshöchheimer Synagogenhof. Die AG ist ein loser Zusammenschluss Jüdischer Museen und anderer Einrichtungen wie ehemalige Synagogen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Archive und Forschungsinstitute, aber auch in diesem Bereich tätiger Einzelpersonen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Den fachlichen Austausch und die Vernetzung von Einrichtungen und Projekten, die sich mit jüdischer Geschichte und Kultur befassen, hat sich die 1976 in Köln gegründete Arbeitsgemeinschaft Jüdische Sammlungen auf ihre Fahnen geschrieben.

Die seitdem jährliche Tagung der Arbeitsgemeinschaft an unterschiedlichen Orten, die es den Teilnehmern ermöglicht, die jüdische Geschichte und Kultur der jeweiligen Region kennenzulernen, richteten nun vier Tage lang das Jüdische Kulturmuseum Veitshöchheim (JKM) und das Johanna-Stahl-Zentrum Würzburg aus.

Im Mittelpunkt der Tagung stand der Austausch in Form von Berichten aus den jeweiligen Tätigkeitsfeldern, seien es nun Museen, Archive, Bibliotheken oder aber die "Feldarbeit" der Ehrenamtlichen. Die ausrichtende Region stellte sich in besonderer Dichte mit den dort laufenden Projekten vor und ermöglichte es den aus ganz Deutschland von Berlin und Hamburg bis Freiburg und München, aus Österreich und der Schweiz kommenden Teilnehmern die Region mit ihrer jüdischen Kultur kennen zu lernen.

Dazu gehörten Stadtführungen in Würzburg, die Besichtigung des Museums Shalom Europa wie auch des Johanna-Stahl-Zentrums und eine Exkursion zu den Synagogen in Laudenbach und Arnstein und eine öffentliche Abendveranstaltung zum Werk des in Würzburg geborenen Komponisten Norbert Glanzberg.

Am Donnerstagnachmittag kamen 50 der 75 Tagungs-Teilnehmer, die als Profis oder als Ehrenamtliche in Institutionen tätig oder als Heimatforscher mehr oder weniger allein im Bereich der jüdischen Geschichte und der jüdischen Sammlungen aktiv sind, mit dem Schiff nach Veitshöchheim, um hier das Jüdische Kulturmuseum und den Rokoko-Garten kennenzulernen und sich über das hier angesiedelte überregionale Genisa-Forschungs-Projekt zu informieren.

Die seit 1993 bei der Gemeinde als Kulturreferentin tätige Dr. Martina Edelmann, Die Veitshöchheimer Kulturreferentin Dr. Martina Edelmann, die zusammen mit Dr. Rotraud Ries vom Johanna-Stahlzentrum Würzburg die viertägige Tagung „Jüdische Sammlungen“ organisierte, begrüßte die Tagungsteilnehmer im Foyer des 1990 neu erbauten Seminargebäudes des 1994 in Trägerschaft der Gemeinde eingeweihten JKM, zu dem die 1730 erbaute Synagoge und ein in einem früheren Wohnhaus eingerichtetes kleines Museumsgebäude gehören.

Die seit 1993 bei der Gemeinde als Kulturreferentin tätige Dr. Martina Edelmann, Die Veitshöchheimer Kulturreferentin Dr. Martina Edelmann, die zusammen mit Dr. Rotraud Ries vom Johanna-Stahlzentrum Würzburg die viertägige Tagung „Jüdische Sammlungen“ organisierte, begrüßte die Tagungsteilnehmer im Foyer des 1990 neu erbauten Seminargebäudes des 1994 in Trägerschaft der Gemeinde eingeweihten JKM, zu dem die 1730 erbaute Synagoge und ein in einem früheren Wohnhaus eingerichtetes kleines Museumsgebäude gehören.

3. Bürgermeister Elmar Knorz erläuterte in seinem Willkommensgruß den Tagungsteilnehmern, weshalb hier die Einwohner so stolz auf ihren lebens- und liebenswerten Ort und seine vielen nachhaltigen Einrichtungen und Veranstaltungen wie die BR-Livesendung "Fastnacht in Franken" seien. Dazu würden in Trägerschaft der Gemeinde auch die Synagoge und das JKM zählen. Knorz: "Wir stellen uns der historischen Verantwortung in der Region und sind stolz darauf, dass sich hier mittlerweile eine bedeutende Forschungsstelle für die Genisa-Funde in Bayern etabliert hat." Die zurzeit hier zu sehende Ausstellung "jüdisch jeck" zeige gegenseitige Bezüge auch zu nichtjüdischen Themen auf.
3. Bürgermeister Elmar Knorz erläuterte in seinem Willkommensgruß den Tagungsteilnehmern, weshalb hier die Einwohner so stolz auf ihren lebens- und liebenswerten Ort und seine vielen nachhaltigen Einrichtungen und Veranstaltungen wie die BR-Livesendung "Fastnacht in Franken" seien. Dazu würden in Trägerschaft der Gemeinde auch die Synagoge und das JKM zählen. Knorz: "Wir stellen uns der historischen Verantwortung in der Region und sind stolz darauf, dass sich hier mittlerweile eine bedeutende Forschungsstelle für die Genisa-Funde in Bayern etabliert hat." Die zurzeit hier zu sehende Ausstellung "jüdisch jeck" zeige gegenseitige Bezüge auch zu nichtjüdischen Themen auf.

3. Bürgermeister Elmar Knorz erläuterte in seinem Willkommensgruß den Tagungsteilnehmern, weshalb hier die Einwohner so stolz auf ihren lebens- und liebenswerten Ort und seine vielen nachhaltigen Einrichtungen und Veranstaltungen wie die BR-Livesendung "Fastnacht in Franken" seien. Dazu würden in Trägerschaft der Gemeinde auch die Synagoge und das JKM zählen. Knorz: "Wir stellen uns der historischen Verantwortung in der Region und sind stolz darauf, dass sich hier mittlerweile eine bedeutende Forschungsstelle für die Genisa-Funde in Bayern etabliert hat." Die zurzeit hier zu sehende Ausstellung "jüdisch jeck" zeige gegenseitige Bezüge auch zu nichtjüdischen Themen auf.

Was die Gäste hier in drei Gruppen verteilt sehen konnten, ist die Darstellung des jüdischen Lebens in Veitshöchheim, der Synagoge und wie Edelmann sagte, dass es hier in Veitshöchheim als Besonderheit keine zusammengetragene Sammlung gibt, sondern der 1986 bei Bauarbeiten entdeckte Genisafund in einer Ausstellung dokumentiert ist.

Wie Edelmann halbtags als hauptamtliche Kulturreferentin bei der Gemeinde angestellt ist Karen Heußner, die 1988 zunächst als ABM-Kraft bei der Erstellung des Museumskonzeptes mitwirkte und seitdem, unterbrochen durch eine Elternzeit, zusammen mit Edelmann das JKM betreut. Heußner führte den Gästen vor Ort ausführlich die Geschichte und die Wiederinstandsetzung der Synagoge vor Augen.
Wie Edelmann halbtags als hauptamtliche Kulturreferentin bei der Gemeinde angestellt ist Karen Heußner, die 1988 zunächst als ABM-Kraft bei der Erstellung des Museumskonzeptes mitwirkte und seitdem, unterbrochen durch eine Elternzeit, zusammen mit Edelmann das JKM betreut. Heußner führte den Gästen vor Ort ausführlich die Geschichte und die Wiederinstandsetzung der Synagoge vor Augen.

Wie Edelmann halbtags als hauptamtliche Kulturreferentin bei der Gemeinde angestellt ist Karen Heußner, die 1988 zunächst als ABM-Kraft bei der Erstellung des Museumskonzeptes mitwirkte und seitdem, unterbrochen durch eine Elternzeit, zusammen mit Edelmann das JKM betreut. Heußner führte den Gästen vor Ort ausführlich die Geschichte und die Wiederinstandsetzung der Synagoge vor Augen.

Wie Heußner sagte, war es einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass die Synagoge in Veitshöchheim wieder als orthodoxes Gotteshaus in altem Glanz erstrahlt und der Ort eine überregional bedeutende Museumsanlage hat.
Wie Heußner sagte, war es einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass die Synagoge in Veitshöchheim wieder als orthodoxes Gotteshaus in altem Glanz erstrahlt und der Ort eine überregional bedeutende Museumsanlage hat.
Wie Heußner sagte, war es einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass die Synagoge in Veitshöchheim wieder als orthodoxes Gotteshaus in altem Glanz erstrahlt und der Ort eine überregional bedeutende Museumsanlage hat.

Wie Heußner sagte, war es einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass die Synagoge in Veitshöchheim wieder als orthodoxes Gotteshaus in altem Glanz erstrahlt und der Ort eine überregional bedeutende Museumsanlage hat.

Die Synagoge als Mittelpunkt der Anlage bildete das Zentrum der seit 1644 hier ansässigen jüdischen Gemeinde, die  1843 mit 160 Personen die höchste Mitgliederzahl erreichte und 1942 mit der Deportation der letzten noch am Ort lebenden fünf Juden ausgelöscht wurde.

Im Nationalsozialismus wurde das 1938 noch vor der Reichskristallnacht erworbene Gebäude von der Gemeinde zum Feuerwehrhaus umgebaut und dabei im Inneren zerstört.  Ursprünglich wollte die Gemeinde Anfang der 80er Jahre das jahrelang auch von der Feuerwehr genutzte Baudenkmal als Galerie modernisieren.

Bei Fundamentarbeiten im März 1986 kamen im Geröll die Keupersandstein-Säulenfragmente einer Lesekanzel und eines Thora-Schreins zu tage. Mit Hilfe dieser Originalfragmente und von Fotografien aus dem Jahr 1926 konnte die Veitshöchheimer Synagoge komplett wiederhergestellt werden. Sie ist die einzige vollständig eingerichtete historische Synagoge im Raum Unterfranken und auch wieder als religiöser Ort nutzbar.
 

Die Hängeleuchter und Lampen an der Lesekanzel wurden nach alten Fotovorlagen neu angefertigt.

Die Hängeleuchter und Lampen an der Lesekanzel wurden nach alten Fotovorlagen neu angefertigt.

Die Wandmalerei in Jugendstilelementen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde über den originalen Resten neu aufgetragen. Zwei Fenster auf der Südseite sind noch Originalfenster.
Die Wandmalerei in Jugendstilelementen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde über den originalen Resten neu aufgetragen. Zwei Fenster auf der Südseite sind noch Originalfenster.

Die Wandmalerei in Jugendstilelementen zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde über den originalen Resten neu aufgetragen. Zwei Fenster auf der Südseite sind noch Originalfenster.

Auch die hölzerne Abtrennung der Frauenempore vom Betraum zur Trennung von Männern und Frauen beim Gottesdienst wurde originalgetreu nachgebaut.

Auch die hölzerne Abtrennung der Frauenempore vom Betraum zur Trennung von Männern und Frauen beim Gottesdienst wurde originalgetreu nachgebaut.

Um die Jahrhundertwende sind die 70 jüdischen Mitbürger in Veitshöchheim in das Gemeindeleben integriert. Viele von ihnen engagieren sich politisch oder gesellschaftlich im Dorfgeschehen. 16 Männer der jüdischen Gemeinde melden sich zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg. Julius Kahn, Berthold Klein und Siegmund Sichel fallen im Krieg. Daran erinnert in der Synagoge die Gedenktafel.

Um die Jahrhundertwende sind die 70 jüdischen Mitbürger in Veitshöchheim in das Gemeindeleben integriert. Viele von ihnen engagieren sich politisch oder gesellschaftlich im Dorfgeschehen. 16 Männer der jüdischen Gemeinde melden sich zum Militärdienst im Ersten Weltkrieg. Julius Kahn, Berthold Klein und Siegmund Sichel fallen im Krieg. Daran erinnert in der Synagoge die Gedenktafel.

Neben dem Betsaal sind im Synagogen-Gebäude auch die Wohnung des Vorsängers und Lehrers
Neben dem Betsaal sind im Synagogen-Gebäude auch die Wohnung des Vorsängers und Lehrers
Neben dem Betsaal sind im Synagogen-Gebäude auch die Wohnung des Vorsängers und Lehrers
Neben dem Betsaal sind im Synagogen-Gebäude auch die Wohnung des Vorsängers und Lehrers

Neben dem Betsaal sind im Synagogen-Gebäude auch die Wohnung des Vorsängers und Lehrers

sowie die Mikwe (Tauchbecken für rituelle Reinigung) zu besichtigen.
sowie die Mikwe (Tauchbecken für rituelle Reinigung) zu besichtigen.
sowie die Mikwe (Tauchbecken für rituelle Reinigung) zu besichtigen.

sowie die Mikwe (Tauchbecken für rituelle Reinigung) zu besichtigen.

Bei weiteren Bauarbeiten im Zwickel über dem Betsaal der Synagoge (siehe Gelbmarkierung auf der Grafik) stieß man auf sogenannte "Genisa"-Funde. Im Judentum dürfen Texte, auf denen der Namen Gottes zu lesen ist, nicht einfach weggeworfen werden. Sie wurden in den Dachböden der Synagogen aufbewahrt. Daran hielt man sich bis ins 20. Jahrhundert auch in vielen Gemeinden Unterfrankens. Die Veitshöchheimer Genisa, die bereits in einem Container zum Abtransport auf eine Bauschuttdeponie verbracht war und quasi durch einen Zufall noch rechtzeitig vor der Vernichtung gerettet werden konnte, ist die umfangreichste ihrer Art, die bislang im deutschsprachigen Raum entdeckt wurde. Neben religiösem Schrifttum wie Bibeln, Gebetbüchern, Einzelgebeten oder rabbinischen Auslegungen sind zahlreiche weltliche Texte wie etwa Märchen, allgemeine Erbauungsliteratur oder historische Werke erhalten. In großer Zahl wurde auch handschriftliches Material abgelegt, so beispielsweise Rechnungen, Briefe oder Notizbücher. Die Texte sind in hebräischer, jiddischer oder deutscher Sprache verfasst und stammen vorwiegend aus dem 17. - 19. Jahrhundert.

Bei weiteren Bauarbeiten im Zwickel über dem Betsaal der Synagoge (siehe Gelbmarkierung auf der Grafik) stieß man auf sogenannte "Genisa"-Funde. Im Judentum dürfen Texte, auf denen der Namen Gottes zu lesen ist, nicht einfach weggeworfen werden. Sie wurden in den Dachböden der Synagogen aufbewahrt. Daran hielt man sich bis ins 20. Jahrhundert auch in vielen Gemeinden Unterfrankens. Die Veitshöchheimer Genisa, die bereits in einem Container zum Abtransport auf eine Bauschuttdeponie verbracht war und quasi durch einen Zufall noch rechtzeitig vor der Vernichtung gerettet werden konnte, ist die umfangreichste ihrer Art, die bislang im deutschsprachigen Raum entdeckt wurde. Neben religiösem Schrifttum wie Bibeln, Gebetbüchern, Einzelgebeten oder rabbinischen Auslegungen sind zahlreiche weltliche Texte wie etwa Märchen, allgemeine Erbauungsliteratur oder historische Werke erhalten. In großer Zahl wurde auch handschriftliches Material abgelegt, so beispielsweise Rechnungen, Briefe oder Notizbücher. Die Texte sind in hebräischer, jiddischer oder deutscher Sprache verfasst und stammen vorwiegend aus dem 17. - 19. Jahrhundert.

Die Gemeinde ergriff die Chance, diesen wichtigen Fund vor Ort aufzubewahren und repräsentative Stücke in einem hierfür eingerichteten Museum auszustellen.Hierfür wurde ein baufälliges und leer stehendes Anwesen direkt neben der Synagoge  von der Gemeinde Veitshöchheim erworben. Der ursprünglich geplante Abriss wurde nicht durchgeführt, da man im Gebäude u.a. Decken- und Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert entdeckte - darunter die Jahreszahl 1739 und eine hebräische Inschrift, die auf Sukkot (Laubhüttenfest) hinweist.  Bei den Umbaumaßnahmen zum Museum zwischen 1988 und 1994 konnte die historische Bausubstanz weitgehend erhalten werden, ebenso die ursprüngliche Anordnung der Räume und der Charakter eines Wohnhauses.
Die Gemeinde ergriff die Chance, diesen wichtigen Fund vor Ort aufzubewahren und repräsentative Stücke in einem hierfür eingerichteten Museum auszustellen.Hierfür wurde ein baufälliges und leer stehendes Anwesen direkt neben der Synagoge  von der Gemeinde Veitshöchheim erworben. Der ursprünglich geplante Abriss wurde nicht durchgeführt, da man im Gebäude u.a. Decken- und Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert entdeckte - darunter die Jahreszahl 1739 und eine hebräische Inschrift, die auf Sukkot (Laubhüttenfest) hinweist.  Bei den Umbaumaßnahmen zum Museum zwischen 1988 und 1994 konnte die historische Bausubstanz weitgehend erhalten werden, ebenso die ursprüngliche Anordnung der Räume und der Charakter eines Wohnhauses.
Die Gemeinde ergriff die Chance, diesen wichtigen Fund vor Ort aufzubewahren und repräsentative Stücke in einem hierfür eingerichteten Museum auszustellen.Hierfür wurde ein baufälliges und leer stehendes Anwesen direkt neben der Synagoge  von der Gemeinde Veitshöchheim erworben. Der ursprünglich geplante Abriss wurde nicht durchgeführt, da man im Gebäude u.a. Decken- und Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert entdeckte - darunter die Jahreszahl 1739 und eine hebräische Inschrift, die auf Sukkot (Laubhüttenfest) hinweist.  Bei den Umbaumaßnahmen zum Museum zwischen 1988 und 1994 konnte die historische Bausubstanz weitgehend erhalten werden, ebenso die ursprüngliche Anordnung der Räume und der Charakter eines Wohnhauses.
Die Gemeinde ergriff die Chance, diesen wichtigen Fund vor Ort aufzubewahren und repräsentative Stücke in einem hierfür eingerichteten Museum auszustellen.Hierfür wurde ein baufälliges und leer stehendes Anwesen direkt neben der Synagoge  von der Gemeinde Veitshöchheim erworben. Der ursprünglich geplante Abriss wurde nicht durchgeführt, da man im Gebäude u.a. Decken- und Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert entdeckte - darunter die Jahreszahl 1739 und eine hebräische Inschrift, die auf Sukkot (Laubhüttenfest) hinweist.  Bei den Umbaumaßnahmen zum Museum zwischen 1988 und 1994 konnte die historische Bausubstanz weitgehend erhalten werden, ebenso die ursprüngliche Anordnung der Räume und der Charakter eines Wohnhauses.
Die Gemeinde ergriff die Chance, diesen wichtigen Fund vor Ort aufzubewahren und repräsentative Stücke in einem hierfür eingerichteten Museum auszustellen.Hierfür wurde ein baufälliges und leer stehendes Anwesen direkt neben der Synagoge  von der Gemeinde Veitshöchheim erworben. Der ursprünglich geplante Abriss wurde nicht durchgeführt, da man im Gebäude u.a. Decken- und Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert entdeckte - darunter die Jahreszahl 1739 und eine hebräische Inschrift, die auf Sukkot (Laubhüttenfest) hinweist.  Bei den Umbaumaßnahmen zum Museum zwischen 1988 und 1994 konnte die historische Bausubstanz weitgehend erhalten werden, ebenso die ursprüngliche Anordnung der Räume und der Charakter eines Wohnhauses.
Die Gemeinde ergriff die Chance, diesen wichtigen Fund vor Ort aufzubewahren und repräsentative Stücke in einem hierfür eingerichteten Museum auszustellen.Hierfür wurde ein baufälliges und leer stehendes Anwesen direkt neben der Synagoge  von der Gemeinde Veitshöchheim erworben. Der ursprünglich geplante Abriss wurde nicht durchgeführt, da man im Gebäude u.a. Decken- und Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert entdeckte - darunter die Jahreszahl 1739 und eine hebräische Inschrift, die auf Sukkot (Laubhüttenfest) hinweist.  Bei den Umbaumaßnahmen zum Museum zwischen 1988 und 1994 konnte die historische Bausubstanz weitgehend erhalten werden, ebenso die ursprüngliche Anordnung der Räume und der Charakter eines Wohnhauses.
Die Gemeinde ergriff die Chance, diesen wichtigen Fund vor Ort aufzubewahren und repräsentative Stücke in einem hierfür eingerichteten Museum auszustellen.Hierfür wurde ein baufälliges und leer stehendes Anwesen direkt neben der Synagoge  von der Gemeinde Veitshöchheim erworben. Der ursprünglich geplante Abriss wurde nicht durchgeführt, da man im Gebäude u.a. Decken- und Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert entdeckte - darunter die Jahreszahl 1739 und eine hebräische Inschrift, die auf Sukkot (Laubhüttenfest) hinweist.  Bei den Umbaumaßnahmen zum Museum zwischen 1988 und 1994 konnte die historische Bausubstanz weitgehend erhalten werden, ebenso die ursprüngliche Anordnung der Räume und der Charakter eines Wohnhauses.

Die Gemeinde ergriff die Chance, diesen wichtigen Fund vor Ort aufzubewahren und repräsentative Stücke in einem hierfür eingerichteten Museum auszustellen.Hierfür wurde ein baufälliges und leer stehendes Anwesen direkt neben der Synagoge von der Gemeinde Veitshöchheim erworben. Der ursprünglich geplante Abriss wurde nicht durchgeführt, da man im Gebäude u.a. Decken- und Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert entdeckte - darunter die Jahreszahl 1739 und eine hebräische Inschrift, die auf Sukkot (Laubhüttenfest) hinweist. Bei den Umbaumaßnahmen zum Museum zwischen 1988 und 1994 konnte die historische Bausubstanz weitgehend erhalten werden, ebenso die ursprüngliche Anordnung der Räume und der Charakter eines Wohnhauses.

Diese hebräischen Inschriften und Wandmalereien im Dachboden sind Zeugnisse der jüdischen Familien, die hier bis etwa 1850 lebten.
Diese hebräischen Inschriften und Wandmalereien im Dachboden sind Zeugnisse der jüdischen Familien, die hier bis etwa 1850 lebten.

Diese hebräischen Inschriften und Wandmalereien im Dachboden sind Zeugnisse der jüdischen Familien, die hier bis etwa 1850 lebten.

Sehen konnten die Gäste im JKM auch die Sonderausstellung "jüdisch jeck - Purim und Fastnacht - eine Annäherung" des Fränkischen Fastnachtsmuseums in Kitzingen, von dessen Leiterin Daniela Sandner vorgestellt.
Sehen konnten die Gäste im JKM auch die Sonderausstellung "jüdisch jeck - Purim und Fastnacht - eine Annäherung" des Fränkischen Fastnachtsmuseums in Kitzingen, von dessen Leiterin Daniela Sandner vorgestellt.
Sehen konnten die Gäste im JKM auch die Sonderausstellung "jüdisch jeck - Purim und Fastnacht - eine Annäherung" des Fränkischen Fastnachtsmuseums in Kitzingen, von dessen Leiterin Daniela Sandner vorgestellt.
Sehen konnten die Gäste im JKM auch die Sonderausstellung "jüdisch jeck - Purim und Fastnacht - eine Annäherung" des Fränkischen Fastnachtsmuseums in Kitzingen, von dessen Leiterin Daniela Sandner vorgestellt.

Sehen konnten die Gäste im JKM auch die Sonderausstellung "jüdisch jeck - Purim und Fastnacht - eine Annäherung" des Fränkischen Fastnachtsmuseums in Kitzingen, von dessen Leiterin Daniela Sandner vorgestellt.

Die Dritte im Bunde der Mitarbeiterinnen im JKM ist Beate Weinhold (rechts auf dem 1. Foto einen Genisafund in der Hand haltend), die im Seminarraum den Teilnehmern Details über ihre Arbeit am seit 1988 bestehenden und von der Gemeinde, auf Bezirksebene und vom Freistaat Bayern geförderten Genisa-Projekt erzählte. Sie hatte hier exemplarisch auf den Tischen einige Objekte ausgewählt für die von der Gemeinde anvisierte Neukonzeption der Dauerausstellung.
Die Dritte im Bunde der Mitarbeiterinnen im JKM ist Beate Weinhold (rechts auf dem 1. Foto einen Genisafund in der Hand haltend), die im Seminarraum den Teilnehmern Details über ihre Arbeit am seit 1988 bestehenden und von der Gemeinde, auf Bezirksebene und vom Freistaat Bayern geförderten Genisa-Projekt erzählte. Sie hatte hier exemplarisch auf den Tischen einige Objekte ausgewählt für die von der Gemeinde anvisierte Neukonzeption der Dauerausstellung.

Die Dritte im Bunde der Mitarbeiterinnen im JKM ist Beate Weinhold (rechts auf dem 1. Foto einen Genisafund in der Hand haltend), die im Seminarraum den Teilnehmern Details über ihre Arbeit am seit 1988 bestehenden und von der Gemeinde, auf Bezirksebene und vom Freistaat Bayern geförderten Genisa-Projekt erzählte. Sie hatte hier exemplarisch auf den Tischen einige Objekte ausgewählt für die von der Gemeinde anvisierte Neukonzeption der Dauerausstellung.

Inhaltlich ist laut Edelmann für das neue Konzept der Dauerausstellung schon einiges aufgebaut mit den Genisa-Funden als Schwerpunkt. Mittlerweile sei auch ein Gestaltungsbüro beauftragt worden mit dem Ziel, nächstes Jahr mit der neukonzipierten Dauerausstellung fertig zu sein. Nach dem Konzept sollen künftig die jüdische Geschichte als Teil der Ortsgeschichte präsentiert und durch eine moderne Gestaltung die Themen zukünftig greifbarer vermittelt werden.

Zu den Tagungs-Teilnehmern gehörte auch Aviva Klein-Franke (links), Lehrbeauftragte des Martin-Buber-Instituts für Judaistik an der Universität Köln. Die 81jährige, die ihren Hauptwohnsitz in Jerusalem hat, ist mit einem Deutschen verheiratet und kommt aufgrund ihres Lehrauftrags regelmäßig nach Deutschland. Von der Anlage des JKM Veitshöchheim ist sie beeindruckt, insbesondere vom Genisaprojekt. Staunend übersetzt sie Amélie Sagasser, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule für jüdischen Studien in Heidelberg, das in hebräischer Sprache abgefasste Büchlein mit den geschäftlichen Detaileintragungen eines hiesigen jüdischen Gewürzhändlers. Diese alten Schriften würden viele Rückschlüsse über die Kulturgeschichte der hier ansässigen jüdischen Mitbürger zulassen.
Zu den Tagungs-Teilnehmern gehörte auch Aviva Klein-Franke (links), Lehrbeauftragte des Martin-Buber-Instituts für Judaistik an der Universität Köln. Die 81jährige, die ihren Hauptwohnsitz in Jerusalem hat, ist mit einem Deutschen verheiratet und kommt aufgrund ihres Lehrauftrags regelmäßig nach Deutschland. Von der Anlage des JKM Veitshöchheim ist sie beeindruckt, insbesondere vom Genisaprojekt. Staunend übersetzt sie Amélie Sagasser, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule für jüdischen Studien in Heidelberg, das in hebräischer Sprache abgefasste Büchlein mit den geschäftlichen Detaileintragungen eines hiesigen jüdischen Gewürzhändlers. Diese alten Schriften würden viele Rückschlüsse über die Kulturgeschichte der hier ansässigen jüdischen Mitbürger zulassen.

Zu den Tagungs-Teilnehmern gehörte auch Aviva Klein-Franke (links), Lehrbeauftragte des Martin-Buber-Instituts für Judaistik an der Universität Köln. Die 81jährige, die ihren Hauptwohnsitz in Jerusalem hat, ist mit einem Deutschen verheiratet und kommt aufgrund ihres Lehrauftrags regelmäßig nach Deutschland. Von der Anlage des JKM Veitshöchheim ist sie beeindruckt, insbesondere vom Genisaprojekt. Staunend übersetzt sie Amélie Sagasser, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule für jüdischen Studien in Heidelberg, das in hebräischer Sprache abgefasste Büchlein mit den geschäftlichen Detaileintragungen eines hiesigen jüdischen Gewürzhändlers. Diese alten Schriften würden viele Rückschlüsse über die Kulturgeschichte der hier ansässigen jüdischen Mitbürger zulassen.

Auch diese beiden Herren, links Bernhard Purin und rechts Johannes Wachten können die alten hebräischen Schriften entziffern, so im Bild einen schon zerschlissenen Passierschein aus dem Jahr 1804. Purin ist österreichischer Kulturwissenschaftler und Direktor des 2007 eröffneten Jüdischen Museums München und Mitglied des Konzeptteams für die Errichtung der Gedenkstätte des Olympia-Attentats von 1972 in München. Wachten kam als Vertreter der GERMANIA JUDAICA, einer wissenschaftlichen Spezialbibliothek zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums ab der Frühen Neuzeit in Köln.

Auch diese beiden Herren, links Bernhard Purin und rechts Johannes Wachten können die alten hebräischen Schriften entziffern, so im Bild einen schon zerschlissenen Passierschein aus dem Jahr 1804. Purin ist österreichischer Kulturwissenschaftler und Direktor des 2007 eröffneten Jüdischen Museums München und Mitglied des Konzeptteams für die Errichtung der Gedenkstätte des Olympia-Attentats von 1972 in München. Wachten kam als Vertreter der GERMANIA JUDAICA, einer wissenschaftlichen Spezialbibliothek zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums ab der Frühen Neuzeit in Köln.

Durchaus gefragt war bei den Gästen als Mitbringsel der vom Weingut Hans Wirsching in Iphofen präsentierte erste koschere  Silvaner zum Bocksbeutel-Preis von 15 Euro, dessen koscherer Ausbau von dem Luxemburger Rabbi Mendel Edelmann begleitet werde. Wie Edelmann sagte, habe es hier in der Gegend früher auch sehr viele jüdische Weinhändler gegeben.

Durchaus gefragt war bei den Gästen als Mitbringsel der vom Weingut Hans Wirsching in Iphofen präsentierte erste koschere Silvaner zum Bocksbeutel-Preis von 15 Euro, dessen koscherer Ausbau von dem Luxemburger Rabbi Mendel Edelmann begleitet werde. Wie Edelmann sagte, habe es hier in der Gegend früher auch sehr viele jüdische Weinhändler gegeben.

Blicke auf das Seminargebäude des JKM von der Straße und vom Innenhof
Blicke auf das Seminargebäude des JKM von der Straße und vom Innenhof

Blicke auf das Seminargebäude des JKM von der Straße und vom Innenhof

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