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Die 1948 Mitglieder zählende Turngemeinde Veitshöchheim sucht im 140. Jubiläumsjahr zwei Vorstandsmitglieder - Vorstandwahl musste verschoben werden

Veröffentlicht am von Dieter Gürz

Bis zur Neuwahl lenken maximal ein Jahr weiter  v.l.n.r. Wolfgang Diedering (1. Vorsitzender und Vorstand Verwaltung in Personalunion), Ruth Lehrieder (Vorstand Sport), Wolfgang Röhm (Vorstand Finanzen) und Heinz Durhack (Vorstand Liegenschaften) die Geschicke der mit 1948 Mitgliedern zu den größten Vereinen im Landkreis zählenden Turngemeinde Veitshöchheim. Das Vorstandsressort Öffentlichkeitsarbeit ist derzeit nicht besetzt.

Bis zur Neuwahl lenken maximal ein Jahr weiter v.l.n.r. Wolfgang Diedering (1. Vorsitzender und Vorstand Verwaltung in Personalunion), Ruth Lehrieder (Vorstand Sport), Wolfgang Röhm (Vorstand Finanzen) und Heinz Durhack (Vorstand Liegenschaften) die Geschicke der mit 1948 Mitgliedern zu den größten Vereinen im Landkreis zählenden Turngemeinde Veitshöchheim. Das Vorstandsressort Öffentlichkeitsarbeit ist derzeit nicht besetzt.

Zwei vakante Vorstandsposten führten am Mittwochabend dazu, dass die auf der Tagesordnung der Delegiertenversammlung für eine dreijährige Amtszeit vorgesehene Neuwahl des Vorstandes im Sand verlief.

Bereits auf der Einladung hatte Verwaltungsvorstand Wolfgang Diedering den Delegierten verdeutlicht, dass von den fünf Amtsinhabern nur er (Ressort Verwaltung), Ruth Lehrieder (Ressort Sport) und Heinz Durhack (Ressort Liegenschaften)  sich zur Wahl stellen wollen, allerdings auch nur dann, wenn sich wenigsten für das bisher von Wolfgang Röhm geleitete Finanzressort ein Mitglied fände, der bereits in der Versammlung vor einem Jahr erklärt hatte, bei der Neuwahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Da sich auch in der Versammlung beim Aufruf des Wahlleiters Marc Zenner niemand im Raum bereiterklärte, Röhms Posten zu übernehmen, war für Zenner der Wahlgang eigentlich schon wieder beendet. Lediglich für das Ressort Liegenschaften fand eine Nachwahl durch die 67 stimmberechtigten Delegierten statt, da dieses Heinz Durhack kommissarisch von Marco Stahl übernommen hatte. Ebenso wurden Bernhard Kronewald und Günter Röhm als Kassenrevisoren bestätigt.

Obwohl keine Neuwahl stattfand, lässt es die Satzung der TGV zu, dass der Vorstand im Amt bleibt, wenn jeder zustimmt, längstens jedoch bis zu einem Jahr. Lehrieder, Röhm und Diedering erklärten sich zur Verlängerung ihrer Amtszeit bereit, streben jedoch eine möglichst frühzeitige Neuwahl an. Wolfgang Diedering ist bis zu den Neuwahlen in Personalunion auch erster Vorsitzender.

Heinz Durhack wurde bereits für drei Jahre gewählt. Er steht vor der Riesenaufgabe, die 2019 anstehende 900.000 Euro teure Dachsanierung der TGV-Sporthalle zu bewerkstelligen.

 

Winfried Knötgen, der für das Ressort Öffentlichkeitsarbeit zuständig und von seinen vier Vorstandskollegen zum Vorsitzenden des Vereins bestimmt worden war, hatte zu Beginn der Versammlung eine Menge Gründe genannt, weshalb er nach nur zweijähriger Amtszeit nicht mehr kandidiere. Herauskristallisierte sich, dass es wohl Kompetenzstreitigkeiten mit Vorstandskollegen waren und ihm nach seinen Worten entsprechend seiner Funktion als 1. Vorsitzender nicht die von ihm erwarteten Tugenden Respekt, Rückhalt und Wertschätzung zuteilwurden.

 

In seinem Grußwort war es Bürgermeister Jürgen Götz ein Anliegen zu betonen, dass er mit Winfried Knötgen in seiner Funktion als zweiter Bürgermeister sehr gut zusammenarbeite und ihn als loyalen Kollege schätze.

 

Der Rückzug von Knötgen führte schließlich zum einen dazu, dass der Gemeindekämmerer Erich Müller, den Knötgen für das Finanzressort schon als Vorstandsmitglied gewonnen hatte, nun auch seine Kandidatur wieder zurückzog. Zum anderen fiel auch die Absicht der TGV ins Wasser, das 140jährige Vereinsjubiläum am 25. November tagsüber mit einem Aktiventag in der Dreifachsporthalle der Gemeinde und abends mit einem Festabend in vereinseigenen Sporthalle zu feiern. Keiner der vier verbliebenen Vorstandsmitglieder sieht sich zeitlich in der Lage, federführend ein solches Jubiläumsfest zu organisieren.

 

Falls sich nun nicht doch noch bis zur nächsten Vorstandssitzung am 8. August noch genügend Mitglieder für einen Festausschuss melden, wie von einer Delegierten in der Versammlung angeregt, verbleibt es beim traditionellen Übungsleiter- und Ehrenabend im kleinen Kreis und bei der Herausgabe einer Festschrift.

 

Bis auf die Streitigkeiten im Vorstand über die Kompetenzen und die daraus resultierenden Beziehungsprobleme attestierte der scheidende 1. Vorsitzende Knötgen, dass Ruth Lehrieder schon seit 15 Jahren sehr kompetent und hervorragend das Ressort Sport manage, Wolfgang Diedering das Ressort Verwaltung effizient auf Vordermann bringe, Wolfgang Röhm als Geschäftsmann stark die Finanzen des Vereins lenke und Heinz Durhack bei den Liegenschaften eine gewissenhafte Arbeitshaltung auszeichne.

 

Aus den Ressorts

 

Verwaltungsressort-Chef Diedering berichtete über die Einführung von Routinen zur Erfüllung aller Sicherheitsanforderungen wie Turngeräteüberprüfung, Elektrocheck, Brandschutzauflagen, Arbeitssicherheitscheck und Mitarbeiterunterweisung, Betriebsarzt.

 

Die Erfüllung der Brandschutzauflagen und eine defekte Heizung führte heuer nach dem Bericht von Wolfgang Röhm zu Mehrausgaben von 55.000 Euro bei der Instandhaltung, sodass sich am Jahresende bei Gesamteinnahmen von 419.000 Euro und Gesamtausgaben von 427.000 Euro voraussichtlich ein Defizit von 8.000 Euro ergibt. Beträchtlich konnte in den letzten Jahren der Schuldenstand von 663.000 Euro im Jahr 2008 auf 296.000 Euro Ende 2016 gesenkt werden. Allerdings steht für die auf 900.000 Euro veranschlagte Dachsanierung der vereinseigenen Anlage 2019/20 eine Darlehensneuaufnahme von 380.000 Euro an.

 

Von der Gemeinde erhält die TGV dazu laut Bürgermeister einen Zuschuss von 225.000 Euro und ein Zwischenfinzierungs-Darlehen von 142.000 Euro bis der BLSV-Zuschuss eintrifft.

Weiter unterstütze die Gemeinde die TGV alljährlich mit ihrem Sportförderprogramm, die sehr günstige, zum Teil auch kostenlose Nutzung der gemeindlichen Sportanlagen, einem 5.000 Euro Zuschuss jährlich für die Turntalentschule der TGV sowie mit der Durchführung der Sportler- und der Sportabzeichenehrung.

 

Im Bereich Sportbetrieb vermeldete Ruth Lehrieder eine Liaison mit Basketballern vom Heuchelhof mit dem Ziel, den Aufstieg in die Bayernliga zu schaffen. Die Leichtathletik-Abteilung befinde sich mit der Rückkehr von Regina Leberfinger im Aufwind. Nach den Ferien biete die TGV erstmals auch einen Zumba Kurs an. Die FSJ-Ganztagsstelle konnte mit Eva Hausmayer besetzt werden, die aus der Turnabteilung kommt. Für das viertägige Weinfest im Hofgarten Ende Juli konnte Lehrieder aus den Abteilungen 150 Helfer rekrutieren.

 

Revisor Bernhard Kronewald berichtete über 3.285 Buchungsfälle. Auf seine Empfehlung wurde die Vorstandschaft einstimmig entlastet.

 

Zum Schluss stellte Wolfgang Diedering als nunmehriger erster Vorsitzender fest, dass trotz der Übertragung von Aufgaben an berufliche Kräfte in der Geschäftsstelle und an Steuerberater, auch bei Einstellung der seit 1998 diskutierten hauptamtlichen Geschäftsführung für den Fortbestand des Vereins ein ehrenamtlicher Vorstand mit fünf Mitgliedern notwendig ist. Diedering: "Das sollte bei 1.200 wählbaren Mitgliedern sowie Erziehungsberechtigten von 600 minderjährigen Mitgliedern doch gelingen."

Aufruf zur Kandidatur für den Vorstand der TGV am 20. Juli 2017

Mitglieder und Eltern von minderjährigen Mitgliedern werden hiermit aufgerufen, Ihre Möglichkeiten zur Übernahme eines befristeten Amtes (3 Jahre) ernsthaft zu prüfen, um den Verein als Voraussetzungen für die vielfältigen Sportangebote  zu sichern.

Eine anstehende Neuwahl ist in der Delegiertenversammlung am 19.7.2017 nicht gelungen, weil für die 5 Vorstandsressorts nur 3 Kandidaten zur Verfügung standen. Der bisherige Vorsitzende und Ressortvorstand Öffentlichkeitsarbeit ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten und ein Nachfolger für das Ressort Finanzen hat ebenfalls aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig abgesagt.

*) Zum Vorsitzenden ist Wolfgang Diedering durch den Vorstand gewählt worden, der das Amt neben dem Ressort Verwaltung bis zur Neuwahl wahrnimmt.  Bei einer Neuwahl ist darüber neu zu entscheiden.

  • Für das Ressort Öffentlichkeitsarbeit suchen wir ein Mitglied, das nach seinen zeitlichen Möglichkeiten die inhaltliche Pflege des Internetauftritts anregt, aus dem Vereinsleben berichtet, dazu gerne mit Verantwortlichen zusammenarbeitet und in Arbeitsteilung an öffentlichen Veranstaltungen teilnimmt.
  • Für das Ressort Finanzen ist es mindestens erforderlich, mit den Zahlen von Buchhaltungsauswertungen umgehen zu können, um die Finanzsteuerung und Präsentation im Vereinsrat leisten zu können. Die Abteilungen werden in ihrer Finanzverantwortung gefördert. Unterstützung durch Ressort Verwaltung und Aufgabendelegation an die Geschäftsstelle sind selbstverständlich. Ein Steuerberater übernimmt neben der Buchung alle Meldepflichten gegenüber dem Finanzamt.
  • Auch das Ressort Verwaltung könnte durch Ressorttausch neu besetzt werden, das sich mit Unterstützung der Geschäftsstelle insbesondere um Aufgaben im Mitglieder-, Versicherungs- und Personalwesen kümmert.

Bedenken vor einer Vorstandsaufgabe sind nicht gerechtfertigt. Die Bedingungen für ehrenamtliche Vorstandsarbeit wurden durch den Vorstand seit 2014 verbessert, die Bedenken vor der Verantwortung und Inanspruchnahme zerstreuen können:

1.   Erweiterung des Haftpflicht-Versicherungsschutzes für Vorstand und Abteilungsleitungen, um eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, die sogar bei Fehlentscheidungen eintritt.

2.   Personelle Aufstockung (Geschäftsstelle, Hausmeister) von 50 auf 70 Wochenstunden.

3.   Stellenbeschreibungen für die 2 Mitarbeiter*innen der Geschäftsstelle und den Hausmeister, die selbständige Arbeit zur Entlastung des Vorstandes ermöglichen.

4.   Vergabe der Buchhaltung an einen Steuerberater, der Belege kontrolliert, erfasst und verbesserte Auswertungen bereitstellt, die über Internet eingesehen werden können.

5.   Einführung von Routinen zur Erfüllung und aller Sicherheitsanforderungen, wie Turngeräteprüfung, Elektrocheck, Brandschutzauflagen, Arbeitssicherheitscheck und Mitarbeiterunterweisung, Betriebsarzt.

6.   Neufassung der Geschäftsordnung, in der auch die Unterstützungsleistungen der Mitarbeiter*innen den Aufgaben des Vorstandes zugeordnet sind.

7.   Stärkung der Handlungsfähigkeit von Ressorts durch Übertragung rechtsgeschäftlicher Befugnisse bis 2.500 € in Abstimmung mit dem Finanzressort.

Trotz Übertragung von Aufgaben an berufliche Kräfte, auch bei Einsetzung einer hauptamtlichen Geschäftsführung (die seit 1998 diskutiert wird und erhebliche Beitragserhöhungen erfordern würde), bleibt für den Fortbestand des Vereins ein ehrenamtlicher Vorstand mit 5 Mitgliedern notwendig. Das sollte bei 1.200 wählbaren Mitgliedern sowie Erziehungsberechtigten von 600 minderjährigen Mitgliedern doch  gelingen!

Wolfgang Diedering, 1. Vorsitzender TGV

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